Siebenbürgek.
HiebenbLrger c ) und Georg Hart»lieb, beydes geschickte Plattner zu Nürnberg imAnfange des X VI. Jahrhunderts; der letztere, derseines Gleichen in Deutschland damals nicht hatte,war aber der Trunkenheit so ergeben, daß seineKunst darüber zu Grunde gieng. Auch Wilhelmvon worms (der Schwiegervater und gemein-schaftlicher Arbeiter mit Siebenbürgern) nebstseinen geschickten Söhnen, und dann Grünervald,sind Künstler gleicher Art und Zeit zu Nürnberg ,die bey Fürsten und Herren, wegen ihren vorzüg-lichen Arbeiten von Stahl und Eisen, in großemAnsehen standen, will « Nürnberg . Münz »belustigungen IV. 36 c». 56 1.
Siebenhaar (Michael Adolph), Kunstma-ler zu Wittenberg um i/Z». I. E. Lrell, das1700. fiorirende wittenberg (das. 8°.) S- 42-Nach ihm gestochen hat I. M. Bernigeroth 1746.das Bildniß des Anhalt -Barenburgischen Amts-hauptmanns H. P. von Stammer'S und Sysangdas seiner Gemahlin, Maria Elisabeths v. St.in gr. 4° , Krügner dasjenige desWittembergischenRechtsgelehrken Gottfried Suevus (st. 1718.) inFol.Ferner in 4° die Auszierung der Schloßkirche zuWittenberg , wegen des 17Z0. bort gehaltenen Ju-belfestes der Augspurgischen Confcfsion, zu einervon A. Charitius (Wittenb. 1781. 8°.) darüberherausgegebenen Schrift; und I. G. Schumannin quer Fol. den ehemaligen anatomischen Saalzu Wittenberg zu Abrah. Vater's: keßii lu Acs.clsmia all ^Ibin musei snatomici augustel c>-tsloxus universalis (Wittemb. 1726.). In derStadtkirche zu Wittenberg sieht man endlich einziemlich gutes von ihm gemaltes Bildniß desSuperintendenten G. Wernsdorf, in ganzer Sta-tur. S. auch sogleich Siebenhaus.
Siebe nh aus ( ). Nach einem solchen
(der aber wohl kein Andrer, als der obengenannteM. A. Siebenhaar ist) hat Sysang das Bild-niß des Oberpredigers Benj. Biehlers gestochen.
Sieberg ( ). So heißt in den Ham-
burgischen Lünstlernachricheen (iM.) eindamals dort lebender Maler und Gemaldehänd-ler, dem hier das Zeugniß gegeben wird, er malesehr fleißig in Oel , besonders aber in Wasserfar-ben; nnd zwar Stilleben, und einige Aussichten.
* Giebert (A. W.), s. Sieverr.
— — (Joh. Heinrich), Amts - Secretair
in Oornberg; geboren im Odewald 1760. Eingeschickter Zeichner und Kupferstecher; malte auchin Miniatur. Meusel's Misc. XX. i.
Siebeeh (Hans), ein Baumeister, der - 55 s.zu Görlitz arbeitete. Seiner wird gelegentlich ge-dacht in: I. Hortzschomsky von dem Vo-gel - und Scheibenschießen in Görliz 4 °-ib., 770.
Giebicke ( ). Ein solcher wird 1804.
als Wasserbaudirektor zu Berlin genannt.
* Siebmacher (Hans). Barrsch IX. 5 g 5 .bis 96. ohne das im Ley. von ihm bemerkte Wap-penbuch zu nennen, führt hingegen von ihm an:Zwölf kleine Jagden, von welchen die letzte (Stie-renjagd) mit: Aoü. äÄmacüe»- tacieb. Xorim-berz;X. Üieron. ksn^e exo. i 5 g 6 bezeichnetist, welche er ziemlich gut gezeichnet und sehr zartgestochen nennt. Dann noch eine Hasenjagd ins-besonders, ohne des Künstlers Namen, und diezwölf Monathe des Jahrs -596. (diese geetzt) undwieder bezeichnet, wie oben. Eine unsrer Notiz»zen nennt letztre „schlecht radirt", und will noch,neben jenen 12. Friesen Jagden, 1». andere in ähn-lichem Formate für Paul Fürst's Verlag kennen.In B eck mann« Beytragen ;ur Geschichteder Erfindungen lll. 226. endlich wird ange-führt: Johann Gib machers Modelbuchin Rupfer gemacht, darinnen allerhand Artneuer Modell, von dünn, Mittel und dick
Siegel. 1629
ausgeschnittener Arbeit, auch anbetn künst-lichen Aehrverkz»r gebrauchen. Nürnberg bey Michael Luisner -6o-.
