Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1617
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S eurer.

gtt und I. I. Hayd halfen. In dem hierübererschienenen Avertissement heißt es: „ In noch nie-», mais zum Vorschein gekommenen und mit natür-lichen Farben nach dem Leben gemalten Kupfern."Mein man weiß, daß Attnhals, ein berühmterKünstler in England, bereits 1728. zudem erstenTheile der: Historis plantarum rarlssimarurnvon Ioh. Martin, eben solche Abdrücke verfer-tigt hat.

* Geurer (Johann), des nachfolgenden Jo-hann Gottfrieds Vater. Nicht nach ihm, auch nichtnach seinem Sohn, wie man irgendwo liest, son-dern nach D. Syder oder Sairer, hat I. A.Echweikart: Salmacis und den Hermaphrodit,und Marsias und Apollo gestochen. Aus Hei-necke I. S. 426. und Register sollte man vermu-then, daß der unsrige einen Bacchus nach MichelAngelo geetzt habe. Sicher indessen nach ihm,, kennt man die zwölf Monathe in klein Folio, dieeiner, vielleicht der Verleger J.F.Leopold,jämmerlichgekratzt hat.

— — — -- In Bernoulli's Samm-lung kurz. Reisebeschreibungen Xl. heißt es,daß ein Johann Seurrer zu Augspurg, aus Sil-ber eine Statüe des H. Benedikts in Mannsgrößefür die Abtey Kremsmünster gefertigt habe; welcheaber während des Krieges 1704. jum — Einschmel-zen nach Wien geschickt worden. In welcher Ver-bindung derselbe mit den übrigen Künstlern diesesGeschlechts zu Augspurg stehen mochte, ist unsunbekannt.

— — (Ioh. Georg), ein Goldschmied, derum 1689. zu Augspurg lebte, und gelegenlich ohneWeiteres erwähnt wird in: Das hochbeehrreAugspurg, oder Einzug beyder Röm. Lais.Majestäten rc., von M. I. F. w. (Augspurgrvgo. 4°>. E. 4b.)

— — (Ioh. Gottfried), Zeichner, Kupferste-cher, und Kupferetzer, geboren zu Augspurg 1718.(u. b. 1717.) der im Lcy. unter dem Art. seinesVaters erscheint. Denselben verlor er schon inseinem zweyten (nicht, wie es bey winkier heißt,achten) Jahre. Nach Florenz gieng er das ersteMal 1743. In Rom stubirte er anderthalb Jahre,und in Venedig arbeitete er unter Joseph Wag-nern. Als er nachwerts zum zweytenmal nachFlorenz kam, stach er einige Platten zu Stoschensberühmtem Werke, und Anderes in die kitture6el Kolons Imperiale äs kirea^e (17^1.)- ImI. 1758. kehrte er in seine Vaterstadt zurück, woer in äußerst dürftigen Umstanden, 1800. Todesverbliech Bisweilen malte er auch Bildnisse mitvielem Beyfall. Liporvsky. Anfangs nannteer sich auf seinen Blattern Sairer, NachwortsSeurer. Rost II. 149-61. Dort wird von ihmals sein Beßres angeführt: Vörderst von Bildnis-sen dasjenige von Goethe für Lavaters Physiog-nomik, und Kupezky und Ioh. Phil. Rugendas ,letztere für I. C- Füßli's Leben dieser Maler, mitpeinlicher Aengstlichkeit sehr zart geetzt. Dannvon Geschichtlichem: Die Verstoßung Hagars nachCelesti, die Ehebrecherin nach I. E. Procaecini,«ine H. Familie nach A. del Sarto, und Christusbey Martha und Maria nach da Vinci, alle viereaus der Gallerie zu Sanssoucy. Ferner: EineFlucht in Egypten von Engeln bedient, nach Al-bano; und Christus bey der Hochzeit zu Cana,nach P. Caliari, welches er noch zu Venedig ge-stochen, und was man für sein Capitalblatt hält.Weiter nennt Heinecte I. 117. von ihm: Ovidi-fche Figuren nach A. Carracci , und eine großeMadonna, nach Solimcna. Alle diesen fügt einVerzeichnis meines sei. Vaters noch bey: ChristiEinritt zu Jerusalem nach L. Cardi, Christusvor Herodes nach I. I. Preißler, und 18. Bl.Kopfe und Füße nach Raphael; die göttlich«Unschuld, oder das schlafende Jesuskind in denArmen seiner Mutter, ebenfalls nach Raphael,was Seurer, schon 7Z. Jahr alt geliefert hat.Endlich etliche Bildnisse nach I. C. Fiedler, I.

