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A. Kennzeichen der Mineralien.
, 57
2. Die äufseren Gestalten.
A. Die Krystal .1 e. — H a ü y ’ s Methode.
KryAallen darbietet, so läfst sicli doch nicht verkennen, dafs sie auch man-ches Nachtheilige und Mangelhafte hat. Viele'der geschaffenen Benennun-gen bezeichnen nicht eiiifnal eine und dieselbe Form, sondern lassen sichauf mehrere derselben anwenden, welche nur in der Eigenschaft, dieiu der Benennung Anlafs gegeben hat, eine Übereinstimmung darbieten, mithin
gibt die Benennung nicht immer über die Gestalt einen sichern Anfschlnfs.Wir fügen indessen, um der Vollständigkeit des Ganzen willen, nachstehendenomenklatorische Darstellung mit erläuterndem Texte bei und reihen an diesesynonyme Beschreibungen nach krystallographischer Methode. .Zugleich sinddie Tafeln aus Hauy’s traite de Mineralogie zitirt.
Sekundär - Gestalten
betrachtet nach den Abänderungen der Kerngestalten, welche bei ihnen Vorkommen, wenn eine Verbindung ihrer Flächen mit denen statt findet, die aus denDekreszenz-Gesezzen entspringen. " • 4
Pyramidalisirt.( Pyramide .)
Pr i smati s i r t.( Prisme .)
| Halbprismatisirt.( Semi - prisme'.)
Basi sir\.( Base '.)
Prisma, und dieses»Endflächen so viele!Flächen, als das Prisma Seitenflächen zählt. j
Die Kern-Gestalt ist ein[trägt auf einer jeden seiner
Pyramidalis i r t e rSvargelste.in
XXX. fig. 72).
(Taft Sechsseitige S ä u, 1 e, au beiden Enden mit sechs-\ J '[flächiger Zuspizzung.
/ Die Kern-Gestalt besteht|Grundflächen vereinigten,
( Pyramiden werden wiedertrennt.
aus zweiPyramidendurch ein.
, mit ihren\und diese!Prisma ge-
J
J Nur die Hälfte der , um die gemeinschaftlich^JGrundfläche herumiiegenden, Kanten ist durch!
P r i son atisirter B e r g-kr y s t all (Th/. XL. fig-5. ) und -p r i s m atisirter
Zirkon ’ {Taf.Xhl. fii
1 1 1 ' ilKc.
.i3)A
Sechsseitige S ä»u 1 e , an beiden Enden mit seclis-|flächiger Zuspizzung.
Vierseitige Säule, an beiden Enden mit vier-[flächiger Zuspizzung.
ISeitenfiächen verdrä
IJ a l b p r i s ni a t i s i r t e rBleivitriol ( Taf. LXIX.
fig- 73).
\A
udej
Langgezogene vierseitige Döppel-Pyraman zwei gegenüberstehenden' Kanten der geineinschaftli-gjeben Grundfläche abgestumpft» |
Die Kern - Gestalt ist eine Doppel - Pyramide ,| Basis irter Schwefeltoder ein Hhomboeder und statt der Andspizzenf (Taf. LXII. fig. 3.) und b fl-!erscheinen 1 lachen , welche auf der .Achse senk-} sis irter s p ä t h i
recht stehen und die Stelle von Endflächen ver-l Kalks teil
Jfig. 8).
)
y Vierseitige Doppel-Pyramide, die Endspiz-fIzen abgestumpft. . \
\ Rhombus , mit Abstumpfung zweier diagonal gegen-,'|'ijhm , «t’flhend«»n «rumnfen Ecken. “ j
(Taf. XX/ii. Überstellenden stumpfen Ecken.
treten.
Ent ec kt.( Epointe .)
V
| Alle Ecken der Kern - Gestalt sind durchIfache Flächen verdrängt worden.
j
En teckter(Taf. LVIII. fig,
| Vierseitige Säule, an beiden Enden mit vierflächi-\Wie s o t y plger Zuspizzun»-, die Flächen der Zuspizzung auf die S*i-JJ 1 Itenkanten au Tge.se zt und die Spizzen der Zuspi/.zung ab-^e-j1 / 0) • [stumpft. (Vierseitige Säule, an siimmtlichen Ec&cn i
«sehr stark abgestumpft»;
Doppeltenteckt (bisepointe) , /wenn eine Ecke durch!Dreifaclienteckt ^tri; pouite),[zwei, drei oder vier*Vierfachenteckt (<ju.adrie- f Flächen verdrängtpointe j Ajvorden.
