Band 
Propaedeutik der Mineralogie
Seite
9
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A. Kennzeichen der Mineralien.

1.

Die Farben*

Haupt färben.

Nähere Angabe.

Arten der ei «zel-len dazu gehörigenFarben.

Weitere Bestimmung.

Übergänge.

Beispiele.

.

Allgemeine

Bemerkungen.

III. Schwarz.

'

J n t e r den I-I a u p t-a r b e n die dun-kelste und daherdie BeimischungInder er Farbenl n derselbenschwer e r k e n n- ji a r. Ist bei denlFossilien sehr

1. Graulichschwarz.

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Mischung von stimmet -,schwara und aschgrau.

Ins Aschgraue. . .

DichterSchw.arz-Eisen-stein (Eisenzeche in Siegen) ; ft e-mei n e r Kieselsdiicfer(Bayreuth ) ; Obsidian (Tokay aa Boueclie in Auvergne, ; ; Opa 1-aspis (Mähren und Johann-Ge-orftenstadt) ; glasartiger Tre-m b 1 i t ( Pfusch ) ; bhurani .<>-ser Mergelschief er (IUe-cheisdorf) ; schaaliger Baryt' Kapnik ) ; dichtes G r a u-aansteiiierz ( la Romane-che.)

2. Eisenschwarz.

Eine Mittelfarbe zwischengraulich- und sammetschwarzLind dabei metallisch glän-zend.*

Ins Stahlgraue,wenn es lichte wird.

S p r ö d - Glan z er z (Freiberg ) ;

F a h 1 e r z (Falkenstem in Tyrol) ;

G r ;i u g ii 1 1 i g e r z ( Wolfach ),;vf a g n e t - Eisenstein (Eise­ nach , Maris*riberg im Erzgebirge ,Val cti Sole in Piemont); glän-zender Al auiis c hi ef er(Kaitwang in Oberstevermark ) ;schuppiger Eis e'n glanz( laicht eiberg ); Yttertantal(Ytterby bei Stockholm ).

Die Farbe desnicht' angelaufe-nen Eisens.

bäufiig anzutref-- e n. Bei den er-digen und brenn-liehen Substan-zen ist der fär-bende Stoff ge-wohnlich Kohle.

3. Sammebschwarz.

Die ejanz reine , vollkom-men schwarze Farbe

Obsidian (Heckla und Lipari ) ;Melanit ( Fraskati ) ; edlerSchöT.l (Kastilien); gemeiner

S c h ö r 1 (St Gotthard, Greinerim Ziliertliale, Andreasberg) ; K up-f er schwärze (Glücksrad amHarz ).

Die Farbe des gutgefärbten scliwar-zen. Sammets.

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4. Pechschwarz.

Sammetschwarz mit etwasBraun und Gelb verbunden.

Ins Schwärzlich-braune.

Pechkohle ( Meifsner ) ;schlackiges Erdpech (Pont du Chateau in Auvergne ); Glim-mer, als Gemengfheil des Gneifses.(Freiberg ) ; basaltischeHornblende ( Vogeisgebirge ) ;bastartige Brau n ko hie( Ossenheim in der Wetterau ) ybraune Blende ( Joachims-tliaJ) ; Gadoiinit (Ytterby)-

Bräunlich -schwarz ; hein-schwarz*

5,. Rabenschwarz.

Aus sammetschwarz mit we-nigem Grün gemischt.

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Grenzt an dasSchwarzlichgrüne.

Augit (Vogelsgebirge t Sauatyein Kiimthcn ); basaltischeHornblende ( VVaxenegg in Stey-ermark) ; Serpentin (Zbbliz).

Grünlichschwarz

6. Blaulichschw arz.

Sammetschwarz mit etwasBlau und einer geringen Spurvon roth*

Ins Schwärzlich-blaue.

Verhärteter schwarzerErdkobalt ( Saalfeld ); Ku-pfer s c h w ä r z e (.Siegen und Ba-den Vveiler

Das Kohlen-schwarze gekörthierher und ist einBlaulichscliwarzmit sehr geringerBeimischung vonblau, so dafs nurein Spiel in dieseFarbe statt findet.

, 1. Schwärzlich-hlau.

Mischung aus berlinerblaumit vielem Schwarz und ei-ner Spur von roth.

Tlieils ins Bl.au-lichschwarze , theilsins Lasurblaue.

Strahlige Kupferlasui(Landsberg bei Moschel ); spii-thiger Llufs (England).

Beevhlau undschwarzblau .

i ,

2. Lasurblau.

Ein hohes brennendes Blau ,aus berlinerblau und wenigemKarminroth gemischt.

Lasurstein (OrenburgischesGouvernement); s t r a hl i g eKupferlasur (Chessy bei Lyon ).

Der Name istvom Lasursteineentlehnt, aus wel-chem die bekann-te Mahlerfarbe be-reitet wird.

3. Violblau.

Berlinerblau gemischt mitvielem Roth und wenigemSchwarz oder Braun.

Grenzt an dasKolombinrothe.

Amethyst (Oberstein , Schem-niz, zumal auch die Geschiebe ausZeylon ); Spinell ( Zeylon ) ;Bergkrystali (Schemniz, meisisehr blafs ); asbestartigerTremolit ( Thal Traverseila inPiemont ; ; s p U t h i g e r Flufs(Bach bei Regensburg 3 Kumber-land, la Romanechej; Jolit'h(Capo de Gates).

Die Farbe frischaufgeblähter Veil-chen. Hat nachdemPllaunienblau-en das meiste Rothin der Mischungund ist unter denMineralien sehr

gewöhnlich.

IV. Blau.

Eine der dunkel-sten einfachenFarben, sie zer-fallt, was ihreSuiten betrifft,

4. Lavendelblau.

Mischung aus Violblau mitlichtem Aschgrau.

i

Theils ins Viol-blaue, theils ins Perl-graue.

Porzellan jaspis (Epterode bei Kassel ) ; v e r h ä r t e t e sStein mark (Planiz bei Zwickau ,zum Theil).

ln zwei Hälften,111 eine rothe und

5. Pflaumenblau.

, Berlinerblau mit vielem Rothund wenigem' Schwarz. , odeiBraun.

Ins Kirsch-rotheund ins Kohlbraune.

Spinell (Zeylon) ; F-cttstein(Arendal).

Die Farbe rei-fer .Pflaumen. Un-ter den Fossilienselten.