Giebst!» (B. von), Doktor und Professorzu Würzburg , erscheint hier wegen den, znm Theilsehr reichhaltigen, lehrreichen und mit Anekdotengewürzten Nachrichten von theils verstorbenen,theils noch lebenden Künstlern in Franken, welchesich in desselben Fränkischer sshronick vom Jahr1807. und in den Artistisch-Litterarischen Blät-tern von u. für Franken -8c>8. (alsFortsetzung derChronick) befinden. Meusel Archiv ll. (4) - 65 .
-- (Th. Dam.). In dem dritten Bandevon A- G- Lichters Anfangsgründen derwundarzneykunst, findet man ein radiertesBlatt, ohne Angabe des Stechers, bezeichnet:D-. Oanr. §rebo/«i sei. 1789. Vermuthlich studirteSiebold damals in Göttingen . s/§c.
S >' eburg (Gilles oder Achilles , oder Willem-sen von), Bürger und Goldschmied zu Cölln,ward in i 58 i. als Cöllnischer Münzmeister zuDeutz angestellt. In - 586 . war er nicht mehr indieser Anstellung, und man führte damals Klage,daß er die Münzstempel u. f. f. nicht an den Chur-fürsten abliefern wolle. Um - 58 g. nahm man ihnzum Pfälzischen Münzmeister an; aber um i 5 g 6 .wo er beyläufig erwähnt wird, war er auch letz,tern Dienstes wieder ledig. Hirsch teutschesMünzarchiv Thl. II. S. 56 v. Thl. VII. S. 187.261. 340.
Siedel (Carl Friedrich), Ingenieur - Unter-Offizier in Königl. Sächsischen Diensten zu Dres den , seiner Vaterstadt; in i8n. ungefähr 20. Jahralt. Auf den dortigen Kunstausstellungen zeigteer Copien in Oel von Landschaften, die aber ganzohne Werth waren. inrc.
* Sieder, f. Hyder.
Giedecsleben (Joh. Balthasar) zu Berlin ;erscheint l 8 c >5 nebst mehrern andern, unter dergemeinschaftlichen Rubrik: Königl. PreußischerBaubediente, Condukteurs und Feldmesser.
Siedler (Johann Ludwig), wurde um oderin 1809. in Königl. Sächsischen Diensten, zumLandbauschreiber mit dem Titel als Baukommiffärund zum Bauinspektor zu Sorau ernannt. Erwar zugleich (diese Beanttung erfolgte schon einJahr früher) Baukondukteur zu Cottbus , ik/rc.
Sieferc (Johann Gottlieb), Maler zu Eise nach ; geboren zu Hamburg Leider wissen wirnichts von ihm, als das Aergste: Daß er mitseiner Tochter Blutschande trieb, und Selbstmör-der wurde, als diese 1765. zu Eisenach niederkam.Leipziger Allerley, Jahrg. -76b. S. 45 «.
— — s. Sieverr.
Sieg (Carl), Maler, erhielt seine erste Aus-bildung auf der Kunstschule zu Magdeburg . Um1806. und noch 1809. lebte er in Berlin . Bey derdortigen Kunstausstellung 1806. sah man von ihmeine Kindergruppe, in Sepia gezeichnet, welchesehr gerühmt wurde. Meusei zJ. L. L. Oonk.zJ. D. Merkur 1807. IV. 298. u. ff. Um 1811.befand er sich, als Schüler von David, in Paris ,und sandte von dort auf den Magdeburger -Salongenannten Jahres mehrere Bilder in Oel. Soz. B. sein eigenes Bildniß, eine H. Familie. undAbraham verstößt Hagar (letztres eine flüchtigeSkizze). ^ 5 rc.
Siegel (Adolph), vermuthlich ein Bruderdes gleich ff. Aug. Eduards, Schüler der Leip-ziger-Akademie. Von ihm sah man auf dem Dresd ,ner-Salon 1812. architektonische Zeichnungen.
— — (August Eduard), ohne Zweifel einSohn des folgenden Carl August Benjamin,Scholar der Akademie zu Leipzig in der Baukunst.Auf der Dresdner -Kunstausstellung 1808. sah manvon ihm (dem damals nur eilfjahrigrn Knaben)
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