i §44 Schroedel.
Christian, der zu Dreöden in gleicher Bedienung,in gleichem Jahre und gleichem Alter verblich ( 1 . c.Jahrg. 1609. S. 722.), Zwillinge.
Schroedel 'Carl David). Er, und CarlHeinrich Schrödel kommen beyde um 1749.als Hofjuwelier des Königs von Polen und Chur-fürsten von Sachsen , zu Dresden vor. Cöurs.Staarskal. Der Erstere st 1772- zu Dresden .I. w. Stahl, Mitglieder der SchlWand-ler.Grabegesellschafr. Dresden 1774.
— — (Carl Gottlieb), Sohn des unten fol-genden Friedr. Reinhard, Hofjuweliers zu Dres den um 1797. Nach dem Tode des durch seineMosaiken bekannten I. C. Wender, erhielt erdessen Stelle als Hofjuwelier bey dem grünenGewölbe, und lebte in derselben noch 2822.
— — (Carl Heinrich), s. oben Carl DavidSchroedel.
— — (Friedrich Christian ) , s. oben CarlChristian Schroedel.
— — (Friedrich Reinhard), ebenfalls Hof-juwelier zu Dresden , wo er 1766. Mitglied derGoldschmiedsinnung wurde. Neujahrzerrel derGold- und Gilberarbeirer-Innung zu Dres den von 1762. Derselbe starb zu Dresden 1796.68. I. alt. Dresdner politischer Anzeiger,Jahrg. 1796. N°. 3 ).
Schroeder (Anna Dorothea ) heyratheteden Miniaturmaler Anron Friedrich Roenig;seit dieser Zeit legte sie sich auf's Zeichnen, undnachher auch auf's Malen. Sie brachte es vor-nehmlich im Zeichnen nackter Figuren und im Ko-piren nach großen Meistern weit. So zeigt manz. B. von ihr ein Ecce Homo nach Carl Loth ,und eine büßende Magdaiena nach van Dyck .Nicolai.
— — (Carl), Hofkupferstecher und Kupfer-etzer zu Braunschweig , wie auch Mitglied derAkademie der Künste zu Augsburg , geb. 1761.(2. k. 2766.) zu Braunschweig , nach Andern zuMeiningen (in letzter:» Fall vielleicht ein Ver-wandter des nachfolgenden Joh. Heinrichs). Der-selbe hat sich eine Zeitlang in Paris aufgehalten.Nach seiner Rückkehr scheint er zu Braunschweig seinen festen Sitz genommen zu haben. Dort lebteer wieder um 1796., und, nach Meusel's
L L. noch 1809. Dort, so wie in den ver-schiedenen Meuselschen Kunstjournalen, und beyRost II. 286. werden von ihm eine ziemliche Zahltheils braun, theils, schwarz, theils auch in Far-ben abgedruckte Blatter von ihm angeführt; dar-unter mehrere aus der ehemaligen Galerie zu Salz-thalum, wo ihm zu dem End auf dem FürstlichenSchlosse freye Wohnung und freyes Holz bewil-liget ward. So z. B. von Geschichtlichem: DasOpfer Abrahams nach Lievens , wird ein überausgefälliges und mit edelm Fleiß und Ausdruck (1788.)vollendetes Blatt, und zugleich eines seiner ersten(irgendwo heißt es, wir glauben irrig, in eigent-licher Schwarzkunst geschabt) genannt; die bußfertigeMagdalena, nach van der Werff(2792.); Judith mitdem Haupt des Holofernes, nach Rubens . Dannvon Gattungsblattern: I 5 a Lonst-Wncs, nach Ti-tian, sehr schön, mit sanftem und gefälligem Aus-druck behandelt (2794.); die Eheverschreibung,nach van Steen, ein 25 ^ breites und 29^ hohespunktirtes Blatt, das 5 . Thlr. kostete, und eben-falls großes Lob erhalt. Von Bildnissen: Dieverwittibte Königin von Preußen, Elis. Christine,Prinzessin von Draunschweig, nach Grass (2789.);der junge Mann im Mantel mit rundem Hut undDegen, nach P. Konink (2792.), was für desKünstlers beßte Arbeit geachtet wurde; HerzogFerdinand von Braunschweig , ganze Figur imOrdenshabit, nach Zicsenis; Ebenderselbe auf demParadebett, punktirt; der damals regierende Her-zog Wilhelm Ferdinand geetzt (die zwey letzter»ohne Namen des Malers); der Pros. Eschenburg ,
Schroeder.
