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Vorbereitender Tlieil der Orjktognosie.
II. I n n e r e K e n n z e i c h e n.
Strahlstein, glasartiger
krystallisirt . » .
Beryll, schörlartigerStauvolith, schwarzer .Manganroth, splittcrigesA u g i t, blätteriger , kry-stallisirter . ,
| Kanelstein, roher .Derselbe, geschaffenPech- Eisen steinS p li e n , schaal'tgerMelanit. • .
Pyrop, schaaliger
Korund .
Gr»u g H1 1 i g e ri .
Edler GranatS chwarz-Eise n stein,dichter .....
4) Schwere Mineralkörpervon 3,999 bis 6,000
Schmirgel.
K o 1 o p h o n i t (Pechgranat)Titan-Eisen, schaaliges
H e p a t i ..
.Rutil. . . » .
Zinn kiesZirkon
Titan-Eiseil, körniges
I s e r i n.
Magnetkies, blätterigerKupferglanz, dichter .Eisenglanz . . .
Arsenik-Oxyd .Ittertautal
Kupferglanz, blätteriger i
Gelb-Bleierz
Grauspiesglanzerz,
haarförmiges . . . ,
Granat (Allochroit) split-teriger .....Schwarzbleierz
Fundort.
Schriftsteller.
Bigenschwer«.
Fundort.
Schriftsteller,
Folgenschwere..
Temp.l4°-17° IV
Temp.l4°—17° n.
3,4050
S c li e e 1 $ r z > graues »
»••••••
Kirwan
5,800 ' •
Nordmarken
Hausmann
Speiskobalt, grauer
PNittichen
Kopp
5,926
Altenberg
Derselbe
3,485
5) Aufserordentlich sclnve-
St. Gotthard
Kr. A pro tu
3,510
re Mineralkörjier
FV ermeiaitd
HtSINGER
•3,5384
von 6,000 bis etc.
3,5735
Roth-Kupfererz . ,
Siberien
John
6,000
, Arendal
Hausmann
Nadelerz.
Ekatltfirinenb .
John
6,125
Zeylon
Karsten
3,607
Blei Vitriol
Anglesea
Keafroth
6,300
ditto
Derselbe
3,631
Weifser Speiskobalt, ■
Taunus gebirge
Kopp
3,650
vierseit. Dopp. Pyram .
Riechelsdorf
Kopp
6,436
Arendal
Hausmann
3,7026
Gemeiner Arsenikkies
Haut
6,530
Fraskati
Klapitoth
3,730
Kupfernickel ...
Aus Sachsen
Brisson
6,64
Grönland
Hausmann
3,747 6
Rinnstein, derber ...
6,758
3,8732
Haut
6,9022
Klafroth
3,910
Geschwefeltes Silber
Derselbe
■6,9099
Grönland
Derselbe
3,920
V Was sei-bl ei . . . ;
. . . . . . .
.......
7,00 ■
Leber er z , dichtes
Idrict
Klafroth
7,100
Siegen
Kopp
3*940.
Sprü-il - Glanzsra
.......
Hau*
7,208
T a n t a 1 i t
IClaprotö;
7,3oo
!
Bl eis cli weif ....
.
Haut
7,440
Haut
4,000
Dersel b-e . • ••
Klausthal
Hausmann
7,5018
Arendal
Hausmann
4,0070
K 11 p f e r n i c k e 1
Bieber
Kopp
7,621
daher
Klaprotk
4,0143
Z i 11 n 0 b e r, E e r g- .
Klaprotii
7,710
Andrarum
Dercelbe
4,120
Gediegen -K. upfer . ,
Geleert
7,728
Arendal
Derselbe
4,240
Kupfer, gehämmertes •
.
CtTALLO
7,878
Haut
4,35o
G e d i e g e n - A r.s e n i k
Erzgebirge
JoiiN
8,000
Karsten
' 4,480
Gediegen-Wismutli .
Bieber
Kopp
8,0882
Ostseeufer
Klaprotk
4,545
Zinnober . .
Klafroth
8,160
Isenviese
Derselbe
4,650
G ed i ege n--K upfer .
ÜAiur
8,5844
Bodenmais
Kopp ‘
4,750
E. 0 t ii e s Q u e c k s i f b e r-
Rothenburg
Klafroth
4,865
0 x y d . . . .
Idria
Brisson
9,2301
Ha iir
4,939
S p i e s g i a n z s i 1 b e r . . ‘
Andreasberg
Klafroth
9,820
Derselbe
5,090
Gediegeiv-Silber «
10,338
.
Ekebero
.5,1,30
Wcifs-Teiiurerz .
Müller vanReichrttstein
.10,678
.. ,
Schumacher
5,200
Reiaes Blei , .. . ..
. . * . . . .
Cavallo
ll,44o
Kärnthen
Maijuahb
5,48
Gediegen-Quecksilber
Haut
13,5681
Gediegen -Platin , in
l 15,600
Haut
5,5886
Kornern aus den Gruben
Cavallo
I 17.200 -
Dasselbe, in Körnern mit
i 17,500
Hausmann
5,6550
Salpetersäure . gesotten
. ..
Derselbe
( 18,500
.
Geliert
5,770
Gediegen- Gold
.
Haut
18,59
Allgemeine )f Jrsichtsmajsregelu und Bemerkungen.
