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los mit einer Falte ihrer Schürze deckt; der Kops-putz ist eine Art türkischen Bundes. Gerade ge-genüber dann sieht eine Copie dieses Bildes, dieman dem Jul. Romano zuschreibt; fast dürste sieaber zu schlecht für diesen Meister seyn 240).
In demselben Pallaste befanden sich, nach Volk-mann, eine getreue und schöne, aber nachgedun-kelte Copie des Bildes von der Verklarung, undeine andere von Constantins Schlacht, beyde vonCarl Napolitano 241).
Im Pallaste Pamphili nennt Richardsön einGesellschasksbild: Des Rechtsgclehrtcn Barcholusund seines Schülers Baldus 242); die Hände (sagtder Dritte — in der That aber sieht man bloßzwey Finger von einer einzigen!) und Drapperiesehr natürlich; ein Colorit wie Titians, aber Allesden Köpfen untergeordnet; in diesen ein herrlicherAusdruck; an dem einen, gegen R. Gewohnheit,der Bart nur leicht toccirt 243).
Im Pallaste Bracciano, vormals Odescalchi,sah ebenfalls Richardsön noch: Eine Madonna,die das Kind an der Hand hält, welches den klei-ne» St Johann küßt; auf der Seite St. Elisa-beth; alles stehende Figuren; ein kleines Bild, dasaber unser Britte für eine der schönsten von Ra-phael« H. Familien halt, dennoch aber glaubt,daß sich in der Gallerie zu Florenz , oder sonst ir-gendwo ein zweytes ähnliches vorfinde, und solcheseher für das Urbild zu achten sen. Von dem ei-nen oder dem andern wollte Richardsöns Vaterdie Zeichnung besessen haben 244). Die Mutterin dieser, so wie in dem Bilde bey Bracciano , hattehöchstens in die Höhe; letzteres sey ungcmeinnett und herrlich vollendet, und könne es in Ab-sicht aus Colorit mit den beßten Correggio's auf-nehmen 245).
Aus dem Pallaste Colonna nennt Ramdohr246)eine Raphael zugeschriebene H. Familie, die eraber, wegen der zu geringen Wahrheit und Rich-tigkeit in den Extremitäten, nur für ein Bild ausseiner Schule hält; bann abcr eine Zweyte mitmehrern Heiligen und Gott dem Vater in einerGlorie (eigentlich zwey Bilder, die aber früherEines ausmachten). Von diesem sagt er: »Ungeach-tet des Gothischen Geschmackes, der darin herrscht,und den man vorzüglich an dem natürlich aufge-
tragenen Golde wieder erkennt; ungeachtet derTrockenheit in den Umrissen und der Faltenvrdnung,bemerkt man schon vortreffliche Kopfe voller Aus-druck und die größte Richtigkeit in der Zeichnungder Extremitäten. Die Färbung ist zu (?) dunkel."
Im Pallaste Doris sah ebenfalls Ramdohr 247)zwey schöne anonyme Bildnisse, in Einem soge-nannten Conversationsbilde auf Tuch gemalt, vonwelchem er sagt, daß solches nach jedermanns Urtheil,wenigstens verdiene, von Raphael zu seyn: »BeydeKöpfe haben viel Charackter. Die Zeichnung istcorrekk und äusserst fest. Die Färbung nähert sichin Ansehung der Kraft derjenige», die man in desKünstlers eigenem Bildniß in der Casa Altvviki zuFlorenz" (jetzt in Bayern ) »antrifft". Der Zwei-fel der Originalität rühre (wohl unzureichend) bloßdaher, baß vasäri nur von einem einzigen Ra-phaelischen Bild auf Leinwand (dem Johannesin der Florentiner-Gallerie) spreche.
