Band 
Propaedeutik der Mineralogie
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66
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Vorbereitender Tlieil der Orjktognosie.

II. I n n e r e K e n n z e i c h e n.

Strahlstein, glasartiger

krystallisirt . » .

Beryll, schörlartigerStauvolith, schwarzer .Manganroth, splittcrigesA u g i t, blätteriger , kry-stallisirter . ,

| Kanelstein, roher .Derselbe, geschaffenPech- Eisen steinS p li e n , schaal'tgerMelanit. .

Pyrop, schaaliger

Korund .

Gr»u g H1 1 i g e ri .

Edler GranatS chwarz-Eise n stein,dichter .....

4) Schwere Mineralkörpervon 3,999 bis 6,000

Schmirgel.

K o 1 o p h o n i t (Pechgranat)Titan-Eisen, schaaliges

H e p a t i ..

.Rutil. . . » .

Zinn kiesZirkon

Titan-Eiseil, körniges

I s e r i n.

Magnetkies, blätterigerKupferglanz, dichter .Eisenglanz . . .

Arsenik-Oxyd .Ittertautal

Kupferglanz, blätteriger i

Gelb-Bleierz

Grauspiesglanzerz,

haarförmiges . . . ,

Granat (Allochroit) split-teriger .....Schwarzbleierz

Fundort.

Schriftsteller.

Bigenschwer«.

Fundort.

Schriftsteller,

Folgenschwere..

Temp.l4°-17° IV

Temp.l4°17° n.

3,4050

S c li e e 1 $ r z > graues »

»

Kirwan

5,800 '

Nordmarken

Hausmann

Speiskobalt, grauer

PNittichen

Kopp

5,926

Altenberg

Derselbe

3,485

5) Aufserordentlich sclnve-

St. Gotthard

Kr. A pro tu

3,510

re Mineralkörjier

FV ermeiaitd

HtSINGER

3,5384

von 6,000 bis etc.

3,5735

Roth-Kupfererz . ,

Siberien

John

6,000

, Arendal

Hausmann

Nadelerz.

Ekatltfirinenb .

John

6,125

Zeylon

Karsten

3,607

Blei Vitriol

Anglesea

Keafroth

6,300

ditto

Derselbe

3,631

Weifser Speiskobalt,

Taunus gebirge

Kopp

3,650

vierseit. Dopp. Pyram .

Riechelsdorf

Kopp

6,436

Arendal

Hausmann

3,7026

Gemeiner Arsenikkies

Haut

6,530

Fraskati

Klapitoth

3,730

Kupfernickel ...

Aus Sachsen

Brisson

6,64

Grönland

Hausmann

3,747 6

Rinnstein, derber ...

Zinnwald Kastiner

6,758

3,8732

Haut

6,9022

Peru

Klafroth

3,910

Geschwefeltes Silber

Derselbe

6,9099

Grönland

Derselbe

3,920

V Was sei-bl ei . . . ;

. . . . . . .

.......

7,00

Leber er z , dichtes

Idrict

Klafroth

7,100

Siegen

Kopp

3*940.

Sprü-il - Glanzsra

.......

Hau*

7,208

T a n t a 1 i t

Finnland

IClaprotö;

7,3oo

!

Bl eis cli weif ....

.

Haut

7,440

Haut

4,000

Dersel b-e .

Klausthal

Hausmann

7,5018

Arendal

Hausmann

4,0070

K 11 p f e r n i c k e 1

Bieber

Kopp

7,621

daher

Klaprotk

4,0143

Z i 11 n 0 b e r, E e r g- .

Japan

Klaprotii

7,710

Andrarum

Dercelbe

4,120

Gediegen -K. upfer . ,

Ungarn

Geleert

7,728

Arendal

Derselbe

4,240

Kupfer, gehämmertes

.

CtTALLO

7,878

Haut

4,35o

G e d i e g e n - A r.s e n i k

Erzgebirge

JoiiN

8,000

Karsten

' 4,480

Gediegen-Wismutli .

Bieber

Kopp

8,0882

Ostseeufer

Klaprotk

4,545

Zinnober . .

Nemn. Krain

Klafroth

8,160

Isenviese

Derselbe

4,650

G ed i ege n--K upfer .

Sibirien

ÜAiur

8,5844

Bodenmais

Kopp

4,750

E. 0 t ii e s Q u e c k s i f b e r-

Rothenburg

Klafroth

4,865

0 x y d . . . .

Idria

Brisson

9,2301

Ha iir

4,939

S p i e s g i a n z s i 1 b e r . .

Andreasberg

Klafroth

9,820

Derselbe

5,090

Gediegeiv-Silber «

Selb

10,338

.

Ekebero

.5,1,30

Wcifs-Teiiurerz .

Müller vanReichrttstein

.10,678

.. ,

Schumacher

5,200

Reiaes Blei , .. . ..

. . * . . . .

Cavallo

ll,44o

Kärnthen

Maijuahb

5,48

Gediegen-Quecksilber

Idria

Haut

13,5681

Gediegen -Platin , in

l 15,600

Haut

5,5886

Kornern aus den Gruben

Cavallo

I 17.200 -

Dasselbe, in Körnern mit

i 17,500

Norwegen

Hausmann

5,6550

Salpetersäure . gesotten

. ..

Derselbe

( 18,500

.

Geliert

5,770

Gediegen- Gold

.