1) Alle Mineralkörper, deren Eigenschwere ' erforscht werden soll,müssen von vorzüglicher Reinheit seyn. Von krystallisirten sind diejenigenauszuwählen, welche sieh der vollkommenen Krystallforra nähern. . ßesiztein Mineralkörper verschiedene Grade von Durchsichtigkeit, so ist der Tlieildesselben zur Bestimmung der Schwere am tauglichsten , welcher jene Eigen-genscliaft am stärksten zeigt.
2) Eine Wägung reicht nicht hin, die Eigenschwere eines Mineralkör-pers genau zu erforschon, es sind hierzu mehrere Wägungen erforderlich,aus welchen das Mittel genommen werden mufs. Eben so ist bei der Auf-stellung der Eigenschwere einer Fossiliengattung zu verfahren. Die Eigen-schwere variirt hierbei nach den Varietäten mehr oder weniger. Die- Ur-sache dieser Abweichungen ist von den Veränderungen in der Dichtigkeitder Masse jierzuleiteu, welche wieder ihren Grund in dem abweichendenchemischen Gehalte etc. haben.
So fand Fabroni eine Abweichung in den Hunderttheileh umeins , als er von einem sehr reinen Bergkrystalle die Spizze vonder Basis trennte, und von beiden die Eigenschwere erforschte.
- Während diejenige der Spizze = 2,6509 war, zeigte die Basis nureine Eigenschwere von 2,6491. Die Mittelzahl aus beiden = 2,6500kam mit der Mehrzahl anderer Beobachtungen überein.
3) Das Wasser, dessen man sich bei diesen Prüfungen bedient, m utsdurch Destillation gereiniger und stets von einer und derselben Temperaturseyn. Brisson sezte bei seinen Versuchen diese Temperatur auf 14° Reaumur,welche 17,5° des hunderttheiligen Thermometers von Reaumur, oder bei-nahe 67° des Fahrenheit’sehen entsprechen. Kirwan nahm 62° Fahrenheit;IIassenfratz 10° Reaumur dafür an. Karsten vereinigte (in seinen mine-ralogisahen Tabellen. 2. Auflage. Berlin 1808) nach Thalles’s Vorschlag .dieAngaben von Eigenschweren der mineralogischen Substanzen., bei welchender Grad der Temperatur nicht übergangen, sondern angemerkt worden war,und reduzirte sie auf die Temperatur von -39,83° Fahrenheit, oder beinahe3 Reaumur, bei welcher Temperatur das reine Wasser, nach Tralles’sVersuchen die gröfste Dichtigkeit besizt. — Ist die Temperatur des Wassersbestimmt., dann ist es nicht ohne Nuzzen, wenn das zu wägende .Fossil,
vor dem Eintauchen in dasselbe , auf die gleiche Temperatur gebracht wird ,um die Veränderung derselben, zumal wenn mit gröfseren Stücken operirtwird, zu verhindern.
4) Die das Wasser einsaugenden Mineralkörper werden gewogen unddann unter Wasser gebracht. Nach einiger. Zeit nimmt man sie wieder ausdem Wasser , trocknet sie vorsichtig ab und sucht zum zweitenmale das ab-solute Gewicht derselben. Zeigt sich hier eine Zunahme, so wird diesedem Gewichte des'-weggedriiekten , durch anderweitige Wägung gefundenen,Volumen des Wassers beigefügt, worauf mau diese Gewichts - Verhältnisseeiner Berechnung unterwirft.
5) Ist man genötliiget, z. B. auf Reisen, aus Mangel au reinem Wasserdes Regen- oder Brunnenwassers sich bedienen zu müssen, so suche manerst mittelst des Dichtigkcitsmessers von Meissker oder eines andern ge-nauen Werkzeu ges der Art die Eigenschwere desselben. Da hei dem In-strumente von Meissner 1000 Theile reines Wasser genau den innernRaum des Glases ausfüllen, so findet sich durch Wägen leicht der Gehaltdes Brunnenwassers an Erden und Salzen. Gesezt ein solches Wasser wiegein dem .Probeglase 1,005. Der Gewichtsverlust des Muneralkörpers in die-sem Wasser wäre — 4,7, so entstehet folgende Rechnung :
1,005 : 1,000 => 4,7 : 4,676.
Das vierte Glied dieses Verhältnisses = 4,676 ist gleich dem Verluste,welchen der Mineralkörper, in reinem Wasser gewogen, erlitten habenwürde, und mit welchem nun, nach der bekannten Weise, die Eigenschweregefunden wird.:
4,676 ; 11 (demabsoluten Geioichte des Mineralkörpers') = 1 ; 2,352 =dessen Eigenschwere.
6) Uit i die Eigenschwere eines Mineralkörpers, welche bei einem gewissenGrade der Temperatur gefunden wurde, auf einen beliebigen andern zu redu-ziren , sind Tabellen entworfen worden. Diejenige von Kirwan, welche diezwischen 45° und 75° Fahrenheit fallenden Eigenschweren des reinen Wassersumfafst, gibt 62° Fahrenheit für den Grad an, bei welchem das reine Wasser1,0000 wiegt. Neuere Versuche der Art, welche auf Veranlassung der Eng lischen Piegierung angestellt wurden und die mit Umsicht und grofser Genauig-keit bearbeitet sind, lassen in Kirwan’» Tabellen Mängel bemerken, welche,