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Fulda . Dort hielt er sich eine Zeitlang auf, underwarb sich durch seine Geschickiichkeit die Gunstund das Vertrauen des Domherrn von Gebsat-tel, der ihn mit nach Würzburg nahm, wo erauf dessen Empfehlung viele Bildnisse zu verfer-tigen hatte; bey welcher Gelegenheit er auch denWürzburgischen Hofmaler Fesel kennen lernte.Beyde faßten den Entschluß, nach Italien zu ge-hen, wohin sie auch wirklich ihre Reise antraten.Sie kamen aber diesmal nicht weiter, als bisnach Anspach ; denn der damalige Hofmaler Schnei-der daselbst hatte so viele Bestellungen, daß erdiese Künstler beredete, eine Zeitlang Arbeit beyihm zu nehmen. Dieß war ihnen desto erwünsch-ter, da es ihnen ohnehin dort zugefallen schien:hauptsächlich aber fesselte sie die Bekanntschaftdes berühmten Graf, mit dem sie bey Schneidernin Gesellschaft zu arbeiten das Vergnügen hatten.Anderthalb Jahre arbeiteten sie mit Beyfall desganzen Hofs, und S- genoß auch den Umgangund die Freundschaft Grafens im engsten Ver-trauen, bis sich endlich dieser und Fesel entschlos-sen , die vorgehabte Reise nach Italien weiter zuverfolgen: G- aber blieb in Anspach , und wurdedort 1760. als Hofmaler angestellt. Mensel I.II. Daselbst werden von ihm angeführt: Frucht-Blumen- und Küchenstücke, die sich vornehmlichin der Fürstlichen Gallerte zu Anspach befanden.Dann andre Gattungsbilder im niederländischenStyl, Bauerntänze, Trinkgelage, u. s. f. vonwelchen er (heißt es l. c. II.) seit vielen Jahrenansehnliche Bestellungen nach Holland hat. Fer-ner Mädchenköpfe und Bildnisse. Seit 178g. ha-ben wir von tAchrvabeda nichts weiter vernom-men. In Mensel'« HZ. R.L. (i8nn.) erscheintderselbe nicht mehr. In Ebendessi Miscell.XXIX. 268 — 74. befindet sich ein noch ausführ-licherer Aufsatz über ihn, aus welchem obige No-tizzen entlehnt sind. Aus demselben erhellet weiter,daß er auch Landschaften gemalt, von welchen esaber dort heißt: „D.nsclbeu sind zwar von einemfrischen, heitern Colorit, und meistens gut staftfirt. Sie haben zuweilen einen gedupften (?) lo-ckern und flüchtigen Baumschlag; öfters ist erauch sehr fleißig ausgeführt; es fehlt ihnen aberzuweilen an gehöriger Haltung, und es sind sel-ten eigene Erfindungen." Dann an einer andernStelle: „Seine Farben überhaupt sind frisch undangenehm; manchmal aber wünscht man da unddort noch einen kräftigen Pinselstrich des tiefstenDunkels, oder einen tauschenden Blick (?) hinge-worfen zu sehn. Eine üble Gewohnheit machtübrigens seine Malereyen besonders kenntlich: Daer im Arbeiten stark Toback schnupft, so geschiehtes, daß letztrer unter die Farben kommt, denman sehr merklich, wie kleine Eandkörnchen, auffeinen Bildern aufgetragen sieht. Nie ist unserKünstler müßig, liebt keine große Gesellschaften,lebt'vergnügt im Cirkel seiner Familie, und wid-met die Stunden der Ruhe einer angenehmen Lec-türe; daher er auch, obgleich er keine großen Rei-sen gemacht hat, gründliche Kenntniß in seinerKunst besitzt. Ein Sohn und zwey erwachseneartige Töchter machen einen Theil seines Vergnü-gens mit aus. Ersterer giebt Hoffnung, daß ereinst in seines Vaters Fußstapfen treten werde;und die zwey Töchter zeichnen nicht nur sehr gut,sondern malen auch nicht übel in Wasserfarben.Sie haben sich gleichsam in ihrer Kunst getheilt,so daß die ältere bloß Blumen und Früchte, diejüngere aber nur Landschaften malt." Indessenist uns alles Spathere von dieser Künstlerfamilieganz unbekannt. Gestochen nach Gchwabedadem Vater hat I. C. Bock ein großes Bildnißdes Markgrafen von Anspach, Christian FriedrichCarl Alexanders.
