Band 
Zweyter Theil [3].
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1564
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1564 Schumann.

Dresden mit seinen Prachtgebäuden geliefert hat.8. 1 . cc-. Eonf. AeUer Aäbe AUgem. LltrrerLr.^lnzeiger 2796. Aug. S. 260. Dresd-ner-polit. Anzeiger iLio.^N". iZg. Beyl. S-2)69. u. a.

Schumann (I. C ) vermuthlich Hofmalerzu Fulda . In dem von Dämmn Harrard vonund zu Harrstein verfaßten Werke: Hoheit desreurschen Adels Band I. (Fulda 172g. fol.)sieht man ein Litelkupfer, welches, nach seinerZeichnung, vonJ. H. Salver erbärmlich geetzt ist.

(Matthäus), Churfürst!. Ober-zimmermeister zu Dresden , st. in dieser Eigenschaftdaselbst 2624. 62. I. alt, und liegt in der dorti-gen Frauenkirche begraben. Magaz. der Gächs.Gesch. Th. 1 . S. 8§.Michael. FrauenkircheE. 817.

Vielleicht des Obigen

Sohn. Anfänglich war er ebenfalls Churfürst -licher Hofzinimcrmeistcr, wurde aber vermuthlichin 167.. Vicelandbaumeister, wie er irgendwo imJahre 1680. genannt wird; man findet ihn auch2676. mit dem Pradicate alsArkilleriebedienterzu Dresden ." S. auch oben Andreas Aaumann,wo man seiner, bey einer Baute zu Dohna , ge-denkt. Er lebte noch 1702. damals als Cburfürst-licher Landbaumeister zu Dresden . KöniglichesDresden in Merßen, A°. 1702.16°. S. 67.

Zimmermeister, vielleichtein Nachkömmling von Obigen, bauete unterKlengels Leitung 176/,. zu Dresden den Schloß-chnrn, und das alte Reut-und Ballhaus; auchzu Meißen und Torgau hölzerne Brücke». Erwar Zimmermeister. ik-Lc.

(Peter), s. oben Johann Gott-fried Schumann.

s. oben auch Schouwmann.

Schundenius (Carl Heinriche, Professorder Medizin zu Halle seit 2822., vorher außeror-dentlicher Professor derselben zu Wittenberg ; einMann von ausgezeichnetem Talent in den verschie-densten Fächern. Er erlernte die Pastellmalereybey Schmidt in Altenburg und auf der DresdnerAkademie, und unternahm sodann (unter demNamen ZZiondi ) zu seinem Vergnügen eine kleineReise in und um Sachsen , wo er diese erlernteKunst im Biidnißmalen ausübte. Nach ihm(Lio»ch plnx.) hat F. W. Nettling 2800. denbekannten Anton Wall en Medaillon in kl. fol.gestochen. Zu seinen Schriften (Erinnerungenandre festlichen Tage der dritten Stifrungs-feyer der Akademie zu Wittenberg , das. i8«Z.8°. mir n.Kupfert. und mehrern Schattenrissen,letztere nach Klunge; die Organe des Gehirnsnach Dr. Gall Mittend. r 8 v 3 . 8". ; Kupple-msnta /^natomiam et pkz-siolvAram fips.

2806. 4 °. k'agt. I.) bat er die Kupfer nicht alleingezeichnet, sondern auch eigenhändig geetzt. UnserKunstdilettant, dessen Vater Pfarrherr zu Ober-winkel bey Waldeuburg in Sachsen war, ist dortgeb. 1770. und machte s. Studien und erste Lauf-bahn auf der Universität Wittenberg . Noch be-merken wir, daß er seit Jahren schon seinenNamen Schundenius (doch schwerlich aus wich-tigen Gründen) in D'zondi umgeändert hat!

Schunko (Anton), erscheint um 1770.als Honorarius bey der Kunstakademie zu Wien .Fuhrmann Beschr. von Wien , Lh. III. S.026. Derselbe ist wohl der nämliche, der obenim Art. Mülkdorfer genannt, und von welchemdort ein Urtheil gefallt wird.

Schupmeyer (Carl Friedrich)^ So heißtin: Dresden , zur Rennrn. s. Häuser, ohneWeiteres, ein Scholar der Kunstakademie zu Dres­ den 2798.

Schuppen.

