Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1529
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Schnurk e.

schon l8oj. (damals i 5 . I. alt) eine Scene ausdem Homer in Quartformat geetzt hat.

Schnürte (Laurenz). S. unten Snurke.

* Schnyers (Franz), s. Snepders.

Schob ( ). S. unten Walter.

Schober (Bernhard). So heißt in derAnnaberg Cbronik 1 . 198. ein Werk- und Mauer-meister bey Aufführung der dortigen Annakirche i 5 r 8 .

(F. W.) ^ S. den folgenden I. W.

(H. W )/ Schober.

(Johann Friedrich), vermuthlich einMaler. Um 1754. wurde derselbe als Inspektor derKunstkammer zu Gotha in Bestallung genommen;und trat nach dem Absterben des obangcführtenI. < 5 - Schrldbach's in dessen Stelle als dastgerwirklicher Kunstkämmerer und Sekrctair. Vielleichtst. er um 1768. Wenigstens kommt er um dieselbeZeit in den Gothaer Hof- und Adreßkalendernabhanden.

* (I. W>), hieß Johann Wilhelm,und lebte zu Dresden . In i 6 / 5 . staffirte und ver-goldete er den Altar der Kirche St Petri und Paulizu Zittau . Gedachter Altar, woran die Starüender beyden Apostel Beter und Paul in mehr alsLebensgröße zu sehen sind, wurde in r668. von demZittauer -Lischler Georg Bahnsen, und dem Bild-hauer Hans Bubenicken verfertigt. A. V.Qrr^Lov: ^nalscta bastorum ^ittavlenslurn(Zittau 1716. Fol.) S. 87. Noch können wir fol-gende Bildnisse anführen, die nach ihm gestochensind; wobey wir jedoch bemerken, daß sie 'amtlich(auch das im Lex. angeführte) mit: t(l.(rm8) VV-8chc>der pinx. bezeich. sind. Ais, v. C Rouinaedtdas des Prinzen, nachherigen Königs von hohlen,Friedrich Augusts von Sachsen und das des Kur-fürsten Joh. Georg I V. v. Sachsen , beyde in 8°.;von I. C. Höckner das der verbeyratbeten M. E.Butschky'n; und endlich hat M Bodenehr nacheinem L. w. Schober, der aber wohl den (luftigenbedeuten möchte, das der Anna Gotz, Wittwe desKommendanten zu Dresden in Fol. geliefert.

oder Schubert (Urban), ein Glocken-gießer aus Magdeburg , wird in 1698. und MartinHaubitz aus Brünn in Mahren , ein gleicher Künst-ler, in 1472. erwähnt. Beschreibung der KircheGr. perer u. jOaulzu G örlitz, 5 re Continuat.von lIitsch»

( ), vermuthlich ein Schreibemeister

zu Leipzig . Dort gab er um 176b. ein Heft gesto-chener Vorschriften (22. Blatt, Pr. iRthlr.), diemehrere Schreibegatrungen und auch Zugwerkeenthielten. Dresdner polir. Anzeiger.

* Schoch (Abraham), geb. zu Augsburg 172/,.und daselbst gest. 1772. Er war zugleich Malervon ähnlichen Bildnissen um wohlfeile Preiße, undStecher in Schwarzkunst. von Sterken Z84. Ak§c.

iCaspar), Zimmermeister. S. oben denArt. p. Jademann.

Kunstgärtner. S. rIeunrark, in dengegenwärtigen Zusätzen.

Schoebberger ( ). So heißt irgendwo

ein Landschaftsmaler zu Wien in neuester Zeit,welcher aber offenbar kein Andrer, als der berühmteGchoenberger ist.

Gchoebel (Hans), ein Augsburg «; ver-fertigte im XVI. Jahrhundert zween Schreibtischemit getriebener Arbeit von Silber, die auf etlichrtausend Gulden geschätzt wurden. Auf einem wareine biblische, auf dem andern eine RömischeGeschichte sehr künstlich vorgestellt und ausgear-beitet. von Sterren S. 466. Eine ausführlicheBuchhändler-Anzeige davon s. im Tüb. Morgenbl.iLio. Intel!. BI. S. 8 i.

Gchoebgen (Carl), Maler an der Porzellain-fabrik zu Meißen um 174g. Sein Name (der Aehn-

Schoe llhammew. 1529

lichkeit mit den folgenden Schoebig hat) wird imersten Theile der Allgemeinen Historie derrIacur (Hamburg u. Leipzig 175074. 4 ^-) unterden Pränumcranten gefunden-

Schoebig ( ), Maler bey der Porzellain-

fabrik zu Meißen um 1770. In 1790. war er nichtmehr am Leben. Dresdner polir. Anzeiger,Jahrg. 1790. N°, i 5 . Vielleich dürfte er EinePerson mit dem obigen Carl Hchoebgen seyn.

