Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1530
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iZZo Schoemberg.

bracht, als ich es noch gesehen Haie", u. s. f.Neueres haben wir nichts von ihm vernommen.Doch giebt ihn Mensel vl. L. L. (also um180g.) noch unter den Lebenden.

Schoemberg (Caspar von). Unter seinerund desBrückenmcisters, vermuthlich GoydeliersDirektion, wurde Dresden 1491. nach dem großenBrande wieder verschönert aufgebauet. Magaz.der sachs. Gefth. I. Th. 6/.

* Schoen (Bartholomö), der im Lex. unterdem Art. von Martin Schoen erscheint, s. dengleich folgenden Art. Caspar u. s. f. Schoen.

(Caspar, Georg, Ludwig und Paul).Alle diese (deren das Lex. nicht, wohl aber des obig.Barrholome gedenkt) werden von C. Scheuer!(Vita ^nt. kre.^en in Oper. 6. ftirkkeiin. p. Zfii.)des nachfolgenden berühmten Martin Schoen'sBruder genannt, und zwar Ludwig als Malerzu Basel , die drey andern als Goldschmiede zuColmar, welche Albrecht Dürer in 1492. besucht,und von ihnen, neben Andern» auch deswegen sehrfreundlich sey aufgenommen worden, weil Albrechtseiner Zeit des verstorbenen Martins Schüler hattewerden sollen, den er aber nie von Person gekannt,und doch so sehr zu kennen gewünscht habe. Wasübrigens an diesen Notitzen Apokryphisches seynmag, s. unten im Art. von Martin. Auch glaubteine Handschrift meines sel. Vaters, daß der Barstholome des Lex. mit dem Ludwig in gegenwär-tigem Art. Eine Person seyn dürste.

----- (Zrhard). Barrsch VII. 476. zweifeltnoch daran, daß er gestochene Blatter gelieferthabe; wenigstens sey ihm keines mit seinem be-kannten Monogramm zu Gesicht gekommen. Dannaber führt er (l. 0. 4 / 6 -8i ) 33 . Holzschnitte vonihm an: Vörderst die zwölf Apostel, eine ganzeFolge, von denen zwar ebenfalls nur viere seinZeichen tragen (ganze Figuren in einem Landschafts-grunde); ferner eine zweyte von zwanzig Heiligen,nur zwey mit dem Monogramm (beyde diese Folgenin kleinen 2" 6' ^ hohen Blättgen); endlich eineinzelnes größeres Blatt von 9" 7"^ Höhe, und 6"2"^ Breite: Ein Bewappnerer, der in der einenHand seinen Helm, in der andern eine MengeWaffen tragt, von G24. datirt. Sein im Lex.bemerktes Werk über die Proportion der mensch-lichen Figur und ihrer verschiedenen Stellungen,dann über die Zeichnung von Schildern, Wappen,Pferdzierden u. s. f. tragt zum liebreichen Titel:Unterweisung der Proportion und Stellungder poßen (Bossen) liegend und stehend ab-gestolen (was nicht jeder kann!wie man dasvor Augen steht in dem Büchlein, durchErhard Schön von Vkürnberg, für diejungen Geselle» und Jungen zu Unrerrich-tung, die zu der Runst Lieb tragen, und inden Druck gebracht i5-j2. Und wieder: Viürn-berg 1542. Einer frühern Ausgabe von i 538 .wird hier nicht gedacht. Dies Werkgen in Quartogedruckt hat nicht mehr als 48. S- mit 36 . Holz-schnitten von 4 " 8"' Höhe und j" V" Breite. EinBild von ihm soll sich in der Galerie Lichtensteinzu Wien befinden, das wir zwar im Katalog der-selben nicht antreffen konnten, ungeachtet dort einekurze Nokitz über unsern Künstler enthalten, undseiner Kunst ein großes Lob ertheilt ist, wenn gleichseine Werke von Härten in Zeichnung und Koloritnicht loszusprechen seyen.

(Friedrich Georg). So heißt bey Li-powsky ein um 1810. zu Augsburg lebenderKupferstecher, der sich besonders mit Landkartenbeschäftigte.

(Johann Georg), ein Bildhauer zuFrankfurt am Main , geb. daselbst 1680. arbeitetelange in seiner Kunst zu Wien . Derselbe warbesonders geschickt in Figuren mittlerer Größe,dergleichen man (1790.) noch verschiedene in seiner

--) Die Worte ohne Schwabacher sind vcrbliechen.

Schoen.

