Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1547
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Schtoeter.

zu Loder's anatomischen Tafeln, zu RosenmüllerSanatomischen und chirurgischen Abbildungen, zuGräfe über Blutadergeschwulst, u. s. f. Dannfreylich auch 76. malerisch geetzte Tafeln zu Tha-tamm's architektonischen Fragmenten, und » 5 .Dl. zu Caylus Malerey der Alten, nach dem gro-ßen Werk in Rom (?) kopirt. Don einzelnen fürsich bestehenden Blättern führt der NAnklerscheKatalog (welcher bemerkt, daß dieser Künstler sichin allen gegenwärtig üblichen Manieren versuchthabe) von ihm an: Die Herzogin von Kingstonals Iphigenie (Copie nach Bartolozzi ); bann dreygeetzte Büsten von Greifen nach Prestel und De-ivaters (1789 ); eipen rauchenden Matrosen, nachAry de Boys, und besonders das Brustbild einesjungen Mannes im Pelzmantel, nach Rembranvtschön punktirt (1790. u. 91.); diese beyden ausdem Kabinet Winkler. S. oben unter F. Oelz-ner einen I. F. Schröder, der wahrscheinlichmit dem Unsrigen Eine Person ist.Derselbe"(heißt es dann in uns erst jüngstbin zugegangenenNotizzen)war (od. ist noch) Universitätskupferste-cher zu Leipzig , u. seit 1794. Mitgl. d. dasigen Na-turforschenden Gesellschaft. Seine bey MenselS. 827. angezeigten Arbeiten hat er bey weitemnicht alle (wie es dort heißt), sondern nur zumgeringsten Theil gezeichnet. Er selbst gab: Dasmenschliche Auge, in vergrößerter Darste-lung, nach m»nering (auf einer ausge-malten Tafel, mit kurzer Beschreib, von Rosen-müller. Weimar 2810. gr. Fol. Preis 2. ReichS-thaler 22. Gr.). Dann (als Gegenstück zu dem-Obigen): Das menschliche Dhr, nach Söm-mering, mit einer ausgemalten Kupfertafel ingr. fol. (Weimar 2811. Pr. 2. Reichsth ). StackTbaramm's u. s. f. bey Mensel S. 827., ist zusetzen: Tarhamm's Muster antiker Bau-ornamente, aus dem Englischen (Weimar 2805.Roy. Fol.). Anfänglich stach Schröter allerleySachen, zum Theil nach eigener Zeichnung, dannBildnisse, wie z. B. von G. Benda, nach Mechau,Kosciusko's, und mehr andere. Ferner ver,schieden« Titelkupfer und Vignetten für Buch-händler, meist schlechte Arbeit. Ungefähr abervon 2795. an, legte er sich §uf den Stich natur-historischer Gegenstände; und man muß gestehen,baß er Hiebey sehr an Künstlerwerth zugenommenhat. Mehrere seiner diesfallsigen Blatter, die erspäterhin mit der Nadel und in getuschter Ma-nier fertigte, sieht der Kunstkenner und Naturhi-storiker (unter ihnen gebraucht vorzüglich Rosen-müller Schcörers Hand) nicht ohne Vergnügen.

Schroerer (Johann Gottlob).^ So heißt in:Dresden zur Kenntniß s. Häuser ein dor-tiger Hofstallmaler 2798. Derselbe lebte nou-2812. Mrc.

(Johann Hieronymus), Justijrath undOberamtmann zu Lilienthal im Herzogkhum Bre­ men . Irgendwo lesen wir, er habe zu seinenGelenoropograph,scheu Fragmenten, zur ge-nauern Lennrniß der Mondsfiäche mit < 3 .Kupfertaf. 2792. gr. 4 °. diese Tafeln selbst ge-zeichnet, und zwar nach Gelegenheit (?) in einermalerischen Manier. Schroerer, geb. 2745. zuErfurt , lebte noch in unsern Tagen mit dem Rufeeines der ersten Astronomen. Sein Bildniß findetman vor der Allgem. teutsch. Bibl. III. BaNV(2792.) ohne Angabe der Künstler; und dann inden Allgem. Geographischen EphemeridenIahrg. 2799. May, ohne Benennung des Zeich-ners, von C. Westermayr in punktirter Manier.

(Leopold). Ein solcher erscheint in1808. als Scholar der Kunstakademie zu Dres­ den . Wir wissen nicht, ob dieser derjenige L.Gchroedrer sey. von dem es in dem Dresd­ ner polnisch. Anzeiger Iahrg. 282V. S- 359.heißt, daß eine treu von demselben nach der Na-tur gezeichnete Abbildung des, wegen zweyfachenRaubes und Verwandtenmordes, 2820. zu Meis-sen Hingerichteten I. G. Thomas, in einer Buch-handlung zu Meisten f. d. Pr. v. 2. fl. zu finden sey.

