Band 
Zweyter Theil [3].
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1537
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S ch o l e u s.

Schokeus (Hieronymus ), Perspektivmalerin Schweden um i 58 n. wird in Brauns Srad-tebuch IV. 3 /. 38 . und V. 35 . angeführt.

Scholl (Franz), Kaiser!. Oestreichischer Hof-gärtner zu Belvedere um r 8 c> 5 . Auf Befehl desKaisers hakte er 178b. mit dem Gärtner Booseine Reise nach Afrika unternommen; und warbort i 4 - Jahre auf dem Kap der guten Hoffnung gestanden.

* Schollenberez oder Gchol-

lenberger (H. F.). So sind schlechte Bild-nisse, bald berühmter, bald dunkeler Männer,meist ohne weitern Namen als den seinigen, näm-lich : //. R L'cüa// - 77 . 7 ? 77 . 7 )

unterzeichnet, und eines derselben mit 1674. da-tirt. Ohne Zweifel ist er mit dem gleich nach-folgenden derselbe, und bloß in dem Taufnamen,hier oder dort ein Irrthum.

(H. I.), hieß Hans

Jacob, wie das Bildniß des Theologen CasparLöschers ausweist; und lieferte viel dergleichenschlechte Arbeit zu Nürnberg um 1676. In fol-genden bey dem Buch - und Kunsthändler JohannHofmann zu Nürnberg erschienenen Werken: We-cke'« Beschreibung von Dresden 1879. fol., und:Tavernier's vierzigjähriger Reisebeschreibung,übersetzt von Menudier 1681. fol. u. s. w. trifftman elende Prospekte und Titelblätter mit derBezeichnung: A. Aacoü 8c. A.

A ä'. sc. die wir nun zwar auch Obigem zuthei-len können; unterdessen fällt uns auf, daß keinsder vielen Bildnisse, die wir von unserm Heldensahen, mit I. I. oder Johann Jacob, sondernstets mit H. I. oder Hans Jacob stgnirt war.

In Schad's Pinacothek S. 80. wird einBildniß des Professors Abd. Treu zu Alkorf be-merkt, was ein Heinr. Jacob Schollenbergerfür den Verlag von Joh Adam Treu gestochenhabe. Dieser Vorname wird aber ohne Zweifelnur ein Druckfehler seyn. Gandellini (8. v.A. (lf. Xc/ro//-»rbs--Fe»') führt verschiedene Bildnissezu (6. G. Orioraro's Geschichte Ferdinand III. (Wien 1672.) von ihm an; wie z. B. des Prin-zen Moritz von Nassau , des Kardinal Richelieu ,des Prinzen Bethlem von Siebenbürgen , Wal-lensteins u. s. f. S. auch den Schluß des gleichvorhergehenden Artikels.

* (Johann), geboren zn Munndorfbey Bonn 1728 gieng nach Münche , und wardbort Schüler von G. des Marees. Derselbe malteBildnisse, theils in Oel , meist aber in Mignatur.Mensel I. und Vl. R L. 1809. Dort wird ge-fragt: Lebt er noch? Auch Lipowsky antwortethierauf nicht, wohl aber eine unsrer Handschrif-ten:Er starb zu München 1800." Dort wirdauch zuerst sein Geburtsort richtig angegeben.

Scholle (Johann), ein Kunsthändler. S.oben Schelle.

* Scholle nberg und Schollenber,ger, s. oben Scholl.

Scholler (Johann), Goldschmied zu Leipzig ,geb. i6n , richtete sich noch bey Lebzeiten i 663 .sein Epitaphium auf. In8cript. I^ip8.

k- 275.

(Loren;), s. oben Schmoll (Melchior.)

( ), ein Baumeister aus Böhmen ,

der ,'n 1793. durch Dresden passirte. VkeueDresdner -Merkwürdigkeiten, Jahrg. 1795.S. 5 rv. Thorzettcl.

Scholris, 1. Scholze und Schulz.

Scholrze od. Scholris cElias), ein Kon-dukteur in Chursächsischen Diensten, d<-r in 1724.gelegentlich genannt wird I. G. MollenMuyschne r Brand- u.Feuerchronik(Grimma 1727. 4°.) S. rv.

