Band 
Zweyter Theil [3].
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1596
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1596 Srgura.

lerey zu der Zeit gezählt, wo solche durch dieStaatsumwälzung aufgehoben wurde.

* Segura (Andreas). So heißt auch bey.fioriUo IV. 60. der Spanische Maler, welchermit mehr andern, i 5 oo. die Malereyen in dergroßen Kapelle der Kathedralkirche zu Toledo ver-fertigte ; nur daß hier seine Mitgehülfen (zum Theil)verschieden, nämlich Franz de les Corrales, FranzGuillee, und Fratos Flores genannt werden.

* Seguy od. Siguy ( ), heißt irgendwo,

vielleicht irrig, ein Baumeister. Piquenot hat:Vue ele Montbsrö, und eben so Queverdot dieAussichten von Ferney nach ihm, nicht Er (wiedas Lex. sagt) nach Queverdot gestochen.

Geheult (F.L.), ein 1811. noch lebender Bau-meister zu Nantes , kündigte in gedachten Jahr zu Pa­ ris an: keeueil cie «iiverg motiks cj'^rcln-tecture, 6e88ine8 et mesures en Itslie lisns leg^nvees 1791-92. welches Plane undAufrisse kleinergeschmackvoller Landhäuser, Bauernhütten, Land-kirchen , Garten, Brunnen, Verzierungen u. s. s. ent-halten, und in 18. Lieferungen (jede zu 6. Bl ), dieLieferung zu 4. Fr. auf Velin zu 6 . und colorirt zu 2H.Fr. erscheinen sollte. Das Landschaftliche darin, warvon Coste an Ort und Stelle gezeschnet worden.

Sehlmann (Johann), Goldschmied undubelier zu Leipzig , um die Mitte oder letztealfte des XVI. Jahrhunderts; wie uns die Per-sonalien einer Leichenpredigt berichten,

Sehnen (von), ein Clevischer Landmesser;gab zu Anfang des XVIll. Jahrh die Errichtungstattlicher Wassergebäude u. Maschinen in dem Mag-deburgischen und Cüstrinischen an. Marperger.

Sehnhold. s. unten Söhnhold.

Seib, f. unten Seyd.

Selberr (Heinrich Friedemann). Ein solchererscheint 1785. alS Bauverwalter d.Schlanqenbades.Hessenkassel scher Sraars- u. Adreßkal.

Seibold (Christian). In Deutschland be-sitzen von ihm: Die Gallerie zu Wien 6. lebens-große Kostüme-Brustbilder: Zwey junge Frauen-zimmer; dann aber auch einen bärtigen Mannmit einer Kanne, und eine alte Vettel, mit inFetzen gewickelten Würsten in der Hand. Eich-renstein 2. Darunter sein eigenes Bildniß, 58 .I. alt, das der Fürstl. Besttzer in höchsten Ehrenhielt. Auch Fanri (Verfasser des Katalogs dieserGallerie) besaß von seiner Hand ebenfalls sein eige-nes, und das Bildniß seiner Frau. Ein drittesdergleichen von ihm wurde noch 1782. in derSammlung von Malerbildnissen, im Besitze desGrasen F. Lacrant. von Fitmian, auf dem SchlosseLeopoldskron bey Salzburg aufbewahrt. Dres­ den 6. darunter abermals sein eigenes, die übri-en Costume-Stücke. Jenes wohl findet sich ge-ochen von C. G- Geyser an der Spitze des VIII.B. der N- B. der Geh. wiss.

( ). So heißt in Meusel's

Museum XI. (sonst nirgendwo in den Meusel-schen Kunstgeschichts-Schriften) ein uns vollendsganz unbekannter Künstler, der dort als Hofku-pferstecher zu Stuttgart , würdiger Schüler von Mül-ler, und zugleich seit 1789. als Professor erscheint.

Gerbt ( ), ein wenig bekannter um 172».

lebender Maler, nach welchem Bernigeroth dasBildniß des eben so wenig bekannten Gottesge-lehrten Th. Gottfr. Fuchsen, und B. Etrahowskydasjenige des Arztes Sigism. Hahns gestochenhat. Moehsen's Aerztebildn. S. §4. ^c.

