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Lands» (8al. 180S. p. 98.) beschrieben, beur-theilt und im Umrisse abgebildet. Es war vondem' Kaiser selbst dem Künstler aufgetragen wor-den. Die Szene ist die Gallerie des Museum.Im Hintergründe erblickt man die Gruppe desLaokoon. Sehr gut bemerkt Landon, wie dieSchwierigkeit solcher Darstellungen vornehmlichdarin bestehe, daß man Gruppen und einzelnePersonen, nicht anordnen kann wie man will, son-dern wie man sie findet. Uebrigens bemerke manin diesem Bilde von lebensgroßen Figuren vieleSorgfalt in der Ausführung, breite und lebhafteLichter, leichtes und feines Colorit, und angeneh-me Details — wozu Wir übrigens den Herma-phroditen aus Borghese nicht zahlen können, derso ziemlich im Vorgrund mit seinem — Hinternfast an die Nase der »ächststehenden Generalereicht. Auch im Cüb. Morgenbk. 1808. heißtes von diesem Bilde kurz: „Lebhaftes Colorit,Wahrheit in den Portrairen, aber kein Leben imGanzen, woran wohl der Gegenstand Schuld ist."Eben so sah man von unserm Künstler auf demSalon von 1810. den Tod der Alcestis, und Psy-che, mit ihren Schwestern, die ihr Cupidon's Er-mordung rathen, die sich ebenfalls bey Landon(8»I. 1810. p. 49- u. 93.) beschrieben und abge-bildet finden, jenes ohne Urtheil, bloß mit derBemerkung: Daß, bey den fast unerschöpflichenglorreichen Ereignissen der Zeit, es nichts destominder rühmlich sey, wenn bisweilen ein Künst-ler sich wieder an Gegenstände der Vorwelt wage.Don letzterm dann (in lebensgroßen Figuren) wirddie fließende und geschmackvolle, für Correktheitfast fehlerlose Zeichnung, die Frischheit der Tin-ten , und die Sanftheit der Schatten sehr gerühmt,und endlich des Umstands Erwähnung gethan,daß S- seine drey Schwestern fast völlig nacktHu malen sich erkühnt, da Raphael hingegen, beyähnlicher Darstellung die seinigen drappirt habe.(Nackt oder bekleidet, wenn die mistigen, in Lan-don's Nachbildung versteht sich, nur nicht häßlichzum — Svie'n wären)! Und endlich giebt Lands»(Annnl. XVll. IIO. III. ich. Il 8 . 12/. ohne ei-niges Urtheil) einen Cyclus von fünf Scenen ausRacine's Berenice Act. 1 . Sc. 3 . Act. II. Sc. 4 -Act. III. Sc. 3 . Act. IV. Sc. 4 -,und Act. V.Sc. 5 . nach Zeichnungen unsers Künstlers, wel-che i 8 c> 5 . für die Didotsche Prachtausgabe diesesDichters gebraucht wurden, und aber meist nursehr unverständlich dasjenige deuten, was sie, derschönen Dichtung zufolge, deuten — sollten, vixlet salvavi—Gerangelt lebte noch zu Paris 1811.
* Sevano, s. Lerano, oder vielmehr Joh.Bapr. Lrespi.
* Serapisn, der antike Theatermaler. Der)Almsanck äug Uom 1810. nennt ihn einen Ae-gyptier, und setzt seine Blüthezeit zwischen die»so. u. cho. Olympiade.
* Seraucourr ( ). In Sömmerings
Abbildungen und Beschreibungen einiger Mißge-burten (Mainz 1791. Fol. S. 18.) wird von ihmeiner vortrefflich gestochenen Mißgeburt, mit derZuschrift: kuella I>ilrori8. Lx muss» Ps8tnlu-cisno An. 1721., und irgendwo noch eines Bild-nisses des Jesuiten Dom. de Colonia, ohne wei-tem Namen als den seinigen gedacht.
Gerbe ( ). Von einem solchen in kl. Fol.
sehr mittelmäßig radirt (und kolorirt), sahen wireine Abbildung des Königl. Sächsischen Husaren-Costumes. Derselbe mag noch gegenwärtig zuLeipzig oder Dresden seinen Sitz haben.
Gerber (Lorenz). So heißt in MichaelisFrauenkirche S. 299. ohne Weiteres, ein Sei-vensticker zu Dresden i 63 o.
S e r g e l.
