r6r6 Seviu.
In gr. 4. zugehören mag, wissen wir nicht zu be-stimmen.
Sevi'n (Franz). Vott einem uns sonst ganzunbekannten Kupferstecher dieses Namens wirdirgendwo ein Bildniß des Bischofs von Soissöns,Franz de Bouthilier, nach J.CHaboullin angeführt.
* — — (Paul). Anstatt dieses Art. int Lex. t.
* — — (Paul Peter, oder Peter Paul de),Maler, geboren zu Tournon , s. K. Tours i 65 o.setzte sich zu Lyon . Nach ihm haben Elis. Bou-cher le Moine das Bildniß der L. F. de la BaumeleBlaue, Herzogin de Balliere, u. Simonneau eineAllegorie auf die mathematischen Wissenschaften(i 685 .)geliefert. Sein eigenes Bildniß hatD. I. Co-teile 1870. zu Rom gemalt, und Cl. Vermeulant (?)1688. zu Paris gestochen. Aus diesem Bildnisseentnehmen wir, das unser Künstler eine Weile zuRom seine Studien mit Beyfall trieb. Uebrigensbemerken wir, daß Einige (doch, wie wir glaubenirrig) aus Paul, und perer Paul Sevin zweyverschiedene Entia machen.
Nach welchem der Obige», oder etwa einemandern dieses Geschlechts sind dann aber eine MengeBlätter von Boudan, E. Gantrel, M. Ogier,Trouvain und C. Bermeulen, die ein Verzeichnismeines sel. Vaters anführt, welche allerley älte-res und neueres Geschichtliches, hauptsächlichjedoch aus dem Zeitalter Ludwig XIV. von i 685bis 1701. zum Gegenstand haben, und wahrschein-lich zu irgend einem Geschichtswerke gehören.Nach dem Cl. Alberr des Lex. (st. -6?6.) könnendie mehrern nicht seyn; eher nach dem letzterwähn-ten Paul Peter.
* Sevonian und Sevonyätts ( ),
s. oben Antdtt Schoon-Jans.
* Seupet (Jvh. Mann. Ein Verzeichnismeines sel. Vaters führt von ihm über 3 o. Bild-nisse theils nach D. Hopfer, M. Merlan undP. SaUpkrk (2. k. D. Savvye), die weit mehrernaber ohne weitern Namern als den seinigen, fastdurchgehnds von dunkeln Männern an: Danneine Wein - Cocagne, welche in 1698. von demMagistrate zu Straßburg dem dortigen John Bull zur Friedensfeyer gegeben wurde. Sein (schönes)Hauptblatt indessen dürfte seine im größten Folio-Format gelieferte Darstellung des dortigen Mün-sters seyn, welches noch heut zu Tage (wahrschein-lich etwas aufgestochen) bey dem Buchbinder I.E. Guttermann daselbst verkauft wird.
— — ( ). Ein solcher erscheint in dem
Handbuch für den Rönigl. preußischen Hofund Grast um 1804. als Thiermaler zu St. Pe-tersburg und außerordentliches Mitglied der Ber-liner-Akademie der Künste- In der Chronik vonBerlin B. IV. (Berlin 1789. 8°. S- »454) wirder, wohl irrig, Seuxel genannt. Er kömmt hiernämlich bey einer Kritik der Berliner - Kunstaus-stellung von 1789. vor, zu der er „nicht zu ver-achtendrStücke''aus Petersburg eingesendet hätte.
* Seur oder Soeur (la), hieß Hubertle Soeur. Dallaway l. 257. zählt ihn, nebenN. Stone und Fanelly, zu den frühsten Bildhauern,welche ihre Kunst in England ausgeübt haben.Von ihm liest man bey Liorillo V. 296—97.„Derselbe war ein Franzose von Geburt, soll dieBildhauerey von Johann von Bologna erlernthaben, und kam um 1620. nach England, wo erviele Bronzen goß, die aber fast sämmtlich zerstörtworden sind. Sein noch bestehendes Hauptwerkindessen ist die (schon im kex. angeführte) Ritter,statüe Carl I. Er goß dieselbe in der Nähe derKirche von Covent-garden, und da sie nicht vordem Ausbruch der bürgerlichen Kriege aufgerich-tet wurde, so verkaufte sie das Parlement an einenKupferschmiedt, John Rivet, mit dem ausdrück-lichen Befehl, sie in Stücke zu schlagen. AlleinRivet verbarg dieselbe und das Pferd unter derErde, und brachte einige Stücke von altem Kupfer
Seuter.
