Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1541
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Schramm.

Schramm (Sebasi.). Einen solchen benenntEkkard's Handbuch der LehranstaltenDeutschlands (Th. l. Erlangen 1780. G. 112.),als einen damals zu Würzburg lebender Form-gießer; indem es auf das Karhol. Deutsch!. II.58 c». verweist. Hier finden wir aber nur die we-nig ausdrückende Anzeige, daß er eine Samm-lung von Bambergischen Sigillen aus Bley, nachden Originalen, für einen Herrn von Enhal gutverfertigt habe.

* Schrammann, s. Schraman.

Schrank (Franz von Paula ), Exjesuite,Doktor der Theologie, Churpfalzbayrlscher wirk-licher geistlicher Rath, beständiger Direktor derEhurfürstlichen Gesellschaft sittlicher und landwirth-schaftlicher Wissenschaften zu Burghausen , undordentlicher Professor der Oekonomie und ökonomi-schen Botanik auf der Universität zu Zngolstadt,um 1797. (vorher Professor der Bcredtsamkeit da-selbst), um 1802. aber zu Landshut ; geboren zuDarnbach in Bayern 1747. Meufel's gelehrt.Deutschland . — Nach seiner Zeichnung hat einUngenannter 7. Kupfertafeln zu dessen BeytragenzurNaturgeschichte (Erlang. 1776. 8°.) radirt, unddann Capieu ebenfalls etwas zu dem XXVII. St.des Naturforschers (Halle 1793. 8°.). SonderZweifel zeichnete er auch zu seinen vielen andernnaturhistorischen und ökonomischen Schriften.Meufels Angaben zufolge, hat Weißenhahn inMünchen das Bildlich unsers Schrank'« als Ti-telkupfer zu desselben Baierischer Reise (München 1786. gr. L>o.) gestochen.

Schrazenstalker (Georg Jacob), geb. zuNürnberg 1767. Derselbe war von seinen Elternbestimmt, ein Goldschlager zu werden; ein hef,tiger Trieb zur Kunst brachte es aber dahin, daß«r dem Kupferstecher Johann Georg . Sturm indie Lehre gegeben wurde, die er denn in Zeitvon vier Jahren gehörig benutzte. „Besondersgroß, ja beynahe unerreichbar war seine Kunst mitder Feder zu zeichnen, so daß seine Zeichnungenvon- den Kupferstichen nicht zu unterscheiden, jadenselben beynahe noch vorzuziehen sind". DieZeichenkunst selbst hatte er unter Johann EberhardJhle erlernt. Um 179a. war er zu Nürnberg Mit-glied der Malerakademie. Schad's pinacothekS. 20Z. s 53 . In diesem angezogenen Werke fin-det man auch zwey kleine von ihm gestochene Bild-nisse (des Königs von Preußen, Friedrich Wil-helm II. nnd des Malers Feuerstein) angezeigt.Hauptsächlich aber arbeitete er, nebst andern Künst-lern, für Schhchtegroll's (schönes) Werk derAbbildungen Egyptischer, Griechischer und Römi-scher Gottheiten ( 4 °. Nürnberg 792. u. ff.), undstarb zu Nürnberg 1795. Ein Zögling von ihm,H. von Schad, hatte ihm auf einem eignen Blattein Denkmal, in Kupfer gestochen, errichtet, wor-auf das Bildniß des Verstorbenen, nach eigenerZeichnung, erscheint. Meufel's jss. Mrs-cellen 1!. 261. Gurlire über die Gemmen«künde S. 36 .

Gchreber (Daniel Gottfried), war Doktorder Rechte, ordentlicher Professor der Oekonomie -Polizey - und Kameralwissenschaft zu Leipzig . Erwurde zu Schulvforta in Thüringen , wo sein Va-ter als Rektor stand, geb. 1709. und lebte undlehrte auf verschiedenen Universitäten, bis er zu-letzt 1764. als Professor nach Leipzig kam. Dortstarb er auch 1777. Er hat mehrere Schriftenverfaßt. Nach seiner Zeichnung hat Sysang daSallegorische Bildniß seiner verstorbenen Frau in Fol.gestochen. Sein eigenes in Octavo kennt man,ohne Namen des Künstlers.

