Schütz.
hannls-Kirche, aus Zinn . Die 6. Tafeln derMitte enthalten Geschichten des alten Testamentes,erhaben gegossen und mit lebendigen Farben illu-minirt; die 6. Ecken oben und unten sind mitEngeln besetzt; und 6. knieende Kinder mit gefal-lenen Händen formiren den Fuß. Der MalerZacob Flechrner besorgte die Malerey und Staf-fage daran. Obgedachter Welsch ist auch der Mei-ster des großen, schon und mit vieler Kunst ausHolz i 56 ü. geschnitzten Altars selbiger Kirche.Carpzov Zirrau S. 5 ?. 58 .
Schür;, (Johann Heinrich). So heißt einnach Meusel's xst. R. Lexicon 1809. nochlebender Kupferstecher und Kupferetzer zu Frank furt am Mayn, von dem wir nicht wissen, inwelcher Verbindung er mit den übrigen dortigenKünstlern dieses Geschlechts stehen mag, und vonwelchem daselbst, nach Schütze des jünger»(d. h. wohl des jüngern Christian Georgs) Ge-mälden und Zeichnungen, Blätter in Aquatintageetzt, und theils braun abgedruckt, theils mitFarben ausgemalt, angeführt werden. Nämlich:Ein Heft Heßischer Ansichten 6. Bl. — Ansichtendes Schloßes Heidelberg und der Ruinen desSchloßes Weinheim . — Endlich Ansichten der StädteEistnach und Ploen. Oons. Bibl. d. red. u. bild.Rünste III. (i.) 56 . u. ff. S. auch oben die Art.von Heinrich I. und von H. Schütz .
— — (Matthias), s. oben den Art. Ab-leirner.
— — (N.). So giebt sich aus einem vonI. G. Gäbet gestochenen Kupferblatte in S-. Rep-hers: IVlonumenta Tsnü^ruvrorum st'uringiire(6otkse 1692. 5 ol.) der Zeichner desselben an.
— — (Philippine), Landschaftsmalerin, Toch-ter Christian Georgs des Aelrern , von welcheres bey Hüsgen xst. A. S 3 / 8 . heißt: »Daßsie ebenfalls für die Schülerin ihres Vaters paßirenkönne", und von welcher er (1790.) ein Bild nachRuysdael sah, »das zu jedermanns Bewunderungausgefallen sey". Mehrcres von ihr ist uns ganzunbekannt. Sie st. zu Frankfurt am Mähst 1797.Meusel's N. Misc. VIII. 1088.
— — (Valentin) von Roßbach, wurde imJahre 1610. als Münzmeister von dem Grafenvon Leiningen-Westerburg angenommen. Hirschteutsch. Münzarchiv. Th. VII. S. 3 g 5 .
— — ( ) ein Maler zu Zerbst in 1774.
-Mit diesem Jahre datirt sahen wir von seinerHand ein Oehlgemälde, mit einer nackten weibli-chen Figur und allerhand antikem Beywerk, imGeschmacke des Lairesse gezeichnet. Es war keinübles Bild, obgleich, wegen Mangel der Lasuren,der Ton desselben etwas trocken und schwer erschien.
*— — oder Schütze ( ), derBildniß-
maler des Lex. ohne Namen, hieß Christoph,und erscheint in Sicul's Annal. als Maler zuLeipzig , der 1690. in die dortige Malerinnung trat,und um 1726. dürfte verstorben seyn. Nach ihmhaben theils die schon im Lex. Genannten, theilsC. Romstedt Bildniße dunkeler Männer gestochen;Schenk denn doch dasjenige von Aug. HermannFranke,
— — ( ). So endlich heißt auch im:
Ronigl. Dresden ein dortiger Zeichenmeister um1759. der aber wahrscheinlich kein Andrer, als deran seinem Ort angeführte Joh. Carl Schaetz ist.
Sch ug 0 ff ( ). So heißt bey Fi0 ril! 0
R. S. II. 9V. ein Rußischer Kupferstecher, vonwelchem man eine Kopie von E- Sadelers Grab-legung Christi nach Joseph Heinz kenne.
Schuhknecht (I. M.), Baumeister zu Darm-stadr, baute 1774. das dasige Excrzierhaus, wovonman ein Model! für die Kaiserliche Knnstkammerzu St. Petersburg verfertigen ließ. Jene Bautewurde in Zeit von g. Monaten ausgeführt. Seine
Schull. 1557
ganze Länge ist 819* und die Breite i 5 i^ Rhei-nisch; die Höhe beträgt 89^. Man findet davoneinen Plan und Aufriß im: /orn'-ra/ uou rmai fürDerckLcü/am-i 1784. Octob. Mensel I nennt ihnzuerst (1778.), dann wieder (1809) im h?. L L.noch unter den Lebenden.
