Segers.
aui ubique arstes!). Dann einen bärtigen altenKopf; somit ebenfalls selten. Die übrigen in seinergewohnten Gattung. — pommersfelden einenBlumenkranz. In der Jesuiterkirche ju Antwer-pen sah man noch von ihm 1782. sein Hauptbild:Line große Guirlande, in welcher sich die Blu-men, Früchte, Insekten u. s. f. aller Jahrszeitenvereinigt fanden; in der Mitte eine Maria mitdem Kinde, von Rubens . Ein andres ähnliches,St. Jgnaz, ebenfalls von Rubens , mit Blumenvon dem Unsrigen bekränzt und umwunden, fandsich einst in eben dieser oder einer andern Kirchezu Antwerpen ; was aber durch einen Strahlsteinzu Grunde gieng. Leider ist uns von dieses vor-treflichen Künstlers Arbeiten nie nichts zu Gesichtgekommen; und sind wir dagegen um so viel neu-gieriger, zu wissen, welchen Charakter er wohlseinen Madonnen, und kurz den historischen Staf-firungen seiner Blumenbilder ertheilt habe, wovonalle unsre Notitzen schweigen. Gestochen nach ihmkennen wir kein einziges Blatt, ^ate/st. ste Lon-Le-rar.
* Segers oder Segbers (Gerard). Ei-nige setzen seine Geburt in ibg». Von seines Mei-sters, Manfredi's, Manier sagtwareler: „Indemman sie tadelt, muß man gestehen, daß solcheimmer eine Zahl Liebhaber und sogar Künstlerverführen wird; weil sie den Gegenständen eingroßes Relief giebt, und eine Wirkung hervor-bringt , die, zwar der Wahrheit entgegen, darumnicht minder in Erstaunen setzt, und das Coloritaller ander» Gemälde neben sich matt erscheinenmacht." Alsdann weiter: „Segbers, der mitdiesem Zauber eine schöne Harmonie verband, ge-fiel den Italienern; noch mehr in Spanien , und,nach seiner Rückkehr, sebst einige Zeit zu Antwer-pen , wo man bald für alle Kirchen von seinerArbeit verlangte. Nachdem aber die Zeit diesenEnchusiasm' geschwächt, und man seine Arbeit mitderjenigen von Rubens und van Dyck vergliech,fiel die Vergleichung nachtheitig für ihn aus.Man bestellte minder Arbeit bey ihm. Jetzt gienger nach England, wo er sich eine zartere und an-genehmere Manier bildete;^und die Leichtigkeit,mit der er seinen Styl änderte, beweist dieLenksamkeit seines Kunstsinns. In von Fackellichkbeleuchteten Nachtstücken war er oortreflich". NachDescamps 1 l. 182. war es bald nach Rubens und van Dyckü Tod, daß er nach England gieng.Indessen sagt Fiorillo (V. 354 -) r Walpole irresich, wenn er diesem Künstler ein mittelmäßigesBiumenstnck zu Kensington zuschreibe. In Deutsch-land besitzen von ihm: Die Gallerte zu Wien 5 .Bilder: Zwey Landschaften, die eine mit Hagar und dem Engel, die andere mit einer H. Familieund St. Francisc staffirt. Dann eine Commumonder H. Jungfrau, ein Bild von A lebensgroßenFiguren; eine Madonna mit dem Kind und Jo-hannes , der ihm einen Vogel reicht, schwach Le-bensgröße; endlich noch eine H. Familie in einerLandschaft, wo Engel für das Christkind Früchtepflücken, ein kleines Bild. — München : EineSt. Dympna, von ihrem eigenen Vater enthaup-tet, ganze Figuren, Lebengröße. — Salzrhalumeinst: Cimon, von feiner Tochter gesaugt, lebens-groß; Europa auf dem weißen Stier; Oelila undSimson, mittlerer Größe. — Dann hat dasMuseum Napoleon von ihm: St. Franz Xa-ver in Entzückung, ein vortrefliches Bild, vonrichtiger, wenn schon nicht ganz reiner Zeichnung;Ausdruck in den Köpfen; ein breiter fester Pin-sel; ein kräftiges, nur etwas zu dunkeles Colorit.(Alles erinnert an die Schule der Carracci oderCarravaggio'S). Dann St. Johann den Evange-listen , von einem Engel begeistert (der erstre etwasplump), ein lebensgroßes Kniesiück. Und endlicheinen St. Matthäus (ein schlechtes Bild). GuteBeschreibung und Beurtheilung, nebst Abbildungim Umrisse davon s. in Lands n's Ann. VIII. 45 .IX. 75. und XIV. 47. wo bemerkt wird, daßSegher's bisweilen auch in Tinrorets Geschmack
