Shawbrook.
(1788.), in einer zierlichen Manier; nach Guidodas berühmte Bild der Kirchenlehrer, vortreflich;dann (vollends sein Meisterstück) St. Cäcilia vorder Orgel, nach Zampieri, und eine Circe undLucrekia, beyde nach Ebendemselben, letztere eben-falls sehr schön. Lrancke;. Ferner, nach neuernKünstlern: Die zwey schlafenden Kinder im Waldenach Byrne und Medland; Cupido u. seine Mutter,nach Mad. le Brun; das Bildniß des Anatomi-kers tzunter, und König Lear, Brustbild (?), beydenach Reynolds; besonders aber nach West: Venusund Europa ; Romeo und Iuliet; die Hexe vonEndor, welche dem Saul die Schatten Danielserscheinen laßt, ein trefliches Blatt; und (vollendswieder zwey Kapitalblatker): Alfred der Großetheilt sein letztes Brodk mit einem Pilger, undCarl ll. landet zu Tower, (von letzterm giebt esauch Copien von Delaunai dem Jüngern, undvon A. Keßler, bey Frauenholz a 3 fl. 36 kr.).Für die Ehakespear - Galerie gab er: Die ersteSzene des l. Auszugs, im König Lear, wo Cor-delia von ihren Schwestern Abschied nimmt, unddie 5 . Szene des V. Aufzugs in den Weibernvon Windsor, wo Fallstaff von dem Feenchor über-fallen wird, beyde nach R. Smirke, ebenfallsgute Blatter (Critik des letztem, die aber wahr-scheinlich das Urbild betrifft, s. unten Smirke).Endlich die Vollendung des Blatts des unglück-lichen Rylands: Zusammenkunft von Edgar undElfrida, nach der Angelika. Rost IX. 242. 3 » 8 —9.Fußli l. Zi. Obigej Blätter sind meist bereitsvon 1782 — 84. dalirt. Ob dieser vorzüglicheKünstler noch lebe, ist uns unbekannt; wenigstensfinden wir von ihm noch in Meusel's Arch. I.( 3 ) 2g. als eine Neuigkeit (1804.) ein Landschafts-blatt, mit der Geschichte der Niobe staffirt, nach R.Wilson angezeigt, in welches Sbarp die Figu-ren, und S«m. Smith das übrige gestochen. Meh-reres von demselben s. unten im Art. dieses letztem.
(So eben treffen wir unsern Künstler noch unterden in 1812. neu proclamirten Ehren-und Kunst-mitgliedern der KK. Akademie der vereinigten Bild-Kunst zu Wien an.)
Gharvbrook (R.)> Von einem sonst wenigbekannten Englischen Schwarzkunststecher diesesNamens führt der Katalog von Brandes dassehr schön genannte Blatt eines sterbenden Christusam Kreutze, nach van Dyck an. Auch Rost scheintdiesen Künstler nicht zu kennen.
Sbee (Martin Arthur), ein Englischer Dild-niß-und Gattungsmaler neuerer Zeit, Mitgliedder Kunstakademie zu London . Schon auf demLondner-Salon 1802. sah man von ihm das Bild-niß eines Geistlichen, Kirwan, das man zu denbeßtcn dieser Ausstellung zahlte. Aünv. st.
II. 207. Anderes auf derjenigen von i8oj. /b.kV. 226. In einem Pamphlet: tlis k^mui-s okftonclon 1806. 12°. p. 276. wird er ein denken-der Künstler genannt, der wegen Stellung undAusdruck seiner Figuren einen hohen Rang unterden Bildnißmaiern der Zeit einnehme. Gemäßig-ter dann heißt es von ihm bey Frorrllo V. 80,.»Seine Landmädchen, dann ein historisches Bild(Prosper und Miranda nach Shakspeare), unddas lebensgroße Bildniß der Jrländerin Mistr.Harvey Webbe, dürfen auf Bemerkung Anspruchmachen." An dem erstem vermißte man jedochein angenehmeres Colorit, (Tüb. Morgenblarr1807. S. 556 .); das zweyte schien mehrern Beyfallzu haben. Beyde waren in 1806. ausgestellt.Seither indessen (lesen wir irgendwo) beklagtener, und einer seiner Kunstgenossen Hoppner, sichin öffentlichen Blattern über die Kalte, womitdas Englische Publikuni die Kunstwerke einheimi-scher Künstler aufzunehmen gewohnt sey. Lons.London und Paris , Jahrg. IX. III. 160. Um1810. noch gab er (irgendwo, vielleicht irrig,Martin Archer Shee genannt) Lloments okArt (London bey Miller), ein Gedicht über dieMaletty, in sechs Gesänge».
