S ch w t i g l i ll.
Dos, und mächte Reisen nach Tyrol, Italien ,Schlesien, Brandenburg, Hamburg u. s. w. Der-selbe malte vorzüglich Bildnisse und „Historien-stücke", auch auf Glas. Noch ihm bat KüffnerWeckerlin's Bildniß (1788.) und I. W. Schwarz1790. dasjenige des Theologen W. F. Hufnagels(190.) gestochen. Erlebte noch um 1809. Men-sel'« L- L. Lonf. zJ. Bibl. der schöne»»wlssensch. XI.II. 96. — von Schad'« Vers.einer Brandend. vmacorhek S. bä. u. 206.
Schweiglin, s. gleich oben Schweickle.
* Gchrveikarr s. Schweickarr.
Schrveinberger (Anton u. Franz), beydevortrefliche Siegelschneider von Augsburg , arbei-teten als Kammer r Goldschmiede in Kaiser Ru-dolphs II- Diensten. Anton st. 1687. ^ranzitzlo. Der erstere war auch Mitglied des Rathsseiner Geburtsstadt, von Sterten S. 996.
— — ( ). So heißt auch ein (alter oder
neuer?) Steinmetz zu München . Mehrere ausStein gehauene Brunnen dieser Stadt zeugen vonseiner Kunst. Lipowsky.
Schwein furch (Jacob von), Steinmetz/meister, wölbte von ihr/. bis 20. die Kirche St.Anna zu Annaberg , baute auch derselben beydegegen überstehende Emporkirchen, die von JacobHelwig u. a. mit schönen Historien ausgehauenwurden. Annab. sshron. I. 5 g. u. s. f DenRiß zu jenem Gewölbe gab Magister Erasmus.
* Schrveindeim oder SchweynheimtConrav). Die Karten zu der ersten Ausgabedes lateinische» Ptoloinaus fertigte er zu Nont1^78. gemeinschaftlich mit Arnold Bücking. Inder Zueignungsschrift heißt er: Magister lonrs-«lus §c«r«7e»/»rüei»n, 6ermanus, a guo lorman-«lorurn librorum ars primum prokecla est, etc.He »necke Nachr. I. 281.
Schrveinitz und Rrain (Hans Julius von),s. F. Hüffner in künftigen Zusätzen.
Schwein; (Joh. Siegmund), ein Maler,welcher im 1780. und /jo iger Jahrzehnd zu Leipzig genannt wird. Flor. Leipzig .
Schweizer (Anton), Maler, gebürtig vonFreyburg in der Schweiz . Auf dem Zürchersalon1806. sah man von ihm das Gattungsbild einesSchreiners in seiner Werkstätte, in Del.
* — — oder Schwxzer (Johann). Gesto-
chen hat derselbe Bildnisse nach H. van der Berk,S. Duarte, C. Frieß, H. Eixt Ringle, I.Ringgli, I. H. Roos, P. Schick, Trescher, W.Vaillant, A. H. de Vos (versteht sich meist Co-xien von bereits nach diesen gelieferten Blattern.)Das älteste datirte, des Theologen Th. Zwinggersvon Basel , nach Ringle ist mit sc. 1649. öasil.bezeichnet. Einige sind auch ohne andern Namenals den seinigen, wie z. B. eine ganze Folge:LNgles'skeologorum, gui stomanss kcclesiaees opposuerunt. Geschichtliches u. s. f. kennenwir nichts von ihm als ein Bild des Neids, nachM. Füßli. Diele Blatter von ihm, zum Theil nacheigner Zeichnung, trifft man in des JohannTack unverweslichem Cederbaum, auf dasAbsterben des Heßischen Landgrafen Georgdes Andern; welches Werk um thsts. in gr. Fol.«schien. Er bezeichnet sich auf denselben theilsmit seinem Namen, theils mit: 8. sculp.;
8. k.; und theils mit demjenigen Zeichen wasbey Christ S. 275. das dritte der Reihe nachausmacht.
— — (Melchior), ein Mäurer. Hin-
ter dem Altare der Kirche zu Altenstadt , einemzu Ulm gehörigen Dorfe, steht eine Tafel vonziemlicher Kunst, welche dieser Künstler ohne Un-terricht verfertigt hat, und den Wunsch erregt,mehrere derley Arbeiten zu besitzen. Diese frey-
Schwendimann.
lieh sehr unbestimmten Angaben, entlehnen wieaus Hapds Beschreibung von Ulm S. 626.