Segur. -§9S
gemalt habe. Gearbeitet nach unserm Künstlerhaben Stecher in Menge: C. F. Doetius, dieBolswerte, D. Dankerts, P. Darrt, C. Galle,P. Jode, N. Lauwers , F. B- Massard, Sohn,I. Neefs, A. Pauli, P. Pontius , I. M. Preiß-ler, A. I. Prenner, Ryckmans, L. Vorstermann,und «in G. R. Bildnisse z. B. P. Jode, deckKünstlers eigenes; S. «Bolswert die Jesuiten A.Rodriguez, L. Gonzaga und I. BergmanS. —Von Geschichtlichem dann giebt die beßte Litte-ratur der Ganrkatalog von winkler von unge-fehr 4 «. Bl. und nennt als vorzüglich? Eine Ver-kündigung, und eine Verläugnung Petri (in einerSpielergesellschaft!) beyde von S. a. Bolswerk(letztre zugleich als ein Capitalbild des Malers);St. Franz Xaver, nach einer Versuchung des Teu-fels von der H. Jungfrau gestärkt, von Eben-demselben; und den gleichen Heiligen auf denKnieen vor der Madonna und dem Kinde, vonPontius; die H. Jungfrau erscheint St. Jgnazvon Loyola, wieder von Bolswert, Franz XaversEntzückung von Vorstermann, u. s. f. lauter neu-testamentliche, und noch mehr Darstellungen ausder Legende, mit der einzigen Ausnahme dreyerBlätter: Einer Charitas Romana, von Boetiusin Zeichnungsmanier; einer Pastorale von Neefs,und einer Bauernschenke von LauwerS, welche zu-gleich ein Meisterstück von Segers seyn soll.Schön nennt noch mehrere der Katalog von Bran-des. In neuern Tagen (-807.) gab Massardnach ihm: la Uallelsillt- aux pieüs au Lrusestx,weiches schwarz 3 Fr. und gefärbt 8 Fr. kostete.Endlich kennt man von ihm selbst geetzt ein höchstseltenes Bildniß des Rußischen Herzogs GottfriedChodkiewicz.
Segbers (Heinrich), von Antwerpen . Einsolcher erhielt r8ov. bey dortiger Akademie dasAccessit in Grundsätzen der großen Kopfe (?), nachZeichnungen.
* Segn» d'Anrignano, s. Anrignano,oder vielmehr Lapo Gucci.
Gegner (Joh. Andreas von), geb. -704. zuPreßburg in Ungarn wo sein Vater Einnehmerwar; und st. -777 zu Halle, als Direktor derUniversität, Geh. Rath, Professor der Physik u.Mathematik und Mitglied mehrerer berühmterAkademien. Er gab mehrere gute Schriften;hierunter (nach seinem Tode erschienen) Anfangs-gründe der Perspektive (Berlin 1779. 8°. mitKupf.), welche nach geometrischer Methode, frey-lich ganz theoretisch ausgearbeitet sind, und so-mit, strenge, nicht hieher gehören.
Segavia (Johann), f. Juan.
Gegre (Marcellin). So nennt Ekkard'sHandbuch der Lehranstalten Teuschlands I.4 i. einen Professor der Baukunst an der Schuleder bildenden Künste zu Mailand in 177 . ; undweiterhin II. 216. «inen, gleichen Namens (wohlEbendenselben) au gleicher Schule als: Maes-tro segli klkmentt. S. auch unten den Art.Julian TradaUesi.
Seguenor (I.). So heißt irgendwo, ganzohne Weiteres, ein Kupferstecher.
Geguin ( ), ein Künstler zu Paris (viel-
leicht in der Mitte des XVIII. Jahrhunderts),welcher künstlich gemachte Blumen aus dem Markedes Hoüunderbaumes verfertigte. Auch war erder erste, der auf den Einfall kam, gefärbte Sil-berplattchen zu dieser Arbeit zu gebrauchen. BuschHandb. d. Erfindungen Tyl. I.
— >— ( ). So heißt auch im ^Imanscii
sie Lommerce t8ll. ohne Weiteres ein damalszu Paris lebender Emailmaler, vielleicht Nach-kömmling des Obigen.
Segur (Marschall von), ehemaliger Staats-Minister. Derselbe wird von Gaulr de Sr Ger-main S. 33 i. als Liebhaber, unter die assozirteaMitglieder der Königl. Franz. Akademie der Ma»