iS 93 Seemann.
Macardet Newton's; Simon 172g. des Tonkün-lers Attila Ariosti, u. s. f. S. auch den ff. Ark.
Seemann (Jsaak), der ältere. Nach ihm hatFader das Bildniß Wilh. Thomsons, und Simondasjenige des Bolognesertonkünstlers Attilus Ariosti(171g.) geschabt. S. gleich oben den Widerspruch.
* — — — — der jüngere. Fiorillo V.555 . nennt ihn als des altern Sohn (auf einensolchen deutet zum Theil auch das Lex>), der 1751.gestorben seyn soll; ein Todesjahr, das freylichauch für den Vater noch frühe genug wäre.
* — — (Niklaus), ein neuerer Form-
schneider, arbeitete nach Hans BurgmayersZeichnung für die Irnsges äes 8s'mt8 er 8sintes!ssus üe ls kamille 6e 1'Lmpereur lüaxlmilienI. kol. Violine (8n. ?).
* — — (Paul). So heißt bey Fiorillo V.S. 555 . ein Sohn Enoch's , der ebenfalls dieMalerey getrieben habe.
— — ( ). Und so l. c. «in Sohn Jsaaksdes jüngern, der gleichfalls die Kunst mit Bey-fall geübt haben soll. S. auch den gleich ff.Artikel.
— — ( ). So endlich auch bey Ludw.von Winkelmann ein Künstler, von dem manWildpret und Iagdgehörden kenne. Ob dieservielleicht mit dem gleich vorgenannten Eine Per-son sey, ist uns unbekannt.
Alle diese Seemann '« — Aiclaus, und allen-falls den letztern ausgenommen — lebten und ar-beiteten in England.
Seeneroald od. Sennewald (I. Gott-lob), warum 1770. und noch 1800. als Werk- undMaschinenmeister bey dem Königlichen Schloßbau-amte zu Berlin angestellt. Auch ein andrer, ver-muthlich der Sohn, von gleichem Vor- und Zu-namen, war 1S00. bey genanntem SchloßbauamteZimmerpolier.
— — — ). Nach einem solchen
uns sonst ganz unbekannten Künstler aus der letz-ten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts, hat Hallezu Berlin ein Bildniß von H. v. Hoff (Pr. 8 Gr.)gestochen.
* Segala (Johann). Lan?i (Dä. terr. III.« 65 - 6 j.) vergleicht ihn mit Anron Bellucci:„Beyde" (sagt er) „liebten starke Schatten,^wieihre Meister (della Vecchia und Difinico), hattenaber auch durch eigne Einsichten, bey einem min-der guten Unterricht, bedeutende Fortschritte ge-macht. Bellucci bediente sich großer, zarter (?)Massen, die er mit einem angenehmen Colorit zueinigen wußte; der zweyte hingegen ziemlich dun-keler Gründe, denen er geistvolle Lichter mit zau-berischer Kunst entgegenzustellen verstand. Beyderihr Styl schien für große Arbeiten geschaffen zuseyn, und beyde hatten Genie's genug, derglei-chen auszuführen. Zanetti indessen giebt Se-gala den Vorzug, und nennt besonders das Bild,reffen auch das Lex. gedenkt, und womit er wirk-lich dem Beßren seiner Zeit gliech. Andre charak-terisiern ihn kurz so, daß er nach Titian und PaulVeronese mit vielem Erfolg studirt habe. InDeutschland besttzr von ihm, unsers Wissens, dieeinzige Dresdner Gallerie ein Z 5 ' 9" ins Geviertehaltendes Bild: Alexander den Großen, der denBucephalus bezähmt. Nach ihm hat ein Unbe-kannter eine nackende Weibsperson, von hintenersichtlich, in Schwarzkunst geschabt.
Segar (Wilhelm u. Franz), Gebrüder. Soheißen bey Fiorillo V. 282 (nach Meres IVir'sLommonvoslrk 1*. II. I-ona. 598 .) ohne Wei-teres, zwey Englische Maler des XVI. Jahr-hunderts.
tzegarra (Jayme), ein wenig bekannterSpanischer Maler, verfertigte i55o. zu Rens «in
Segers.
Altarblatt, welches den Tod der H. Jungfraudarstellt. Fiorillo IV. 66 .
