Band 
Zweyter Theil [3].
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1599
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Seih.

GeitZ (Balthasar). So heißt im Cbur-Mai',zischen Hof- und Sraarskalender1769. ohne Weiteres ein dortiger Hofgärtner.

oder Geiz (Carl Heinrich), ein Sohndes folgenden jünger» Konstantin, und Kunstma-ler wie dieser. Er wurde zu Eybenstock geborenund wohnte um 1747. zu Eisenberg in dem Chur -sächsischen Erzgebirge . Oetrel Histor. vonEybenstock (Schneeberg 174s. 4°) H, zz§.

-- (Constantin). Dieses Namens gab eszwey Maler zu Schneeberg ; der Vater ist wohlderjenige Constantin Geitz, nach welchem C.Ranstaedt 1648. das Titelblatt zu MelzersSchneeberger-Chronik, schlecht genug gestochenhat. Der Sohn hatte bey dem Vater gelernt,und malte mit P. G. Blumberg und C. Kleinereden 170h. neu errichteten Altar der großen Stadt-kirche gedachter^ Stadt. Drey Bogen des Schrei-berischen Begräbnisses auf dem Gottesacker beydem Hospitale zu Schneeberg , wurden auch1687. von ihm, wie wir vermuthen, nicht vondem Vater, mit den letzten Begebenheiten desLebens Jesu bemalt. S. Melzers erwähntestes Werk S. 91. i 35 . 6Z9. Der jüngere Conftan-tin scheint sich nachgehends nach dem unfern gele-genen Städtchen Eybenstock gewandt zu haben.

(C. C), s. den nachfolgenden

(G. C-). Von einem solchen in der letz-

ten Hälfte des XVII. Jahrhunderts lebenden Ku-pferstecher kennen wir eine Landschaft mit vielenBäumen, Thieren und einigen menschlichen Figu-ren , in qu. Fol. ohne Angabe des Zeichners.Vielleicht gehört dieses ziemlich schlechte Blatt zueiner ganzen Folge, mit der Adresse des Kunst-händlers D. Funk. Derselbe hat auch zu Tbeoph.Spitzels IIIu8tr. ssvl bugus tbeolo^orum stphllolo^orum ima^ines so elo^is. Vinci.

1673. gr. 4 °. einige Bildnisse (den bey weitemgrößern Theil fertigte Melch Haffner zu Augs­ burg ) radirt. Dieser sehr mittelmäßige Künstlerschreibt seinen Namen in so undeutlichen Schrift-zügen, daß er bisweilen ganz wie: 0. 0. Veits:gelesen werden kann.

(Johann). So heißt in Meufel'slF. R. L. ein um 1809. noch lebender Künstlerzu Prag , der die Stelle eines dortigen Mobilien-Schätzmeisters der Königl, Landtafel bekleidete,und in einer neuen (?) Art Oelmalerey arbeitete.Anderwerts noch finden wir: »Daß er aus allendrey Naturreichen male", und selbst ein Bilderca«binet besitze.

Hofbaumeister und Artille-riemajor, einst in Diensten des H. Churfürstenvon Trier . Seinen bloßen Namen liefert uns derChurrriersche Hof- und Sraatskal. auf1769.

(Johann Adam). Ein solcher erscheintals Hofzinimermeister in Diensten des Herzogs zuWeimar um 1812. Oesfentl. Vlachr.

(Joh. Bapt.), geb. zu München 1788.lernte anfangs die Uhrmacher-, nachwerts dieKupferstecherkunst bey den Söhnen Carl Schleich's,des ältern. Um 1810. war er zu München ansa-ßig, und arbeitete mit Carl Schleich dem jünger»an der Tayerschen Postkarte und an den großenKreiskarten. Liporvsky.

(Joh. Conrad), evangelischer Bauherrzu Augsburg , war in der Architektur wohlerfah-ren, führte die Aufsicht über den Bau der Evan-gelischen St. Annakirche daselbst, und st. ibkiv.Liporvsky.

(Joh. Georg), wohl der Vater des obi-gen Johann Adams wurde um 1782. von dem Her-zoge v. Weimar zum Hofzimmermeister ernannt, illre.