Schoonebeek^

Scholrze (Sigmund) wurde in 1760. alsSpezialwardein der Nürnberg vom Reiche in Pflichtgenommen. Hirsch deutsches MünzarchivTh. VIII. S. 296. 539.

Scholz (Daniel), Bürger und Kunstmalerzu Lauban , »m oder gegen i6vo. Beyläufig ge-denkt seiner C. G. Funck's Lebensgeschichte allergeistlichen Personen zu Görlitz (Görlitz u. Leipzig 1711. 8°. S. n 3 .)

^ (Joh Ernst). So heißt irgendwo,ganz ohne Weiteres, ein Maler und Kupferstecherzu Jena .

* Scholze, s. Schulze im Lex. sowohl alsin gegenwärtigen Zusätzen.

Schomann ( ), Professor. So heißt

irgendwo, wir glauben unrichtig, ein Künstler,nach dessen Zeichnung Clar 1807. die Zusammen-kunft der beyden Kaiser auf dem Riemen gesto-chen habe.

* Schomburg (Christoph). Mit der Be-zeichnung: v. 6 . bcbomburg pinx. hat, einemKupferstichkatalog zufolge, F L. Schimmer einBlatt: ssr. Lern. protb. Oome 8 ab Rarrscb,nach ihm in 4°. gestochen. Ob solches das imLex. benannte schöne FamilienBildniß des Grafenvon Harrach seyn dürfte, zst uns unbekannt. Dochzweifeln wir daran. Dann hat, nach ihm, undM. F. Kleinerts Zeichnung, I. I. Hayd dasje-nige von Franz Joseph Scheyb, wahrscheinlich inSchwarzkunst geschabt.

(Joh. Georg), ein Münzmeister. S.oben Friedrich Wilhelm Gferal.

Schommer (I G.), ein Maler aus der letz,tern Hälfte des X VII. Jahrhunderts, vielleicht inBöhmen . Das Bildniß des Freyherren Match.Goktfr. von Wunschwitz hat I. C. Sartorius 1707.nach ihm gestochen.

Gch 0 neckern (R. C.). So nennt der lei-dige Basan einen Künstler, der in -787. zu Wien mehrere Blätter in Tufchmanier, namentlich auchnach Zeichnungen von Raphael gestochen habe;der aber offenbar kein Anderer, als die Reg.Carharina Nuarry, geb. Schonecker ist.

Schönens (C.). Irgendwo schreibt maneinem Stecher dieses Namens 4 - Folioblätter mitden vier Jahrszeiten, und einige Blätter Heidin,scher Götter in gr.4. sämmtlich nach H.Golzius, zu.

* Schongauer, s. Schoen.

Schonhofer (Sebald ) , Bildhauer derFrauenkirche und des schönen Brunns in Nürn­ berg r 555 . S. sein Bildniß, und oben das Meh-rere von ihm im Art. von Georg und FriedrichRuprecht.

Schon mann (Arthus), s. Schoumann.

* Schonten (H.), s. unten Schooren.

* Schoonebeck oder Schoonebeek(Adrian). Um i 685 . arbeitete er zu Leyoen. Von ihmkennt man auch, ohne andern Namen als den (ei-nigen, Bildnisse; wie z. B. Gilbert Bnrnets. Dannein Blatt über die Ankunft der BevollmachligtenzumFricdenscongresse zu Neubourg bey Rlüwyck ,697.Der unverschämte Basan (Lll. 8 ec.) läßt ihn 1641-zu Mainz geboren werden, und führt dann vonihm felbst gezeichnet und gestochene Blätter zu einerin 1682. erschienenen Uebersetzung der Jlias vonValtiere, ferner diejenigen zu einer Geschichte derMönchsorden beyderley Geschlechts (1693.) an.Was diese letztre eigentlich sey, belehrt uns dasLex. Noch nennt ein Gantkatalog (sehr schwan-kend): Die ganze Englische Geschichte BönigJacob II. und des Prinzen von Granien, in 3 .Theilen, aus 60. Kupferstichen von Adr.Schoonebeek bestehend.

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