Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1536
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rzz6 Schoenwerth.

chenkunst daselbst und malte daneben Bildnisse inMiniatur und Oel. Lipowsky.

Schoenroerrh ( ), des obigen Chri-

stophs Vater, s. dessen Art.

Schoepf (Joh. Adam). Derselbe hatte sichzu seiner Zeit als Geschichksmaler großen Ruferworben. Nach dem Winklersche» Gantkatalogarbeitete er 1760. zu München (nicht zu Cölln,wie das Lex. sagt). Die Galerie zu Schleis-heim besitzt von ihm ein kleines Bild auf Holz:Madonna unter dem Kreuze, den Leichnam aufdem Schooße; dann die ehemalige Klosterkirchezu Fürstenfeldbruck das Choraltarblatt: MariensHimmelfahrt, nebst zwey Seitenblättern; diePfarrkirche St. Tiburtius zu Slraubing ein Abend-mal, und die Franziskanerkirche eine Flucht nachEgypten. Lipowsky. Der Anfangs erwähnteCatalog nennt ihn auch einen Kupferetzer im Ge-schmack großer Meister, und führt von ihm einschönes seltenes Blatt mit 7. nackten Figuren an,wovon die Hauptfigur einen an einen Baumstammgelehnten Herkul im Nachdenken vorzustellen scheint.Ferner: lIach oder von ihm geetzt (ohne andernNamen als den seinigen) kennt man auch: EineFrauensperson mit einem Kinde.

(Johann Joseph, oder Joh. Nepo-

muck, kl.K. ebenfalls Joh. Adam) des obigen Sohn,lernte die Malerkunst bey Martin Knoller , undbegab sich hierauf »ach Rom , wo er acht Jahrelang studirte. Dort malte er 176/z. für die un-tere Stadtpfarrey zu Jugolstadt einen St. Jo-seph um 65 » fl. und für die Jesuitcnkirche zu Am-bcrg einen St. Georg. Nach seiner Rückkehr ausItalien zierte er das Innere der Klosterkirche zuAspach in Fresco, und erwarb sich damit großenRuhm *). Eben so malte er einen St. Josephund Anton von Padua für die Zünger-Kirche beyDrixen, und einen Johann den Täufer für dieSt. Johanns - Kirche zu Regensburg . Alsdannwurde er zu München als Hofmaler ansäßig, undwar um 1770. Mitglied dortiger Akademie. Die-ser Künstler lebte noch 1810. Llporvekp. Mrc.wknklerscher Katalog (s. v. Aoü.ste §cüoep/, so wie dort auch sein Vater dasvon trägt) wird, nach einer schönen Altar-tafel von ihm (Himmelfahrt der H. Jungfrau inGegenwart der erstaunten Apostel) ein von Jung-wirch zu München gestochenes großes Blatt an-geführt. Ob solches nicht etwa des Vaters sey?S. oben dessen Artikel. Ohne Zweifel ist dieserKünstler derselbe, den die Schrift: Wmkelmann». s. Jahrhundert S. Z20. einen Tyroler nennt,ihn unter die in dem letzten Vicrtheil des XVlll.Jahrh, zu Rom lebenden Künstler von Talentezählt, welcher große Fähigkeit besaß, aber ebendaher, ungefähr wie Cauzig, sein Landsmann,die wesentlichsten Theile seiner Bilder etwas ver-nachläßigte.

In spater erhaltenen Notitzen lesen wir vonunserm Künstler 8. v. Joh. (Iepoin. Schoepf:

Derselbe fertigte auch mehrere Malereyen fürdie Klosterkirche der Abtey Fürstenfeld in Ober- Bayern . So z. B. das Chorblatt mit der Him­ melfahrt Mariä ; den H. Joachim und Anna;den H. Florian; den H. Nevomuck, und eine H.Familie. Hirschings (Jachr. v. Runstsamm-gen VI. 109. Er lebte in der ersten Hälfte desvorige» Jahrhunderts. Ob derjenige JohannSchoepf aus Bayern , welcher in der Hieronyrmuskapelle der Kirche auf dem bekannten Weiftsen-Berge in Böhmen , die Decke 1728. I. c. V.48.) und derjenige Schöpf, welcher, gemein-schaftlich m. Merz, die Seitenwände und Decken-stücke des Langhauses in der Klosterkirche ju Got-teszell in Niedcrbayern, jenes und dieses al Fresco

S ch 0 l d e ck l i n.

malte (l. c. VI. 172.) der unsrige, oder dann derobige Joh. Adam sey, wissen wir nicht anzugeben.

