A, Kennzeichen der Mineralien,
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Versteckt heifst ein Krystall, wenn ein anderes Mineral ihn so um-scliliefst, dafs eine oder einige seiner Ecken, Kanten oder Flächen von lezte-rem verdeckt werden«
Verwachs eu ist ein Krysta.ll , wenn er mit einem oder mit mehreren an-deren Mineralien auf solche Weise verbunden ist, dafs seine Kanten, Eckenoder Flächen .dadurch dem An^e des Beobachters entzogen werden.
Kleine Krystalle lassen, ungeachtet bei ihnen noch ein ungefähres Di-mensions - Verhältnifs obwaltet, keine deutliche Erkennung der Begrenzungs-art zu. Hierher gehören die spiessigen, die nadel- und haarfötmigeu Kry-stalle , bei welchen eine unweit gröbere Ausdehnung in die Lange, als in dieBreite statt findet.
9.
Grund der F o r m e n - V e r s c li i e d e n h e i t.
Die Verschiedenheit der Stoffe, aus welchen die Mineralien bestehen,ist der bedeutendste Grund für die Maunichfaltigkeit der Formen. Indessenwirken noch andere Umstände darauf und bestimmen die, ein Mineral zusam-mensezzenden, Theilchen diese oder jene Gestalt darzustellen, indem sie sich,nach der euren oder nach der anderen Richtung konsolidiren, denn wir findenbei manchen Fossilien, von durchaus heterogener Mischun°-, genau dieselbenSuiten der Krystalle, wählend andere, bei welchen eine genaue Mischungs-Homogeueiiät obwaltet, eine Verschiedenheit in ihren Krystallen darbieteu.Die pi ävalirenden Bestandteile allein begründen nicht einmal die Form der-jenigen Krystalle, bei welchen wir sie als Resultat der Mischung ansehenmüssen, im Gegeutheile dürfte die Ursache nicht selten in einem, in 'quan-titativer Hiusicnt vielleicht sehr geringen, FheiJgauzen der Mhscliung zu suchen seyn*Die I ämgkeit der Stoffe, Gestalten von verschiedener Art lrexvorzubrin-gen, gestattet eine zweifache Erklärungsweise. Nach der dynamischen Theo-rie liegt der Grund in einer der Materie eigenen Kraft anzuziehen und abzu-stoben, oder in einer Art von Polarität, welche verschiedene Wirkungenzur Folge hat, da sie eben so verschieden ist, als die Stoffe es untereinan-der sind. Der atomistischen Theorie zu Folge beruhet jene -Eigenschaft aufder Form der mtegrirenden Theilchen, wobei mau denn entweder annimmt,dafs diese Theilchen ohne Ausnahme g'leich gestaltet und alle Tetraeder sindund die Verschiedenheit der Gestalten als Resultat der Verschiedenheit ih-res Drmensions- Verhältnisses hei diesen oder jenen Stoffen betrachtet, wel-ches hei der Verbindung zum Ganzen wirkt, ■— oder hei. heterogenen Stoflenauch eme Verschiedenheit der Gestalt der integrirenden Theilchen gelten läfst,
we.clie bei ihrer Verbindung dann nothwendig Formen verschiedener Art dar-steiien müssen.
Lei den Krystallen einer Fossilien - Gattung sind als Ursache der Formen-Verschiedenheit aazu.ehen: eine geringe Modifikation in dem quantitativenVerhältnisse euws der wesentlichen MFchungstheile; der zufällige Beitritt ei-nes fremden Stoffes; ferner der Grad der Konzentration der Auflösung, dielangsamere oder schnellere Entweichung des Wärmestoffes oder andern* Solu-tionsmittei, die 1 emneratur, die liuhe oder Erschütterung der Auflösung,die Lage der Kryst.ake u. s. w. Die Aufnahme eines fremden Stoffes in ge-ringer Quantität lr.it häufig blofs eine verliärUiifsmäfsig gröFere Ausdehnungder Flächen zur Foi«*e.
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Nicht selten sieht man jene, die Verschiedenheit der Gestalten bewir-kende, Ursachen ihren Eurilufs auf weite Erstreckungen üubern, indem siesich nicht auf einzelne Drusen, oder auf einen Gang beschränken, sondern sichm den Krystallen eines ganzen Gebirgszuges zeigen, so haben z. B. alle Berg-
krystahe von la Gaidette eine, zu den übrigen verhältnifsmäfsig sehr grobe,Z uspizzungsfiäclie.
12. Darstellu
10. G r ü f s e.
Die Gröfsen -Bestimmung der Krystalle ist nothwendig, weil bei wei-tem die gröbere Hälfte derselben auch in diesem Verhältnisse etwas Charak-teristisches bemerken läfst. Mau unterscheidet zwischen absoluter und rela-tiver Gröfse.