Aus dem Pallaste < 5 orsin, nennt wieder Ram-dohr 248) einen kleinen Kopf von St. Georg,den man Raphael zuschreibe, und dessen Zeichnungvon äusserster Feinheit sey; dann ein Blldniß desKardinals Farnese (nachherigen Pauls IU.), wasdie Einen für einen Raphael, Andere für eine»Titian halten; für den crstern indeß scheine solchesnicht bestimmt genug gezeichnet zu seyn; endlicheine alte Copie nach unsers Künstlers Bildniß Ju-lius H. 249).
Im Pallaste Giustmiani sah Ramdohr 250) eineoder mehrere für unsers Künstlers Arbeit geachteteH. Familien, und bann ein schönes Bild des auseinem Adler in Wolken schwebenden St. JohannsEvangelist», nach seiner Zeichnung, von Jul. Ro-mano gemalt, wie es scheint demjenigen ähnlich,das sich von Raphael, schon von Alters her, inder Königl. Französischen Gallerie befand. AuchVolkmann 251) nennt aus diesem Pallaste zweyH. Familien, und darunter eine sehr schön, welchemit derjenigen im Pallaste Casaletti zu Bologna in der Zusammensetzung Aehnlichkeit habe; danneine Madonna der Schmerzen und eine Marter St.Laurentius, beyde auf Marmor gemalt (diese beydewohl apokrypisch).
Im Pallaste Albam sah wieder Ebender-selbe 252), neben einer kleinen Copie der Ner-
-40) Ebend. S- 3>2— lZ. und: Licii-trösnn m. -6- —6z. Letztrer führt (lustig genug) eine Beschreibungdieser Bilder aus den Zolles varbei-in-s p. 155. an, welche nun, ganz anders, als die des Britten und desDeutschen (ächt welsch) lautet, wie folgt: kriinux occurrit Nudix Lapi'liet inxpicienäsmgiie okserr nobilixxi-rnrtin tsbulsm, in guä äimiciiatam pulckerrimre koeminoe ggurain äepinxit, linsLineiNis coloribux
kam srtiiicivxs snimatam, ut prokscis ciixerix 6 tadulä proxilies »on rnoäü vivsntem, isä blanäs exa-nimantem incsuts eam intuenlex, cüi plsne nec illsm sie. Ob Übrigens diese Barberinische,
oder die früherhin genannte Fornarina in der Gallerie zu Florenz , die schon oben, nach vasnri, angeführtesey — wer sagt uns das? Namentlich die unsrige aus Barberini gab, in neuern Tagen, D. Cuuego, und(ob eben das Blatt von diesem Künstler!) der Kunstverleger P. Montagnini zu Rom colorirt, für 4. Aecchiai.Im umrisse nachgebildet finden wir es bey Cmidon (Vle etc. äs Lapb«,/) Nr. »59.
241) Volkmann II. »84. Kein Mensch weiß, wenn dieser Carl Napolitano gelebt bat.
24») Nach welchem Urbilde? möchte man fragen, da Daldu-s schon 1402. Todes vcrbliech.
24z) kticliaräxan III. 262—63.
244) Ebendas. »89—9».
245) Nicht unwahrscheinlich ist dieses Bild, seil Richards»»'» Zeit, in die Gallerie Orleans gelangt. Oonk. denbesonders gedruckten (seltenen) Lsrologus äex mbleaux äu k»!six klonst, und d'Argensvikle's Vovsxexittoresgue äs l>»rix; dann besonders auch, gleich unten, die Notizz von einer wahrscheinlichen Copie dieserH. Familie im Pallast Albani. Noch vermuthen wir, daß sich Richardson irre, wenn er die H. Elisabeth(statt St. Joseph) zur vierten Figur dieses Bildes macht. Denn ein solches, für die drey Hauptfigurenvollkommen demjenigen von ihm beschriebenen gleich, befand sich wirklich ist der Gallerie Orleans , wo dann,als vierte Figur, Joseph hinter einem Busche wandelt, und ein Bündel Stäbe auf der Achsel trägt. Ge-stochen ist dieses letztre von Pesne und de Larmeffin, und im Umrisse bey Candon Nr. 104.
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