1556 Schütz.
Schütz (Georg), s. oben Christian Georgder jüngere, und den gleichfolgenden JohannGeorg, welche beyde etwa auch bloß Georg,und dabey, jener Georg der verrer, letzlrer aberGeorg der Römer, genannt werden. Im Tü-b ing. Morgenbl. 1807. S. 172. sind beyde unterdie damals zu Frankfurt am Main »Vortheilhaftbekannten" Künstler gezahlt.
— — (Heinrich). Nach der Zeichnung einessolchen, der aber wahrscheinlich kein Andrer, alseiner der nachfolgenden Heinrich I. oder Jo-hann Heinrich ist, hat Prestel die Mainbxückezu Frankfurt geetzt; ein Blatt, welches, braunmit Weiß erhöht, 7. fl. 3 o. Kr. kostete; und wovones in der Bibl. d. red. und bild. Lünste lil-i. 18. etwas seltsam heißt: „Der Gegenstand"(die Mainbrücke!) »sey nicht —unedel, die Dar-stellung malerisch und sorgfältig ausgeführt."
— — (Heinrich I.) So soll ein Kupferste-cher heißen, von dessen Arbeit in Aqnatinta manbenennt: Den Morgen und den Abend (Land-schaften mit Vieh) nach I. G. Pforr, beyde qu.Fol.; Gegenden von Rom nach Molitor 3. Blattgr. Fol.; Gegend von Tivoli nach I. Moucheron,real Fol.; Vue ä'Itslie (eine große LandschaftMit Ruinen, Hirten und Vieh), nach H. Roosgr. qu. real Fol. colorirt (schön); Bildniß vonJoann Amos: ). 8cbüt2 äel. et so. radirt in gr.
4. (Ob aber auch wohl letzterer mit unserm H.I. Schütz Eine Person, und nicht vielmehr dergleich folgende Johann seyn dürfte?). Noch viel-mehr aber vermuthen wir, daß er mit dem untenfolgenden Johann Georg Schütz Einer undderselbe sey. S. auch den gleich ff. Art.
— — (H ), ist kein Andrer als der folgendeJoh. Heinrich.
— — (Johann), Sohn von Carl Schütz .
5. oben den Artikel seines Vaters, und dann denSchluß des vorhergehenden Art. von Heinrich I.
— — (Johann August), s. den ff. Art. vonJob. Christoph dem jungern.
— -- (Johann Carl), ein Porcellainmahleran der Fabrike zu Meißen , gegen die Mitte desXVIII. Jahrhunderts.
— — — — Fälschlich trist man bisweilenauch den I. C- Schutz so geschrieben an.
— — (Johann Christoph), Königlich - undChurfürstlich-Sächsischer Baumeister bey den Lan-desherrlichen Gebäuden zu Weißenfels . In S.Lenrz Haus Anhalt (Cöthen und Dessau 1757.Fol.), findet man 3 . Blätter in gr. Folio (dieLeiche des Anhältischen Fürsten Christian August auf dem Paradebette; und: Ebendieselbe im Sarge ;sodann ein Feuerwerk), die, so wie auch ferner 2.Folioblätter zu den Funeralien des Herzogs JohannAdolphs von Weißenfels , dessen Ostrum soloriser 1746. angab, Bernigeroch sämmtlich nach ihmgestochen hat. Aus der Art, wie er sich auf diesenStichen bezeichnet, geht hervor, daß er anfangsHofbaumeister zu Zerbst (als welchen ihn auch«ine Gelegcnheitsschrift in 1727. zu Zerbst nennt)war, und sich nachmals nach Weißenfels , in dieDienste des dasigen Sächsischen Herzoges, wandte;vielleicht ohne jedoch die erstere Bestallung zu ver-lieren. Als der Herzog starb und Weißenfels anChursachsen zurückfiel, wurde er von dem damali-gen Könige von Polen als Landbauineister mitübertragen. Vermuthlich starb er während demsiebenjährigen Kriege zu Weißenfels . Die An-fangs gedachten beyden Blatter, welche die Trauer-gerüste vorstellen, die er 1747. zu Zerbst , wegendes Absterbens des Herzogs Christian August vonAnhalt-Zerbst selbst errichtete, finden sich auch inden Funeralien dieses Fürsten .