Schuh mann, s. unten Schumann.
Schutt ( ), s. oben Gchmees.
Schuldes, auch Schuttes (Wenceslaus).So heißt in Meusel's zsl. L L. ein um 1809.noch lebender Kupferstecher zu Prag . Don ihmkennt man in Aquatinta eine Enthauptung derH. Barbara, von I. Bergler gezeichnet, nach ei-nem Altarblatte von Skreta gemalt. In Ed en-de ss. Arch. I. (2.) i 65 . wird das Bild beschrie-ben, und der 29" hohe und 19-2" breite Stich,welcher 4. Thlr. kostete, gerühmt. Andcrwertswerden noch andre Blätter von ihm, »nach Berg-ler's trefflicher Zeichnung" (wie es heißt) ohneBenennung ihres Jnnhalts angeführt.
Schule (Christian Georg, gewöhnlich Chri-stian), Kupferstecher und Kupferetzer zu Leipzig ,geb. zu Kopenhagen 1764., lernte die Anfangs-gründe der Kunst in dortiger Akademie. Seit1787. lebte er zu Leipzig , und noch um 1811. woer meist für die Buchhändler arbeitete. So ;. B.(nebst Andern) die Verzierungen zu verschiedenenSchriften von Heydenreich, nach Schnorrs undRambergs Zeichnung; dann noch vor Kurzem dieBlätter nach Schubert zu Cumberland's Heinrich,4. Bände bey Becker in Golha; ganz neuerlichfür die Gallerie häuslicher Denkmäler, Leipz. beyG. Fleischer, u. s. f. Mensel II. hl. L. E. u.Mrc. Ein Paar seiner größern Blätter, welcheschon Rost II. 375. (1796.) anführt, sind zweyGartenprospekte der Schlösser Rosenburg u. Friedsrichsberg bey Kopenhagen , nach seiner eigenenZeichnung. Ferners kannte mau schon damalsvon ihm: Eine Ansicht von Doblen (Döbeln ) inSachsen , nach Wagner (vielleicht Kopie einessolchen von Weisbrodt oder H. Guttenberg); dasBildniß eines Dänischen 112. I. alten Greisen,nach Mad. Clemens, und das TrauermonumentChristian VI. nach Wiedevelt Späterhin (1794 )drey schöne Blatter nach Schubert, im Pantheonder Deutschen Th. l. (Luther wird von ConradColla's Ehefrau zu Eisenach ins Haus genom-men; Friedrich beym Anblick der Kosaken , vorder Schlacht bey Zorndorf ; und Ebenderselbeüberrascht die Oesireichischen Offiziere in Lißa).Dagegen heißt er, oder dann ein Andrer diesesGeschlechts (i8c»Z.) irgendwo ein schlechter Zeich-ner und Etzer. Sein jüngstes, uns unbekanntesBlatt ist das Bildniß des Herrn Königes vonSachsen, in polnischer Uniform für: I. G. DycksSchrift: Sachsen und Polen . Leipz. 1810) End-lich bemerken wir noch aus einer a- dern unsrerspäthern Notizzen, wo seine vielen Arbeiten für dieBuchhändler, überhaupt sonst ebenfalls als schlechttaxirt sind, ein gutes Blatt: Friedrich d. Großebewacht den schlafenden Ziechen, in qu. Realfol.nach I D. Schubert, nach welchem er wahr-scheinlich eines der schon genannten für's Pan-theon der Deutschen ins Kleinere gebracht. Fer-ner: Die Sehnsucht, und die Bildnisse des Chi-rurgs C. F. Reise, und Chodowiecki's, lauterkleine Blätter, wie wir glauben, Alle nach eignerZeichnung.
Schüler ( ), mündlicher Ueberlieferung
zufolge, ein geschickter Zeichner und Kupferstecherzu Strasburg um 18ro. und dort, wo sein Va-ter Buchdrucker war, um 178,. gcbohren.
Schul! (D ) ein Maler, nach welchem P.Lombard zu Paris das Bildniß des Königlich-Pohlnischen Leibarztes W. Davißon in 4 °. gesto-chen hat, der aber wohl mit dem unten folgenden David Schul? Eine Person ist. MühlenAerztebildnisle S. 5 s.
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