Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1591
JPEG-Download
 

Sedelmayr.

hung. II. B. 2. St. 1809. S. 3 o 8 . seg. Röfi'sHandbuch V. S. 3 /». bemerkt endlich noch ein(mahlerisch genanntes, seltenes) Bildniß unsersSecundus, von Rodermont gr. gestochen.Jöcher , der ihn einen guten Maler und (statt Ku-pferstecher) Bildschnitzer nennt, mag das WortLculptor mißverstanden haben.

Sedelmayr (Christoph Jakob), geschickter.Goldschmid von Augsburg ; arbeitete einige Jahremit Ruhm in England und zu Berlin ; kam aberin sein Vaterland zurück, wo er 1772. 56 . I. altstarb, von Trecken S. 488.

* (Jerem. Jakob), Mignatur-

maler, Zeichner, Kupferstecher und Kupferetzer,geb. 1704. st. ,761. Pfiffet nahm ihn unter sehreigennützigen Bedingen zu sich. Dessenungeachtetwaren seine Fortschritte schnell. Er zeichneteGruppen im Geschmacke des Lafage bis zur Täu-schung. Die Radirnadel behandelte er als Ma-ler, und wußte solche, gleich den Dorigny, Freyund Andern, sehr schön mit dem Grabstichel zuvereinigen. So viele Talente, mit einem offenenguten Herzen verbunden, machten ihn jedermannschätzbar. Dennoch brachte die neidische und harteBehandlung seines Meisters ihn so weit, daß ersich zu dem Gatten seiner Schwester Sabina,dem Mignaturmaler Keukel nach Wien flüchtenmußte. Hier war er der unzertrennliche Gesell-schafter von Caspar Füßli. Ueber seine Arbeitnach den Gemälden der KK Bibliothek nach Gran(welche Winkelmann so höchlich bewunderte),bezeugte der Kaiser anfangs sein Wohlgefallen.Allein ein unwissender Minister sprach zu seinemNachtheil, und machte ihn ganz gleichgültig fürden armen Künstler. Der Aufwand, den er beydiesem Unternehmen gemacht hatte, überhäufte ihnmir Kummer. Von den i 3 . Blättern, welche(1737.) den ersten (einzig erschienenen) Theil bil-deten, waren 5 . von demUnsrigen; die übrigen,architektonischen, von S. Kleinere gezeichnet undgestochen. Zu seinem übrigen Beßten gehören dann:Vier allegorische Gegenstände, nach Solimena ;diese findet man sehr selten, weil die Plattennach Neapel gekommen sind. Eine davon dientzum Titelblatt von des Herzogs Hannib. Mar-chese's: cristlane, mit Zueignung an

den Kaiser Carl VI. dessen Brustbild vom Ruhmegekrönt wird. Ferner St. Rosalie, nach A. D.Bertoli (man kann nichts Lieblicheres sehen, auch»n Absicht der, Audran's und Frey's würdigenMischung der Nadel und des Grabstichels); eineSt. Anna, welche die H. Jungfrau im Lesen un-terrichtet, nach einem (?) niederländischen Mei-ster. Endlich drey Bildnisse: Christian Wolfensnach G. Boy, des Bischofs von Passau nachGran, und Peter Giannone's, ohne weitem Na-men als den seinigen. Rost II. 8892. (V-c.Noch nennt eine andere unserer Quellen: Bildnissenach N. B. Belau, I. E. Fischer, I. van Schup-pen u. s. f. Ferner eine Medusa und Pallas,wieder nach Bertoli; eine Starüe des PrinzenEugens; eine Madonna (Oonsolatrix sstlicto-rnm); ein Medaillon: Franz von Lothringen , dendie Geschichte in die Zeilbücher einträgt. Letztge-nannte vier Blatter wieder bloß mit seinem Na-men bezeichnet. Füßli l. »4. nennt ihn wohl mitGrund, neben den Gebrüdern Echmutzer den hetz-ten deutschen Stecher seiner Zeit. Gestochen hin-wieder nach ihm von Felicitas Sartory wird ir-gendwo das Bildniß Collarins l. von Collalto,Grafen von Tarvisinus, angeführt.

(Martin), ein Blumenzeich-

ver zu Wien . S. oben Franz Scheid!.

Sedelmayer (Joseph. Henriette), vermalteGerlach, des Buchhändlers, geboren zu Dresden 1772. Dieselbe ist Verfasserin eines: Botani-schen Stick - und Zeichenbuches für Damen,davon bey Ger. Fleischer in Leipzig (1809.) be-reits 4. Hefte erschienen, und sowohl Zeichnung alsText von ihrer Hand sind. 8. 007.