(I.), ebenfalls Kupferstecher. Derselbegab um 1704. zu Nürnberg , uuter der Leitung

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von C. M. Roth, einige »iemlich schlecht ausge-fallene Bildnisse Brandenvurgischer Fürsten, zudem ersten Theile von Dreyhaupts Beschreibungdes Saalkreises.

Sertz ( ). Diesen Namen findet man auchauf einem Bischöfl. Passauischen Thaler von 170Z.Sammt, berühmt. Medailleurs. 377 .

Geirzr (Joh.). Ein solcher wird im Sächs.Rur. Rab. 1748. S. 36 s. ein in der ersten Hälfte,und noch in der Mitte des XVIl. Jahrh, zuPassau lebender guter Bildhauer genannt.

* Gelar (Vincenz). Dieser wenig bekannteGeschichtsmaler (heißt es bey von Männlich)suchte den Fleiß und die Färbung der deutschen Schule mit dem Styl der italienischen zu verbin-den. In Deutschland besitzt von ihm die Gal-lerte zu München : Christus ruft die Kinder zusich, ein V 8 , hohes und 4^ 8 " breites Bild aufHolz, dasselbe, welches nach dem Ley. früherhmzu Schleisheim stand.

* Gelbein. Gelein od. Selhein ( ),der im gedruckten Anhange zum Lcy erscheint.In einem Kupferstichverzeichnisse finden wir fol-gende seltsame Angaben, die wir hier mittheilen,weil sie sich vermuthlich auf diesen Namen bezie-hen möchten. Nämlich: »kiuns cloin-iss, undlleliquiss Oanaum; zwey schöne Landsi-asten inRealfol. nach Asselin, bezeichnet: A Vei/rem pinx.

Keauvarler"; sodann: »Ein Scestück (lespecbeurs a la lin^no) nach Asselin, bezeichnet:A'ea» cr Ve/i» p. ). h. verroh sv. q. Fol. Ausalle dem geht wohl ziemlich deutlich beroor, daßunser Selbem u. s. f. verderbte und unrichtigeNamen von I. Asselin sind. So trefflich sindviele Quellen der Kunst- und jeder andern Ge-schichte.

Selb Herr (Niclaus), s. unten NAcker(Ruperi).

Selbitz (Friedrich Lorenz), erscheint 1762.als Churhannovrischer Bau- und Proviantskom-missair zu Ratzeburg .

Selbitzer (Niclaus), ein Tapezierer in denNiederlanden ; arbeitete um i/jgö. nach Kartonsvon Albert Dürer. (ruttererr: //iLtoria /fo/L-

Selche (Carl Ludwig), Münzinspektor vonChurpfalz zu Düsseldorf . Eyrer in seiner Samm-lung pfälzischer Münzen ll. 214. giebt einen Tha-ler von 1767. mit seinem Namenszeichen an.

Seid (Georg), ein berühmter Goldschmied zuAugspurg, von welchem man in der dasigen St.Ulrichekirche zwey große Arbeiten: Eine Monstranzvon 24. Mark, und eine Statüe von 52 . Pf. zeigt.Ebenderselbe etzte auch 1621, einen großen Grund-riß von gemcldter Stadt, vott Sterten. S.auch den gleich ff. Art.

(Johann). Ebenfalls nach von Ster-ten S. 499 - führt Liporvsky einen Goldarbeitervon Augsburg , als ersten dortigen Graveur an,als diese Stadt 1621. von Carl V. die Freyheiterhielt, goldene und silberne Münzen zu prägen.Diese ersten Münzen waren Goldgulden, undBatzen von Silber. Wohl mit Obigem Einer undDerselbe.

Seiden ( ). So heißt bey Fiorillo V.

47h. ein englischer Bildhauer, Schüler des in1721. verstorbenen Gibbons. Zu Petword befandsich ein großer Reichthum mannnigfaltigen Schnitz-werkes, beydes von dem Meister und seinem Zög-linge, welcher letztre, als das Schloß in Brand ge-rieth, eine Vase retten wollte, und dabey sein Le-ben verlor.

Selö s. Seele.

Selein, s. oben Selbem.

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