Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1582
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r5Lr Schwinger.

zu Ehren L I. Kosiersals angeblichen Erfindersder Buchdruckerkunst, verfertigen 1740. I. «t.Langen das dritte Buchdrucker-JubelfestI7§0. in Baurzen (Görlitz ,0.) S. 28. Mehrereandre von ihm, von den I. 17ZZsind indem Gantkatalog des: Ansehnlichen Münz- u.Medaillencabinets (Alb. Balemanns zu Ham­ burg ) Th. II. 1780. (S. 19). 19g. und 292.)angeführt.

* Schwinger (Herrmann). Er arbeiteteauch in Kristall. Eiporvsky.

Schwirzky und Menke in Berlin . Soheißen zwey dortige Künstler, von welchen soge-nannte Holzbronzcn im Journ. des Lux. u. d. Mode 1812. IV. N°. 7. angeführt werden.

Schyfrlhuewer (Johann Ulrich). Mitdiesem Namen und der Jahrzahl ibi-j. signirtkannte H. Achilles Ryhiner in Basel um 1770.ein gutes Gemälde, das ein Crucifix mit dreyEngeln darstellte, die das Blut unsers Herrn invier Pokalen auffassen, und vermuthlich zu einemkleinen Altarblatte in einer Hauskapelle diente.Er hatte etwas vom Lombardischen Styl. DenKünstler hielt man für eine» Bayer. Lipowekykennt ihn nicht.

Schxndel (C. L. V.), diese drey letztemBuchstaben sind dem (wahrscheinlichen) HauptworteSchyndel vorangesetzt. So bezeichnet besaß einstder H. von Mechel in Bast! ein Stafeleybild,das eine Holländische Volksgesellschaft im Ge-schmacke von Brackenburg darstellte.

* Sch nv 0 et ( ), der Kupferstecher. Der-

selbe hieß F. Basan ( L6. «so.) sagt. daß erjn Picarts Manier Vignetten zu verschiedenen inHolland gedruckten Werken gestochen habe. Sokennt man von ihm z. B. mehrere ^ freylich mittel-mäßige) Blätter zu Marrh. Lrouer's de rJie-deck: 6e Veterum so stecentiorum ÄÜorsrio-uibu8 (Hmstelos. 171Z. 8°.). Bisweilen bezeich-net er sich mit: F. kecic.

Schpz ( )- Ein solcher (heißt es irgend,

wo) radirte zu Brand's Ausrufen der Stadt Wien .Derselbe ist aber kein Anderer als Carl Schütz ;wobey wir noch bemerken, daß oben, unter I C.Brand, die Herausgabe dieser Ausrufe in 1755.zu früh angesetzt sind.

Sciacca (Thomas), Maler von Mazzera inSizilien gebürtig, arbeitete zu Rom als Gehülfevon Cavalucci. Bedeutende Werke von ihm sahman auch im Dom und bey den Olivctanern zuRovigo . Derselbe st. 179b. 6i. I. alt. L-MLi( L6. tem.) II. 36 i.

* Sciainerone, s. Furini (Philipp) imLcx. wo sein Beyname Siamerone geschrieben ist.

* Scr'Lminose, auch Scaminossr,ScamlNozzi und Scaminassi (Raphael).Lanzt (L6. ter2.) I. 220. 8. V. Hcaminossl,stellt ihn, als Maler kurz etlichen andern seinerZeitgenossen, den Congi oder Cungi, u. s. f. zurSeite, von welchen es dort heißt:Sie compo-nirten ziemlich einfach; ihre Ideen sind gewöhn-lich aus der Natur geschöpft; im Colorit warensie nicht übel". Der Geschmack des Unsrigendann überhaupt fröhlicher. Seine geetzten Blät-ter hiernachst (sagt Rost III. 3 oi2.), ob siegleich etwas roh in der Ausführung sind, habenviel Wirkung und malerlchen Geist, und werdendaher von Kennern gesucht. Hierauf führt eraus dem ausführlichem Verzeichnisse Florenr's leComre von ihm an: Erstlich von ganzen Folgen:W^8ter'is stoßen 13 . V. IVIririN komse 160g.qu. Oct. (14. Bl.) und eine größere in Fol. (ib.Bl.); die zwölf Apostel (große Köpfe) in Fol. inHolzschnitten (?). All" dieses ohne weitem Na-men, als den seinigen; dann die, ebenfalls gro-ßen Köpfe der zwölf ersten Römischen Kaiser,(diese, doch neu gezeichnet, nach Lempesta) mit