— — (Joh. Christian Daniel Edler von),Anfangs Arzt zu Bützow ; dann (176-j.) Sekre-tair der Ockonomischen Gesellschaft zu Leipzig ;dann (1770.) Fürstlich-Brandenburgischec Hofrakh;(soll.) ordentlicher Professor der Arzneygelahrt-heir, der Naturhistorie und Oekonomie zu Er-

Schreger. 1541

langen, Oberaufseher des dasigen botanischen Gar-tens und Naturalieiikabincts, dann (1791.) Prä-sident der Kaiser!. Akademie der Naturforscher,Kaiser!. Rath, Leibarzt und Hofpfalzgraf; und(i7g5.) Königlich-Preußischer geheimer Hofrath.S. Meufel's gelehrt.Deutschland . - Zu sei-nen: Icones et Ncscriptiones plaiitarmn minuscoAnitsrum vecss I. (lstslm 8-,x. 1766. Fol.)hat er die Zeichnungen fast alle eigenhändig an-fertigt; G. L Crusiuö etzte dieselben. Schreber,ein Sohn von vorstehndem Daniel Gottfried,wurde 1739. zu Weißensee in Thüringen geboren,erhielt 1791. den Adelstand, und starb zu Erlan-gen 1811. Er war der erste Naturforscher Deutsch-lands zu seiner Zeit. Sein Bildniß hat J. E. Haydnach Klemann in 4°. geschabt; ein anderes findetsich bey F. A. Meyers Zoologischen Annalen,B. I. 1794.

Schreck (Conrad), Goldschmied. Jm Königl.Archive zu Berlin findet sich eine Rechnung von ihzz.von ihm, wo er Churfürst Joachim l. Bildniß aufGold gemalt geliefert hat: „Das Kumerfech wiegt5 . Kronen, vors Krone thut 02. Silbergrofchen,thut 6. Thaler 16. Silbergroschen, und vorn, Kun-terfeth zu malen 18. Gr- Summa 7. Thlr 19. Gr."Die Kunst muß also wohl etwas „ach dem Brodtegegangen seyn. L'ppold, Kammerdiener Churf.Joachim II. führt in seiner Rechnung von - 568 .an: „Drey gemalte Bilder, als den König ausFrankreich Duca de Alba und Kaiser Maximi-lian , kosten 4. Thaler 12. Groschen". In einerandern Rechnung sind für diese drey Gemälde garnur 4. Floren angesetzt. Moehfen s Meda-I-lensammlung II. 497. Edenders. (Gesch.der Wissensch.) S. 184. nennt ihn Münzmelster zuBerlin , dessen Tochter sich 1284. verheirachec habe.

— — — nichtunwahrscheinlich des obi-

gen Sohn, gleichen Namens, von dem es bey M-colai heißt, daß derselbe 1272. auf ein Jahr zumMünzmeister und Eisenschneider in Berlin sey an-genommen worden.

Schreckenbach (Anton), ward, demDresdner -Hofkalender zufolge, 1729. dortigerKönigl. Hofmodelltischler, und scheint 1762. nichtmehr gelebt zu haben.

— — (Peter), wurde, gedachtem Hofkalen-der nach, 1734. in gleicher Funktion, wie obigerAnron, zu Dresden angestellt.

Schreckenfuchs (Wolfgang), ein geschick-ter Bildhauer, der, zu Salzburg geboren, sich zuWittenberg , wo man ihn schon i 56 o. nennt, nie-derließ. In > 58 ). verfertigte er für das Kircheuhausder Burg zu Kolditz in Sachsen den schönen Altarin Form eines eröffneten Herzens; die Malereydazu ist von L. Cranach. Auch in der Pfarr- undSchloßkirche zu Wittenberg (wenigstens ehemals),sodann zu Annaburg, Augustusburg, Torgau ,Grimma , u. s. f. findet man Monumente, Epi-taphien und Altäre von seiner Hand, Barrh.Härnigk Leichenpredigt des Cbursachsistb.Hofpredlgers N. Joh. Schreck eufuchs(Leipzig 1621. 4 °.). — In den Wttieiibcrger-Kir-chenregistern finden wir unter dem Jahre i6u3.„wolffSchreckenfuchs, ein Bürger vnd Discheralhie gewesen, ist den 6. Junij bey seinem SohnIU. Johann Schreckenfuchs verschyden". Wiesehr muß es die Kunstgeschichte nicht beklagen,daß unsere Voreltern allzudemüthiq, und unsereLage (vorzüglich in Frankreich ) oft so thorigt un-gemessen in ihren Titeln sind. Unter prahlendenBenennungen nimmt der Geschichtsforscher hiernicht selten einen bloßen Handwerker auf; wäh-rend er dort den verdienten Künstler, als Folge derBescheidenheit feines Zeitalters, in einem oft ewi-gen Dunkel liegen lassen muß! 7175 c.

Schreger (C.); ei» Maler der vermuthlichin der letzter» Hälfte des XVII. Jahrh, zu Dres-den arbeitete. Das Bildniß des Dresdner-Bur-