»62V Seyffert.
jubeliere des Königs von Pdhlen urid Churfürstenvon Sachsen , zu Dresden genannt» Der Jube-lierJohann Georg Fäsoid war damals Hofschmuck-arbeiter. Lhursachs. Sraarskal.
Gepffert (Philipp). So hieß ein in i 58 c>.zu Wittenberg gestorbener Kunstschreiner.
— — s. auch oben Seifferr, Seuffert,u. Seyfert.
Geyfried (Friedrich), ein Maler zu Nord-fingen um i 58 Z. wo er auf Befehl Herzog Wil helm V. die Stadt Wemding mit ihren Umgebun-gen nach der Natur abgezeichnet und colorirt hat.Als topographischer und landschaftlicher Künstlerwurde er auch noch i 586 . bey Grenzberichtigun-gen gebraucht. Liporvsky.
— — (Joh. Heinrich). So heißt inn Go-ehai schon Rirchen-und Schulstaar (III. 7.S. 49.) ein Maler, der 170-. die Dorfkirche zuPflanzwisbach im dortigen Herzogrhume mit sei-ner Kunst zierte.
— — (I. H-), soll in der letzten Hälfte
des siebenzehnten Jahrhunderts eine Karte vomWürzburgischen gezeichnet haben, die in dem Ver-lage von Joh. Hofmann zu Nürnberg erschienensey. Kaum dürfte derselbe mit obigen Joh. Hein-rich Eine Person seyn.
— — (Norbert). So heißt km <shur-Löllnischen Hofkalender von 1756. ein da-maliger Geschichts - und Hofmaler daselbst.
— — (Demoiselle Wilhelmine). Dieselbewurde zu Dresden » wo ihr Vater Apellationsrathwar, 178h. geb. erlernte seit 1801. die Kupfer-stecherkunst bey Darnstedt, und hat u. a. zweykleine Landschaften nach Kirngel und eine nachJoh. G. Wagner in Kupfer gebracht. Sie ver-steht auch, schöne Schrift zu stechen, und arbeitete(als Erwerb) noch 1812. zu Dresden , 7 l-rc.
— — s. auch oben Seifried.
Sey! er (Johann Christoph), gab, wie es ir-gendwo heißt : psrullelismns /^rckitectorum ce-lebrium d. i. Ungleiche Vorstellung derer äl-testen und berühmtesten Baumeister Vitruvii,Leo Bapst. Albern, Seb. Serlii, per. Eara-nei, Andr. Dalladii, Jac. Barozzi, von vig-nola, vinc. Scamozzi , Giov. Kranca undtsticl. Goldmanns, in g. Tabellen. Leipzig 169h.mit Kupf. in Fvl.
* — — f. auch Keiler.
Keymour (Edward), ein Englischer Maler-es XVII. Jahrh. (st. 17)7.), der bey FioristoV. 56 b. ohne Weiteres zu denjenigen Bildnißma-lern seiner Zeit gezahlt wird, welche sklavischeNachahmer von Knellcr und Richardson waren.
— -- (Jacob), ein Englischer Thier- undJagdenmaler, geb. 1702. und gest. 1752. der Sohneines Banquiers gleichen Namens, welcher dieKunst zu seinem Vergnügen trieb. Don dem Sohnebann heißt es bey Liorillo V. 575 — 76 . daß der-selbe in seiner Gattung nur etwa von Stubbsund Remagle sey übertreffen worden. Meister-haft malte er besonders die berühmtesten Rennerseiner Zeit, deren Feuer und charakteristische Be-wegungen er aufs täuschendste darzustellen wußte.Nach seinen Bildern hat T. Burfurd eine Folgevon Jagden und Pferderennen gezeichnet undgestochen. Drey derselben finden wir irgendworubrizirt: Lntree llü bois; Linons cüorcikantä rötrouver I» Piste, und la istork llu stenarö.»Wäre" (fährt Fionllo, nach Walpole, fort)»dieser Künstler nicht zu stolz und nachläßig ge,wesen, so würden wir mehrere treffliche Werkevon ihm besitzen."
— — ( ). So heißt auch bey ^korr'llo
V. 5 sZ. ein Englischer Obrist, und zugleich Mi-niaturmaler unter der Regierung der Königin Anna,von welchem man Bildnisse berühmter Männerseiner Zeit kenne.
Sharp.