Sciarpellön«

starken Schrassuren so geetzt, daß solche Holzeschnitten gleichen 160b. Ein andres unsrer Ver-zeichnisse fügt solchen noch die zwölf Propheten,zwölf Tugenden und Sibyllen (bibvllarum dscemImaZine.8 1609.) hinzu; fernem eine Folge von45. Bl. mit dem Titel: II 8 imulac:ro dejl artee <lell U80 della bcberma 6 i U. Lspoferro 6 aLa^li, col 8uc> (des Künstlers) ritratto , 8iena1609. und neuerdings 1629. wieder, wie es scheint,nach eigener Erfindung. Ferners von einzelnenBlättern: Maria auf einer Wolke, mit dem Kindeauf dem Schooß (r 6 i 3 .) ein angenehmes Blatt,St. Francisc predigt in der Wüste (1602.) u. s. s.Dann nach andern: Die Heimsuchung Mariä,und eine Ruhe in Egypken, wo die H. JungfrauWasser aus dem Bache schöpft, beyde nach Ba,rocci; Madonna in den Wolken, nach Caliari;wieder Ruhe auf der Flucht nach Egypken (die-selbe, welche auch C. Cork gestochen), Himmel-fahrt der H, Jungfrau (1611.), St. Magdalena,von Engeln zum Himmel getragen, und MarterSt. Stephans (1618.), Alle dies nach 8. Can-giasi; endlich eine Madonna auf der Weltkugel,(8b. Eonoe^Ione) mit einer Glorie von Engeln,nach B Castelli, und etwas uns Unbekanntes nachRaphael. Noch führt Eandellmi mehr Anderes,meist aus der Geschichte der Kirchenlehrer undHeiligen von ihm an, bemerkt überhaupt, daß ergerne in Lempesta's Geschmack gearbeitet habe,und giebt endlich sein Monogramm. Eben soder Catalog von Minkler, der über all" Obigesnoch nennt: Acht Apostel, ganze Figuren in Duo-dez, geetzt und mir dem Grabstichel vollendet.Das, was oben die zwölf Tugenden heißt, wirdhier, nach seinen Aufschriften eigentlicher genannt:Meritum. prsemium. InreIIectri8. b-sstitis.Hatio. Vir 8an§uineu8. Vi^ilantis. bincerl-ts8. l.iberta.8. Horror. Impetu8 anirni. 8er-vitu8 was freylich gutentheils keine Lugen-den sind. Ferner von Einzelnem: Den Heilandauf einer Wolke, den Segen ertheilend, und dieH- Jungfrau ebenfalls auf einer Wolke, mit aus-gebreiteten Annen, zwey artige Pendants (i 6 i 3 .);den sterbenden St. Vernarb in der Zelle, von En-geln bedient, u. s. f. Ueberhaupt giebt der ge-nannte Catalog von den dort angeführten Blät-tern, nach seiner löblichen Gewohnheit, die genaue-ste Litteratur. Noch bemerken wir, daß er sichauf seinen Arbeiten meist Scaminozzi nennt.Gestochen nach ihm kennen wir einzig, ebenfallsdie zwölf Propheten, von I. Orlandi. Das Ge-burts- und Todesjahr dieses Künstlers sind auchjetzt noch unbekannt. Die letzte Spur von ihmenthält das obenangeführte Blakt seines St.Stephans.

SckarpeUoni (Lorenz), genannt dr Credi.Nach von Männlich hätte er dicken Beynamenvon seinem ersten Meister, dem Goldschmied M.Credi erhalten, den das Lex. M. Cione nennt,einen solchen Credi hingegen nicht kennt. Be-graben liegt er in St. Pier maggiore zu Florenz .Seine Kunsimaximen'' (heißt es von ihm beyLanzi L6it. terr. l. 12627.)waren ungefehrdie von da Vince, seinem Mitschüler; seine Ar-beiten ausgesucht in der Vollendung, aber vonder Mürbigkeit des neuern Styls entfernter, alsLeonardo's. Seine Copie von einem Bilde die-ses letztem, die nach Spanien gesandt wurde,konnte man nicht von dem Urbild unterscheiden.In mehrern Privatgallerien findet man von ihmH. Familien in runden Einfassungen, die mit ei-ner gewissen graziösen Bizarren« gemalt sind,welche uns ebenfalls an da Vince erinnert. S»bckaß« ich selbst eine solche, wo die Madonna,das Kind in den Armen, dem kleinen Johanneszur Seite, diesen letzter» wie ausiUfthelten (abzu-wehren) scheint. Einige Arbeiten von ihm, wel-che Borrarr nicht mehr finden will, sind dochnoch wirklich vorhanden; wie z. B. in St. Ma­ ria Magdalena die HH. Niclaus und Julian,ein Bild, das vasari besonders wegen seiner ma-