Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1598
JPEG-Download
 

>598 Seiffert.

Societät, deren Ehrenmitglied er feit 178g. ist,bearbeitete er größtentheils die Zeichnungen undKupfer für ihre Schriften. Mensel II. (1789 )s. v. Seyfferr. Ebendess. A. A. L. nach neu-ern Angaben s. v. Seiffert. Der Catalog vonwi'nkler nennt diesen Künstler Stecher mit derNadel und dem Grabstichel, und führt dann vonihm drey gestochene, und leicht in Farben abge-druckte Blatter an; nämlich dasBildniß des Schau-spielers I. F. Reinecke, nach Graf; dann dieBrustbilder eines jungen Knaben, und eines arti-gen Mädchens, das mit seiner Katze spielt, letzt-res nach Schenau. Bey Haymann, der ihn baldSeyfert, bald Seyfferr nennt, finden wir vonihm angeführt: Blatter , welche er, gemeinschaft-lich mit Günther, zu Böttigers Beschreibungeines dem General von Christian!, von dem Hof-bildhauer Pettrich gefertigten Denkmals gestochenhat. Das Tüb. Morgenbl. dann (1807. S.40.), welches ihn (hier s. v. Geifert) einen»geschickten Mann" heißt, führt dort Blätter vonihm an, welche er nach altdeutschen Gemälden(im Besitze des Maler Hartmanns zu Dresden )in Umrissen sehr sauber gestochen habe; ferner,I. c. 434. (jetzt s. v. Geifferr) seine Arbeitenfür'sAugusteum; wieder I. c. Int. Bl. S. 65 . sei-nen Antheil an vier Blättern nach Ph. O. Runge,welche i. Carol. kosteten. Weiter (i8w.) die Sy-bille nach von Kügelgen für die Urama. Nochin 1812. endlich sah' man Blatter von ihm aufdem Dresdner -Salon ausgestellt. Schon in die-ses Künstlers jugendlichen Tagen (1/88.) gab Beiler (S. 169 ) ihm das Zeugniß, daß er sich durchfleißiges Zeichnen zum geschickten Stecher vorbe-reite, und kündigte damals ein Blatt von ihm:David, nach Prete Genovese, aus der Gallerte an.Ob solches jemals wirklich erschienen war, ist unsunbekannt.

Seiffert ( ), ein Maler aus Posen ge,

bürkig, der in Oel und Pastell, sowohl Bildnisseals auch Landschaften und Geschichten verfertigte.Er hatte sich lange Zeit in Italien , Frankreich ,Böhmen , Petersburg u. s. f. aufgehalten. Einesgroben zu Posen begangenen Verbrechens wegen,setzte ihn die Preussische Regierung auf die Fe-stung zu Breslau , wovon ihn jedoch der zweyt letztePreussisch-Französische Krieg befteyte. Seifferterhielt darauf eine Stelle als Fahndrich bey derArtillerie des Herzogthums Warschau und wurde1808., wo er ungefähr Zo. Jahr alt war, mitanderen Polnischen Truppen, zur Dämpfung derInsurgenten nach Spanien geschickt.

s. auch unt. Seufferr u. Seyfferr.

tzeifried (Jose Felix). Das Verzeichnißder Landkarten und topographischen Blätier derSächsischen Lande von Adelung S. Zog. N°. 5 .führt von dem Kloster Neuenzelle in der Nieder­ lausitz einen Prospekt in 4°. an, mit der Bezeich-nung: Aare /Nix M/rreci äelin. Xeocell.. an.Ohne Zweifel ist er der nämliche Künstler, derirgendwo Seyfried geschrieben wird, und vondem es dort heißt, daß er Landschaften mittel-mäßig geetzt habe.

( ), die unverheurathete Tochter ei,

neS Schneiders zu Dresden , wo sie 1812. unge-fähr 43 . I. alt lebte; eine vortreffliche Stickerinbesonders von Schrift. Il/Lc.

s. auch unten Seyfried.

Sekgnelay (Marquis von). Ein solcherwird von Gault de St. Germain S. 5 i. und196. unter den Französischen Kunstliebhabern so-wohl des XV>. als (oder dann noch ein andrerdieses Namens) auch des XVII. Jahrh, genannt.

Seign 0 rer ( ). So heißt im Almanach

sie-. 9 -esux - >^rt8 i8oZ. ein damals zu Paris le-bender Geschichtsmaler, von welchem dort einBild von Phocion angeführt wird.