* Schuppen (Jacob van), des nachfolgen-den perers Sohn, geb. nach den Einen zu Ant­ werpen , nach Andern zu Paris , nach den Drittenzu Fonkainebleau, nach den Einen 2669., nachAndern 1670. und gest. nach den Einen 2722.,nach Andern 272). Füßli Annal. l. 22. giebtihm das schöne Zeugniß:Derselbe besaß in glei-chem Grabe das Theoretische und Praktische seinerKunst; er zeichnete und malte mit Geschmack, undhakte einen leichten und kräftigen Vertrag. Durchseine Bemühungen vornamlich hob sich nach wenigJahren ei» besserer Geschmack in Wien empor."Edle Einfalt im Vortrage hatte er ohne Zweifelschon von seinem vortreflichen Vater geerbt, wel-cher dnrch die nämliche schöne (seltene) Eigen-schaft auch in (einer Gattung sich ausgezeichnethatte". Inzwischen zählt ihn der strenge Füßli1 . a. II. 70. unter diejenigen, welche (nach Ku-petzky's Entfernung von Wien ) dort in einer zwarweniger wahre» und großen Manier, doch abermit weit mehr Geschmack als vorhin, und miteinem leichten angenehmen Vortrage gute Bild-niße lieferten. Don ihm besitzt die Kaiser!. Gallcriezu Wien zwey lebensgroße männliche Knicstücke,darunter dasjenige des Malers Jgnaz Parrocel.In der St. Annen-oder Frauen-Kapelle zu Her-renals in Wien sind die beyden Seitenaltürc mitden Bildnißen der Apostel Bartholomaus und Ju­ das Thaddaus ebenfalls von seiner Hand. Nachihm gestochen haben, neben den schon im Lex.angezeigten Meistern, E.Desrochers, Kaufmannund B. Picart; dann L. Snrugue und Kaufmann(dieser wohl nach jenem) la Euislrnörs. undletztrer auch: 1 a Loutunöre. Von Bildnissen G.A. Müller (sehr schön) des Malers eigenes, Pi-cart des Prinzen Eugens, sein Vater Peter desAstronomen I. Douillcau, des Theologen Ph.Despont, u. s. f.

* (Peter van). Aost VI. 227.setzt (wir glauben aber irrig) nach Bastrn L8.sec. sein Geburtsjahr schon in 262Z. Auch seinTodesjahr wird z. B. von de Fonrenai, fehler-haft in 2707. gesetzt. Landsmann und ZeitgenosseEdelinks ward er, wie dieser, von Colbert nachFrankreich berufen. Derselbe hat Geschichte undBildnisse, von letzter» die Menge »ach eigenerZeichnung gestochen, und verdient überhaupt, fürrichtige Zeichnung sowohl als für Ausführung,unter die beßten Künstler mit dem Grabstichel ge-zählt zu werden. Seine reine, markiger und an-genehme Behandlung nähert sich Nantcuils seineram Meisten. Sein Name (meynt wareier viel-leicht nicht ohne Grund) würde noch berühmterseyn, wenn Edelink nicht sein Nebenbuhler gewe-sen wäre. Von historischen Blättern führt RofiI. c. 229. an: Den König David, nach Ph. deChampagne (2672-); dann vier H. Familien:Ein«, wo das Kind dem kleinen Johannes eineTaube nehmen will, nach S. Bourdon (2670.),in den Drücken vor der Drapperie, womit nach-her das Kind bedeckt ward; zwey andre, nach C.van Erayer (26O2. u. 6H.); eine Vierte: Madoirnaauf dem Stuhle, drückt das Jesuskind an dieBrust (1661.), eines der (wenig gekannten) schön-sten Blätter nach Raphacl (Madonna della Sedia,ohne den Johannes); endlich einen St. Seba-stian, nach van Dyck. Diesen fügt ein Derzeichrniß meines sel. Vaters hinzu: Eine H. Familienach I. Stell«, wo die Mutter das Kind stillt;St. Lherese, wieder nach van Dyck; St. Vin-cent de Paula, nach G. Fran^ois; Pan undSyrinx, nach E. S. Cheron, und ein Emblemauf die Königlichen Siege über die Spanier(r 659 >),ohne wettern Namen, als den seinigen. Von seinenBildnissen zählt eben dieses Derzeichniß über 2Z0.nach A. Barthelemy, Teaubrun, A. Bouys, leBrun, die schon genannten Champagne und Che-ron, Desprez , I. Dien, van Dyck, I. van Eyck,L. Franhois, Cl. le Fevre, B. Flamael. Ferdi-nand, I. B. Gauli, A. Junnin, D. Kloeckner,Largilliere, N. Lois, F. I« Maire, N. und P.