Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1563
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Schumann.

und Schulgebauden des Dorfes Kötscheubrode,»fern Dresden arbeiteten. S. ein handschriftli-ches Werk von L. A. Freyberg über die Supe-rinkendentur Dresden .

Scbuinann (Heinrich), Scholar der Kunsta-kademie zu Dresden , wo er sich um 1808. zumTapezierer bildete. Damals sah man auf denbasigen Kunstausstellungen von ihm Köpfe in Krei-de, bunt gezeichnete Meubles u. s. f.

(Johann), ist nur Ein und dieselbePerson mit dem folgenden Johann GottlobSchumann, von welchem er in Mensel's tJ.8- L- getrennt erscheint.

ein Goldschmied zu

Meißen , wo er, wie wir irgendwo finden, um1700. lebte.

ein Mäurermeister undSteinmetz zu Bernburg . An der daselbst 1707 .erbaueten steinernen Brücke über die Saale , be-sorgte er die Steinarbeiten und Verzierungen. I.C. Veck mann Historie von Anhalt. Th. 111.S. 99

(Johann Christoph), siehe untenJohann Gottfried Schumann.

(Johann Daniel), neuerer in 1809.noch lebender Bildhauer zu Potsdam , geb. daselbst1722. Den ersten Unterricht im Zeichnen erhielter von A. L. Krüger, der ihm zu nun von ihmgeübter Kunst riech. Hierauf begab er sich auffünf Jahre in die Schule der Gebrüder Ranz,und gieng alsdann auf die Akademie zu Kopen­ hagen . Mensel jJ. K, L- Von seinen Arbeitenfinden wir nirgendwo nähere Meldung gethan.

(Johann Ehrenfried) wurde 176/).Herzoglicher Hofmaler zu Weimar ; bekleidete auchnach der Zeit nebenbey die Stelle eines Zeichen-meisters beym Gymnasium und den Pagen daselbst.Er lebte noch 178h. Hofkal. S. auch oben denArt. G. M. Kraus, wo es von ihm heißt, daßer 1780. mit diesem letztem die freye Zeichenschulefür Stadt und Land Weimar gestiftet habe.

----- (Johann Friedrich), s. oben Ran-zenbach (vitus Jacob).

(Johann Georg) HofdrechslerjJohann Adam Hamann, Hofsteinmetz, und Pe-ter Mercier, Hoftapetenmacher des Königs vonkohlen und Churfürsten von Sachsen , werden indem Cdursachs. Gtaatskalender von 2728.angezeigt.

(Johann Gottfried). Derselbe warzu Wittenberg einheimisch. Mit feinem excucl.bezeichnet kennt man ein schlecht geetztes Blatt,nach M. A. Siebenhaar, was eine Ansicht deselimaligen anatomischen Saales zu Wittenberg inqu. Fol. enthalt. Dasselbe gehört zu Abraham Vater s lateinischem Verzeichnisse des Wittcnber-ger anatomischen Museums (Mittend. 2726.). In1753. ließ er dort eine Flugschrift von 17. Seitenin jo erscheinen; sie ist betitelt: Gründliche An-leitung zum rechten Weg-Weiser (sie!).Der verwirrte Jnnhaik derselben (größkentheilsbiblische Sprüche, con smore gereimt zusammen-gestellt 1, laßt erkennen, daß er damals gesonnenwar, eine ökonomische tJarur - Kunst - undWerk? Schule in Wittenberg zu errichten. Waser lehren wollte, besagt er wie folgt:

Le(cn, Zeichnen, Malen, Schreiben,

Liinstl.'ch rechnen, züchtig bleiben,

Tugend lieben, Gott recht kennen,

Ist der Grund und MittelpunktAller Treflichkeir zu nennen.

Will dann nun ein Lind zu mirUnd z» meiner Wohnung kehren,

Werde ich dieß alles hier,rsnter Gottes Gnade lehre».

Schumann. 1562

Ferner erfahren wir dort, daß sein Vater Jo-hann Christoph, Bürger und Zimmermeister zuWittenberg , sein Großvater perer, eben desgl.wie auch Vierziger in Wittenberg , und fein UrsGroßvater Georg Bürger und Hofzimmermeisterzu Dresden gewesen sey. Endlich ist ja nicht zuvergessen, daß er zu gedachter Schrift das ab-scheuliche Titelkupfer in 4°. (mit seinem Namen,und: invenlt llelinesvit, excnäit 1727. signirt)selbst gezeichnet und radirt hat; so wie auch seineigenes holdfecliges Dildniß in ist". (auf der erstenSeite Text eingedruckt) mit folgender, sein Ge-burtsjahr bezeichnenden, rund um den Kopf gezo,genen Schrift: 80U Oeo, 6Ioris. )oh. 6otckr.8cknmsnn ^Vittenberx. n. 1706. ll. 29. Msjus.u. s. f.