beyde nach Schwarz (alle diese wieder von 2792.(wo unser Schröder mit besonderm Fleiß zu arbei-ten schien); die junge Salzburgerin (ebenfalls ausder Salzthaler-Gallerie) nach A. Pesne (2792),was für das Charakteristische und zugleich Sanfteund Weiche des Ausdrucks sehr gefiel; der amTisch nachdenkend sitzende junge Mann, mit derFeder in der Hand, nach Netscher (2794.), sehrschön punktirt, und die Mutter des letzten Her-zogs von Braunschweig , nach Schwarz. Um dienämliche Zeit fieng er an, Ansichten der maleri-schen Gegenden der Braunschweigischen Lande zuetzen. So z. B. den Landsitz des Oberhofmarschallsvon Münchhausen; das Schloß zu Hedwigsburg , 'und das dortige Baumhaus. Noch späkher, wiewir glauben, sah man von ihm: Aussicht vonMainz , Cassel, Hochheim u. s. f. ein großes Blattin Farben; ferners: H1ZNV8 lis circonvallationäe IVIa^ence. Auch von Zeit zu Zeit wieder einBildniß: Admiral Ruyter, nach Rembrandt , auf'sNeue mehrmals den regierenden Herzog (einmalzu Pferde); den Herzog Leopold von Braunschweigund den Herzog Friedrich von Braunschweig Oels.Meusel's Mus. III. 76. IV. 97. XI. 480.XV. 272. — Mus. 222. 352 . — r(l. Misc.VII. 946 (wo es, beyläufig zu sagen, bey Anlaßdes oben angeführten Blatts nach Titian heißt:»Warum müssen aber Kupferstiche, welche mittenin Deutschland erscheinen — französische Unter-schriften haben?) Vlll. 2 » 58 . XI. 356 . Warumwir in neuern und neuesten Tagen von diesem ge-schickten Künstler durchaus nichts mehr zu verneh-men haben, ist uns ganz unbekannt. Oder sollt'er etwa derselbe mit demjenigen Schroeder seyn,von dem es irgendwo heißt: „Von ihm ist dasBildniß Luthers nach Cranach (Kopie desjenigenvon Bernigervth, zwar ziemlich ähnlich, aber inAbsicht auf Feinheit des Stiches weit unter dem-selben) vor I. N- Anrons ZeitverkürzungenDr. M. Luthers 2804 " Und eben so mit demje-nigen , der noch 2805. für deutsche Almanachezeichnete? Hauptsächlich aber ist es uns zweifel-haft: Welcher von den beyden Schroeder, ent-weder unser Carl, oder der unten folgende JacobFriedrich es sey, der sich auch im Ausland durchseine Kunst so viel Ruhm erwarb, daß ihm z. B.die Mitarbeit an den Blättern zu Mlllin's Pracht-werk über Constantinopel, und eben so an denje-nigen für das Museum Napoleon anvertraut wurde,für welches letzterer, Heft I-XX. einen Sonnen-Un-tergang von Dernet, nach Neuville's Zeichnung ge-stochen hat. Welcher von beyden ist es endlich,der, nebst Arndr, in 2809. die Kupfer zu derBeschreibung der Feyeclichkeiten am Jubelfeste derUniversität Leipzig, nach Jung's Zeichnung lieferte ?
Schroeder (Carl August ) wird irgendwoals Kondukteur zu Berlin um - 8 o 5 . genannnt.Ein Carl Christian Schröder stand um 2773.eben so, in Königl. Preußische» Diensten.
— — (Carl Christian), Kondukteur, s. dengleich vorhergehnden Art.
* — — (Christian), s. unten Schwerer
(Johann).
— — (Christian Friedrich) kömmt in 2780.als kandbaukonbukteur in dem Churhannöveri-schen vor.
— — (Daniel Julius) war 2773. und noch2795. Kondukteur bey der Churmärkischen Kriegs-und Domainenkammer, so wie auch Feldmesser desHof- und Kammergerichts zu Berlin .
— — (Georg) war in 2728. Hofmaler zuStockholm . A von Henel: Das Anno2729. storrrende Schweden (Lübeck 4 ". S- r 57 -).
— — oder Schroedrer (Georg und Si-mon), Gebrüdere, und beyde Bildhauer zu Tor gau in Sachsen . Zusammen verfertigten sie 2569.die Kanzel der Stadtkirche zu Eilenburg , wofürsie 4 o- fl. erhielten; Georg sodann allein, 2570-