Schwalosf.
auch im dreyßigjährigen Kriege die meiste!! Fe-stungswerke zu Leipzig u. s. f. Eben so wurde erzur Bevestigung und Reparatur der Stadt unddes Schloßes Dippoldiswalde in Sachsen ge-braucht, über welchen ihn aber der Tod überraschte.Magaz. d. sachs. Gesch. II. 653 .; und G.Vertrich Verzeichnis der verstorbenen —hiesiger Rirche zu St. Sophien. (Dresden 1711.4.) S. 107. u. 125. Schmelz Beschreib,v. Dippoldiswalde , in Mrc.
Schrvaloff ( ), ein Rußischer General
und Kunstdilettante, erstand in 1769. aus den vonEavin Hamilton in der Villa Adriani zu Tivoli(jetzt ilPantanello genannt), aufgefundnen Schätzendrey Büsten, des Antinous, der Sabina, undeines ungenannten Jünglings. Dallnre'crr/II. 121.
Schrvammerdam s. Srvammerdamm.
Schwan (Balthasar), ein wenig bekannterKupferstecher, vielleicht Vater oder Bruder desnachfolgenden Wilhelms, lebte um 1620. Ineinem kleinen Büchlein: Opera exquisitissima(kranookurti 1621.) findet mansowohl sein Monogram H. 8. Is. auf der radirtenEinfassung des Titels, als auch seinen ausge-schriebenen Namen auf einem Bildnisse des HerzogsAugust des jüngern von Draunschweig - Lüneburg.Noch kennt mau von ihm diejenigen des Kardi-nals Dominicus Tuscus (ein gutes Blatt), undder —Wehmutter Louise Bourgeois zu ihrem Heb-ammenbuch 4°. Oppenheim 1619. Dann vonGeschichtlichem: Den Erzengel Michael unter einemgothischen Schwibbogen, nach einem Gemälde vonMartin Echoen; und eine gut gekleidete Frau,welche eine Schüßel mit Weintrauben und Vrodttragt. Heinecke LZ. LZachr. S. 454 - "Bai-dingers Magaz. f.Äerzre 1. 33 ».—^c.
* — — (Wilhelm), geb. zu Braunschweig am Anfang des X VII. Jahrhunderts. Dort hatteer auch seinen gewöhnlichen Aufenthalt. Das Lex.vermuthet irrig, daß er mit W- SuaneburgEine Person sey, und rechnet ihn eben so irrigzur Niederländischen Schule. Nicht unwahrschein-lich war er Bruder oder Sohn des Obigen. SeinBildniß des Braunschweig - Lünenburgischen Leib-arztes Martin Grosky (sei viv.<lel. er se.) ist von 1634. datirk (MoebsenAerzredildn S. 5 i.). Noch kennt man von ihmmehrere andre, ebenfalls nach seiner eigenen Zeich-nung, wie des Herzog Erich Ulrichs von raun-schweig-Lüneburg , des Wilhelm Grafen Wrakis-law von Milrowitz, einige wohl gar bloß mitdem Namen des Kunstveuegcrs Gottfried Müllersvon Braunschweig siguirt; fast lauter kleine Blät-ter. Eben so von ihm auch ein Christ am Kreutze,mit den H. Personen unter demselben, in A. Al-torfers Geschmack. Christ, indem er sein Zeichengiebt, eignet solches einem andern unbekanntenKünstler zu.
Schwander (Joseph), ein junger Künstleraus Luzern. Auf den Zürcher -Calons von 1801,3 , 5, 6, und 9. sah man von ihm verschiedeneBildnisse und Gattungsstücke in Oel. So z B.1801. Karten-und Würfelspieler nach Tenicrs,i 8 o 5 . die Bildnisse eines Bauern, und des Schme-rikommer-Bothen, welche wegen der kecken kräf-tigen Ausführung alles Lob verdienten. Ein dritteshingegen (ein weiblicher Kopf) war weder gutgezeichnet, noch harmonisch colorirt. ZürcherJournal f. Litrerar. und Runst S. 177. InI8u6. wieder ein Luzcrner - Bauernstück In 1809.das Bildniß des Schweizerschen Volksliederdich-ters, Dekan Hafligers.
* Schwaneburg, s. Suaneburg.