. D relf ach enteckterA na Iz im ( Taf. LIX. fig.190).
Tier fach enteckterSc hibefelki.es (Taj.LXXFIL fig. 150).
VF iir £e I,. an allen Ecken mit drei Flachen zugespizt.
Würfel, an allen Ecken mit drei Flächen zugespiztjund die Spizzen der Zuspizzung wieder abgestumpft.
Enthäutet.( Emargine .)
f
Jede Kante der Kern-Gestalt wird durch eine*^Fläche (Fazette) verdrängt.
Doppeltentkautet ( bisemar-/ , . , , A
I jede Kante wird durch!
Dreifachentkantet (tri^mar- ^“ od “ d ! ei Ueiue [
■Flachen verdrängt. 1
Entkantetor(Taf. XLVl. fig.
Granat57).
I G- r a n
stumpft.
at- Dodekaeder, an allen Kanten abge-
1
gi«e) ,
Dreifach enthäuteterGranat
53).
yi r/~r r I Gr an at-Do dek ae der, an allen Karoten zugeschärft,JV 1 a J‘ ■AJ-irl. /kg-j die Zuschärfungen wieder abgestumpft.
|die
Hexaedrisirt.
( Peri - hexaedre .)Oktaedrisirt.
( Peri - octaedre .)Dekaedrisir. t.
( Peri - decaedre .)T-todekaed. risirt.C Peri - dodecctedre .)
Verwandlung des -primitiven vierseitigen Pris-ma’ s , durch eingetretene Dekreszenz, in einsechs-, acht-, zehn- oder zwölfseitiges Prisma.
\ f /
Hexaedrisirter kiins t-li.ch e r Kupfer Vitriol(Taf. LXXII. fig. 104).
Oktaedrisirter künst-licher IC u pfe rvitriolS( Taf. LXXII. fig. 105).
\ Dekaedris irter künst-licher- • Kupfervitriol
(Taf. LXXII. fig. 106).
DodekaedrisirteS chm ar ag d ( Taf. XL l.
j ifig- 45).
Geschobene v i e r s e bti ge Säule, an denpfen Seitenkanten abgestumpft.
Derselbeeher Kanten.
Krystall, mit Abstumpfung sämmtli-
D e r s e 1 b e K r y s t a 11, an den stumpfen Seitenkamten abgestumpft, an den scharfen hingegen ztigescliarft.
Sechsseitige Säule,tenkanten.
mit Abstumpfung aller Sei-
(Dodekaedrisirt heifst auch eine reguläre sechsseitige prismatische Kern - Gestalt, deren Seitenkauten durch Flachen verdrängtWorden, d. i. abgestumpft sind).
Eerkürzt.
( Raccourci.)
{
. . ' Gestalt ist ein Prisma mit rhomböi-\
,i.a en lundflachen, die an der grofsen Diagonale»
hegenden Seitenkanten erscheinen durch zwei > £■ (f rächen verdrängt, so dafs die Kern-Gestalt nach \fi tder Dange sich verkürzt darstellt. ■ "
s ch aal i-
• Baryt
111 ).
Verkürzter Längliche sechsseitige Tafel. (Geschobene!
(Taj. XXX f . vi er s|in|e Tafel, mit sehr starker Abstumpfung der schar-5
I
l
J
Geengt.
( Retreci .)u. s. w.
Das Prisma mit rhomboidalen Grundflächen,
1
die Seitenkanten, welche an der kleinenliegen , werden durch zwei Flächen
Diagonale!
l
Geengter sc haalieeri .
\ T> - f ’T-f Wvrr<r ) Geschobene vierseitige Tafel, .mit starkerersezt, sof Baryt ^ laj. Ji.li.2iy, Abstumpfung der stumpfen Endkanten.
dafs eine Schmälerung der Kern - Gestalt nach der! 110). |
Breite statt gefunden hat. I
J
l
J
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