i§42 Schreger,
germeisters und Brücken-Amksverwalkers PaulZincke, hat Matrl). Küsset nach ihm gestochen, ^c.
Schreger (Theodor), Arzt zu Erlangen ,ward in 1807. in Rücksicht auf seine , zum Beß-ren der Oelmalerey angewandten technologischenKenntnisse, von der Akademie der bildenden Künsteund mechanischen Wissenschaften zu Berlin zumEhrenmitgliede angenommen. Geffenrl. Aachr.
Schreiber (Carl Friedrich), ein Bildhauer,der zu Bautzen 1794. lebte. OberlausitzischerAdreß- Post- und Reisekalender auf 1794.Zittau S. 61.
— — (Christian), Maler zu Augsburg in1689. Gelegentlich nennt ihn: Das hochbeehrreAugsburg , oder Einzug beyder Römisch-Laiserl. Majestäten rc. von M- I. F. W.(Augsburg 1690. 4°. S. 3 i).
— — (Ephraim Heinrich), So heißt in:Dresden , zur Rennrniß seiner Häuser,ohne Weiteres, ein Scholar der dortigen Kunst-akademie 1798.
— — (Georg), ein Rothgießer zu Magde-burg , wo er um i 658 . Glocken mit Zierrachengoß. ^«/prr-r ^ka§«r/!ce»tra /Ärtüenopo-ü'tan» (Magdeburg 1702. 4°) S. 27. An andernOrten nennt man ihn auch in 1646.
— — (Henning) kömmt im I. 1617. alsMünzmeister des Domkapitels zu Halberstadt vor.Hirsch deutsch. Münzarch. Th. IV- S. 90.
* — — (Johann), der Maler von Freysing .Von ihm sieht man in der Galerie zu Achleis-heim das Bildniß Albert Eigmunds, Herzogsvon Bayern , und Bischofs von Freysing und Regen-spurg, in Lebensgroße, und eine St. Magdalenaim Brustbilde.
— — — — Lehrer der Zeichnungskunstund französischer Sprachmeister an dem Gymna-sium zu Ulm . Nach vollendetem Studium auferwähntem Gymnasium letnte er die Malerkunst,unternahm alsdann Reisen durch Deutschland .Holland, Belgien, die Schweiz, Italien, Frank-reich und England, und setzte sich hernach zuParis , wo er unter die vorzüglichsten (?) Künstlergezahlt wurde. Seit 1804. befand er sich an ge-dachter Stelle zu Ulm Am Karfreyrag r8u6. hielter mit seinen jungen Künstlern die erste Ausstellung(s. b. mit seinen 76. Schülern und 16. Schüle,rinnen ein ähnliches Examen), weswegen ein Pro-gramm« gedruckt wurde. Vorzüglich malte er Bild-nisse und Landschaften in Miniatur. Meusel' sN. L. L.
* — — (Ioh. Georg). Derselbe hatte zuLeipzig , an welchem Orte er die Mathematik stu-dirt hatte, und auch nach 1742. starb, einen Ku-pferstich- vorzüglich aber einen Landkartenverlag,welche letztere er in großer Menge verfertigte.Nach eigner Zeichnung kennen wir folgende vonihm ziemlich schlecht radirte Blätter, als: EinProspekt des Lustschlosses Moritzburg in gr. Fol.Eine Ansicht der Lindenallee zu Leipzig . Die Erb-huldi'gung auf dem Markte zu Leipzig 17ZZ. qu. Fol.Den Markt nebst einem Theil der Stadt Leipzig ,gr. qu. Fol. Eine Ansicht des Homannischen Hau-ses zu Leipzig , Fol. Eine Ansicht mehrerer neu-erbauten Häuser auf der Catherstraße zu Leipzig ,gr. qu. Fol. Zwey perspektivische Grundrisse vonBautzen in gr. Folio, den früheren von 1700.Endlich ist auch das Bildniß des ChursächsischenBergraths C. G. Altenburger nach ihm, ohne Na-men des Stechers (jedoch vielleicht von ihm selbst)in Kupfer gebracht worden. In 17Z7. erscheinter zu Dresden . wo er der bekannte Sackka-lendermacher genannt wird. Auch hat er vieleLandkarten selbst geetzt und illuminirt. Chur -sächsischer Hofkalender 17Z8. Mrc.
— — (Ioh. Leonhard) , ein Stuckaturer,der den Himmel oder die Decke der St. Jarobs-
Schreibersdorf.
kirche zu Nordhausen in Thüringen , um 1749.mit Allegorien verziert. Le sser's Lsiachr. vonder Einweihung der St. Jacobskirche zuNordhausen (das. 1749 ).
