A. Kennzeichen der Mineralien,
95
C h e m i sehe K e n n z e i c h e n«.
Rothes Quecksilberoxyd la5,5
Bleioxyd ( gelbes ) . . 1j9,5
Silberoxyd {im Hornsilber) 145,0Schwefelsaurer Baryt . 147,0
Saures sauerkleesaures ICali 1q5,1
Ueberoxydirt - salzsaures
153,2
Kali
Schwefelsäure Talkerde
153,9
(krystallisirtej.
Schivefelsaures Kupfer »
156,6
( 1/2 Kr y stallen ).
Salpetersaurer Baryt
164,54
Kohlensaures Blei ,
167,04
Salzsaures Quecksilber-
169,6
oxyd, (Sublimat*)
Sulzsaures Blei • • •
173,74
Schivefelsaures Eisen
173,8
Phosphorsaures Blei
176,9
Salzsaures Silber * •
179,1
Schwefelsaurer Zink *
180,3
( krystallisirt ),
Sauerkleesaures Blei
186,5
Schwefelsaures Blei .
189,5
f
Schwefelsaures Natron
202,3'
( krystallisirt ).
Salpetersaures Blei .
207,04
Oxydulirtes Quecksilber
261,0
(Prot-Oxyd). *)
Salzsaures Quecksilber -
295,1
Oxydul (Kalomel ).
( = 125, 5 Quecksilber + 10 Sauerstoff.)(= 129,5 Blei -J- 10 Sauerstoff.)
'( = 155 Silber + 10 Sauerstoff.)
(== 50,0 Schwefelsäure + 97,0 Baryt.)( = 2 Th. Sauerkleesäure + 1 Th. Kali.)
(=94 + 59,1 = 155,1.)
( = (1 Tli. trockn. Salzsäure) — 54,1 + (6Th. Sauerstoff) = 60 + (1 Th. Kali)
= 59,1.)
( = (7 Th. Wasser) = 79,5 + 74,6 trockn.schwefelsaure Talkerde = 153,9.)
(=(! Th. Schwefelsäure) ==50 + (1 Th.
■ Kupferoxyd) == 40 + (5 Th. Wasser)
== 56,6; = 156,6.
(= 67,54 trockne Salpetersäure +97,0
Baryt.) ,
(= 27,54 Kohlensäure + 129,5 Blei+ 10 Sauerstoff) = 167,04.
(= 1 Th. Salzsäure +lTh. Sauerstoff *+1 Th. Quecksilber.)
( = 54,1 Salzsäure —p( 129,5 Blei 4“ 10Sauerstoff) = 175,6.
(=1 Th. Säure -+1 Th. Oxydul -+7Th.Wasser.) . ,
( = 37,4 Phosphorsäure -p- (129,5 Blei 4-10 Sauerstoff) = 176,9.
( = 54,1 Salzsäure -+- (135,0 Silber -+10 Sauerstoff) = 179,1.
(=1 Th.Schwefelsäure +- 1 Th. Zinkoxyd7 Th. Wasser) =«=50 4- (41 -+-10) +9,5) = 180,3.'
( = 47 Sauerkleesäure ~h 159,5 Bleioxyd.)
( = l'Th.Schwefelsäure ~f- 1 Th. Blei ~h1 Th. Sauerstoff) = 50 -f- (129,5_!_ io) = 189,5.
( = 89,1 trocknes schwefelsaures Natron-f~ 10 Th. Wasser.)
(=== 1 Th. Salpetersäure 4 - 1 Th. Blei 4~1 Th. Sauerstoff.) .
( = 2TIx. Quecksilber 4~ 1 Th. Sauerstoff)
= 251 4-, 10 = 261.
( = 1 Th. Salzsäure 4~ 1 Th. Sauerstoff -f-2Tlt. Quecksilber) = 34,1 4™ 10 4 —251 = 296,1.
*) Unter den Ausdrücken Prot-Oxyd, Deut-Oxyd, Trit-Oxyd etc. versteht man Oxydul,Oxyd und Superoxyd.
S <J h 1 u f s.
Es ist aus Vorstehendem einleuchtend, dafs die vorzüglicheren chemi-schen Theorien der neueren Zeit alle in der Haupt-Ansicht Übefeinstimmen.Obgleich dir. Wege der Untersuchung, Welche die Chemiker eiuschlugen, sich
mehr oder weniger von einander entfernten, so führten sie gröfstentheils zueinem und demselben Ziele, nämlich auf die elektrisch - chemische Natur derUrstoffe, und auf die Gesezze, welche in ihren wechselseitigen Verbindun-gen obwalten. Dafs diese auf so verschiedenen Wegen erhalten wurdenkann nur einen Beweis mehr für das Gegiundetseyn derselben auf .allgemei-nen Naturgesetzen abgeben.
Die Ansichten Davy’s, Daetoh’s, Hiooin’s , Thomsoim’s , Wol-xAStojn’s Vereinigen sich in der Hauptsache mit jenen des berühm-ten Schweden Berzelius . Alle Ansichten dieser ausgezeichnetenChemiker stüzzen sich wieder auf jene eines K ; cu und aufdie Erfahrungen eines Bergmaw’s und YVänzei-’s. Es gereichtder deutschen Nation zur Ehre auch hier, durch eineu der Ihrigen,wie in so manchem Gepriefsenen. der neueren Zeit, zuerst die Bahngebrochen zu sehen. .— Auch für . die Scheidekunst ist der Tag• herangekommen, wo die Natur den Nebel auflöst', welchen dieSchule, durch Vorurtheil und Herkommen getäuscht, früher überdie Tafeln der Naiurgesezze verbreitet hatte, und nun dem fähigenTor scher in dieselben zu blicken verstauet.
