Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1634
JPEG-Download
 

1654 Siere.

(Architektur, welche jede Gattung des Mauernund Bauen umfaßt), die eine Frucht zwölfjähri-gen Fleißes und eines kostspieligen Aufwandesseyn sollen, und sehr gerühmt wurden. Schonin frühern Tagen wollte der Polnische JesuitSolsky ein ähnliches Werk liefern, das aber(168Z.) nur zum Theil ausgeführt wurde. Einanderer Jesuit Barrhol. Monsowski, Rectordes Posener - Collegiums, gab in lateinischerSprache ein unbedeutendes Lehrbuch über die-Baukunst, das durch elende Kupferstiche noch mehrverunstaltet ward; und endlich der Piariste Swir-korvski (1/88.) eine Baukunst für Landwirkhe,somit beschrankten Jnnhalts, was demnach eindie gesammte Kunst umfassendes Werk nichts min-der als überflüssig machte. Hall Lirr. Zeit.1810. S. 73960.

Siere (F.). Nach einem solchen, uns sonstganz unbekannten Künstler hat L. Cossin mehrereBildnisse, wie z. B. Corneille's (168Z.) unddes Arztes C. Thuillier (1688.) gestochen.

Slerst 0 rpff (Baron von) zu Braunschweig ;Herzoglich - Braunschweigischer Oberjägermeister,u d auswärtiges Ehren - Mitglied der Berliner-Kunstakademie um «803., ein Kunstdilettante, dereine schone Gemäldesammlung besitzen soll.

Hiev ecke (Madam). Von einer solchen sahman auf der Kunstausstellung zu Magdeburg 1811.verschiedene Malereien nach Kupferstichen; wie z. B.Israel segnet Josephs Söhne, und Manasse undEphraim , in Pastell; der Maler Rubens , ihr ersterVersuch in Oel; des Rubens Frau, in Oel.

Sievers s. unten Sivers.

Sievert oder Siefert (Abraham), einGlockengießer zu Görlitz , lebte noch daselbst 1717.S. auch oben Sebald placher. Bisweilen wirder (irrig) Seifferr geschrieben, (I^c.

* (A. W.). Sein Bild in der Gal-

lerie von Schleishelm besteht in allerhand -Blu-men in einem Glase. Dabey eine Heuschrecke beyetlichen Weichsel ».

(Gottfried Abraham), s. Maerhel(Johann Michael) in gegenwärtigen Zusätzen.

(Johann Georg), wahrscheinlich desobigen Abrahams Sohn, arbeitete in gleicher Kunstzu Görlitz schon 1717. und noch 1768. (I/rc.

s. auch Sieferr und Siverr.

Sieverts (Heinrich), war Churbrandenbur-gischer Münzmeister um 1677. Man hat Thalermit seinen Anfangsbuchstaben bezeichnet. Mcolai.

* Steril- oder Sueur (B- N. lc). Nach derZeichnung eines solchen (wahrscheinlich des Mcl.Blas- d. Lex.) hat I. G. Felder 1766. ein kleinesBlatt (Kopf eines Orientalers im Turban) inschwarzer Luschmanier gestochen.

Stgerist, s. Glccrlst, Siegerist, undStgrist.

* Sigbartinger (Stephan), ein (wir hof-

fen, Kunst-) Schreiner von Passau , der sich zuWittenberg niederließ, dort 1694. des SchreinerJoach. Michaels nachgelassene Tochter hcirathere,und 1617. starb. M>c. >

* SighlZZl (Andreas), lebte noch 1678.

Derselbe arbeitete zu Turin , Mantua , und zuParma , wo er in herzoglichen Diensten stand. Seinbeßter Gefährte, (d. h. wie wir's verstehen, der-jcnige, dem er das meiste mit seiner Architekturu. f. f. verzierte), war Pasinelli; bisweilen ge-brauchte ihn auch als Gehülfe sein ehemaliger,frenlich vorzüglicherer Mitschüler bey Denloneund Colonna, Augustin Metelli.. terr.

162. 164.

SigMUNd.

Sr'glsbert ( ). So heißt im Almanach

sts8 Deaux - ^N8 1800. ohne Weiteres ein damalszu Paris lebender Bildhauer.

