l6iZ Sichler.
ler geistlichen Stands; ob ein alter, oder damalslebender, wird ebenfalls nicht bemerkt.
Slchler ( ), ein deutscher Kupferstecher,
ward im I. 1804. zum wirklichen Mitgliede derKK. Akademie der bildenden Künste zu Wien er-nannt. Oeffenrl. Nachrichten.
Sichoussin (P.). In Fiorillo's Rl.6 chr. 1 l. 94. liest man: Eine H. Familie nachS. Bourdon hat f). Sichoussin, und nach dem-selben wieder Februitzi, sehr genau, mit demGrabstichel gestochen.
* Sichrist, s. Slgrift.
Sichtberg (Gilles, oder Achilles , oder Wil-lemsen von), ein verderbter Name der folgendenSieburg.
* Siciolanre (Hieronymus ), genannt daGermonerra, nach Andern auch mit dem Bey-namen Seri oder Serio. Von ihm heißt es beyLanzi II. 104. 10/—8. iZ 5 . „Derselbe war einso Raphaelischer Künstler, daß er mit den wirk-lichen Schülern Sanzio's in glücklicher Nachah-mung desselben zu vergleichen ist. Von seinerHand sieht i»an in dem sogenannten Königssaalezu Rom : Pipin , der, nach Gefangennehmung desLongobardischen Königes Astolphs, Ravenna derKirche schenkt- Noch mehr aber, als in seinenal Fresco's, näherte er sich Raphael in einigenBildern in Oel ; wie z. B. in seiner Marter von St.Luzia in St. Maria Maggiore, in einer Verklä-rung in Ära Coeli, und in einer Geburt alla Pace,welche er mit sehr schöner Grazie in einer Kirchezu Ostmo wiederholte. Sein Meisterwerk indessenbefindet sich auf dem Hauptaltar von St. Bar-tholomäo zu Ancona : Oben die H. Jungfrau aufdem Thron, zu welchem zwey prächtige Scuffenführen; über ihr schwebend ein Heer anmuthigerEngelchen, andre HH. Frauen vor ihr auf denKnieen. Auf dem untern Grunde dann halb ent-entblößt St. Bartholomaus, von kräftigem Cha-rakter, mit einem Raphaelischen St. Paul undzwey andern HH. zur Seite. Dieses weitschichngeBild ist von einem Farbenimpaste, einer Harmo-nie, und einer Einigung aller Theile zum Ganzen,daß Viele es für das schönste Gemäld in erwähn-ter Stadt halten. In Gallerten sieht man wenigvon ihm, Bildnisse ausgenommen, die er eben-falls treflich inalte. Ueber ein Blatt nach ihmvon Haussard gestochen, und ob solches nicht viel-mehr nach Raphael sey, s. den Art. Dechwellin den gegenwärtigen Zusätzen. Hier indessensetzen wir noch hinzu, daß nachMeusel's Arch.I. ( 4 ) 122. Swiolanre an diesem Bilde, auf Ver-langen eines ehemaligen Besitzers desselben, Man-ches verändern, und zum Theil lappisches Zeughinzusetzen mußte. Woher diese letzt« Kunstanek-dote geschöpft sey, wird nicht gesagt.
Sick, s. unten Sik.
* Sickelbarth, s. Sichelbarrh.
Sickert (Johann Christoph), ferner ChristianSpieß (Maurermeister, st. 1/82. zu Dresden )und Johann Gottlob Junkgen, Werkmeisters zuDresden , die, unter der Leitung des Rathsbau-und Zimmermeisiers I. G. Schmidt, die neueSt. Annenkirche zu Dresden aufführten. DieserBau wurde in 1/69. vollendet. Aachrichrenvon der Einweihung der St. Annakirche(Dresden 1769. 4°.) S. 5 . v.
Sickingen (Carl Schwcickarvon), teutscherOrdens-Ritler, und um 1700. Commenthur zuMergentheim , wie auch Hauskommenthur von Mör-stadt, soll sich als Dilettant im Kunstdrechseln
* Sickleer auch Gickeleers (Petervan),lebte um 1670. in den Niederlanden. Zu des
2) Mehreres von ihm selbst über erwähnte Gegenstciut
gezcigr vaoen. ^ ri, ius Leremomei 0. L>recys-ler (Leipz. 170b. 8°. S. 297.)
