Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1533
JPEG-Download
 

Scho enberg er.

man in Ebendess. frühern KunstteitschriftenMisc. Vi. 8s?. IX. lob-o8. und im Arch. II.<Z.) - 55 . u. ff) näher beschrieben und gepriesenfindet. Da heißt es z. B. von ihm schon um 1797.

' Herr Schönberger in Wien ist ein Landschafts-maler von ungemeiner Wahrheit, und sein Trakta-ment ist bisher einzig. Nach Wutky, den er sei-nen Meister nennt, hat keiner der lebenden deut­ schen Künstler stch einen so großen Styl eigen ge-macht. Auch find die Gegenstände, die er sichwählt, ganz ungewöhnlich. Er malt die Sonneunverhülit (?) am höchsten Mittag mit solch' ei-ner Harmonie des Lichts, daß man sich wundert,wie das Aug' damit zufrieden seyn kann,, (mitder Zufriedenheit hat es wohl minder Noch alsmit einer solchen Kunst!).In den Lichteffektenbesitzt er besondere Stärke. Ich habe Vorstellun-gen des Vesuvs, Mondscheine, Sonnenaufgang,transparent gemalt, bey ihm gesehen, die, desAbends vermittelst einer Lampe erleuchtet, solcheine frappante Wirkung hervorbringen, als viel-leicht noch nie gesehen worden". An einer an-dern Stelle gedachter Zeitschriften werden seineArbeiten, die er zum Behufe eines optischenSchausp»ls geliefert (welche zwey Franzosen 1798.während der Krönungsfeyer, nach der Wahl desKaiser Leopolds zu Prag gegeben), ziemlich kau-derwelsch beschrieben. Es waren transparenteDarstellungen aller Art aus der Oestreichischen,Italienischen und Schweizernakur hergeholt. Alledie in diesen Landschaftsstücken abgebildeten Er-scheinungen , wie z. B. Sturm und Blitz mit ih-ren Wirkungen, waren so beweglich, wie in derNatur selbst; und eben so auch die sie belebendenMenschen und Thiere. U»d so glauben wir'simmerhin gerne, wenn es dort von diesen Bil-dern heißt: »Sie geben das vortrefflichste Schau-spiel für Künstler und Kunstliebhaber". Um -80Z.oder 1804. muß unser Künstler sich in Paris be-funden haben, und sah man nämlich auf demdortigen Salon des I. XII i von ihm zwey Bilder.Vörderst: Eine Ansicht von Ba)ä, wovon es in denXouv. lies -Zrts IV. 12- 5 . heißt: »Die Vor-Mtttel - und Hintergründe (les li^nes?) dieserBilder sind schön, und ihre Wirkung harmonisch.Wenn es dem Künstler in Darstellung der Son-nenscheibe nicht besser als Andern gelungen ist,dießfällige Täuschung hervorzubringen, so rührtsolches wohl daher, daß ein solcher Versuch überallnie gelingen wird. Indessen hat der Unsrige we-nigstens allen unzureichenden Mitteln der Kunstgeschickt genug aufgeboten, um ein solches Wa-gestück, das bis an Verwegenheit gränzt, ihm zuvergeben '. Hiernachst einen Rheinfall (l. c.)mit dem kurzen Urtheil begleitet:Viel Wir-kung und Regsamkeit (mouvemenr)". Dannüberhaupt: »Diese beyden Bilder kündigen einensehr ausgezeichneten Landschafter an". In 1806.lebte Schoenberger zuverläßig wieder in Wien ,und stellte auch dort seinen Sonnenuntergang beyBaya (der auf seinen frühern Aufenthalt imWclschland deutet)" von Neuem aus, und for-derte jetzt Zoo. Karoline dafür. Hier nun fandenKenner in demselben bewundernswürdige Harmo-nie; nichts (Überladenes, nichts Zweckloses; Si-cherheit und Treu in der Luftperspektive". DasAug' wird von der Sonne geblendet, und es istkaum möglich, dieß Gestirn mit seinem gebietri-schen Einfluß auf unsern Planeten täuschenderdarzustellen". Um 1807. wird von ihm irgendwoeine Landschaft genannt, die er für's Belvedereju Wien gemalt. In 1810. erstand der H. Groß-herzog von Frankfurt zwey (wie es im Tüb.Morgenbl. K. ». S. 3 / 6 . heißt)WirkungsreicheBilder dieses trefflichen Künstlers, in der Manierdes Claude Lorrain und in seiner eigenen" (Washeißt das?). Und Ebendas. S. 624. lesen wir,aus Frankfurt vom 12. May 18-0. (wo sichSchoenberger damals selbst befinden mochte):»H Schoenberger hat vier schone Gemälde, dievier Tagszeiten, mit zauberischer Beleuchtung vol-lendet. Zwey davon (den Morgen und den Abend,