Seydelmann» r6l>7

C. Füßli, E. G. Gutsch, und G> Vasari (desCardinal Bembo, aus dem Kabinet Winkler, einstin demjenigen des Kardinals Valenti). Hinwie-der haben I. A. Pfeffel und A. M. Wolfgangdergleichen nach ihm gestochen oder geschabt BeyGandellini findet sich unser Künstler unter dreyer-ley fehlerhaften Namen: Schurer, dann Gottfriedund Ioh. Georg Seurer. Unter dem erster»wird dort von ihm ein Bildniß von Rembrandt ,nach demselben genannt. Auch Basan (Lä sec.(pfuscht aus ihm einen Georg Schurer von —Frankfurt .

Seurer (Matthias), ein Kunstverleger, Zeich-ner und Kupferstecher zu Augspurg in der erstenHälfte des vorigen Jahrhunderts. Man kennt vonseiner Hand Grundrisse, Prospekte und vorzüglichLandkarten (er ttkug den Titel eines KaiserlichenGeographen), welche letzter» jedoch oft sehr getadeltwerden.

* Seutter, f. gleich oben Seurer.

Seuyel, s. den obigen Thiermaler Seupel»

Seyb (Ewald), ein Goldschmied zu Eisleben um 1600. Man nennt ihn unter den Personaliender Familie Müller von Berneck , ohne Wettere-in: Dresdner Gelehrter Anzeiger Jahrg.» 7 ? 5 . S. 55 i.

Seybold (Egidius), von Gwünd, Maler.Von ihm sah man auf der ersten Stuttgardter-Kunstausstellung 1812. Kopien in Oei.

Seydel (Carl Christoph August), StudiosuSder Medicin zu Leipzig in 1810. damals 22. Iahealt Derselbe besuchte die dortige Kunstakademie,und war nicht »»geneigt, seine Studie» fahre»zu lassen, um sich ganz der Malerey zu widmen.Seydel, dessen Vater ein Arzt ist, wurde zu Sa«repta in Rußland , dem Wohnorte seiner Eltern,bevor sie sich unweit Freyberg in Sachsen niedereließen, geboren. I» 1811. nahm er seinen Auf-enthalt zu Dresden .

— — (Christoph Matthäus), ein Gottesge-lehrter. „Ob derselbe gleich eine schlechte Hank»schrieb, so konnte er doev mit der Schreib-ederganze Landschaften, Schlösser, Baume, Früchteu. s f. sehr künstlich abreisten, als wenn es i»Kupfer gestochen wäre". Seydel, geb. rv68.zu Weissenfels, war zuei st in Sachsen , wo erverdrüßliche Religionshandel hatte, sodann in derMark Brandenburg angestellt, und wurde 1717.als Pastor der Nicolaikirche nach Berlin beru'en.Dort starb er 172Z Milischens Lirchenhi-fiorie von .freyberg (Leipzig 1707. 4°) Lh. II.S. 424«

* — (Christ. Wilhelm). Nach ihm hat I.M. Bernigeroth das Bildniß des Arztes I. G.Hahn gestochen, und I. I. Haid dasjenige desGottesgelehrten I. F. Burgius geschabt.

— — ( ), ein Steinmctzmeister zu Dres-

den , wo er um die Mitte des XVUl. Jahrhun-derts starb.

Seydelmann (Apollonia), Gattin undSchülerin des nachfolgenden Iac. Erescenrius,Miniaturmalerin, scheint sich von 1785. an vor-nämlich gebildet zu haben; wenigstens hieß es da-mals schon, sie verspreche eine gute Zeichnen»zu werden. In 1792. finden wir sie bereits alsChurfürst!. Sächsische Pensionnarin. Schon aufder Dresdner -Kunstausstellung 1790. sah man vo»ihr, neben Anderm, das Bildniß ihres Gatten i»der Manier desselben, in Sepia, klein, aberäusserst ähnlich; um diese Zeit befand sie sich nebstihm zn Rom , wo sie ihm arbeiten half. Sächf.Hofkalender. Seither haben wir nichts von ihrvernommen, bis 1800. wo Joseph und Potiphar'S Weib , nach Cantarini, die Magdalena nach Cor-reggio, und ein Amor nach Raphael in den Deut-schen Lunstbl. I. 4g. von ihr sehr gerühmt wn»