— — — — — Derselbe wurde als
Chursachsischer Landbauschreibex. für Thüringen und Qucrfnrk. 1763. verpflichtet. Dresd ner
polir. Anzeiger Jahrg. iM. N°. IV- Man
S ch ü tz.
giebt ihm dort zwar die Vornamen Johann Au-gust; sie scheinen aber falsch zu seyn; indem alleJahrgänge des Sächsischen Hof-u, Sraars-kalenders ihn wie oben schreiben. Früher in 1763.benennt man ihn irgendwo als ChursächsischenKondukteur zu Weißenfels . Sonder Zweifel warer ein Sohn von dem gleich vorgenannten Land-baumeister gleiches Namens, dessen Bedienung er,wie gedacht, unter dem Titel eines Landbauscyrei-bers weiter führte Schütz starb 1802. 7H. Jahralt zu Weißenfels am Nervenschlage (s. Beust'sAächs. provinzialblärrer, Jahrg. 1802. MärzS. 262.), nachdem er vorher schon zum Emerituserklärt worden war.
* Schütz (JohannChristoph). So heißtauchim Dresdner -Hofkalender ein dortiger Reise-Hof-maler (?), der daselbst um 1700. verstorben seynmochte. Ob er vielleicht mit Christoph SchützDerselbe sey, ist uns unbekannt.
— — (Johann Georg), Franzen's jüngererBruder, etwa auch der Romer genannt, Bildniß-und Geschichtsmaler, wie auch Kupseratzer zuOffenbach (bey Meusel h?. R. L- 1809. heißt
es: »Vielleicht jetzt zu Frankfurt am Main "), geb.daselbst i/ 55 . lernte bey seinem Vater, ChristianGeorg, dem Aelrern. Alsdann gieng er (1776.)nach Düsseldorf , um auf dortiger Akademie zusiudiren. Schon in 1778. erfreute er seinen Vatermit zwey wohl gelungenen Copien: Castor undPolux, und dem Sturz des Eenacheribs, beydenach Rubens . In 1779. erhielt er den zweytenPreiß mit einer Psyche, die vom Volke, als dieGöttin der Liebe selbst angebetet wird, nach Apu-lejus. Bey seiner Rückkehr nach Hause, half er,neben Andern,, dem alten Schütze an der Fer-tigung des großen Vorhangs an dem neuen Thea-ter zu Frankfurt . In 1784. reiste er nach Rom ,wo er sechs Jahre blieb, und nach Raphael und denAntiken, vornehmlich aber nach der schönen Naturzeichnete. Dort lebte er in Gesellschaft andrerdeutschen Künstler, dann Goethe's , in Begleit derverwittibtcn Frau Herzogin von Sachsen-Weimar ,sehr glückliche Tage. Besonders aber stiftete erdaselbst genaue Freundschaft mit dem seither ver-storbnen jünger» Sohne der Frau von la Röche,der ihn dann mit sich nach Deutschland zurück-nahm, und ihm in seinem Hause zu Offenbach eigene Zimmer einräumte. Dort sah Hüsgen vonihm ein schönes: Lt in Hrcsäia eZo, was, wiees scheint, eben auf jene seligen Lage Bezug hatte;so wie wohl ein anderes, das die erwähnte FrauHerzogin mit ihrem ganzen Gefolge auf einer rei-henden Stelle zu Tivoli darstellt, „wie" (sagt dergute Hüsgen,) „ein sehr gesellschaftliches Schaafvon der Heerde zu ihr kömmt." In Kupfer etzteer, neben Anderm: Ein Savoyardenmädchen, mitbeyden Armen kreuzweis auf einer Leyer liegend,und nach einem rechts neben ihr hängenden Vo-gelkäfig sehend, mit der Unterschrift: Erster Ver-such von I. G- Schütz (junior) ,773. (Werwäre denn ein älterer dieses Namens)? Dannein Bildniß des Dechants Johann Amos zu Frank furt . (S. oben Heinrich I. Schütz)- Merisel l. c.Ohne Zweifel ist unser Künstler derselbe Schütze,von dem es irgendwo heißt: Daß Goethe ihm dieIdee zu einem Bilde: Luna und Endymivn, gegebenhabe, welches demnach auch die Schrift: Win-kelmann u s. Jahrh. S. 320. ein anmuthig er-fundenes und fleißig bearbeitetes Bild nennt.
- — — — — und Georg Tietz,
beydes Kannengießcr zu Zittan, verzierten i 685 .den Röhrkasten vor dem Rathhause und demMarkte (Meister Fabian hakte zuerst i 532 . den-selben von Hol; gearbeitet; man vertauschte ihnaber nachher gegen einen von steinerner Bildhaue-rei)), mit bleiernen Tafeln — Ein anderer Kan-nengießer dafttbst, Oaul weise, goß r 36 o. nachdenen von dem Bildhauer Jacob Heisch geschnit-tenen hölzernen Formen, das künstlich gezierte,sechseckige Gebäude deö Taussteins der St. Jo-