Segebath (Valerius), Bürger und Gold-schmied zu Freyberg in Sachsen , wo er um dieMitte, oder die erste Hälfte des XVI l. Jahr-hunderts lebte. <t. G. Wi lisch Rirchenhisto-rie der Sradr Freyberg (Leipzig 1727. 4 °.)Thl. 1 l. G. 022.
Seger (I. W.), ein Maler in dem drittenViectheil des vorigen Jahrhunderts. Nach ihmhat I. E. Haid 1782. das Bildniß des ArztesI- 8 . Jsenflamm zu Erlangen in 4°. geschabt.
— — (Paul), ein Glockengießer, f. obenPape (Jakob.)
— — (Simon). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Zimmer - und Baumeister, der i 56 Z.zu Wittenberg arbeitete.
— — und Segnay, unrichtiger Namendes oben angeführten Baumeisters Job- Leger.
— — s. auch oben Seeger, und sogleichSegers.
* Segers oder Seghers (Daniel). Erhielt sich einen eigenen Garten, wo er die Gegen-stände selbst erzog, die er so vortreflich zu schil-dern verstand. Seinen Blumen gab er die bewun-dernswürdigste Mannigfaltigkeit, Glanz und Har-monie; über sie ergoß sich des Morgens Tbau undFrische. Diese Bilder staffirte er mit Insekten,Mücken, Käfern und Papillons , mir einer Wahr-heit und Vollendung, die mit der Natur selbstzu wetteifern seinen. Rubens gesellte nicht retten dasTalent dieses Ordenobruders dem seinigen bey,und gab seinen eigenen Gemälden Blumen-Guir-landen von Segers zur Einfassung. Könige undFürsten suchten seine Arbeiten (die er ihnen bis-weilen auch als Geschenke seines Ordens darbot)der sich dann sehr gut bey den erhaltenen Gegen-geschenken stand. Wo mögen wohl die zwey herr-lichen Blumenvasen und Bonqueis hingeralhen seyn,die er solchergestalt dem Prinz und der Prinzes-sin von Oranien überreichen ließ? Für die erstemerhielt er, oder vielmehr sein Kloster, einen kostbarcmaillirten Rosenkranz, eine ganz güldene Paletteund — Pinsclstiele, mit einem eigenhändigen Briefdes Prinzen. Für das Douquet, von der Prin-zessin ein güldenes, Pfund schweres Kruzifix,nebst einem Daß und Geleitsbrief durch ganzHolland zn reisen, und dort die Interessen desHaines Oralsten zu besorgen Nebendem (bemerktWareler) mochte wohl der Orden nicht unzufrie-den seyn, daß eines seiner Glieder so vielem Ruhmdesselben nun auch denjenigen bildender Kunst ver-schaffte. In Deutschland besitzen von ihm dieGallerie zu Wien 9. Bilder, darunter drey alsEtaffirungen zu Werken von Rembrandt , C. Schuttund D. Leisters dem jungem; die übrigen ganzseine Arbeiten, die mehrern Blumen-Guirlanden,in der Mitte mit Grau in Grau gemalten Basre-liefs, welche H. Familien, Heiligenbilder, u. drgl.darstellen; Eines im ächten Geschmacke seines Or-dens: Monstranz, in Form eines mit Weinrebenumwundenen und von Engeln emporgehaltenenAltärchens. Auf demselben ein brennendes Herz,dessen Flamme die H. Hostie umfaßt: O ämor,qrst sernper aräes! — Lichtenstein 4 Blumen-stücke. (Im Katalog dieser Gallerie wird auchvon Segers — wie acquarellirten und mit derFeder ritoccirten Zeichnungen gesprochen.) —Alünchen und Schleiebeim, jedes ein Bild.— Dresden 6 . meist H. Familien (auch eineAnbetung der Hirten, mit Blumenkränzen umwun-den) — Salzrhaluni einst 4. Darunter ein Gör-termal. wo Pomona dem Bacchus Früchte bringt;zwey Amorine nehmen einige davon zu sich, ei»großes über 8 ^ breites, und 6 ^ hohes Bild (alsoeine Seltenheit von unserm Künstler für Größe,und besonders für den profanen Geaenstanv); sodaß es freylich auch hier heißen möchte: O ^moe.