tZyo Seccante.
<welcher letzkern schon das Lex. erwähnt)/ einenbedeutenden Namen. Er st. an seinem Geburts-ort/ und hinterließ eine zahlreiche Schule.
* Seccante (Jakob), Bruder des nachfol-
genden Sebastians des ältern, dessen im Lex.unter dem Art. seines Bruders erwähnt wird,lebte noch ib?l. Lä. ters. III. 98.
* — — (Sebastian), der ältere, war Ei-dam von Hieronymus Amalteo. In der Cita-delle zu Udine sieht man schöne Bildnisse von ihm;dann in der Kirche St. Giorgio daselbst einenKreuztragenden Heiland, unter dem Geleite vonEngelchen mit den Werkzeugen seines Leidens,was Alles von guter Kunstbildung zeuget. Der-selbe war der letzte aus einer einst großen Schule,der würdig ist, in einer ächten Kunstgallerie zuerscheinen. Er lebte »och i 5 ? 6 . Laus-i l. c.
— — — — der jüngere, des obigen Ja-cobs Sohn, fieng frühe zu malen an, und brachtees doch nicht einmal so weit, als sein Vater,der bekanntlich so spät begonnen hatte. Nach-richten finden sich von ihm vom rbxi — 1629.
l. c.
— — ( ), ein Agnate der obigen Künst-
ler dieses Geschlechts, ebenfalls Maler, erscheintin 1621. In Udine selbst inzwischen hält manihn, so wie Jacob und Sebastian den jüngern,bloß für mittelmäßige Kunstlichter. 7 .a»ri 1 . c.
Gecchi (Johann Baptista), von feinem Ge-burtsort il Earavaggio genannt, blühete umrklg. und gehört zur Schule von Joh. Baptistaund Daniel Crespi. Irgendwo heißt er auchLaravaggino, und eine Epiphania von ihm inder St. Peterskirche zu Gesseto ist mit Ao. öaxr.§r'rc. str bezeichnet, /.auri Lä. tem.
IV. -49-
* Secchiart (Julius), st. 17^1. In Man-
tua malte er für den Hof, was aber bey derPlünderung dieser Stadt (nicht zu Mvdena, wiees im Lex. heißt) 16Z0. zu Grund gieng. Wohlbefindet sich hingegen in letztrer', seiner Geburts-stadt, Mehreres, besonders aber in einem unter-irdischen Gewölbe des dortigen Domes ein Hin-schied der H. Jungfrau, was bedauern laßt,daß dieser Künstler in Galerien nicht gleich andernSchülern der Carracci bekannt ist. L«l.
tem. IV. 48.
Seccus, auch Zeccus (Ferdinand Alva-reü ) ein Portugiese. I» dem Vorberichte desBkeskrum orbis terrsrum vom Grtelius, heißt«6, daß er eine Karte von Portugal! ausfertigte,die chtzo. zu Rom bey Michael Tramezzi erschien.Eine Copie davon findet man im Grrelius selbst,in C)uad's geographischen Schriften, u. s. f.
Sechrer (Joseph), Ingenieur zu Prag um1790. Derselbe, der als Mathematiker und Ge-lehrter bekannt ist, besaß seltene Bücher und eineschöne Sammlung von allerhand Kunstsachen,darunter einige Merkwürdigkeiten Albert Dürers,derer das Supplement s. v. Dürer schon gedachthat. Sechter fertigte für den Professor Ehemant(der an den Entdeckung des fälschlichen böh-mischen Künstlers Thom. de Mutina und seinerWerke auf dem Schloße Carlstein Theil hatte) ei-nen Grundriß, Durchschnitt und Auszug derKreuzkirche und Catharinenkapelle des SchloßesCarlstein in Böhmen , welche Ehemant zu einerBeschreibung gedachten Schloßes benutzen wollte.Mehreres davon war schon in Kupfer gestochen,als Ehemant starb und nachgehends auch die Plat-ten verloren giengen. S. ^iegger's Archiv d.Geschichte u. Statistik von Böhmen . Dres den 1792. I. >0. Sechter starb vor mehrernJahren zu Prag , seine Kunstfachen erbte seinBruder.
Geckel (Norbert), Maler zu Prag , geb. inBöhmen i7»5. Derselbe malte Architektur, Land-
Secundu».
fchaften und Blumen, vorzüglich auf nassen Kalk.Neben andern ist von ihm der spanische Saal inder Königl. Burg zu Prag , den er mit architek-tonischen Verzierungen ausgemalt hat. So heißtes schon bey Meusel I. (1778.) Ebendas. II.(178g.) nicht mehr; dann aber wieder im lJ.R.L.(1809 ); jetzt aber mit beygefügter Frage: Lebter noch?