Absolute Gröfse ist das Verhältnifs der gröfsten Dimensionen derKrystalle zu einem bestimmten Längen - Maafse. Mari hat sieben verschiedeneGrade festgesezt:
ungewöhnlich grofs —• über zwei Fufs *— 1 Sehr Selten, Bergkry-s tall, Feldspath ;
sehr grofs — von zwei Fufs bis zu -j Fufs — Beryll, späthigerGyps , Quarz , späthiger Flufs ;
grofs — von 6 Zoll bis 2 Zoll —-findet 6icli häufiger, Granat, Zinn-stein, Analzini, Pistazie,
mittel rnäfsig grofs —- von 2 Zoll bis Zoll — Blei glanz, Schwe-felkies , schaaliger Baryt ;
klein — von Zoll bis J Zoll — Quarz, späthiger Kalkstein ;
sehr klein — unter J Zoll, jedoch nocji ohne Suchglas erkennbar,—Diamant, Spinell , Anatase ;
ganz klein — nur mittelst des Suchglases zu erkennen — Ilornerz,Gediegen - Gold.
Relative Gröfse ist das gegenseitige Verhältnifs der Krystall-Di-mensionen,
Tessularische Krystalle zeigen eine ungefähre Gleichheit allerDimensionen.
Pyramiden sind nach den Dimensionen der Länge niedrig oder kurz,hoch oder lang', nach denen der Dicke und Breite spiefsig, was mit demNadelföwnigen der Säule übereinkommt.
Säulen; Dimension der Länge: hoch oder lang, niedrig oder kurz',' Dimensionen der Dicke und Breite, breit, wenn die Dicke von der Breiteübertroffen, wird, nadelförmig, wenn die Säulen-Krystalle so dünn sind,dafs die einzelnen Flächen sieh nur mühsam erkennen lassen, haarförmig,wenn keine Erkennung mehr möglich ist.
Tafeln; Dimensionen der Länge und Breite, länglich, wenn eine Di-mension der Seitenflächen die andere an Gröfse übertrifft; Dimensionen derDicke , dick oder dünn.
11. Übergänge.
Wenn ein Krystall nach und nach eine neue Form gewinnt, durchausverschieden von seiner ersten Gestalt, so nennt man dies einen (Jebergang. DieEntstehung neuer Flächen an der Grund - Gestalt, welche, durch das stbte Wach-sen ihrer Gröfse, endlich die Dimensionett^er ursprünglichen Flächen nichtnur erreichen, sondern solche häufig übertreffen; — eine Veränderung derVerbindungswinkel der Flächen; —:. eine Veränderung des relativen Verhält-nisses der Flächen-Gröfse au der Grund-Gestalt; — die Brechung oder Tlieilungder Flächen derselben; — ein Zusammengeliäuftseyn mehrerer Krystalle end-lich , dies sind die verschiedenen Modifikationen, yvelche einen Übergang zurFolge haben. Das Weitere über die Übergänge wjrd bemerkt werden, nach-dem wir in‘ nachstehender Darstellung eine Beschreibung der Grund-Gestalten,ihrer verschiedenen Arten, der wichtigsten Veränderungen jener Hauptformen.und der daraus resultirenden Übergänge, alles durch Beispiele belegt, gege-ben haben.
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r u nd - G e s t a 1 t e n , ihrer Veränderungen, und Ü b e r g a n
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Körper, deren
ümrifs von einer nicht immer g! e ; c j t
I. P y r a m i d e
diese,. t?;« l o , . " ^''-'-cnen Anzahl dreiseitiger Flächen . welcher jedoch nicht weniger als vier seyn können, begrenzt wird. Drei
U1CSei ^ Jachen, Seitenflächen, schneiden einander inl ‘- ' ■
andern t 1 - , in-, i , Jmnien, diese Liniert vereinten sich in einem Punkte, Endspizze. Die Seitenflächen werden von einer
“ n 1 lache, Gr und flache, absescliuitten Man D
machen • 1 , • a unterscheidet ferner als Theile der Pyramiden die Seitenkanten, die Schärfen, welche die Seitenflächen
1 > indem sie aneinauderstofsen, die Gr „„dl . T
Ecken de r r , , ganten (Kanten der Basis), ditf von den Seitenflächen mit der Grundfläche gebildeten Kanten und die
“er Grundfläche (Grundecken) , die DmvWl,,
Die / 4 , 1 -r. “ Ulltts l )antle v on zwei Seitenflächen und der Grundfläche.
Arten der Pyramiden werden nach der Zahl der
Seitenflächen bestimmt«
Ein weiterer Unterschied beruhet auf ilirel- Einfachheit, oder auf il:Gedoppelt , oder
ihrem Gedoppeltseyn.
zusammengesezt, nennt man die Pyramiden, wenn ihrer zwei mit den Grundflächen zusammenstofsen und sich zu einem KrystallJg e “. Diese beiden verbundenen Krystalle liabizwei F.ndmi»-,-« i r
u -pizzen verlaufen.
ben eine gemeinschaftliche Grundfläche, von welcher sie sich nach zwei eulgegengesezten Richtungen in
V trsc hied.
begen die Ka
* f cz "’U l: ~. Die Seitenflächen der einen Pyramide sind auf die der anderen aufgesezt, theils gerade, tlieils schief, im ersteu Falle
genieinscliaitlichen Grundfläche in einer Ebene, im zweiten bilden sie eia- und ausspringende Winkel (liegen im Zickzack). Die
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