Gerde! oder Gerd! (Andreas), geb. zuMünchen 1760., lernte in zarter Jugend beydemdortigen Hofbaumeister Lespillie die Anfangsgründeder Architektur, widmete sich aber in der Folgeder Malerkunst, und studirte bey dem Hofmalerund Professor Oefele an die r 3 . Jahre. Währenddieser Zeit malte er die al Fresco's an der vonChurfürsten Carl Theodor neu erbauten Gallerie.Da diese Arbeiten Talent verriethen, so sandte

Seidel.

ihn der Kurfürst 1781. auf seine Kosten nach Rom ,wo er 6. Jahre blieb, in der Akademie St. Lucaseinen Preiß erhielt, und von denjenigen zu Bo­ logna und Parma als Mitglied aufgenommenward Mittlerweile besuchte er auch die erstenStädte Italiens , und kam 1787. in sein Vater-land zurück, wo ihn der Churfürst zu seinem Hof-maler im historischen Fach, und 1788. zum Pro-fessor an der damaligen Zeichnungsakademi« er-nannt, in welch letzt! er Eigenschaft er späterhinauch bey der nunmehrigen Königl. Akademie der bildenden Künste angestellt wurde Von ihm flehtman auf dem neu angelegt»! Leichenacker außerder Stadt München ein jüngstes Gericht. Zu sei-nem Schönsten aber gehört sein Urtheil des Paris .In der Bildung der Gesichter der drey Göttin-nen" (heißt es bey Liporvskp)hielt er sich ganzan die Antiken, und gab ihnen das griechisch«Profil; ihren Körpern 7^ Köpfe in die Länge, ei-nen kleinen Kopf, langen Hals, niedrige Schul-tern, runde Arme, dünnen Leib, ein wenig stark«Hüfte, lange Schenkel und Beine, kleine Füße,und eine zierlich gekündete Brust. (!) Das Fleischdieser Göttinnen ist jedoch zu röthtich gehalten."Auch der Königl. Hofkammerrath von Ditkmar be-sitzt sechs ovidische Darstellungen von ihm; dar,unter Ariadne und Bacchus, die im Mondscheinschlafende Diana, Vulkan und Venus u. s. f.Von seinen Altarblättern werden hier angeführt:Zu Altfrauenhofen: St. Niklas, die Familie Chri-sti, Sk. Sebastian und St. Niklas von Lolenrin;dann das Deckengemaid in Fresko; und zu Haid-hausen nächst München das Erwachen deS H. Jo-seph. Mit vielem Geschmacke malt Seidel auchGrotesken. Liporvsky. Jene Anfangs genannteGallerie ist ohne Zweifel diejenige, welche ander»Werts eine Folge von 41 großer Gemälden an derGalleriemauer des Churfürstlichen Gartens heißt.In 1780. gab er Abbildungen akademischer Stel-lungen , und ein Chorblatt in der Prodstey Mat-tikhoken nach Oefele (ob von ihm selbst geetzk?)in Kupfer. Eine irgendwo angezeigte Sammlungvon Männer, und Weiberköpfen von ihm, wirdwohl mit jenen Abbildungen u. s. f. Ein s unddasselbe seyn. Hf-c. Noch in 1809. liest manvon ihm (Tüb. Morgenbl. S. 714.): »Auchder verdienstvolle Pros ssor Seidel hat der herr-schenden Richtung seiner (der jetzigen) Zeit nach-gegeben, und die altern, auf eine seichte Leichtig-keit (zielende) aufgebend, den Weg des Studiumsverfolgt". Und von seinem oben erwähnten Ur-theil des Paris :Dieses Werk hat überall imNackten große und verstandene Schönheiten. DasGanze macht die heitere und erfreuliche Wirkung,welche wir, wenn gleich in höherm Grade, anden hellen Bildern des Guido empfinden. Nur störtdie trockene, undurchsichtige Behandlung die Farbe".

Seidel (Christian Timoth), Königl. Preussi-scher Oberbaurath und Bauinspektor zu Berlin ,hatte schon um 1789. seit mehreren Jahren dieAufsicht über alle Königlichen Baue zu Berlin und Potsdam (Mensel II.) und erscheint auchnoch in Ebendess <J. L L. doch mit der Be-merkung: Ob er noch lebe, sey unaewiß. Einerunsrer Freunde berichtigt dielen Art. wie folgt:,,Er muß in 1804. gestorben seyn, da er in demHandbuche für den Rön. preussischen Hof-und Sraar dieses Jahres, zum letztenmal er-scheint. UebrigenS ist er nicht mit den ihm vonMensel beygegebnen (ihm früherhin zukommen,den) Titeln, sondern als geheimer Ober-Baurathund Mitglied des Kön. Oberbaudepartements inBerlin , zu benennen".

(Christoph), ein Tischler und Bürgerzu Seidenberg, einer kleinen Stadt in der Ober-lausitz. verfertigte 1619. die in Holz geschnitteneund bemalte Decke des Taufsteins der dasigenKirche. Sammlung einiger historisch. Nach-richt. v. d. Herrschaft und Stadt Seiden:berg (Lauban 1762. 8°.) S. 176.

(Daniel), ein aus Basel gebürtiger