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Vorbereitender Theil der Oryktognosie.
I. Aeufsere Kennzeichen.
A. Die Krystalle.
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der Seitenflächen gruppirt und diese Gruppen wieder durchein*andergewachsen , die Achsen der Krystalle laufen untereinanderparallel (PVeifs - Bleierz , stänglicher Baryt);ee) das Bündelförmige; eine Zusammeuhäufung von meist tafel-artigen Krystallen zu Gruppen, die eine Ähnlichkeit mit dem haben,Was man im gemeinen Leben Bündel nennt ( blätteriger Prelmit) ;ff) das Kugelförmige; kugeliche Zusammenhäufungen von Würfel-und Tafel - Krystallen (seinzeiliger Baryt, gemeiner Schwefelkies) ;gg) das Mandelförmige; ein Zusammengewachsenseyn länglicherTafeln von verschiedener Gröfse mit ihren Seitenflächen. Dielängsten sind in der Mitte befindlich und nach beiden Seitenfindet ein Abnehmern statt ( schaaliger Baryt ) ;
Ith) das Rosenförmige; tafelartige oder linsenförmige Krystallebilden durch ihre Zusammenliäufung Gruppen, welche das An-sehen einer aufgebiühten Rose haben ( späthiger Kalkstein ,gemeiner Arragon , Eisenglimmer ) ;ii) das Knospenförmige ; an den Grundflächen zusammengewach-sene Pyramiden sind um einen ähnlichen Krystall von gröfse-rer Länge versammelt, die Krystalle sind mit ihren Endspiz-zen gegen einander geneigt und gewinnen dadurch eine Knos-penartige Form ( Amethyst, gemeiner Quarz) ;kk) das Garbenförmige ; Zusammenhäufungen von Säulen und Tafelnnach ihrer Länge, so, dafs sie in der Mitte dicht an einander schlies-sert, während sie an beiden Enden von einander abstehen (blät-teriger Zeolith, späthiger Kalkstein, blätteriger Prelmit);
11) das Büschelförmige ; Gruppen von dünnen Säulen, welche au demEnde, an welchem die Krystalle aufgewachsen sind, dicht beisammenstellen, an dem entgegengesezten aber von einander entfernt sind, .dergestalt, dafs die Aclisen der, die Büschel bildenden, Krystalle nachoben zu diyergiren ( Epidot, strahl. Zeolith, Grau-Spiesglanzerz) ;mm) das Sternförmige ; sechsseitige Säulen mit 2 breiten und 4 schma-len Seitenflächen sind mit lezteren so aneinander gewachsen, dafs dasGanze einen wahren Stern bildet ( gemeiner Arragon) ;na) das Baumförmige ; Gruppirungen von Krystallen, die mit Ästenoder ganzen Bäumen einige Ähnlichkeit haben ( Gediegen - Gold) ;
b) Zusammenhäufungen von Krystallen in bestimmter Zahl und zwar:aa) Zusammenhäufungen von einfachen Krystallen. Man bemerktmehrere Verschiedenheiten derselben : '
1. Das Auf- oder Uebereinander- Gewachsene , Verbindungzweier Krystalle mit ihren Endflächen oder Endspizzen;hierher, das Gestielte, ein Krystall sizt mit einer Endflächeoder Endspizze auf der Endspizze des anderen, oder aufeinem von dessen End- oder Seitenflächen so auf, dafs derleztere für den Stiel des elfteren gelten kann (Bergkrystall) ;— das Szepterförmige, ein kleinerer oder dickerer Krystallist mit einer seiner Endspizzen auf die Endspizze eineslängeren und dünneren aufgewachsen, so, dafs beide dieFiaur eines Szepters bilden ( Bergkrystall); — das Thurm-förmige, der untere Krystall ist dicker und gröfser als der
aufgesezte ( Bergkrystall )
2. das Aneinander-Gewachsene, Berührung zweier Krystalle
mit den Seitenflächen ( Sch'örl) ; t
3. das Durcheinander - Gewachsene , wenn zwei Krystalle soin einander gewachsen sind, dafs ihre Achsen einanderdurchschneiden ( glasiger Feldspath , Schniaragd) ;
bb) Verbindungen von Krystallen in bestimmter Zahl und Regel-mäjsigkeit des Zusammengewachsenseyns, so dafs die verbundenenKrystalle einen körperlichen Theil mit einander gemein haben.Die, auf solche Weise zusammengehäuften, Krystalle sind: durcheinander gewachsen, sie durchkreuzzc-u oder diivchsezzen einan-der unter rechten oder unter schiefen Winkeln und der ihnengemeinschaftliche körperliche Theil fällt in ihre Mitte, in i ihreAchse, oder in ihren mittleren Querduichmesser; — an einandergewachsen, wenn sie einander blofs mit einigen Flächen be-rühren;— in einander gewachsen, wenn der ihnen gemeinschaft-liche Theil nicht in ihre Mitte fällt, sondern stets nur zwei undzwei Flächen der Dicke, Breite, oder der Länge nach, in einan-
der gewachsen sind. Man hat Zwillings - Krystalle — die auszwei, —■ Drillings - Krystalle • — die aus drei und Vierlings-Krystalle, die aus vier Krystallen zusammengesezt sind.Leztere sind am seltensten und auch die Deinings-Krystalle* finden sich nicht so häufig.