Seiler.

Seil (A.), ein Kupferstecher zu Amsterdam Um die Mitte des XVII. Jahrhunderts I» Fj-lipps von Zesen Horazischcr Sitlenlchre (Amster­ dam 1662. II. Th. 40.) sieht man von seinerArbeit.

Seiler (Caspar), zu Ilmenau , suchte um1675. an genanntem Orte, von dem Fürsten vonHenneberg, als Münzmeisicr angestellt zu werden;sein Gesuch wurde aber abgewiesen. S. ein hand-schriftlich. Werk über Henneberg von zs.I u n c k e r.

----- oder Seil ler (Joh. Georg undDietägen), Vater und Sohn. Von ihnen führtein Verzeichniß meines sei. VaterS über 60. mit-telmäßige fast sollten wir sagen, schlechte Bild-nisse Deutscher und Schweizerscher Standesperrfönen, Gelehrter und Künstler an, welche diesel-ben von >688 17Z9. ungefehr gestochen und ge-schabt haben, und zwar nacr> ff. Meistern: G,Brandmuller I. R. Dalliker, A. David, M.Füßli, Sardelle, B. Guiilebaud, I. G. Huauk,

I. R. Huber, Limborch, Luthenburger, M. Me-rlan, jünger, F. Meyer, I I. Meyer, I. M.Roos, D. Savoye, I. I. Scharer, I. Schnell,D. Seiler, (welcher, wie es scheint, auch Malerwar, da einige jener Bildnisse ausdrücklich mit:

II. deiler, p. und pinx. et so bezeichnet sind),I. Simler, und I. M. Veith Außer Bildnisse»dann einzig etliche Schweizerlanvschaften, nachFelix Meyer. Von Johann Georg nennt Gan-deUini die Bildnisse der Aerzte und Wundärzte,I. M. Lauem, Ph. Vcrgheyen's vor dessen Ana-tomie (Cölln 1712.), und I. I. Mangels vordessen Anatomischem Werke (Oen^ve 1717.), nebstallen darin enthaltenen Tafeln. Dann noch einerandern unsrer Quellen dasjenige des Minoriten An-ton Paggi, eines großen Historikers.

(Johann G. S )- Ein solcher erscheintirgendwo um 1800. in Königl. Preussischen Dien-sten, mit mehren, Andern uiirer der gemeinschaft-lichen Rubrik: Baubediente, Cvndukkeurö u. Feld-messer.

Seine (de), Baumeister des Herzogs vonBourbon und Mitglied der Pariser Königli-chen Akademie der Wissenschaften. In 1722. mußtederselbe untersuchen, ob es möglich sey, den gro-ßen Kanal auszuführen, der, aus der Seine, umParis gezogen werden und den Namen Bourbontragen sollre. Bres lauer-Sammlung zurzJacur- und Aunstgeschichre, Jahrgang -722.Febr. S. 206.

(de), s. oben Defeine.

Geinsheimer (Hans Ulrich). So heißtirgendwo, ganz ohne Weiteres, ein deutscher Zeich-ner, wenigstens nicht der neuesten Zeit.

Seipp ( ). Ein vor uns liegendes mittel-

mäßig radirtes Blättchen in 8°., mit Ruinen, zuirgend einem Buche gehörig, und vermuthlich um1790. od. r8oo. ausgefertigt, ist bezeichnet: Fer§esiel. ä'eixp lo.

Seipr ( ), ein angehender Kunstjünger

zu Dresden , Schüler von Wizani dem jüngern,der auf der dasigen Kunstausstellung 1802. einenKopf in Kreide zeigte. Vielleicht verließ er nach-gehends die Kunst, indem er weiterhin auf keinerder gedachten Ausstellungen genannt wird.

* Seirlin, s. Syrlin im Lex. sowohl als inden gegenwärtigen Zusätzen.

Seitenmscher (Johann Georg), wird in1739. als Bauschreiber des Chursachsischen Lust-schlosses Sedlitz angeführt. In gleichen Bestal-lungen standen damals Johann Ehrenfried Mül-ler zu Pillnitz ; Johann Gottli'eb Hauschild zuMoritzburg ; und Christian Wahner zu Huberlusrbürg. Ehursachf. Staarskal.

*Seirer, s. Seurer unten und im Lexicon.