Schoepf, s. auch unten Schoppffer.

Schoepfer (Hans), Vater und Sohn, Ma-ler zu München , deren im Znnftbuche dieser Stadtgedacht wird. In i 5 Z 8 . war der Vater Führecseiner Zunft. Sein Sohn und Schüler malteBildnisse in ganzen und halben Figuren. SeinMeister - (Probe-) Stück legte er in 1668. ab,wurde späterhin zum Hofmaler ernannt, und st.1610. S. auch gleich unten Schoepffer.

(Wilhelm), Sohn Hans des junger»und dessen Schüler, machte sein Probestück 1608.wurde dann ebenfalls als Hofmaler angestellt,und st. 16Z4. S. auch den gleich nachfolgendenArtikel.

Sch 0 ep ffe r ( ) in München . So sig-

nirt besaß H. Achilles Ryhiner in Basel um 1770.eine gute historische Zeichnung. Ohne Zweifel istderselbe mit einem der obigen Hansen oder Wil-helm Schöpfer Eine Person.

Schoepf! in (August). Ein solcher war Leh-rer auf der Universität Wirzburg 1806. Ob erder nämliche Schoepflin sey, der nach Byrendie zwey schlafenden Kinder im Wald gestochenhat, welche 1797. im Frauenholzischen Verlag füri fl. 5 o kr ausgebolen wurden, ist uns unbekannt.

Schöpf! ing (August) So hieß ein Lehrerder Zeichcnkuust und Malerey auf der Rußischen Universität Charkow 1804. der zugleich Kupferste-cher war, und nicht unwahrscheinlich mit obigemAugust Schoepflin Einer und derselbe ist.

Schoepp (Job. Heinrich)) von NassamDietzgebürtig, lernte das Pettschierstechen bey C. L-Schild, und kam 172». in Landgräfliche Dienstenach Cassel, wo er auch zum Münzeisenschneiderangenommen wurde. In gleicher Eigenschaft trater 1760. in Dienste der Stadt Frankfurt am May»,wo er 1770. starb. Hüegen (I. A. S. 558 .

Gchoerhavens ( ). Von einem Maler

dieses Namens führt man, aus der Gemäldesamm-lung des Fürstbischofs von Eichstädt, ein Markt-städtchen 04 " hoch, i 5 " br.) an. Hirsch in gs(Jachr. v. Äunstsamnilungen VI. 71.

* Schoerz (Joh. Carl), eine irrige Benen-nung von Joh. Carl Schätz.

Schoeßler (Georg), s. oben GeorgScheßler.

Schoerrl (Heinrich). So nennt Lrporvsky,ohne Weiteres einen Baumeister zu München umi 586 .

* Schoevaerts (M.). Basa» (. sec.)

ist so dreist, aus dem Glückstopfe seiner Geburts-orte und Jahre diejenigen für diesen Künstler,auf Dublin und 1VH7. zu ziehen. Zu seinen Ar-beiten gehören ein großes Fvlioblatt: Gesellschaftvon Bauern und Bäuerinnen, die sich über einenaus ihnen belustigen, der, mit verbundenen Au-gen, nach einem an der Schnur Hangenden Apfelmit dein Munde tappen muß. Von

einem Schoevaerts (nicht unwahrscheinlich vondem unsrige») gemalt, findet sich in der Galeriezu Schleisheim eine Ansicht von St Cloud, mitCavalieren, die den dortigen Arbeitern zusehen,staffirr.

Scholdeckiin (Albrecht). Ein solcher wird,bey einem vorkommenden Falle, H09. als Münz-meister des Herzogs von Würtemberg angemerkt.Hirsch teutsch. Munzarch.v Ll). I- S. 209.

") Die Bildhauerei) an den 8. Altären gedachter Kirche zu A krach, ist von Joseph Deutfchmann aus St-Nicvla bey Paffau. Letzterer hat auch die Bildhauerey der Seitenalräre unv die Ehvrstühle der Klosterkirchezu Fürstenzell in Niederbayern gefertigt; und eben so das dasige Bibliotbekzimmer unv das Labernacte) i»Gvtteszell in Niederbayern mit seiner Kunst geziert. Hirsch Lugs Nachrichten von Runstsamml'-ngen,V. ,6. io8. VI. >)2. ,7z.