Schoener.

kaufte der Großherzog» (ob es die zwey schon ge-nannten sind?)," die beyden andern der Kollegien-rath von Bethmann". Eine wunderschöne See-gegend in der Morgenbeleuchtung (wieder mit demSalto mortale unsers Künstlers) der freylichhier mit einer leichten Dunsthülle gemildertenSonnenscheibe ausgestattet, besitzt der H. vonFingerlin in Constanz , welche derselbe die Gefäl-ligkeit hatte, auf dem Zürcher-Sallon von 1810.aufstellen zu lassen, so wie -8-2. den (minderge-lungenen) Pendant desselben eines dunkeln Mond-scheins. Mehreres über Schoenbergern s. imJournal d. Luxus u. d. Mode - 8 o 5 . MayS. 285. u. ff.

Schoene (Joh. Gotthelf). Im Tüb. Mor-genbl -8o8. S. 092. lesen wir: »Jeder ?) Zweigder Industrie, der den beabsichtigten Zweck er-reicht, verdient Empfehlung: und daher mögenwir wohl auch der in Papier -nasse ausge-druckten Bildnisse des hiesigen I G. Schoeneerwähnen, der für 2. Gr. pr. St. alle Für-sten und berühmten Männer liefern will. Nachdemjenigen des Kaiser Napoleons zu urtheilen,find sie mit viel Wahrheit ausgeführt."

* Schoenebeck (Adrian), s. Schoonebeck(Adrian) im Lex. und in den gegenwärtigen Zu-sätzen.

Schoeneckern (Regina Catharina). S.oben Cluari; sollte aber Duarri oder Duarry,oder gar nach der Hall. A. L- Z. 1812. N°. -0.Carey heißen. Ihre Blätter werden (dem wink-lerschen Gantkatalog zufolge) eben so sehr alsdiejenigen ihrer Lehrer, der Prestel, gesucht. Dortsind dergleichen von ihr (alles Landschaften) nachZeichnungen von I. Cats, C. du Jardin undA. Rademaker angeführt. Coak. über sieHLs-gen A> S. 45 i02. S. auch unten Schon-eckern.

Schoene mann (Friedrich). So heißt imFlorirenden Leipzig ein dortiger Kupferste-cher im fünften Jahrzehend des XVUI. Jahrhun-derts. Wir kennen von ihm das sehr mittelmäßiggestochene (kopirte) Bildniß des ChuriächstschenMinisters E C. Grafen Manteufels in Folio.Andere seiner schlechten Arbeiten, zum Theil nacheigner Zeichnung, halten wir der Anführung vol-lends nicht werth. Einzig bemerken wir noch,daß er sich späterhin nach Hamburg gewandt, woer 1767 nebst Pingeling, die Risse zu: vollstän-diges praktisches Werk von der ganzen Gp-rik mit 90. Kupfertafeln (Lübeck u. Alton« - 758 . 4.)geetzt hat.

(F.). Und so irgendwo ein, wahr,scheinlich von Obigem verschiedener Kupferstecherzu Hamburg um 1760. Von diesem ist wohl einmit Schoenemann, ohne wettern Namen alsden seinigen, bezeichnetes Bildniß König ChristianV. von Dännemark. S. auch unten den Art.des Landschaftmalers dieses Geschlechts.

(Joh. Christoph) Und so im Leipzi-ger-Adreßkalender ein Maler daselbst von -766.bis 89. wo er vermuthlich verstorben war.

( ). Und so IN: kkamburgisokea

Xün8tlernsckrlr:kten 8. 2l. bloß beyläufig eingeringer Landschaftsmaler daselbst, als Lehrmei-ster des um 1760. geborenen A. C. Hüne. Ober etwa mit dem obigen Kupferstecher FriedrichSchoenemann Eine Person sey, ist uns unbe-kannt.

( ). Eines Künstlers dieses Na-

mens (ob etwa des gleich Vorgenannten?) thutder gedruckte Katalog der C. wolffelrschen Zeich-nungen kürzlich Erwähnung. 7 l-rc.

Schoener (Daniel). Von einem uns sonstganz unbekannten Maler dieses Namens zeigtman in einem Zimmer des Rathhauses zu Nürn­ berg die Geschichte des blinden Tobias. vonM"rr.