Seckendorf(Freyherr von). Ein solcher(wahrscheinlich kein ausübender Künstler) las überdie Philosophie der Kunst auf der Universität Göt tingen 1812.
Secsnagelauch Secznagel (Marc.)einSalzburger; vermuthlich im XVI. Jahrhundert.Eine Landkarte vom Salzburger -Gebiet, gab erzu Salzburg , wie des Orrelius: Vkeatrumorbis terrsrum, in dem Vorberichte meldet. Inebengedachtem Werke findet man auch eine, mitdem Prospekt der Stadt Salzburg gezierte, Kopiedavon; andere in tQuad's geographischen Schrif-ten, u. s. f.
* Secundus (Johann ober Janus), derDichter, trug den Beynamen lJi olajus. Gebo-ren im Haag, wiedmete sich anfangs den Rech-ten zu Burgos ; dann aber der lateinischen Dicht-kunst. In ihZZ. gieng er nach Spanien , wo ihnder Erzbischof von Toledo zum Secretar ernannt.Alsdann begleitete er Carl )(. auf seinem Zug«nach Tunis . Nach seiner Rückkehr wurde er Ge-beimschreiber des Bischofs von Utrecht . AlsDichter — wer kennt nicht seine Küße? Dannaber soll er eine (seltene) Ausgabe seiner Liedermit selbst geetzten Blättern geziert haben, undüberdies ein guter Bildschnitzer gewesen seyn.Joecher. ilTsc. (So eben erhalten wir von ei-nem Freunde, unsern Gecundus betreffend, fol-gende Zugabe: „Sein Barer zJicol. Everard(wir wissen nicht warum der Hohn den Geschlechts-namen änderte, eben so wenig warum dies auchzwey seiner andern Söhne thaten, davon der einesich Grudius, verändere Markus nannte) warzuletzt Präsident des großen Raths zu Mecheln .Ihm wurde Johann, der alle lateinischen Dich-ter seines Zeitalters übertraf, ihn. im Haag ge-boren. Er st. i 5 Z 6 . zu St. Amand , unweit Door-nick, und wurde daselbst in der Benediktinerabteybeygesetzt. Das ihm dort errichtete Denkmal wurdeim Kriege ib6i. zerstört; man setzte ihm darauf einanderes. Die Jnnfchriften beyder liefern: L»eleol«christisni orbis selicise p. />a-rc. ä'weert/««(Lolon. Hxrip. 16-5. 8 ". p. 727 728.). In dererstem wird er als Redner und Dichter, und alsstnAensti so sculpensi laurlatissimus arrisex ge-lobt. In seinen Reisen (lnnersrls tris.
1618.8°.), welche Dom. Heinsius aus einer Hand-schrift der keydener- Bibliothek 1618. zuerst her-ausgab, findet man, baß er zu Brüssel dem Car-dinal Granvelle, einen Brief des Erzbischofs vonPalermo überreichte, worin ein von ihm, auf desletztem Verlangen, gefertigter Aufsatz super artefusons, beygeschlossen gewesen. Die beßte Aus-gabe (einer Werke ist diejenige, welcher Peter Scrj-ver (ImUsi. vat. 16:9. 8 °.), mit Nachrichten übersein Leben, besorgte. Das Titelkupfer enthalt einvon Secundus selbst gestochenes Blatt mit derUnterschrift: Vatis amatoris julis sculpta mann.Eine andere niedliche Ausgabe, der von Scrivernnachgedruckt, erschien unter der Firma Paris (statt Göttingen ) 1748. 12. Bey derselben trifftman gedachtes Bildniß der Julia nachgestochen,dann aber auch dasjenige des Dichters selbst, inder Hand ein von ihm ehemals gemaltes Minia -turqemälde seiner Geliebtcn. Letzterer Stich, jedochin großerm Format, findet sich wieder in N'ceronsNachr. von Gelehrten Xll. Dann im ersten Theiltvon Foppen's kiöliotü. kel^ica ßr. 40 strux.7Z9. nebst seiner Lebensbeschreibung, wieder seinBildniß, das seine Julia in Händen haltend, mitL lie s. (oulonois) fec. bezeichnet. S. Deck,mann's Litteratur d. ältern Reisebeschrei-