Haut

18,59

Allgemeine )f Jrsichtsmajsregelu und Bemerkungen.

1) Alle Mineralkörper, deren Eigenschwere ' erforscht werden soll,müssen von vorzüglicher Reinheit seyn. Von krystallisirten sind diejenigenauszuwählen, welche sieh der vollkommenen Krystallforra nähern. . ßesiztein Mineralkörper verschiedene Grade von Durchsichtigkeit, so ist der Tlieildesselben zur Bestimmung der Schwere am tauglichsten , welcher jene Eigen-genscliaft am stärksten zeigt.

2) Eine Wägung reicht nicht hin, die Eigenschwere eines Mineralkör-pers genau zu erforschon, es sind hierzu mehrere Wägungen erforderlich,aus welchen das Mittel genommen werden mufs. Eben so ist bei der Auf-stellung der Eigenschwere einer Fossiliengattung zu verfahren. Die Eigen-schwere variirt hierbei nach den Varietäten mehr oder weniger. Die- Ur-sache dieser Abweichungen ist von den Veränderungen in der Dichtigkeitder Masse jierzuleiteu, welche wieder ihren Grund in dem abweichendenchemischen Gehalte etc. haben.

So fand Fabroni eine Abweichung in den Hunderttheileh umeins , als er von einem sehr reinen Bergkrystalle die Spizze vonder Basis trennte, und von beiden die Eigenschwere erforschte.

- Während diejenige der Spizze = 2,6509 war, zeigte die Basis nureine Eigenschwere von 2,6491. Die Mittelzahl aus beiden = 2,6500kam mit der Mehrzahl anderer Beobachtungen überein.

3) Das Wasser, dessen man sich bei diesen Prüfungen bedient, m utsdurch Destillation gereiniger und stets von einer und derselben Temperaturseyn. Brisson sezte bei seinen Versuchen diese Temperatur auf 14° Reaumur,welche 17,5° des hunderttheiligen Thermometers von Reaumur, oder bei-nahe 67° des Fahrenheitsehen entsprechen. Kirwan nahm 62° Fahrenheit;IIassenfratz 10° Reaumur dafür an. Karsten vereinigte (in seinen mine-ralogisahen Tabellen. 2. Auflage. Berlin 1808) nach Thalless Vorschlag .dieAngaben von Eigenschweren der mineralogischen Substanzen., bei welchender Grad der Temperatur nicht übergangen, sondern angemerkt worden war,und reduzirte sie auf die Temperatur von -39,83° Fahrenheit, oder beinahe3 Reaumur, bei welcher Temperatur das reine Wasser, nach TrallessVersuchen die gröfste Dichtigkeit besizt. Ist die Temperatur des Wassersbestimmt., dann ist es nicht ohne Nuzzen, wenn das zu wägende .Fossil,

vor dem Eintauchen in dasselbe , auf die gleiche Temperatur gebracht wird ,um die Veränderung derselben, zumal wenn mit gröfseren Stücken operirtwird, zu verhindern.

4) Die das Wasser einsaugenden Mineralkörper werden gewogen unddann unter Wasser gebracht. Nach einiger. Zeit nimmt man sie wieder ausdem Wasser , trocknet sie vorsichtig ab und sucht zum zweitenmale das ab-solute Gewicht derselben. Zeigt sich hier eine Zunahme, so wird diesedem Gewichte des'-weggedriiekten , durch anderweitige Wägung gefundenen,Volumen des Wassers beigefügt, worauf mau diese Gewichts - Verhältnisseeiner Berechnung unterwirft.

5) Ist man genötliiget, z. B. auf Reisen, aus Mangel au reinem Wasserdes Regen- oder Brunnenwassers sich bedienen zu müssen, so suche manerst mittelst des Dichtigkcitsmessers von Meissker oder eines andern ge-nauen Werkzeu ges der Art die Eigenschwere desselben. Da hei dem In-strumente von Meissner 1000 Theile reines Wasser genau den innernRaum des Glases ausfüllen, so findet sich durch Wägen leicht der Gehaltdes Brunnenwassers an Erden und Salzen. Gesezt ein solches Wasser wiegein dem .Probeglase 1,005. Der Gewichtsverlust des Muneralkörpers in die-sem Wasser wäre 4,7, so entstehet folgende Rechnung :

1,005 : 1,000 => 4,7 : 4,676.

Das vierte Glied dieses Verhältnisses = 4,676 ist gleich dem Verluste,welchen der Mineralkörper, in reinem Wasser gewogen, erlitten habenwürde, und mit welchem nun, nach der bekannten Weise, die Eigenschweregefunden wird.:

4,676 ; 11 (demabsoluten Geioichte des Mineralkörpers') = 1 ; 2,352 =dessen Eigenschwere.

6) Uit i die Eigenschwere eines Mineralkörpers, welche bei einem gewissenGrade der Temperatur gefunden wurde, auf einen beliebigen andern zu redu-ziren , sind Tabellen entworfen worden. Diejenige von Kirwan, welche diezwischen 45° und 75° Fahrenheit fallenden Eigenschweren des reinen Wassersumfafst, gibt 62° Fahrenheit für den Grad an, bei welchem das reine Wasser1,0000 wiegt. Neuere Versuche der Art, welche auf Veranlassung der Eng­ lischen Piegierung angestellt wurden und die mit Umsicht und grofser Genauig-keit bearbeitet sind, lassen in Kirwan» Tabellen Mängel bemerken, welche,