Schweizers ), ein Maler von Frank-furt am Mayn, dem man in rho/. zwey Guldenzur Steuer gegeben, ein, 46. I. früher von C-Sebold gemaltes Bild unter dem Drückenthurmzu verbessern. Späterhin (1677.) wurde er voneinem gewissen Baß, und in noch neuern Tagenvon Andern abermals ritoccirt, so daß wenig mehrvon dem ersten Urbilde übrig geblieben seyn mag.Hüsgen N. A. S. r8.
Schweinkordt (Michael), ein Steinmetz-meister zu Pirna in Sachsen . In »597 verfer-tigte er den steinernen Taufstein, der in die St-Michaelskirche nach Dautzen kam. Georg M»l-wolf's Annalen v. Lautzen; ein handschrift-liches Werk.
Schwenk (Johann), vermuthlich ein Inge-nieur. Auf der Herrschaftsstube des Rachhauseszu Ulm sieht man eine gute von ihin gezeichneteVorstellung des östreichischen und französischen Lagers (1700 ) bey Hausheim und Dillingen .Haid's Ulm S. 110.
— — — (Wolfgang Christian), s. obenpirsch (Anton Gottlieb).
Schwencke s. unten Schwenke.
Gchwender (Joh. GottliebHofbaukon-dukteur zu Dresden um r 8 »o. ein Schüler vonHölzer, unter dem er 1795. studirte. In dem i 8 "t>.erschienenen Baralog des Industriekomproirszu Leipzig , findet man folgende von ihm ver-faßte und dort herausgegebene Werke: Hand-buch für Mäurer, Steinmetzen, Tlschlerund Znninerieure, enthaltend eine vollständigeund faßliche Anleitung zum Zeichnen und Arbei-ten in allen Theilen der Baukunst und dahin ein-schlagender Bildnerey, mit 102. Kupf. Taschen-format , Pr. 5 Rthl. — Handbuch f. Zimmer-leure (apparte aus vorigem Werke) mit 17. Kupf.Pr. i Rthlr. 8 Gr. — Die Zimmerkunst mit19. Kupf. (1806.) in 12" Pr. 1 Rthl. 8 Gr. —Inwiefern letzte beyde Schriften von einander ab-weichen, wissen wir nicht. In dem Ideenma-gazin für Gutseigenrhümer u. Garrenlieb-haber (Heft Xb.I V. 180b.) sieht mau, »ach ihm,ein Gartenhaus.
Schwendi (Lazarus von), ein berühmterGeneral in Diensten des teutschen Kaisers derauf seinen Gütern 1884. 62. I. alt starb. Derbekannte Architekt Daniel Specklin lobt ihn inseiner Archirekrura von veftnngen, als einenHerrn, der viele Einsichten in der Baukunst besäße,uud ihm manche gute Anschläge gegebn» habe.Lazarus hat auch geschrieben; neben andern» ei-nen Lriegsdlscours von Bestellung des gan-zen Kriegswesens, der einige Auflagen erlebthat. Mrc.
*Schwend»mann( ), hieß CasparJoseph, geboren zu Ebikon , im SchweizcrkaulonLuzern 174». Sein Vater, Schreiner und Gericht-schreiber des Dorfs, ein roher ugd ernsthafterMann, doch noch zu gutem Glücke minder Lieb-haber von seinem Handwerk, als von allerhandKunstklcini'gkeiten, wollte ihn bald zum Kupfer-ctzer, bald zum Formschneider bestimmen, ohneihm jedoch die dazu dienenden Hülfsmittel darzu-reichen. Eine Reise nach Rom , dachte er, wirdAlles ausmachen. , Der gute Knabe mußte Folgeleisten. Er gieng dahin, von Armuth und Unwis-senheit begleitet, und kehrte nach vier Monaten —mit den gleichen Gefährten wieder nach Hause.Jetzt schickte man ihn nach Augsburg zu Goeze,der alle erforderlichen Anlagen z»m Künstler beyihm fand, aber /,ov. st. Lebraeld heischte. Stattdessen kam der Befehl, neuerdings heimzukehren.Dann hörte der Vater, daß einer Namens Hil-tensperger zu Zug wäre, der von Formschneiden,Ppppppppp 2