Schuar.

Schroeter ( ), Maler zu Dresden .

Derselbe erscheint in dem Dresdner -Adreß-kalender auf 2822. S. 283., und ist von obi-gen wirklichen Dresdner -Künstlern dieses Namenszu unterscheiden.

( ). Don einem ganz jungen Bild-

hauer dieses Namens zu Bern in der Echweitz,sah man auf der dortigen Ausstellung 2804. eineBüste des großen Hallers im Hautrelief. Meel-fe l's Arch. l. 4. 36 . Neueres haben wirnichts von ihm vernommen.

s. auch oben Schroeder, und sogleichSchroerrer.

Schroetter (Leopold Ferdinand), erscheintum 1800. in Königl. Preußischen Diensten alsKondukteur zu Lentzen im Brandenburgischen.

* Schrorer vielleicht Schröder (HansFriedrich). Derselbe dürste auch vollends nichtunwahrscheinlich mit dem Hans Friedrich Gcho-rer des Lex. Eine Person seyn. Er lebie zu Augs,bürg und ist durch schone Zeichnungen von Land-schaften, Prospekten, Bildern, Goldarbeiten u. s.w. bekannt. In 162-, gab er eine geetzte Samm-lung seiner Erfindungen f. Si'lberarbeiter aus Licht,worin er sich Victor nennt: Vermuthlich war erselbst Goldschmied, Lhrist giebt S. 206. seinZeichen an von Srerren S. 284.

* Schrorrer (H. F.) in. ksr. r 6 i 5 . findetman auf einer geetzten Landschaft querquart. Die-ser Künstler ist wohl offenbar kein Anderer, alsobiger Hans Friedrich Schorer.

Schrot (Christian), ein Landkartenzeichner,aus Sonsbex gebürtig, blühete um 2670. Vonihm kennt man z. B. Karten von Geldern undEleve (Antwerpen bey Bern - Puteanus; neue Auf-lage ib. bey Hieron. Cock); Teukschland (Antwer-pen bey H. Cock); die Wanderung der KinderGottes (Calcar bey Vincent. Houdae» 2672);Ober- und Niedersachsen ; Westphalen; die Do­ nau und Luxenburg . Diese ist (sagt eine unsrerQuellen, uns unverständlich) die einzige ungestocheue.Gedachte Karten sind zu mehrern Werken gebrauchtworden; z. B zu Drrelius: lüestrum orbis ter-rum; zu Qanreü LÄ/a»- speculo orbi-j rerrs-rum (Ankwerp. 2678. fol.); zu per. Heijas:8pie8«I cler Were-lr (Aniw. 2677. qu. 4".); zuIoh. Raurver's Cosmographie; zu M. «Quad's geographischen Schriften, u. s. f.

Schrott (Maximilian), Mim'aturmater zuMünchen , geb. zu Landshut 2780. lernte als Stu-dent die Anfangsgründe der Zeichenkunst bey Pro-fessor Mitterer. Seine Neigung zur Malercy be-wog ihn alsdann (2802.) die Studien zu verlas-sen, und sich ganz jener Kunst zu widmen. Lirporvsky.

Schrumpf ( ). Baurath in Cassel,

zeichnete einen Plan zu der in 2807. erschienenenSchrift: Lasse!, in historisch-topographischerRücksicht, gr. 8°. Marburg in der Akad. Buchh.

Gchtschedrin (Fedor). So heißt bey Fis-rillo (L. S- H. 72.) ein Russischer Künstler (inwelcher Kunst wird nicht gesagt), der unter derRegierung Cakharinens II. in ven Rang eines äl-tern akademischen Professors erhoben wurde. Oh-ne Zweifel ist es der nämliche, welcher noch imRufs. Hofkai. 2804. und zwar hier nun ausdrück-lich als Professor der Sculptur und Cvllegienas-sessor a» Ler Akademie zu St. Petersburg erscheint.

(Semen Theodorswitsch). Und soein andrer dieses Geschlechts, als Landschaftsma-ler beym Kabinet eben dieser Kaiserin 1 . c. 69.

Schrschukin ( ). So heißt im Hofka-

lender von St. Petersburg ein dortiger Bitdniß-maler, mit Charakter eines akademischen Raths.

Schuar ( ), Professor aus Wien , gab

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