Schoeder( ). So heißc im Almanach6s Commercs i8ir. ohn» Weiteres, ein damalszu Paris lebender Kupferstecher.

Schoedlberzger (I. N.), ein Kunstdilet-tante zu Wien , wo er i 8 o 5 . als Schnliehrer beyeiner Stiftung in der Mariahülfer-Vorstadk ange-stellt war. Derselbe besitzt ein ausgezeichnetesTalent für die Landschaft, und versteht dabey, seine(Oel -) Gemälde mit idyllischen und mythologischenGruppen zu .staffiern. Berruch (s. dessen Reise nachWien ll. 56 .) sah zu gedachter Zeit bey ihm: Hylasund die Nymphen nach Theocrit; die Tänzerin nachVirgils ländlichen Gedichten; Homer der in einerreizenden Landschaft seine Lieder den Hirten vor-singt ; den heimkehrenden Hirt. Uebrig^ns wird einzu buntes Kolorit seinen Arbeiten als Fehler zu-gerechnet.

Schöffe! ( ). So heißt irgendwo, ganz

ohne Weiteres, wir wissen nicht ob mit Grund, einvorzüglicher Miniaturmaler zu Prag um 1802.

Schöfferle (Jacob). Ein solcher gab (einemGantkatalog zufolge): Baukunst, d.Künstliche Beschreibung von dem Gebrauche der 5 .Sauten ^Augsburg 1671. Fol. mit Kupf.).

* Schoel (Heinrich van). Nach Buonarotikennt man von ihm das Grabmal Julius ll. NachB Lazzari den Hof des Belvedere , bey Anlaß einesdort r 565 . gehaltenen Turniers gestochen (ein Blatt,das GandeUini, als schlecht im Perspektiv ge-nommen, nicht rühmen will); nach Innoc. Mar-tini einen Krieger m Pferde für eine These; dann,ohne andern Name» als den (einigen: Eine Fluchtin Egypten ; das Jesuskind mit dem Tobe: einAbendmal; TodSt. Peter Marlyrs; dieVerlöbnißund Marter von St. Catharina, o-ft. Carl Borro-mäus im Grabe, u. s. f. Mrr. Lonft 6a-rcie/ü'«kVon seiner Hand ist auch das Titelkupfer zu: 8en-tirnenti 6'un anima öivota s psnitsnts 8vpra il8almo lVlissrsre (Hom. 1768. gr. 8° ). Der Styldesselben ähnelt mit dem der de Paas und Sadeler.

Gchoekl (Georg Christoph), Kabiners-Bild-hauer zu Anspach, ein erfindungsreicher Künstler,sowohl in mechanischen Arbeiten, als auch imModelliren, Elfenbeinschneiden, Vergolden undLakiren. In Msusel's Muft 1 . 5 i somit um1787. heißt es von ihm:Jetzt arbeitet er nichtmehr selbst, giebt sich aber mit einem Verlage ge-schmackvoll geschnittener und vergoldeter Spiegel-rahmen, Consolen u dgl . ab. Ich sah' ihn aufeine mir bisher ganz fremde Art eine große Kupfer-platte in eine Flanelldruckerey ausarbeiten. MitBeyhülfe eines Schlegels meiscltc er die aufge-zeichneten Echnirkelwerke und Blumen so in dievon ihm aufgeheftete Platte hinein, als wenn sievon Wachs wäre. Die Spane davon fielen wiestarker Bindfaden ab". Er lebte noch um 1789.Merisel II. Neueres haben wir nichts von ihmvernommen. Im (I. K. L erscheint er nicht mehr.

Schoellbarnn,er (Johann Melchior),Malereyinspektor in der Porzellainsabrik zu Bruck­ berg unweit Anspach, geb. zu Anspach 1745. wurdein 1762. bey dieser Fabrik angestellt, und richtetesie ein.Bewundernswürdig" (heißt es inMeufel's Mus. I. 6Z. also um 1787.)sindseine mit Erfahrung und Klugheit verbundeneWissenschaften, die er sich in Behandlung d r Far-ben und deren Eigenschaften, ohne gereist z» haben,durch eigenes Nachdenken erworben So hat erz. B. nebst andern Farben das Lazurdlaue durchwiederholte Versuche so hoch und schön herausge-Iiiiiiiii