Schöret.
Jahrs. I74d. S. 206. heißt es, daß sich zu Kö nigsberg in Preußen, schon seit 18. Jahren, die-ser berühmte, von Augsburg gebürtige Maler auf-halte und nunmehr 47. I. alt sey. Seiner Kunstwegen habe er viele Reisen unternommen, undneben Anderm in Rom und andern Orten Ita liens lange Zeit studirt. Vorzüglich lobte manseine außerordentlich treffenden Bildnisse, die er,sollte er jemanden auch nur einmal gesehen odergesprochen haben, gleich darzustellen wußte. Nachshm hat Wolfgang 17Z4. ein Bildniß des Königs-berger Pfarrhcrrn, Michael Lilienthals, in 4°.gestochen. Wir finden dieses Blatt bey Lilien-rhals biblischem Archkvarius alten Testaments(Königsberg und Leipzig 1746. 4 °-).
* Schorer (Hans Friedrich). In der weit-läufigen GeschlechtStafel seiner Familie, die manin den Stammtafeln von Seiferr findet, trift mannur einen dieser Vornamen (Th. II. sein GeschlechtWitter. 6. 6en. 7.) der (zu Augsburg oder Ve nedig ) i6io. auf die Welt kam, und ohne Weite-res mit dem Beysatze angeführt wird, daß er junggestorben sey. Zeichnungen von r6og. datirt, meistgetuscht und mit der Feder contornirt, besaß H.Achilles Ryhiner in Basel um 1770.
— — (Leonhard), ein Maler, der zu Dres den um 1731. lebte. Das Bildniß des Gottes-gelehrten C. A. Hausen hat C. Sysang 1782. inFol. nach ihm gestochen. Nach einem Gchorervhne Vornamen /vermuthlich dem unsrigen, hat auchM. Bodenehr das Bildniß des Königl. Polnischenvnd Churfürstl. Sächsischen Leibarztes I. D. Geyer gestochen. S. auch den gleich folgenden Art.
— — (Lorenz). Ein solcher wird im: Le,benden Rönigl. Dresden , als dortiger Bildniß,maler 1709. genannt. Wahrscheinlich ist er dernämliche, welcher anderswo Bildnißmaler zu Kö nigsberg 1734. heißt, nach welchem Fritsch dasBildniß des Kurländischen Gtaatsrath Lau gesto-chen habe. Vielleicht indessen ist dieser Loren;mit obigem Leonhard Einer und Derselbe; insolchem Fall aber letztrer sein richtiger Name.
— — s. auch Schorrer.
Schorler ( ), Gebrüder. In dem
Dresdner Gelehrt. Anzeiger, Jahrg. 1796.S. 76. heißt es, daß die »zwey künstlichen Prü-der", die Meistere Schorler zu Crotendorf, imSächsischen Erzgebirge , aus dasigem und auskalchgrünem Marmor, vortreffliche Grabsteine oderTrauermonumente, in 1794. verfertigten.
Schorman (P.) etzte Landkarten zu einerdeutschen Bibelübersetzung Mark. Luthers, welchein Lüneburg bey den Sternen 166Z. gr. 4° er-schien.
* Scharr (Joh. Paul u. Egidius), s. Schor.
Scharrer (Joseph, von), Lieutenant desKK. Oestreichischen Bombardiercorps. Nach derZeichnung eines solchen und dem Entwürfe desFreyherr» von Lichtenstern, fand man in 1808. imCosmographischen Bureau zu Wien , in vier Sekt.gestochen von Joseph List und Anton WitthelmrErganzungsblätter zur großen Karte der mittel-europäischen Staaten, und Karte des KönigreichsBöhmen , mit dem größten Theile von Mähre«.Veffenrl. iHachr.
* Schotanus, s. Schooten im Lep. sowohlals in gegenwärtigen Zusätzen.
Schäkels ). So heißt im Tüb. Men-gend!. 1809. S. 896. ein damals zu Dordrecht lebender junger Künstler, dessen vortreffliche Zeich,«rungen sehr geschätzt wurden.
* Schoren, s. Schooren.
