Band 
Zweyter Theil [3].
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1540
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»540 Schoumann.

ein damals ;u Dordrecht lebender Maler von See-und Flußstückcn, worunter, neben Andern», seineDarstellung der Action des Admirals Verhucl aufder Flandrischen Küste sehr geschätzt wurde. Nacheiner unsrer Handschriften hieß er Martin, undwar in ermeldtem Jahr Mitdirector der Gesell-schaft: Prokura zu Dordrecht , die in 1784. zuBeförderung der Zeichen- und Baukunst errichtetwurde.

Schoumann ( ). So heißt irgendwo,

ohne Weiteres, ein Thiermaler in Haag 1792.der nicht unwahrscheinlich ein Sohn von ArrhusSchouman seyn dürfte.

s. unten auch Schumann.

* Schoure (H.), s. Schooren im Lex. undin den gegenwärtigen Zusätzen. Dann auch dengleich folgenden Art. H. Schwuren.

* Schouren (G.). Derselbe war Zeichnerund Kupferstecher, und lebte um »709. vermuth-lich zu Amsterdam .

* (H.).' Nach einem Maler diesesNamens, der aber wahrscheinlich kein Anderer,als der Schouyren oder dann der Hubert vonSchooten des Lex. ist, kennt man holländische An-sichten von P. de Liender und und I. Lpilmanngestochen; von ersterm namentlich die große Kirche,nebst der Börse, zu Amsterdam . Der winklerscheKatalog nennt ihn Zeichner und Kupferctzcr, derzu Amsterdam geblühek habe, und führt von ihm»2. Bl. holländischer Dörfer, mit Costumefigurenstaffirt, ohne andern Namen als den seinigen, unddes Kunsthändlers B. Foucquet jünger, an. Ir-gendwo werden solche meisterhaft geetzt genannt.

Schrader (C. A.), ein Maler der in der er-sten Hälfte des XVIII. Jahrh, blühele, nicht un-wahrscheinlich Hofmaler zu Zerbst . Nach ihm hatI. M. Bernigeroth 1746. das Bildniß der FrauJoh. Soph. Frieder, von Kalitsch in Folio, undSysang dasjenige des Fürsten Joh. Ludwig vonAnhalt-Zerbst gestochen.

(Heinrich Christoph) kommt »763. zuGöttingen als Bildhauer bey der dasigen Univer-sität vor. Hannöver »scher Sraarskal.

(Joachim), ein Glockengießer zu Han­ nover , wo er in » 6 » 5 - vorkömmt. Auch JohannHeinrich Lütgeu in 1699.; Heinrich Lütken in» 655 . ; und Christian Ludwig Meyer zu Braun­ schweig in »706. waren Künstler dieser Art, wel,cheinD 0 me»ers Geschichte von Morungen (Göttingen »755. 4°. S. »» 5 . »»4. » 52 . » 55 .) u. a.aufgezählt werden.

(Joh. Christoph), vielleicht der Sohndes obigen Heinr. Christoph. Derselbe befandsich »786. als Universitätsbildhauer zu Göttingen .Hannoverischer Sraarskal.

(Joh. Martin), ein Kupferstecher un-serer Zeiten, zu Leipzig . Leipziger Adreß-poft- und Reisekalender auf »8»». S. » 32 .

* (I. C ), Kupferstecher zu Göttingen ,der im Lex. unter dem Art. von Lor. Gchradererlcheim. Von ihm kennt man, neben Andern»,mehrere Blätter zu: liallerl Iconum anatomicsr.kascicul. »74z. u. ff. namentlich aber zum sechs-ten und siebenten Fascic. »753. u. 54 - Dannzu Ebendess. Abhandl. cle -zillr Aenere naturali4°. LoettinZ. Ferner ein Bildniß G. A. vonMünchhausen, Alles ohne weiter» Rainen als denseinigen. 6a»steLi»r.

(Leonhard), Kondukteur in Königlich-Preußischen Diensten. Um 1800. hatte er seinenSitz zu Beskow im Brandenburgischen, Hfrc.