zum Vorschein, um sich nicht verdächtig zu machen.Nachdem das Kunstwerk einige Jahre vergrabengelegen hatte, wurde es 1678. auf Unkosten derKrone, durch einen Befehl des Grafen von Dan-dy, in der Folge Herzogs von Leeds , wieder auf-gerichtet. Das Basement verfertigte Mr. Grinslin Gibbons. Die Statüe selbst ward auf Un-kosten der Familie Howard-Arundel gegossen, dienoch einige Papiere, welche sie betreffen, aufbe-wahren soll. Außer dieser Ritkerstatüe findet mannur noch zwey Werke von le Soeur in England,nämlich eine Büste Carl's I. mit einem röm schenHelm, und eine bewaffnete Bildsäule des WilliamHerbert, Grafen von Pembroke, Lord Kammer-herrn und Canzlers von Oxford . Sie wurde derUniversität von T. Grafen von Pembroke kurznach der Restauration geschenkt, und soll, wieDaUarvay S. 29h. versichert, richtige Verhält-nisse und ein edles Ansehen haben Da man sieaber in einen niedrigen und engen Winkel der Ge-mäldegalerie gestellt hat, so macht sie eine schlechteWirkung." FrorMo V. 396—97.
Seurre ( le). Nach einem Bildnißmalerdieses Namens zu RheimS hat Darin 1760. das-jenige des Canonicus N. Parchappe de Vinay ge-stochen. Dann soll er auch geetzt haben.
— — ( ). So heißt im )(>mansob Ne Lom-merce 1811. ohne Weiteres, ein damals zu Paris lebender Porcellainmaler. Ob etwa ein Nach-kömmling des Obigen?
Seusius oder Seussius (Johann), Jnr
^mor Aemmsrius cum Orsovlo -zpollinis, sävuptiss ^osn. Philipp!, Oucis 8sxonise et Lli-sabetss 26- Octobr. /Inno 1618. XltenburZicelebrstus Iiumilit. rnissus s Ao/ranrreelo. (krlberZse 1618. 4^) findet sich ein klei-nes allegorischesBlättchen, bezeichnet: Fo/r. äV»-Inuent. And. OentLsck sculp. Ein ähnli-ches zeichnete derselbe zu einer andern kleinernselbst verfaßten Schrift: ckarmos^ne <le )oh.Oeortzit (dem Erste») Oucis 8-lXONl-L stg Llec-toris XI.. »stall öle, hipsiX s. s. 40, Auch hater eine Medaille angegeben, die er Joh. Georg I.bey dessen Geburtstage 1628. überreichte, welcheLurch S. Dadler geschnitten wurde. S. beyTenzelli.l'ab.^. b!°. VII. die Abbildung derselben. Vonbeyden soll auch die Geburtstagsmedaille von 16:7.seyn, welche Tenzel I. c. I^sb. 36 . I. in Ku-pfer giebt. Seussius war anfangs Consistorial-Eekretair, dann Hvfrath zu Dresden .
Seussenhofer (Wilhelm), ein sehr künst-licher Plattner zu Augspurg; verfertigte für dieKaiser Carl V. und Ferdinand I. prächtige Har-nische. Er starb 1L47. von Srerren p. 49 *.
Ssurer oder Teuerer (Albrecht Carl),vielleicht ein Sohn des unten folgenden Matthias,soll den Titel eines Kaiser!. Geographen getragenhaben, und lebte um die Mitte des X Vili. Jahr-hunderts zu Augspurg. Verschiedenen Anzeigenzufolge lieferte er: Eine Karte von Neufchatel u.Vallengin, nach Mervcilleux u a. gezeichnet (eigent-lich aber ein schlechter Nachstich der de l'JsleschenKarte) und eigenhändig von ihm gestochen; danneine Reisekarte durch Sachsen (Copie nach Zür-ner) von I. F. Glasser auf 2. Bl.; Karte vonMeisten. Augspurg 176«. s. Foliobl.; Prospektvon Jena von zwey Seiten, u. s. w.
* — — (Bartholomäus). Möhserr führtihn, in seinen Aerzrebildnissen S. 147. (beyGelegenheit der Arbeiten Ladmirals, le Blond su. s. f.) als den ersten auf, der in Teutschlandnach der Natur, mittelst verschiedener Platten,Pflanzenabdrücke in bunten Farben lieferte. Esgeschah dies zu dem Weinmannischen Kräuterbuche(?h)ttsnt<rss Icono^rapkia. kstisbonss 1726— 4 ö-in vier Folianten mit 1026. bunten Stichen, dieaber nicht in allen Exemplaren gleich gut sind),wobey ihm jedoch nachgehnds auch I. E. Ridinr