1. Zwillings-Krystalle.
{ Durch Abstumpfung aller Ecken und noch stärkere{Abstumpfung der Endspizze in tafelartige Seoinejate. , , {verändert, mit ihren Grundflächen rechtsiunii» zusam-
„ jmengewachsen, wobei die Abstunipfungsflächen der’ 6 l ' d 1 11 ° 6 n ^ J c ^ ei1 e i ns P ! 'ingende Winkel bilden (Spinell) ;
' amt ‘ | eine dergleichen, mit abgestumpften Ecken, und ein
Jtafelartiges Segment, mit den Grundflächen zusammen-tgewaclisen (Spinell, Kupferkies).
r So zusammengewachsen, dafs die Achse gemeinschaft-lich ist (Arsenikkies) ;
theils vollkommen, theils an den Kauten der ge-. meinschaftlichen Grundfläche abgestumpft und so in^iiander gewachsen, dafs nur von' der obern Hälfte^|des einen Oktaeders, und von der unteren Hälfte des
I anderen zwei Seitenflächen noch theilweise zu sehensind, die mit einander einen einspringenden Winkel{bilden (Zinnstein); man nennt diese Zwillings -Kry-\stalle Visirgraupen.
Aus sechsseiti-gen Doppel - Py-<r a ui i d e n.
Der Länge nach in einander geschoben (späthigerKalkstein ) ;
an den Endspizzen theils zugeschärft, theils noch-mals zugespizt und dergestalt durcheinandergewachseu,dafs an einem oder auch nach beiden Enden ein vi-sirartiger einspringender Winkel entsteht (gemeinerArragon ).
Aus r echt winb
auf die Seitenkanten aufgesezter
Mit vier
Zuspizzung, der Dicke nach ineinander gewachsen(Gediegen - Kupfer ) ;
ebenso zugespizt, der Dicke nach reclitwinklich undkreuzförmig so ineinander geschoben, dafs sie eine ge-meinschaftliche Achse und eine gemeinschaftliche End-spizze haben und die breiten Seitenflächen yier ein-
lichen v i e r s e i t i-/ springende rechte Winkel bilden (Kreuzstein, Weifs-
g e 'n Säulen>
Bleierz ) ;
mit vierflächiger, auf die Seitenflächen aufgesezter,Zuspizzung, so zusammengewachsen, dafs die Seiten-flächen^der Säulen die Lage der Flächen einer sechs-seitigen Doppel - Pyramide annehmen , die Zuspizzungs-ilächen aber ari der gemeinschaftlichen Grundflächedieselben einspringenden Winkel bilden ( Zinnstein)
I Zum Theil an den scharfen Seitenkanten abge-Aus geschah Astumpft, der Dicke nach kreuzförmig, bald rechte,nen vierseitige »/öalil schiefwinklich durclieinandergcwachsen (Staurolith) ;Säulen. |rechtwinklich durcheinandergewachseu (spliäroidisches
I Olivenerz).
Aus s ech ss eili-gen S ä.ul e n,
Mit zwei entgegenstehendeu größeren Seitenkanten-winkeln der Dicke nach kreuzförmig , theils recht-,tlieils schiefwinklich durcheinandergewachseu (Stau-rolith) ; . '
breit, unter rechten oder stumpfen Winkeln durch-einandergewachsen (späthiger Gyps) ;
mit zwei breiten und vier schmäleren Seitenflä-chen , beide Enden zugeschärft, mit den breiten Sei-tenflächen so znsammengewaclisen , dafs die Zuschär-fnngsflächen an dem einen Ende aus-, an dem andernaber entspringende Winkel bilden (basaltische Horn-blende).
Au» einer recht -j
■winkhchen Vier-. v i er fl äc ] 1 j£ zugespizt, kreuzweise und recht-
seitigen un 6inC |winklich .durcheinandergewachsen (Welfs -Bleierz).
sechsseitigenS ä u l e.
{
Aus achtseit i-gen Säulen. '
Breit, fast gleichwinklich, an beiden Enden zuge-schärft, der Dicke nach ineinandergeschoben, so dafsdie Zuscliärfungsfläclien an einem Ende eiuspringendesirartige Winkel, am andern Ende aber eine Rache^vierseitige Zuspizzung bilden (blätteriger Augit).
(
mit den Seitenfla-