S ch w e p p e.
tigen Professoren (1790, u. s. f.) in Quartformatgestochen, kenne, aufweichen er sich bisweilen^csäenncug (äüttnigensis benennt, wie z. B.diejenigen von Beckmann, nach Ruhler, Eich-horn, Fiorillo (nach ihm selbst), Heyne, Kaest-ner, nach Ruhler, Lichtenberg, Meiners, Plank,Richter und von Schlötzer, auch dessen GattinDorothea Schlötzer, letztres nach Fiorillo. End-lich Feder nach einem Pastellgemalde des Gra-fen Wratislau (1791.). Ferner, nach Fiorilloeine Antiope. Sicher nach eigener Zeichnung denArzt I. Arnemann (1799.) Pr. 6. Gr. DannBöhmer und Pükter.
Schrveppe (Johann G). Nach der Zeich-nung eines solchen hat C. W. Dock ein Bildnißdes Consistorialraths Joh. Pet. Uz, zu Anspach,in gr. 8°. für einen Band des .fränkischenArchivs gestochen. Schad'« pinacochek S.75. Er lebte in der letzten Hälfte des vorigenJahrhunderts.
Schwerder (Joh. Gottlieb), falscher Namevon Schrvender.
Schwerdgeburth oder Schrvertge-burr (C. A.), Kupferstecher, der in Meusel'sR. L. ohne Taufnamen erscheint, geb. um1780. Sein Vater (wohl der nachfolgende Joh.Burghard) ist als Zeichenmcister zu Gera ange-stellt, und lebte dort noch 1810. Frühcrhin be-fand sich unser Künstler bey der ChalkographischenGesellschaft zu Dessau , von wo er sich sodannnach Weimar wandte. In 1810. punktirte er bort«in Bildniß der Prinzessin Caroline Louise vonWeimar, vermahlten Erbzinzessin von Mecklenburg-Schwerin, in Fol. (Weimar . Jndustriekomptoirschwarz 1. Rthlr. gefärbt 1. Rkhlr. 8. Gr.); frü-her in gleicher Manier das wohlgetrcffene derFrau Großfürstin Maria Paulowna, Erbprinzessin von gedachtem Sachsen-Weimar , das durch sei-nen charakteristischen Ausdruck den besondern Bey-fall der Kenner erhielt., Tüb. Morgenbl. 1810.S. 1020. Dann enthält das Journal des Lu-xus und der Moden (Weimar 1811. N°. 11.)von ihm zwey gefärbte geetzte Blatter, mit Thearterkostümes, beyde nach der Zeichnung von Lor-zing; zwey andre die Urania, Taschenbuch fürDamen auf 1812. lAmsterdam und Leipzig , Kunst,und Jndustrie-Komptoir) auf welchen er sich, nachKünstler Art und Brauch, Schwerdgeburt,Schrverdgeburth u. Gchwerdrgeburth schreibt.Im Februar 1812. kündigte er eine Scene ausGoethe s Faust an, wo Gretchen die Sternblumezerknickt, nach dem schönen Oelgemalde von Nä-cke in Dresden ; ein Blatt von 8Fz" Breite undi' Höhe, mit dem Grabstichel gestochen, was 3 . fl.36 . kr. kosten sollte.
— — — — (JohannBurghard), erscheintin: Dresden , zur Aennrn. seiner Häuser,ohne Weiteres, als Landschaftsmaler 1798. S.auch den gleich vorstehenden Art.
— — — — ( ). Zeichenmeister zu
Gera , s. oben seinen Sohn C. A. (S.).
Schrverdtfeger ( ), ein Architekt aus
Franken ; arbeitete unter der Regierung Peter desGroßen zu St. Petersburg , wo er die große Kir-che des Klosters Newsky erbaute. MeuselMisc. XI. 272.
Schweriner (I). Der Naturforscher Schre-ber besaß von einem solchen NaturgeschichtiicheZeichnungen, dergleichen er zu seinen Saugthie-reu in Abbildungen (Erlangen 177h. ff- gr. 4 °)in Kupfer bringen ließ.
— — s. Srvermer.
Schwer (Wenzel von), ein Münzmeister, s.unten wirrenberg (Ludolf von).