Schotoschnlkorv (Michails). So heißtbey Fisrilio B S. ll. 72. um 1794. ein jun-ger Russischer Künstler (in welcher Kunst wird nicht
Schdumati. 1539
gesagt), welcher damals, nebst mehrern Andern,den Preiß einer zweyten goldenen Medaille erhielt.
Schott (Anton), ein Künstler zu Bambekg,malte für die dortige Stiftskirche St. Stephan1687. einen St. Lorenz, und für die St. Jakobs-Stiftskirche ebendaselbst eine Magdalena. Li-powsky.
— — (Caspar), ein Jesuit und bekannterMathematiker, hat neben Anderm auch über dieverzogenen Bilder der Anamorphosen geschrieben.Er wurde zu Königshöfen, unweit Würzburg ,1608. geboren, hielt sich einige Zeit zu Paiermoauf, nahm dann einen Ruf nach Würzburg an,und starb dort -666.
* — — (Friedrich), Sohn des Straßburger-Buchbruckers Martin Schott. Nach Hei-ne cke's Nachr. II. 88. führt Schoepflin den,selben in s. Vinüic. 'I^poßr. p. 6. nicht bloß alsBildhauer, sondern auch als Fvrmschneider, dochwahrscheinlich irrig an, wenn anders Heineckesich nicht — selbst irrt. Man sehe die wunder-seltsame, sich selbst widersprechende Stelle.
— — (Joh. Carl), Königl. Rath, Biblio-thekar und Antiquar zu Berlin ; war ein Schwe-stersohn des berühmten Alterthumkenners Lorenz Beger , dem er auch in seinen Aemtern folgte,und zu dessen Werken einige Blatter verfertigte.Mcolai.
— — (Joseph und Richard van der), Kai-serlicher Hofgartner. S. unten Sreckhoven.
* — — (I. S.), der im Lep. unter dem Art.von Friedrich Schort erscheint. Von ihm kenntman neben Anderm ein Bildniß des Arztes DavidGraesner's, ohne andern Namen als den seinigen.
— — (Martin), s. Anron Sorg.
— — ( ) Ein solcher trug in 178Z. zu
Main ; den Titel: tzofnotenstecher des Churfürstenvon Mainz , ilrkr.
Schort erbeck sJ. C-). So heißt irgendwoirrig der oben angeführte — doch so bekannte Chri-stian Jacob Schlorrerbeck.
* Schovaerrs, s. Govaerrs und Schoe-vaerrs.
* Schouman (Artus ). Basan (L6. sec.)
nennnt ihn irrig Adrian Schouwmann. Der-selbe war Maler, Zeichner und Stecher in Schwarz-kunst, und lebte noch 176.. im Haag. Von ihm führtRost VI. 817. und 18. zwey Gattungsblätter nachC. Troost an: 8aarte jsns und eine Gesellschaftvon Kunstliebhabern. Dann, ohne andern Namen,als den seinigen, einen Mannskopf mit Hut undKnebelbart, und das Brustbild eines Mädchensim bloßen Hemde, vor — dem Spiegel. Ander-werts noch finden wir von ihm das Bildniß desMalers Colins nach Vanloo (dies 1766.) ange-zeigt. Gestochen hinwieder nach ihm haben F.Basan und I. Houbracken; ersterer: Den Hollän-dischen Schuster; letzterer verschiedene Bildnisse,wie z. B. dasjenige Wilhelm I. Prinzen vo» Ora-ulen, des Arztes I. E. Voei, u. s. f. Tanje dasvon Andt. Pauw in 8°. (Cmi/er. /s/rc.
Hauptsächlich aber findet man, nach seiner Zeich,«ung, Blätter zu: CaLar kliscell. Zoolog (tts-gsecomit. 176L. 4") von S. Fokke, R. Muysu. s. f. gestochen. Dann in Ebendess. Narur,geschichre merkwürdiger Thiere (in der deut schen Übersetzung, Berlin und Stralsund 1769.ff. 4 °.) meist von C. B. Glaßbach geetzt Auchin Schreber's: Säugrhiere in Abbildern,gen (Erlangen 1776- ff. gr. 4°.) finde« sich dieseletztem, sind aber nur aus dem Vosmoer kopirt,zu weichem Originale Schouman Abbildungenverfertigte.
— — — oder Schouwmann (M.).So heißt im Tüb. Morgenbl. rüog. S. 896.
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