Slgl'smund (Christian Benjamin), wurde176h. Königlicher Zeichner am Stalle (b. h. derdie Malerei und Ausschmückung der Konigl.Staatswagen besorgte) zu Dresden , und st.1769. unverheirathcl, 41. Jahre alt daselbst.Hofkal. u. Sachs. Runstkab. 1739. S. 144.

(Christian Gottlob , oder Sieg-mund), vermuthlich Bruder von obigem Chri-stian Benjamin, wurde 17)7. Königlicher Hof-miniaturmaler zu Dresden , und st. 176). ä 5 . I.alt in gleicher Stadt. Sachs. Luv Lab. 1764»S. 299. Derselbe war sowohl in Miniatur alsin Emaille vortrefflich. Man will daß dieserKünstler deswegen weniger bekannt sey, weil seineArbeiten meist für solche des Raphael Mengs angesehen und verkauft wurden. Seine meistenArbeiten befinden sich in Pohlen, wohin er unddie Hofmaler Eobel und Mock ihren König,bey dessen Reisen dahin, stets begleiten mußten.

s. oben Siegmund.

* S >' grsin 0 ndi (Peter). In seiner eigenenVaterstadt, Lucca (glaubt. ter?. 1.

291.) befinde sich nichts von ihm.

^ Siginapr (Jacob). Derselbe wird in:(Zeue künstlicye, wohlgerisfene, und in Holzgescynirrenü Figuren, dergleichen nieinahlengesehen worden, (öetruckt zu Frankfurt amMayn, in Verlegung vincentii Stein-meyers ^nno lVlvC. XX. 4 °. in der Vorrede un-ter den vortrefflichsten und berühmtesten teutschenMahlern und Künstlern, die seit 100. und mehrJahren (wie es I. c. heißt), wo die Kunst aufsHöchste gestiegen wäre, geblüht haben, genannt.

Slgmund (Christian), geb. zu Leipzig 1788.Sem Vater ist Markthelfer daselbst. Er studirteauf der Leipziger Akademie Landschaft und Figurunter Berggold, und setzte seine Studien seit 1811.zu Dresden fort. Derselbe hat auch sowohl fürBuchhändler, als behilflich der Glasmalerey vonMohn zu Dresden (dem er zur Zeit Gläser u. a.Sachen malen hilft) gectzr u. gestochen. ^/§c.

Bischof von Halberstadt , vormals

Uenediciner-Mönch des Klosters Hirschau ; einMan» von Anlagen und Kenntnissen. Er warin der Malerkunst bewandert, und erwarb sichauch, um dem Stifte nicht beschwerlich zu fallen,seinen Unterhalt mit Malen u. Abschreiben. Um894. erhielt er die Bischofssielle, und st. 92Z. oder92). zu Halberstadt. S. Leiitzens Historievon Halberstadt (Halle 1749. 4 -) S. 10. auch:Bm'türMrti Ilistoria ll. g. in: 8erip-

tor. 1 '. II. p. 4Z8. Noch bemerken wir hiervonkunstreichen Kloster-geistlichen: 1.) Die AebrissinMathilde zu Quedlinburg , ist als große Stickerinbekannt, und wahrscheinlich war der, mit Scenenaus der Offenbarung Johannis, gestickte MantelKaiser Otto lll. von ihrer Hand verfertigt.Meusels historische Litteratur 1780. S.184. 2.) Die nochmalige Kaiserin Lunigunde,erhielt noch als Nonne einen Preis wegen ihrer,mit kostbaren Steinen geschmückten, Stickerei).Ein Mantel dieser Art, den sie für ihren GemahlHeinrich ll. fertigte, wird noch in der Stiftskir-che zu Merseburg aufbewahrt. S. Vita 8c. Eu-nlAunllao L. 10. z.) Auch die Prinzessin Gi-sela, Schwester Kaiser Heinrichs II. stickte, wiewir irgendwo finden, ein Kleid, worauf Christus,mehrere Patriarchen, Apostel und Jnnschristen inGold dargestellt waren. 4.) Den Abt Theodo-ricus Uticensis führt Fabric. in seiner Historieder Gelehriamk. Th. II. S. 719. als einen Ma-ler der Vorzeit auf. 5 .) Die H. Hildegard««trieb ebenfalls, nach einer u»S gewordenen Nach-richt, die Malerey; man führt gemalte Krauter-