Ge;en,'us (Valentin). Makpö nennt ihneinen in Italien zu Anfang des XVII. Jahrh,gebornen mittelmäßigen Stecher. Von ihmkennt man noch mit ikHo» datirte Groteskenu. a. Verzierungen, welche derselbe nach eigenerErfindung geetzt und mit V. 5 . signirt hat. Sarr-Der Katalog von Brandes dannführt (unter der deutschen Schule?) eine Folgevon 4. dergleichen in Duodetzformat an, die (viel-leicht irrig) noch mit »662. bezeichnet sind.
* Sgrilll-Kansone (Bernhard), der Bau-meister und Kupferstecher, welcher im Lex. unterdem Art. von vmcenz Sgrilli erscheint. NachHemecke I. 401. hat er die Blätter zu der Be-schreibung der Laurentianischen Bibliorveck, nebstandern, nach der Zeichnung des Jos. Jgn. Roßrgestochen. Der Herausgeber war Zenob. PhilippRoßi, Vater des erstern. Aehnliches dürfte mitdem Werke über die (von A. de Lapo erbaute)Kirche St. Maria del Flore der Fall seyn. Auchfür das Werk: ^Lionl gloriose äe^ll LominIillustri kiorentini hat er gearbeitet. AemecLsIciee etc. p. 61. Irgendwo wird noch von ihmein BUdniß von Duonaroti (ohne Zweifel zu derIndreris Tanrentisna gehörig), und eine unbe-fleckte Empfangniß (?ulckritu6o pulokerrimu),beyde ohne andern Namen als den seinigen, an-geführt.
* Ssuazzi'tt-( lo). Bessere Arbeiten nochvon ihm, als die al Giesu zu Perugia , sieht manan seinem Vaterort, Citta di Castello , wie z. B.seinen St. Angelus im dortigen Dome, und dieLunetten mit Geschichten der H. Jungfrau in St.Spirito ebendaselbst. Ein geschickter Zeichner wacer eben nicht, besaß aber eine Macchia uüd Con-trapost in der Färbung, und überhaupt ein Gan-zes, was nicht ohne Werth war />.»r:r Lö.rers. II. 154. Seine Blüthezeit setzt dieser Schrift-steller in rdoo.
Shaftesbucr (Anton Ashley Cooper Grafvon), der bekannte philosophische Schriftsteller,geb. zu London 1671. und gest 1712. Sei» Auf-enthalt in Italien gab ihm Gelegenheit, eineaußerordentliche Leidenschaft für die schönen Kün-ste zu fassen; und die Zeichenkunst wurde dortfeine hauptsächlichste Beschäftigung. In einemseiner Briefe handelt er von derselben, und ent-warf ein Werk von der Malerey und Bildhauer-kunst. Auch soll er einige Blatter zu Verzierungeiner neuen Ausgabe seiner Werke selbst gezeichnethaben. Haverie».
Sbäcklerdn od Sbackelron (Johann),ein Englischer Maler, der in den letzten Regie-rungsjahren Georg II und bis an seinen (desKünstlers) in 17H7 erfolgten Tod die Stelle ei-nes Königlichen Hofmalers bekleidete. Von ihmsah man hauptsächlich eine Menge jener Bildnissedes Königes, welche in England die Gesandtendieser Krone an auswärtige Höfe mitnehmen, und— dafür dem Hofmaler 5 o. Pf. Sterl bezahlenmüßen. Seine Blüthezeit fällt in die Mitte desXVIII. Jahrhunderts. Geschabt nach ihm hatR. Houston diejenigen des Kanzlers der Exchc-quer Heinrich Pelhams und des Esq. John Ro-berts, in Einem großen, schönen Blatte; dann,nach Ebendemselben: Wilhelm Beckford, JacobTownsend, und Joh. Sawbridge, die drey Alder-männer zu London , in einer politischen Conftrenzan einer Tafel, ^iorillö V. 574- -Könnet ?.34.
Sharp (Wilhelm), Kupferstecher, geb. zuLondon 1746. einer der geschicktesten Englischen Künstler mit dem Grabstichel, deren Zahl dortimmer kleiner wird. Derselbe genoß den Kunst-unterricht von West in der Zeichnung, von Bar-tolozzi im Stechen, und arbeitete bann hauptsäch-lich für die Sammlung von Boyoell. Don ihmkennt man nach Buonaroti ein Brustbild der Ze-nobia, aus der Sammlung des Malers Reynolds