( ) Magister in Göttingen , nicht

unwahrscheinlich ein Nachkömmling eines der Obi-gen, lehrte um 1806. und noch »812. auf der dor-

Schra mm

tigen Hohen Schule Verschiedenes von mathema-tischen Wissenschaften; namentlich auch zu Aus-arbeitung von Zeichnungen und Plänen für prak-tische Geometrie, in besonderer Hinsicht auf Ca-meralisten , Forstkundige und Oekonomen, dieTheorie der bürgerlichen Baukünste nach Gilly,durch Zeichnungen und Modelle erläutert; gabAnleitung, wie Stadt- und Landgebäude zweck-mäßig zu erfinden und die Entwürfe gehörig aus-zuarbeiten seyen, u. s. f. Ob er selbst ausüben-der Architekt sey, ist uns unbekannt.

Schraid (Georg Adam), Maler zu Frank­ furt am Mayn um 1778. malte Bildnisse in Oelund Pastell. Meusel I. Ebenders. II. (1789.)frägt: »Lebt er noch? Hüsgei» hat ihn nicht".In Ebendess. N- R L. (»809.) erscheint ernicht mehr.

* Schramann oder Gchrammann(Burkhard). Derselbe lebte zu Anfai»g des XVII.Jahrhunderts. Eine Thesis, nach seiner Zeich-nung , von B. Kilian gestochen, gehört zu derdem Churfürsten von Bayern zugeeigneten Dispu-tation eines Freyherr« von Lerchenfeld.

Schramm (Heinrich), geb. zu Hamburg » 643 .zog gegen » 659 - nach Dresden , wurde »679. Ge-heimder Käinmerier und Baumeister, endlich »68».Vice-Oberlandbaumeisier. Derselbe hatte zu seinerBildung mehrere Reisen als Architekt nach Dä­ nemark , Schweden , Holland , Frankreich und Eng-land unternommen. Von seinem Churfürsten ge-schätzt starb er »686. zu Dresden . S. seine Lei-chenpredigr von B- Schmidt. Dresden 1686. Fol.

(Johann), ein vermuthlich geringerMaler zu Haßfurt , welcher bey dem Aufbaue derStadlkirche zu Königsberg im Hildburghäusischen1642. erwähnt wird. I. w. Lrauß Beitragezur GachsrHildburghaus. Birchen - Schul-und Landeshistorie, Th. IV. S. 83 .

(Johann Michael), Kupferstecher undMiniaturmaler zu München , geb. »772 zu Sulz-bach im Bayerschen Nabkreise, wo er bey seinemStiefvater die Gold - und Bijouterie-Arbeit ers^lernte, aus Neigung zu den eigentlich bildendenKünsten aber seine Nebenstunden dem Zeichnen undin der Folge auch der Kupferstecherkunst widmete,ohne hierin einigen Unterricht zu erhalten. AlsEin und Zwanzig jähriger Jüngling verließ erdann das Vaterhaus und begab sich nach Mün­ chen , wo er sich einzig mit Miniaturmalen undKupferstechen beschäftigte, und durch die Bekannt-schaft mit inehrern Künstlern seine weitere Aus-bildung erhielt. Nach Verfluß von acht Jahrengieng er nach Wien , besuchte drey Jahre lang dieAkademie, und vervollkommnete sich als Stecher.Spälherhin nahm er zu München seinen festenAufenthalt. Unter seinen vielen bereits mit Bey-fall gelieferten Arbeiten verdient ein nach Wächtergestochenes historisches Blakt in der bey Degenzu Wien erschienenen Prachtausgabe der deutschenUebersetzung von kucian besonders genannt zu wer-den. Lipowsky. Ohne Zweifel ist er der Näm-liche, welcher anderwerts kurz: Der KupferstecherSchräm»,, von München um 1800. genannt ist,und dort von ihm die Bildnisse des KurfürstenMaximilian Joseph von Pfalzbayern, und dieje-nigen der beyden Lonkünstler, I. H. Knecht's unddes Abbs Voglers angezeigt sind.

(Matthäus oder Trewes, d. h. An-dreas), baute um » 548 . an der großen Stadt-kirche zu Guben in der Lausitz . C. F. Poppo,Birchen - und Schulwesen zu Guben (das.»768. 8°.) S. »» 4 '

(Peter). Ein Bildniß des Super­ intendenten

zu Dayreuth, St. Boener, wasSchad's pinacorhek S. 58 . aufführt,-sollbezeichnet seyn: /Vier von Hmsver-

stam, pinxit. ^ac.-8anclrai-t za.