Geburtsstadt sah; wie; D. den kleinen Riesen amEckhause der Schnur- und Kornblumen-Gaffe,und den geharnischten Mann am Trägstem desEckhauses der Fahr - und Tongesgasse. Zeichnungund Stellung sind an beyden meisterhaft, und jederFigur vollkommen angemessen.Besonders" (sagtder ehrliche Hüsgen,freu'ich mich allemal, denHarnisch an letzkerm mit so »hier Wahrheit vor-gestellt zu sehen, ohne daß der martialische Mannin seiner Wendung dadurch steif erscheint. Einsolcher Künstler hätte verdient, nach dem großenBrand zu Frankfurt 1719. häufiger angestellt zuwerden, wenn vermuthlich der damalige Geld-mangel, und schlecht bewiesener Geschmack imBauen es nicht verhindert kätte". Er starb 1740.Hüsgen A. S. 3 og-iu.

Schoen (Johann Gottlob), ein geschickterLandschaftsmaler in Sachsen ; Schüler von Alex.Thiele. Von seinen Handzeichnungen findet manin den Sammlungen der Kunstliebhaber. DavidFriedrich soll nach ihm die Gegend eines Meyer-hofes, im Vordergründe zwey Schweine, aufeinem Quartblatte gut geetzt baren. Er selbst hatauch einige kleine Landschaften radirt. SeineBlüthezeir fallt in die erste Hal-re des XVIII. Jahr-hunderts. Einer andern unsrer Nachrichten

zufolge hielt er sich gewöhnlich zu Dresden auf,versäumte aber nicht, zur Füllung seines Porte-feuilles, allerhand kleine Reisen zu machen. End-lich unternahm er um 174«. eine größere: er gieng,in Gesellschaft des Jsmael Mengs, nach Italien ,sah sein Vaterland nicht wieder, und st. in Rom .

* Schoen, Schoenhauer, od. Schon-gauer, auch Schoengawer (Martin).Bartsch, der (VI. ic» 3irg.) über diesen altendeutschen Stecher wohl die sichersten Notitzen giebt,scheint die zweytletzte Benennung seines Geschlechtsfür die richtige zu halten. Die ältesten Nachrichten v.ihm finden sich allerdings in seinem schon im Lex.angeführten Bildnisse, gegenwärtig im KabinetFries zu Wien , von welchem Bartsch an derSpitze seiner Deutschen Schule eine westliche Nach-bildung, und im nämlichen Bande ein Fac Simileder theils auf dem Bilde selbst gemalten, theils aufdie Kehrseite geklebten Jnnschriften giebt. Dieerste lautet in lateinischen Lettern: klipsck Martin8c.lion§auer Maler 1483. (wahrscheinlich die Jahr-zahl wo das Bildniß gemalt wurde, das einenzwanzigjährigen Jüngling darstellt). Die zweyte indeutschen Lettern: MayfierMartin schongawerMaler genant Hipsch Martin von wegenseiner Runft geborn zu zu Lolrnar Aber vonseinen Oelltern ain augspurger burger Desgeschlechtz von Herren geporn rc. rc. ist ge-storben zu Aolniar anno i499-«-- auf 2..ren.... Hornungs Dem gor genad. Und war ichsein junger (Hans largkmair im jar i-j88 *).Aus welch' Allem die Notitzen im Lex. zu berichtigensind. Somit war nämlich sein wahrer NameSchongauer; den Beynamen Hübsch Martinerhielt er nicht von seinem schönen Gesicht (wie derH. von Murr, Journal II. S. 229.) glaubt,sondern von seiner schönen Kunst (obgleich er's auchvon jenes wegen verdienen mochte). Er stammteaus einer Herren- (gut bürgerlichen) Familie vonAugsburg , was auch aus Meigels Wappenbuchell. Bl. i 63 . erhellet. Hans Largkmair wur > 488 .sein Schüler (Jünger). Der Herr von Murrlas diesen Namen irrig Leykmann, deutete dasjung auf ein der jüngere (junior) und ergänztedie fehlenden Worte (an und für sich auch möglich,aber doch offenbar widersprechend mit der oberngemalten Jnnschrifc) mit: Und malt ich u. s. f.und i 48 ö. statt » 488 . Also hat auch Largkmairdas Bild kaum gemalt; denn » 485 . war er wenig-stens noch nicht Schongauers Jünger; dieserletzter selbst (wie Barsch aus dem Styl, verglichenmit demjenigen der beyden ihm zugeeigneten Tafelnin der Wiener-Galerie, schließt), malte es ebenfalls