Schreiber (Moritz), Maler zu Leipzig , deri 556 . starb und daselbst in d>.r Thomaskirche be-graben liegt, wo an seinem Epitaphium ein Ge-mälde mit der Auferstehung Christi zu sehn ist.Ltepner Inscr. I 4 ps. p. it- 5 .
— — (Samuel) und Christoph Schubert,zwey Werkmeister aus Bährenstein, die i 658 . beydem Aufbaue deö Kirchthurms zu Wiesenthal ,einer Stadt im Chursächs. Erzgebirge , vorkom-men. A. Flader's wiesenrhälisches Ebren-gedächrniß (St. Annaberg 1726. 8°) Lh. i!l.S. 99. Schuberts gedenkt man auch bey einerBaute zu Finsterwalde in ib 5 i.
— — ( ) Bildhauer zu Bautzen , arbei-
tete Verschiedenes für die St. Andreaskirche zuMuskau in der Lausitz , in 1780. u. s. f. Lang-ner's Sr. Andreaskirche S. i 5 o.
— — ( ) ein geschickter Maler, der in
der letzten Hälfte des XVlil. Jahrh, zu Fulda blühete, und ein Schüler von Jac. Sam. Beckwar. — Er ist derjenige . . . Schreiber, vondem das Ganrverzelchniß der Hanozeichnungen deSProfessors A. G. Meißner (Leipzig i8li. S. 9.N°. ioo. G- 5 i. N°. 367-b8.) anfuhrt: DreyHunde in einer Küche, die sich um «in StückFleisch gegenseitig ereifern, in Farben, gr. qu. Fol.Ritter und Reiter in Landschaften, zwey Blatt inSepia, in 4°
— — ( ) ein geschickter Tischler zu Jena
um 2790. In Grark's Archiv für Geburreshülfe, Frauenzimmer- und Linderkrankbei«ten B. Ul. (Jena 1791. 8°) findet sich ein von
- ihm selbst gezeichnetes und von C. Müller radirresBlatt, welches einen bequem eingerichteten Ge-burtsstuhl (dergleichen bey ihm zu finden waren)mit feinen einzelnen Theilen darstellt.
Schreibersdorf (Albert von), der ersteMünzmeister zu St. Annaberg in Sachsen , kametwa 1607. dahin, und bekleidete daselbst zugleichdie Stelle eines Amtmanns. Man nennt ihn einenfrommen, ehrbaren Mann, der in gedachter Stadti 52 ö. gestorben sey. Gerhard Srein findet sichibr i. als Münzmeister zu St. Annaberg, als wo-hin er in diesem Jahre viel Heiligthum (so nann-ten nämlich unsre Vorfahren Reliquien und reli-giöse Bilder und Allegorien von Goldschmieds-arbeit) gebracht hatte. Eben so, doch vermuthlichum einige Jahre später, kommt auch HeinrichSteig vor. Da aber Schreibersdorf M dieserZeit noch lebte, und in mehreren Geschäften ge-braucht wurde, so können sie ihm vielleicht nurbeygesetzt gewesen seyn. (Begründeter scheint esuns dagegen nach der alten Münzgcschichle, daßSchreibersdorf nur, wie ehmals gewöhnlich,landesherrlicher Münzabpachter mit dem oft un«eigentlich gebrauchten Titel Münzmeister war, undGrein und Sreig, als wahre Münzmeister in Dien-ste» hatte) Melchior Jrmisch folgte in 1628.Schreibersdorfen; er starb im I. 1HZ7. — WolffHünerkopfvvn Eltcrlein gebürtig, auch erst Berg-meister hierselbst, wurde schon rZZZ. Münzmeisterzu St. Annaberg, succedirte aber erst nach demTode des Jrmisch im Amte. Er wurde ein rei-cher Mann dabey, scheint um i 54 ö. wo er sichmehrere Rittergüter kaufte, resignjrt zu haben, undgegen i 568 . gestorben zu seyn. Sein NachfolgerNicolaus Srreubel starb schon 1545 . und dessenNachfolger, Matthäus Rothe, 1078. 78. I. alt,vermuthlich zu Freyberg, wo er wenigstens begra-ben liegt. — Leopold Holzschuh endlich wurdßMünzwardein. und rhöv. Münzmeister, undzwar der letzte dieses Ortes, indem die Münzei 5 ü 8 . von hier nach Dresden verlegt wurde (Manhak sein Bildniß in Schwarzkunst kl. 4°. ohne Be-nennung der Künstler; nach diesem hieß er, wohl