Franz von Sterbeeck: 'kkeatrum funAoknm(Antworp. ib/ 5 . 40.) lieferte er sehr mittelmäßigenarurhistorische Kupfer nach eigener Zeichnung.Auch soll er, nach Ciro Fern, einige Blätter(Medea, Pallas, u. s. f.) die zu einer Folge zugehören scheinen, in Fol. gestochen haben.
Sickler (Friedrich C. L.), ein deutscher inRom lebender Kunsidilettante, gemeinschaftlichmit dem Künstler C- Reinharl, Herausgeber des:^lmanack aus Kou-, k. Künstler u. krennäscler biläenäen Kunst, bisher zwey Jahrgange(1810. und 1811.) kl. Quart, Leipzig bey Göschen(Pr. jeder 7 fl. 24 Kr.) der durch mancherley gute undböse Gerüchte gieng, und (unpartheyisch) vielleichtBeyderley verdiente. Immerhin verdienstlicherscheint uns von dem Unsrigen der Eifer und dasGeschicke, womit er die berüchtigte Grille desfranzösischen Gelehrten H. Petit Radel von derCyklopischen Bauart, in Millins lVla^arin en-c^clopsächue vornehmlich, bestritten hat. Eben-derselbe gab dann vor Kurzem eine Karte der Al-terthümer in den Gegenden um Rom , von Terra-cina bis Ceri und von Ostia bis Subjako ( 5 ' 4"lang, und 2^ hoch). Diese Karte stellt die Lage vonZoo. alten Städten und Zooo. Lusthäusern dar,Tempel, gewelhere Haine, 67 Schlachtfelder u.s.f.nicht gezahlt. Noch ist derselben eine GattungPanorama von 4 ' Länge beygefügt!, welche all'jenes in Perfpektiv giebt, u. von einer sehr gelehr-ten und umständlichen, 20. Bogen starken Erklä-rung des Ganzen begleitet ist. In 1811. wurdeer von der Akademie der Alterthümer auf demCapitol zu ihrem ordentlichen Mitglied ernannt.Manne»,- 1811. 11. Sept. Msc. Ein Abschnittder erwähnten Karte ward im: Almanach ausKam 1811. zum Muster gegeben *). In 1812.endlich erschien von ihm, bey dem WeimarischenLandes-Iudustrie-Comtoir: cls Nonumcntis all--9110t grsccis, e sopulcro Cumceo recenter eikossoorutis, sacra Oionyslaca lllustrantibus, c. 6^.ssn. 40. niaz. (12 Gr.) Auf dieser Schrift heißter: philosoyklLo 1). Acacl. Imp. er ILeZ. etc.social., Q^mnasii HilciburAkusani Qireekor.(Ob er um diese Zeit wieder nach Deutschland zurückgekehrt.war, ist uns unbekannt) Die ebengedachte Schrift ist eigentlich Uebersetzung seineseigenen frühern Aufsatzes: Beschreibung e. sehrmerkwürdigenGnechischen Grabmals beyLu-ma, mir drey Basreliefs über die Bacchi-sche Mysterienfeyer, welche zuerst in d er Zeitschrift:«Luriosirären B. II. St. 1. nachher aber auchbesonders abgedruckt wurde, und, nach dem Ur-theil der Jen. L. Z. Vorzüge vor der lateinischenBearbeitung besaß.
Sickwitz ( ). So hieß ein Schüler der
Zeichenschule zu Meisten, von dessen Arbeit sichein getuschtes Blatt auf dem Dresdner - Salonvon 1802. befand. Neueres haben wir von ihmnichts vernommen.
Sicre (F), Maler, der, vermuthlich zu Pa ris , um die Mitte des XVII. Jahrhunderts lebte.Nach ihm hat L. Cossin zwey Bildnisse gestochen:Des Arztes Carl Thuillier set. 08. fol. (s. Bakdinger's Magazin für Aerzte ll. Leipzig1780. S. 455 ), und des Pariser -Professors Jo-hann Douat in halber Figur gr. 4° Rost'sHandbuch VII. 284. N°. 2. nennt ihn, durchDruckfehler, F. Sure.
Siddons (Miß), die, unsers Wissens, nochgegenwärtig lebende berühmte Englische Schau-spielerin, soll den Meisscl mit vielem Geiste füh-ren. FioriUo V. 821.
Sidon (Heinrich Ludwig). So heißt imDänischen Hof- und Staatskalender von1789. der damalige Köuigl. Dänische Schloßvec-walter und Garleninspekror zu Traventhal im Hol-steinischen.
, s. i» diesem Almanach S. -81 — 84.