Serebriakorv oder Serebräksrv (Ga-wrilo Jwanowitsch), Schlachtenmahler, arbeitetezu St. Petersburg , wo er 1774. in die KünstlerAcademie aufgenommen wurde. Bernoulli IV.läi.Fiorillo R. G- H- 67. Noch im Hofkalendervon St. perersburg 1804. erscheint derselbe(lebendig oder todt) als dortiger Hofrath undAkademiker.
Serena (Viktoria). In einem Kupferstich-verzeichnisse finden wir folgende Angabe: I.e »a-Are 2c>cliacks äivme in äoäeci ms8e siel anno.äcre-rä luv. i 3 . Blatt in gr. 4 ".
* Serenari (Caspar), wurde in Rom füreinen geschickten jungen Künstler gehalten, und inder dortigen Kirche St Theresia neben dem AbtPeroni von Parma angestellt. Bey seiner Rückkehr nach Palermo ward er ein berühmter Lehrerseiner Kunst, und finden sich dort von ihm, ne-ben vielen Bildern in Oel , weitlä»ftige Fresco-Arbeiten, hauptsächlich die Kuvole in St. Giesu,und das Capellchen des Münsters della Carita.
Lä. ters. II. 246 — 47 -
S er gabt (Ludwig), ein Abt von Siena ,hielt 1703. eine Rede auf dem Capital zu Rom ,bey Austheilung der Preise für die Mitglieder derdasigen Maleracademie St. Lucas: I.e coronsäel merito, äl8tributs 8ul OampiäoAlio. Ja-cob Blondeau hat nach ihm einen Thesis mit derAufschrift geetzt: Xc>vo8 hssc cielsAit orl)S8.
Sergeant (Franz), Zeichner und Stecherin Farben, mit der Nadel und dem Grabstichel,geb. zu Chartres 1706. Schüler von A. de Sc.Audi». Von ihm kennt man mehrere Blätter,theils nach eigener Erfindung, theils nach Andern.So z. B. von ersterer Gattung: II est trop tnrä;1a Loire äs IZarricsäs ä 0üartre8; I'Lnlsve-ment äs mon Oncis, eine Sakyre auf die Luft-ballons (so gab es denn doch früher einen nüch-ternen Beurtheiler dieser nutzlosen Kunst?), undein anderes satyrisches Blatt auf die (freylich weitgefährlichere) Schwärmerey des Mesmer'schenMagentismus. Dann die Bildnisse Necker's, undMonsieurs, beyde nach Duplessis, und des Körnigl. Jnterprete Hauy's, nach Favart r^ost VlII.347. zahlt ihn (1804.) noch unter die Lebenden;und ist er ohne Zweifel derselbe, der im Almanachcls 6eaux-^rt8 r 8 o 3 unter den damaligen Ste-chern in Tuschmanier zu Paris angefahrt wird;und eben so der Nämliche der unter dem NamenSergent (1798.). Ein Bildniß des an seinen Wun-den (wt. 27.) gestorbnen Franz Generals Marceaugestochen hat, welches 24. Fr. (48. vor der Schrift)kostete. S. auch unten Sergent.
Sergeeff, s. Sergneff.
Serge! oder Sergell (Johann Tobias),Schwedischer Bildhauer und Hofintendent, stu-dirke um 1770 in Italien , wo er bereits in be-deutendem Rufe stand *). Um 1779. war er Ein-verleibter der Königl. Academie zu Paris (Bioern-stahelj wo er sich damals wahrscheinlich befundenhatte. Nach seiner Rückkehr ins Vaterland sah'man von ihm (1780.) das auf Befehl des Hofesverfertigte Grabmal des Königes Gustav Wasa,des ersten dieses Stammes. Dann in 1796. diecolossale (12^ hohe) Bildsäule Gustav III. zu Fuß,in Erzt, welche die Stadt Stockholm , aus ihreUnkosten, zum Andenken des von diesem Monar-chen persönlich erfochtenen Sieges in dem See-treffen bey Sweryckssund errichten ließ. Ganzvollendet wurde dieselbe indessen erst späterhin,und stand endlich 1804. bis aufs Poliren, undzum Aufstellen vor dem Schlosse der zur Admira.litat führenden Brücke fertig da. Dieses Werk,welches 240,000. Rchthlr. kostete, erwarb ihm
«) Die Schrift: Winkelmann u. s. Jahrh. S. 35-. heißt ihn, riebst Trippel, ebenfalls den geschicktestenBildhauer seiner Zeit zu Rom , und fuhrt von ihm einen halb lebensgroßen, auf seinem Schlauche liegendenFaun an, in welchem er sich als glückliche» Nachahmer des Stpls der Antiken gezeigt habe. Andre nennen indenselben Tagen von ihm einen Diomedes.