Schwachhofer ( ). So heißt im Tüb.
Morgenblatt 1807. S 424. ein Künstler ausMainz (Bruder der Madame Eunike in Berlin ),Zögling der damaligen neuen Kunstakademie zuAmsterdam , „ein talentvoller junger Mann und
S ch w a l b a ch.
sehr geschickter Zeichner, der zu historischen Com-positionen viele Anlage verräth, und von demman damals glaubte, daß er, für KöniglicheRechnung, auf ein Paar Jahre nach Paris undRom gehen dürfte.
Schwad (Conrad), Meister, und MeisterJobft, Sttinmetze, baueten den Thurm der St.Annenkirche zu Annaberg ; 1202. legten sie denGrund, und i 5 i 3 . hatten sie ihn der Kirche gleichaufgeführt. Der unten folgende Toeppel führteden Bau weiter. Chron. Annaberg 1 . Th. S. 85 .
Schrväg richt 11 (Madame), eine Kunststicke-zu Dresden . Arbeit von ihr sah man auf demdortigen Salon 1800. welche mit vielem Fleiß,aber desto weniger Geist behandelt war. „Dieeine Landschaft" (heißt es in den deutschen Bunstbl. (8".) I. ( 3 .) 3 o.) „sollte den H. Boni-faz vorstellen, wie er Hand an die verehrte Eichelegt. Wir wollen die vorkommenden Figuren garnicht erwähnen, auch das Wasser und die Felsenkeines Blickes würdigen. Weil aber die Eichedoch leicht für das beßte an der ganzen Landschaftgelten könnte, so müßen wir sagen, daß ein gro-ßer, grasgrüner Fleck noch lange — kein Baum ist".
Schwab» (Georg Gottlieb), wird um i 8 o 5 .als Kondukteur zu Berlin angegeben.
— — ( ), ein Maler zu Berlin um 1808.
wie wir ohne Weiteres irgendwo angegeben finden.
Schwaiger (Anton), Sohn des unten fol-genden Ulrichs, war, gleich seinem Vater, imSteinschneiden berühmt. Lipowsky.
* — — (Christoph). Vergl. unten UlrichSchwerer.
— — (Clemens), s. unten Ulrich Schweyer.
* — — (Franz). So heißt Lipowsky (nachWesienrieder S. 080.) ganz ohne Weiteres ei-nen Maler in Bayern .
— — (Hans), des im Ler. enthaltenen Chri-stophs Sohn, und
* — — (Ulrich, Gregor und Clemens), ebendieses Christophs Drüder, werden bey von Ster-ten S. 496. u. s. f. ebenfalls für ihre Kunst, inStein zu hauen, gerühmt. Ulrich, der auch imLex. s. v. Schwerer erscheint, grub namentlichfür Kaiser Ferdinand I. und für die Herzoge vonBayern sehr schöne Siegel in Stein, und erhieltvon dem erstem ein Privilegium, diese Kunst,ungeachtet der Widersprüche der Gcldarbeiter, indeutschen Reichen auszuüben. Er war zu Augs-burg ansaßig. Lipowsky. S. auch von Ulrichunten mehr «. v. Sck)weyer.
— — (Joseph), geb. in der Vorstadt Aubey München, lernte bey Jgnaz Depas, einemdortigen Maler, und begab sich alsdann in denPaulaner-Orden, wo man in dem dasigen ehe-maligen Kloster (jetzt Arbeitshaus) verschiedeneBilder von ihm sah; wie z. B im Speisesaaleine Magdalcna, die dem Herrn die Füße wascht.Dann in den Gängen des Klosters nicht übel aus-geführte Frcscogcmalde von 1686. wie z. B. Chri-stus am Oelberge, Christus am Kreuz, u. St. Franzde Paula , wie er auf dem ausgespreiteten Mantel— über Meer fährt. Lipowsky.
* -(Stephan), s. unk. Ulrich Schweyer.
* — — s. auch unten Schweigger.
Sch walbach (Johann Melchior von) Ritter,geb. zu Gießen i 58 i., wo er auch noch i 6 s 3 .vorkömmt, rmd in Sächsischen Diensten als Ge-neralzeugmcistcr, Oberster über sämtliche Festun-gen, Commendant zu Dresden und HeßischerKriegsrath i(i 35 . starb; er liegt in der Sophien-kirche begraben. Schwalbach bauete i 63 i. denJohannessaal auf der Festung Königstein; führte