Nur eine Theorie der Chemie kamt die richtige und diese mufsauf Thatsachen gegründet sey«. Je mehr die Thatsacheu sich ver-vielfältigen , um so fester wird der Weg für die Untersuchung,welche nur auf diesem zur Ansicht der Natuigesezze gelangen kann.Alles, was bis jezt ohne diese Begründung erdacht wurde, konntenur so lange als Surrogat dienen, als der , den Ozean der Erfah-rung beschiffenden, Wissenschaft noch Nebel und widrige Windeentgegen waren. Mit der Erscheinung des ewigen Lichtes derNatur waren'auch diese verschwunden . und rasch fuhr das Schiffdem neu entdeckten Lande zu.
Die Empfänglichkeit für die helle Ansicht, der Natur und ihrerGesezze, weiche eine gütige Gottheit dem Sinne. als Entschädigungfür so manches Verworrene im Leben mitgab dnd die öfters dem an-gehenden Chemiker, durch das Erfassen von zwei und drei Systemen,wovon das eine wie das andere keine solide Basis gewahren liefs,getrübt wurde, tritt wieder an die Stelle der gothischen Irnmagination. DasVerwischen des Eindrucks der’einen Theorie durch jenen der andernkann nicht mehr, nun das Rechte gefunden ist, nachtlieiiigauf den Forscher wirken, der früher vor lauter Bäumen oft denWald nicht mehr sah.
Das gemeinschaftlich errungene Ziel sollte nun die Chemiker ver-anlassen, sich auch in Rücksicht der Ansichten zu vereinigen. Hiersowie dort ist das Erfassen dieser verschiedenen, dennoch zu einemZiele führenden, Ansichten wieder baarer Zeitverlust für den ange-henden Chemiker. Wozu das Aufnehmen von Theorien und chemi-schen Nomenklaturen , die ein und dasselbe, nur unter anderer Ein-kleidung oder mittelst anderer Hieroglyphen , lehren ?
Zur Erreichung dieses Zwecks ist vorerst’ eine , allgemeine chemi-sche Nomenklatur höchstes Bedürfnifs , und zwar möchte die lateini-sche Sprache das beste Vehikel dazu abgehen. Berzelius ging hierschon mit rühmlichem Beispiele voran , aber wo bleibt 'die Nach-folge? Nach wie vor häuft sich der Wust von Namen für einen und
o
•denselben Stoff. Erhalten diese Namen in der Folge noch eben soreichlichen Zuwachs als bisher, so werden sie den Fortschritten derScheidekunst ein ebenso grofses Hindernifs seyn, als weiland derBombast der Adepten —■ was um so niederschlagehder seyn wiizde,da hier nicht eitles Unterfangen, wie vormals dort, zu Grunde liegt.
Uebersic-ht
der Sestandtheile der Mineralkörper und der Reagenbien , welche hei der chemischen Analyse der Fossilien angewandt werden ,
enthaltend
die Urstoffe und ihre chemischen Verbindungen in quantitativer Hinsicht.
Urstoffe. Elementa.
Von dem positiv - elektrischsten bis zu demnegativ - elektrischen Urstoffe.
Grundlagen der Säuren.
Sauerstoff. Oxygenium. , . .
Grundlage der Schwefelsäure.Sulphuricum. ( Sulphureum .) . .
Grundlage der Salpetersäure.Stickstoff. Nibrogenium , Azoticum.
(Nach Berzelius aus 100,000 Ammo-nium und 132,414 Sauerstoff beste-hend.)
Eigen-
Verhähnifs der Be-
Eigen-
Verbindungen der Urstoffe mit Sauer-stoff.
«tandtheile in 100
Schwere
ten gegen
Theilen an ;
Bemerkungen,
Stoffe.
atmosphä-
rische
Luft.
—■—^
Urstoff.
Sauerstoff.
1,118
geg‘. atinos-piiar. Luft.
^Schwefelsäure. Acidum salphuricum (aus
40,000
60,000
Eisenvitriol, wasserfreie). . . . •
• •
. s J
1,990 <
Schwefelt ge Säure. Acidum sulphurosum.
2,193
50,000
50,000
Nacji Bebzei.ies ans ;
geg. Wasser.
(Schwefeloxyd. Oxydum sulphuricum,} • * .
• •
66,-670
33,330
\
Ammonium.
Sauerstoff.
(Schwefeloxydul. Oxydum ^sulphurosum.) .
-
80,000
20,000
662,0760
Salpetersäure. Acidum nitricum (wasserfreie).
* ' .
£2,512
77,488 .
100,0000
Salpetrige Säure. Acidum nitrosum, ,
2,427
30,507
69 ,493
100,0000
529,6608
0,969 J
geg. atmos-piüjr. Inifu
, (Salpetcrgas. Stickstoff-Oxyd. Oxydum nitri-. cum.) ... ... ., . . . . . .
1,0388
46,757
•53,243 ;
100,0000
397,2456
'■(Oxydirtes Stickgas. Oxydum nitrosmi.) .
1,614 ,
63,720
36,280
100,0000
264,850«
A a