Shelley. »621
Sbee (W.). Nach einem solchen, der aberwohl kein Anderer als der Obige ist, soll W.Bond ein Bildniß des Künstlers Rvmney gesto-chen haben.
Sheldon (Carl), vermuthlich ein Engländer.Henel's Florirendes Schweden von 1729.nennt ihn als obersten Schiffsbaumeister des Kö-nigreichs. Dieser in seiner Kunst berühmte Mannvollendete 1724. die, der Reparatur der Schiffewegen, zu Carlskron angelegte Docke. Solcheist in einen harken Felsen gesprengt, u. 16 Fußunter dem Wasser, horizontaltief, oben ho Fußbreit u. so, nach Proportion nach unten zu, durchSprengen und Miniren ausgearbeitet. Vor demEin- und Ausgange, nach der Secseite, sind große,genau in den Felsen eingepaßte, Schleusen (dieauf Erfordern ausgenommen und eingesetzt wer-den können) welche auch nicht im Geringsten Was-ser einlassen; dergestalt, daß, sobald das Wasserausgepumpt worden ist, die Schiffe, vom Kiel aus» trocken ausgebessert werden können. Fürdieses Werk, „so mit Recht das achte Wunder-werk der Welt genennt werden mag", wurden un-serm Architekten rooo. Spec. Dukaten gereicht.Breskauer - Sammlung zur kJarur- undBunftgesch. Jahrg. 1724. Sept. S. 333 . Da-gegen heißt es in dem Stockholmer -Ma-gazine Lhl. II. >755. 8°. S. 99-, daß Shel-don 1716. angefangen habe, mit Beyhülfe desbekannten poihem die aus harten Felsen zusprengende Docke künstlich anzulegen. FremdeBaumeister, die dann diese Baute weiter fortführ-ten, verließen aber seinen Plan und geriethendarüber ins Stecken; weswegen S. stch von Neu-em dieses verwunderungSwürbigen Werkes anneh-men mußte.
— — (Gilbert), vielleicht ein Sohn vonobigen Larl; war um 1760. Schisssbaumeisterbey der Königl. Schwedischen Kriegs-(Orloqs-)Flotte zu Carlskron, und dabey Mitglied der Königl.Schwedischen Akademie der Wissenschaften. S.Stockholm er-Magazin I. 291.
— — (Wilhelm), ein Engländer, der, ge-gen Ende der Regierung Heinrich VIII. mit denNiederländern in der Kunst, Laperen zu wirken,wetteiferte. In keiner Wohnung sah man viergroße Stücke, welche die Karten der vier Graf-schaften: Oxford , Worcester, Warwick m d Glou-cester enthielten. Er selbst gab sein Haus zu ei-ner solchen Fabri'cke her, und halte einen geschick-ten Künstler, Robert Henks, bey sich. FiorilloV- 3 u 3 .
— -- ( ). Ein solcher (ob selbst aus-übender Künstler, ist uns unbekannt) hielt umi 8 o 5 . bey der Kunstakademie zu London Vorlesun-gen über die Anatomie, zum Behufe angehenderMaler. S. tke ?icture ok ftouäon kor. 1805.12°. I^onll. p. 254 >
Shelley (I.). Einen solchen nennt FiorillsV. Z71. ohne Weiteres, unter denjenigen Engli schen Malern, die sich i 8 o 5 . von der K-uigl.Societät trennten, ihre Produkte (1806. zum er-stenmal) für einen Schilling Eintrittsgeld ausstell-ten, und sich den Namen: Societät der Malerin Wasserfarben beylegten. Wahrscheinlich nachihm Hai Caroline Watson um 1802. die Göttinder Weisheit gestochen. Allg. Runsizeir S. 207.S. auch den gleich folgenden Arklckel.
— — (Samuel), ein Englischer Miniatur-maler (doch wohl auch Künstler im Größer:,)blühete um 1780. und dürste der Vater des gleichoben Genannten, oder gar mit ihm Einer undDerselbe seyn. Im Cakalog des paignonDftonval heißt er Zeichner um 1786. Er, oderdann vielleicht ein Sohn von ihm, in: tl>« ?ic-ture ok I.c»nilon kor i8c>5. ebenfalls: N. Xcüe/-
rubrizier, stand damals für Miniatur und zu-mal für — schmeichelnde Darstellung seiner Urbil-
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