Schamann (Johann Gottlob, gewöhnlichJohann), aus welchem Mensel iJ. R L.zwey verschiedene Künstler bildet, Landschafts-maler, Kupferstecher und Knpferetzer, geb. zuDresden 1761. lernte die Anfangsgründe der Zei-chenkunst bey der dortigen Akademie, und bildetesich zum Landschaftszeichner und Maler bey Klen-gel, unter dessen Leitung er auch seine meistenfrühern geetzten Blätter gab, von welchen beson-ders (1781.) eine Landschaft nach Ruysdael ausder Churfürstl. Akademie sich auszeichnet. Dannnennen Mensel ll. und Rost 1 l. 272. noch vonihm eine Sächsische Landschaft und zwey andremit Vieh, nach seinem erwähnten Lehrer, einigeBlätter zu der Berlinischen Uebcrfttzung von Cook'sReisen, >Md Vignetten für Buchhändler. Hier-nächsi der winklersche Gantkatalog: Eine wal-digte Landschaft mit Wagen im Hohlweg, und(1779.) eine gebirgigte, nach Norbleins Zeichnung.Um 1791. (s. k. 1789.) gieng er nach London ,wo er sich ungefähr fünf Jahre aufhielt, undaber von Zeit zu Zeit Arbeiten für die Dresduer-Salons einsandte. In England gab er, nebenAndern», gemeinschaftlich mit Byrne, zwey Blät-ter: Den Morgen in einer wilden italiänischenGegend, nach Both, und das Schloß Wmdsormit dessen Parke, nach Hodges. Um 1796. oder96. befand er sich wieder in Dresden , und wurdesofort zum Mitglied dortiger Akademie aufgenom-men. Späterhin sah man von ihm z. B. Sceneaus Wielands Oberon, (Hüon, wie er im Ge-birge den alten ehrlichen Scherasmin antrift),nach einer Zeichnung von Koch in Rom (idor.)von schöner und kräftiger Behandlung (D-Kunftbl.IV. H2 ); Scene aus Voße's Louise, nach Strack(1806.), deren Stich in Mensel'« Arch > 1 -(1.) iv». und ( 3 .) 6. sehr gefällig und saubergenannt wird (bey Frauenholz 5 st. 20 Kr.). Fer-ner: Anfangsgründe der Landschafrszeich-nung, m i2 Vorlegeblättern, nach der Naturgezeichnet, und in Äguakinta geetzt (Querfol.).Sechs pittoreske Landschaften, nach Wagner(Querquart Pr. 2. Th.) ; ob diese vielleicht früher?Und wird er endlich wohl der nämliche seyn, der,gemeinschaftlich mit Darnstedr, nach SiegelsZeichnung, die Blätter zu Skieglize's Gemäldenv Gärten u. s, f. dann anderes zur Beschreibung derSächsischen Schweiz, gegeben, und 1807. nebstCarel, Darnstedr, Frenzel, Hammer undveith, an den kleinen Dresdner -Prospekten, nachThormayr, für den Rittnörschen Verlag gearbeitethat. Zusammen 18. Bl. welche 3 . Rchthlr. koste-ten. Von »hinwaren N^. 2. 12. >1. 18. Ek st. zuDresden 1810. Sein Nekrolog in der Jen. A.L. Z. nennt ihn kurz: «Einen wackern Künstler»n seiner Art." Irgendwo »vcrden noch von ihmangeführt: Hsdlrstion smericsine, nach derZeichnung von Louise von Chotek, »ndlel'emplelle 1s Or^slle, pres Is köret 8e 8)'6onie» Nacheinem Ungenannten (jedes zn 1. fl 20. Kr.); danndie Dorftvascherin und der Gasthof, ohne weiter»Namen als den seinigen, zwey Blätter, die in1807. von 8. Gr. anf 4. heruntergesetzt wurden;und endlich, als vorzüglich, diejenigen, welche er(Dresden 1808. bey Meineid) für das Werk:

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