* Schwane nfeld oder Swanevelt (Hermann). Einige setzen seinen Tod schon in1680. Aus welcher Quelle Fann in seiner Be-schreibung der Gallerie Lichteustein unsern Künst-ler: Hermann Fischer, genannt Schwaneseldr,Derer Fischers Sohn nennt, ist uns unbekannt,
Schwanenfeld. 1569
und eben so, woher die Kunde gekommen, daßderselbe zu seiner Zeit in Rom für's Zeichnen desNackten nur Wenige seines gleichen fand. Vonihm heißt es bey Fiorillo III. 175—76. daß erschon gebildet nach Rom kam, dort dann freylich,bezaubert von der Schönheit der Werke des Cl.Gelee, desselben Schule eine Zeit lang besuchte,und mehrere treffliche Landschaften, jedoch in einerganz andern Manier und Geschmack, als jener,ausgeführt habe. Zwar waren seine Bilder ebenso frisch und leicht, wie Claude's gemalt; aberminder markigt, minder breit impastirt, und be-sonders minder im Colorit, und von geringererWirkung. Dennoch behauptet man, daß er Lor-rains Neid erweckt habe. Oft traf man ihn,aufferhalb Rom , allein an, wie er, bald dieSchönheiten des Landes, bald die der alten Kunststudirte. Diese einsamen Svaziergänge verschaff-ten ihm den Namen des Einsiedlers; uns so vieleseiner Werke athmen den Charakter eines solchen,Deutsche Gallerien besitzen nichts von ihm, ausserdie schon gedachte von Lichkenstein etwas Unge-nanntes. Dagegen hat das Mnseum zu Paris von ihm zwey untergehnde Sonnen (die eine be-sonders wunderschön), und die Gallerie des Se-nats eine andre allerliebste, nur im Ton etwas zugrün gehaltene Landschaft. Alle drey finden sichbey Landen (Lcc. ll. 9. 56 . 1111057.)beschrieben und abgebildet Zwey andre Bildervon ihm besaß einst das Palais Royal . GuteLitteraturen von ganzen Folgen seiner Blatterdann, so wie von mehrein einzelnen, finden sich beyRost VI. 12 - - 23 . und im Winklerschen Gant-katalog. Nämlich: Italienische Gegenden, mitdem Titel: Varire oarnpi-str. ssntaniee (18. Bl.).Eine andre ähnliche Folge: Verzollt;^,ls gkrcUßsI^antsoüapper, Lc. (wir glauben mit einer Zueig-nung an Gedeon Tallemout) 12. Bl. Eine dritteähnliche: Diverses Vu«8 Serlans et äviiors 6eKomo, steäiöes (wie lieblich!) aux Vertueux( 13 . Bl>). Eine Folge von Hausthieren (7. Bl.);mehr andre von vier und sechs Blattern, meistmit biblischen, oder aus der Legende, ober — fastsollte man denken, noch lieber aus der Mythologiegeschöpften Geschichten staffln, wie z. B. mitderjenigen von Merkur und Argus, und mit jenervon Venus und Adonis (6. Bl.) II. van 8>va-vokelilc feo. et excutl. 1654 Diese lektre Folge,nebst einer (4. Bl,) von Heiligen in der Wüste,in groß quer Fol. Fast alle übrigen kleiner. Ge-stochen hinwieder nach ihm haben: I. Mason:Die glücklichen Landleute; Mauperchö Verschiede-nes; I. Valdor Landschaft mir einer H. Familiestaffirt, eine andre mit der Geschichte von Hagar .Woollet mit Pouncy einen Morgen, und mit G.Smith einen Abend (zwey schöne Blätter). Dü-parc., in den neuesten Tagen eine Landschaft (N°.574 ) für's Mus. Napoleon Sein ganzes Werkmag an die 120. Bl. betragen. — Erst seit der Re-daktion dieses Art. kömmt uns derjenige beyBarrsch ll- 249 — 222. über unsern Künstler zuGesichte. Dort heißt es von ihm: „Sein Geetztesbildet ein Werk von 11g. Landschaftsblättern, indenen die Auswahl der Lagen, die Größe derFormen, die Ausspendmig des Helldunkels, unddas Beblättern seiner Bäume gleich bervuuderns-werth sind, mit einer so vollkömmnen Ausarbei-tung, daß man sich selbst Gemaltes nichts Vol-lendeteres denken kann. Seine ihm eigene Ma-nier läßt seine Blätter von GoyrandS seinen,welche dieser nach Schwanefelds Zeichnungengeliefert hat, leicht rmterscheiden, wenn jenemgleich die Nachahmung seines Urbilds nicht übelgelungen ist Der uusrige drückte nämlich seinBlärterweck durch die Einigung kleiner horizon-taler, ein wenig gebogener Züge aus, womit erihre natürliche Lage auf dem Aste sehr geschicktnachzuahmen wußte. Bestimmtere Umrisse gaber nur alsdann, wenn eine deutliche Auseinan-dersetzung der Theile solches crfoderlich machte.Der kalten Nadel, und noch mehr des Grabsti-chels bann bediente er sich, um Harmonie überOooooooo»