Seeger.

- 69 »

Sedgrvyck (Wilhelm), Stecher in Punktkr-manier, geboren in England um 1760. und blü,hend zu London um 178086. Don ihm kenntman zwey Kinder im Garten mit Blumen spie-lend, nach A. Kaufmann; Ansicht des Dorfe-Walheim mit des Schulmeisters Tochter und ih-ren Kindern, und: Charlotte und Werther, dieden Prediger von S. besuchen, beyde nach W.Miller (Pendants); eben so: Den scheinbarenTod, und das wiederkehrende Leben; endlich dieWitwe Costar zu Chalons mit ihrer Kuh, die ihrdes nicht bezahlten Pachtgelds wegen genommen,von dem Engländer Pearmin aber wieder zurück-gestellt wurde. (Diese drey nach E. Penny).Rost IX.

Sedler (Panthleon), ein Glockengießer, f.oben Dsan (Johann).

Seebach (C. H ). Ein solcher zeichnete ge-gen 1760. eine Vignette, von J. C. Sysang geetzt,die man sowohl in der Allgemeinen Historie derNatur (Leipzig 1720. ff. 4 °.), als in einzelnenBänden des Hamburger - Magazins abgedrucktfindet.

Seebaß (Christian Ludwig), Professor inLeipzig , giebt t8 . . Tischler-kunst in ihremganzen Umfange 3 Thle 4 °. mit ssupf ( 3 . Thle.)und: Die Qlsskunst in ihrem ganzen Um-fange, 2. Bde. 8°. mit Kupf. i2 Thlr. 12. Gr ),letztres nacl» dem Französ. von Tonrereau bearbei-tet. Ob Geebaß selbst ausübender Künstler sey,ist uns unbekannt.

Seeb er (Johann Joseph, oder Johann Ste-phan). Wir halten letzter» für den richtigernNamen. Derselbe wurde 1755. als KöniglicherHofgraveur zu Dresden angestellt, und starb da-selbst 84. I. alt 1792 Hoskalender Dresd-ner polir. Anzeiger 1792 No. 8. Ein gleich-namiger, der um r/ 39 - als Hofbüchsenmacher zuDresden erscheint, war vielleicht sein Dacer.

Seeder (Franz Johann). Ein solcher ward,öffentlichen Nachrichten zufolge, in 1811. zumLehrer der mathematischen Wissenschaften, ver-bunden mit geometrischer, architektonischer undMaschmen-Zeichnung, an der Wiener -Realschule,mit einem Gehalte von 800. fl. angestellt.

Seege( ). So heißt irgendwo, ganzohne Weiteres, ein mittelmäßiger Landschaftsma-ler an der Porzellanfabrike zu Dresden um 1800.

Seegen (Franz kaver), Bildhauer und Mit-glied der Königl. Akademie der bildenden Künste zu Wien , geboren daselbst 1724. Schon in sei-nem Zwölften steng er au, bey der Akademie derMaler und Bildhauer sich in der Zeichnung zuüben. In 1768. (?) besuchte er die Kuvfirstechcr-Akademie, und ward nach zwey Jahren zu ihremMitglied ernannt. Bey semen Arbeiten wählteer sich gewöhnlich Donnern zum Muster. Vonihm kannte man Figuren von Elfenbein, welchedie Jesuiten zu Wien nach Spanien und Indien schickten. Dann sämmtliche Figuren für die denCisterziensern von Wienersch.- Neustadt gehörigenWallfahrtskirche zu Kirchbüchel; diejenigen fur'sHochaltar in St. Ulrich zu Wien ; das metallen«Crucifix auf dem Calvarienberge zu Linz ; Grab-mal für den Grafen Apponi in Ungarn ; den Chorim Camaldulenser-Kloster auf dem Zober bey Neu-tra in Ungarn , mit 18. Basreliefs in Eichenholz,nebst (?> dem Leben St. Romualds. Sein Auf-nahmsstück in die Akademie war: Lotbs Berau-schung. Mensel ll. (1781), wo bereits vermu-thet wird, er dürfte gestorben seyn.

Seeger (Carl von). Ein solcher wird 180g.als Oberst, Ober-Wasserbau-Inspektor, Mitglieddes Hof- und Land-Baudevartements, auch Com-mandeur des Civilverdienst- Ordens in Königl.Württmbergischen Diensten genannt.Rrrrrrrrr s