Schwerzge (Nicolaus), von Liegnitz , wand-te sich aber nachgehends nach Simmern , wo er
Schwinderen. iZgr
I 58 Z. zum gemeinen Münzeisenschneider von denMünzständen des deutschen Reiches angenommenwurde. Hirsch, deutsches Munzarchiv Th.VII. S. sog.
Schrveyer (I. P.), ein Kupferstecher neue-rer Zeit, einst Mitglied der Chalkographischen Ge-sellschaft, von dem uns ein Verzeichniß von 1800.folgende Blätter anführt: Nach Boißieuy dreyLandschaften; einige Engclsköpfe nach Boucher;eine Landschaft mit Schaafen und einem Bockenach I. Brand; eine dergleichen mit einem Maul-thiere nach K. du Jardin; eine andre mit einerHeerde nach Londonio; eine mit Ziegen und Kü-hen nach I. van Strn; ein Viehstück mit Ruinennach H. Roos, u. s. f. meist alle in Fol. Wie-der Diehstücke nach D. van Dongen ; staffirkeLandschaften nach I. G. Pforr, nach Wouwer-mann, Joh. Wynants, Jac. Ruysdaei u. s. f.Dann auch ein Bildniß von F. L Fürst zu Ho-henloh-Jngelfingen (schwarz 1. Rthlr. gefärbt 2.Rthlr- 12. Gr.) in Fol. L-§r.
* — — (Ulrich). In dem Tbierbuch,
sehr künstlicher und wohlgerissener Figurendurch Lost Amman und Hans Bock-st e r g e r, in Reime gestellt durch G. S ch a!-er (Neuer Druck. Frankfurt a. M. -617. 4°)inden wir eine von Arg'«. Feyerabend, demersten Verleger, geschriebene, mit 1679. datirte,Dedikation, welche an Ulrich Schwayger (demunsrigen in anderer Namensschrciba.t) Röm. Kai-ser!. Majestät Siegel- und Wappensteinschneider,Bürgern zu Augsburg / Feyerabends Freund u.Dutzbruder, gerichtet ist. Er sagt in derselben,daß es ein alter Gebrauch sey, neue Bücher an-sehnlichen Leuten zuzuschreiben, damit nicht älleindas Buch selbst dadurch geickmückc werde, son-dern daß es auch einen Vertheidiger gegen aller-hand Lästermäuler fände. Besonders aber habeer Ursache es Ulrichen zuzutheilen, damit ihregute Freundschaft dadurch gemehrt und gebessertwürde; weil er ferner ein großer Kunstliebhaberwäre — und, sagt der ehrliche Feyerabend von sichselbst, um sein williges und dienstbeflissenes Ge-müth gegen ihn und seine Drüder, Element,Christoph (dieser ist im Lex. als Schwaiger,Edelgesteinschneider, zu suchen , und Srephanseeligen, zu bezeugen und zu eröffnen. S. obenSchwaiger (Ulrich, Gregor und Clemens), wodann einer dieser Art. durch den andern zu be-richtigen ist.
— — oder Schwayer ( ). Ein sol-
cher, und Schwad, führten um 1768. einen Kunst-handel zu Erfurt .
* Schweynbeim, s. Schweinheim.
Schwezge, (Matthias), s. oben Czwiczeck.
Schwimmer (Hartmann). Derselbe warzu Rudolstadt Baumeister des Grafen (nunmehri-gen Fürsten) von Schwarzburg , zu Anfang undin der ersten Hälfte des X VlI. Jahrhunderts. S.die Leichenpredigt seines Sohnes, des PfarrherrnJohann Schwimmers durch I. G. Rothe(Rudolstadt 1678. 4 °.)
Schwind (Matthias), ein Künstler aus Berg-zabern. Er stand zu Berlin , ungefähr zwischen1075—80 in Diensten Lhurneissers, der ihn beyseiner großen Druckerey gebrauchte. Man ist aberzweifelhaft, ob als Maler oder Formschneider,da er kurzweg ^ein kunstreicher Geselle" genanntist. Möhsens Beytrag zur Geschichte derWissenschaften S. 108.
*Schwinderen, Suinderen od.Swinrderen (N van). Dieser in Holland wirklichberühmte Medailleur, dessen eigentlicher Name,wie er wenigstens solchen selbst auf seinen Arbei-ten schreibt, wohnte im Haag. Für die StadtHartem Mußte er neben Andern eine Schaumünze