Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1635
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Signant.

bücher u. s. f. von ihr an. Sie wurde iog8. inder Grafschaft Spanheim gebohren, erbaute dasKloster St Ruperti, auf dem Berge bey Bingen am Rhein , und starb als Aebtissin desselben in1180. Was von ihren Schriften bekannt, u. wasvon denselben gedruckt ist, führt Hallers: Llb-liotb. botan. I. 218. an.

Signani (Carl), ein Maler, über den fol-gendes Buch: conchi^IIa celeste, Lloßl

81 krencipl Oornlnl IllustrI ä'Itslis äl t?ro.öat. Veoet. ÜIOCX6. Fol. mehrere Nach-richten ertheilen soll. Scherelig Jkonograph.Bibliothek. St. V- 1800. S. 6.

* Gig na rolr, eine verdorbene Benennungvon Lignaroli.

S>gna rollk, oder Segnarollis ).So heißt ein um 1812. noch lebender Bildhauerin Verona , der schöne Gruppen und einzelne Bil-der in Marmor verfertigen soll.

* Signorelli (Franz), Neffe des nachfol-

genden Lucas, der im Lex. unter dem Artikeldieses letzter» erscheint. Sein Bild im Raths-saale zu Cortona stellt die Schutzheiligen dieserStadt vor. L<i. tem. I. 1//.

* (Lucas). Nach /)a»Lr (L6. tem.

I. 78.) st. derselbe 1621. Derselbe war ein Ma-ler von Geist und Ausdruck, und einer von denersten in Toskana , der in seiner Zeichnung Kennt-niß von Anatomie, freylich noch ziemlich trocken,erwies; so z. B. in einem seiner größten Werkeim Dome zu Orvieto , aus welchem selbst Michel Angelo es nicht verschmähte, nicht allein die Idee,sondern auch die Stellungen vieler Figuren fürsein jüngstes Gericht zu entlehnen. Freylich be-merkt man in seinen meisten Werken noch ebennicht viel Wahl der Formen, noch genügsameHarmonie im Colorite; in andern dann (besondersin einer Communion der Apostel, al Giesu zuCortona ) hingegen eine Gruppirung, eine Grazie,einen Ausdruck, eine Färbung, und kurz eineSchönheit, die an neuere Zeiten, als die seinigen,erinnert; so seltsam (und doch nicht unfein!) im-merhin der Einfall seyn mag, daß er den Judas die Hostie in seinen Beutel stecken ließ. (EineAbbildung davon s. man in: Ltrnria ?Ittr. D.XXXII.). Er arbeitete auch zu Urbino , Volterra ,Florenz u. s. f. In der Sixtina zu Nom siehtman von ihm Moses Reise mit Sephora, unddie Ankündigung des alten Gesetzes, große, undbesonders bessere Compositionen, als man sonstaus jene» Tagen zu finden gewohnt ist. Auchziehen Vasari und Taja ihn allen seinen Kunst-zeitgenössigen Landleuthen vor; und Lanzi glaubtwenigstens, daß er mit den bcßten derselben wett-eifern durfte, und täglich mehr Fortschritte machte.An mehren, seiner Werke nahm D- Barrol. dellaGarra Theil, von dem man, zu Arezzo ausge-nommen , wenig eigene Arbeiten sieht. Noch hatteSignorelli das Verdienst, an T. Barnabei undT- Zaccagna zwey gute Schüler zu ziehen.

l. c, Fiorillo I. 280. Nach dem Register auchEbendas. 66. was sich aber nicht finden ließ.

Signorellus (Leander), ein Dichter undIngenieur von Perugia . Er stand bey den Päb-y»n Leo X. und Adrian VI. in gutem Ansetzn.Letzter schickte ihn nach Rhodus , um die dor-tigen lL^festigungswerke zu leiten; aber noch vorseiner Dai/nkunft war dieser Ort erobert. Erstarb als Florenfinischer ArtilleriesOberster 1620.Jacher.

* Signorini (Bartholome), st. 63 . I. alt,1742. In 1782. sah man noch sein eigenhändiggemaltes Bildniß auf dem Lustschlosse Leopolds-krou bey Salzburg, unter der dasigen, dem Gra-fen F. Lact. von Firmian zuständigen, vortreffli-chen Sammlung von Malerbildnissen.

(Guido). Lanzi (L<l. terr:. V.

198.) nach ssrespi, will noch einen andern Maler

Silanion. ikzz

dieses Namens, als denjenigen des Lex. kennen,ebenfalls Bologneser, und Schüler von Cignani ,und scheint hingegen den Guido (Erben von G.Reni) für einen in der Schule der Caracci ge-bildeten Künstler zu halten.

Skgny ( ). So heißt im Almanach fies

Lesux-Arts i8oZ. und noch im ^ImsnsckLommerce 1811. ohne Weiteres, ein damals zuParis lebender Baumeister.

* Sigrist (Franz). Nach ihm gestochen,haben wohl an 60. Bl. für irgend einen Heiligen-Kalender mehrere nicht unberühmte Künstler: I.I. Balechou, C. Baquoi, Gaillard, I. D. Herz,G. D. Heumann, Ouvrier , Pin;, G. S. Roesch,B. S. Sedlezky, M. Wehrlin, und G. G. Wink-ler, und ein Anonymus unter Wagners Leitung.Dann nennt ihn der Wmklersche Gantkatalogauch Kupferetzer in einer großen Manier, undführt von ihm zwey schöne und seltene Blatteran:.Tobias, der, mit Beyhülfe des Engels, sei-nem Vater wieder zum Gesichte hilft, und Jobauf dem Mist, von seiner Frau ausgebälgt, undvon seinen Freunden verspottet. Noch soll er ei-nen St. Augustin nach G. P. Rugendas geetzthaben. Andre nennen noch einen St Joseph,der das Jesuskind hält, und einen Bauer mitdem Krug in der einen, und der Pfeife in derandern Hand; und nach ihm eine H. Familie vonEhinger; ferner vier nummerirte Blätter mit bibli-schen Geschichten, darunter Elias von den Rabengespeist, in I. Hertel's Verlag zu Augsburg ,ohne Namen des Stechers.

(M.). Ein solcher soll zu Wien 1774.nach eigner Zeichnung eine Ansicht des dortigenNeumarkls in Kupfer gebracht haben; dann ei-nige andere Wienerprospekte, nach van Erl.

s. Siccrist und Siegerist.

Skgurra (P.). Einen solchen, uns sonstganz unbekannten Künstler nennt der Catalog vonPaignon-Dijonval, der eine schlafende Venusnach G. Reni in Kreidenmanier gestochen habe.

Sik ( ). So heißt nach dem Wärren-

bergischen Adreßhandb. von -768. ein da-maliger Hofgoldschmied des Herzogs von Wür-temberg.

( ), wahrscheinlich ein Sohn des

Obigen, ebenfalls nach dem Mürrembergl-schen Graarshandbuch von 1809. u. 10. da-maliger und noch 1812. zu Stuttgart lebenderHofsilbcrarbeitcr. Auf der dortigen ersten Kunst-ausstellung dieses letztem ). sah man von ihm dieGeräthschaften zu einer großen Toilette in verschie-denen Besässen mit Figuren, in vergoldetem Sil-ber, mit besonderer Eleganz und Fleiß ausgeführt.

* Slkelbar (P. Damascenus ). Schon imLex. s. v. Attirer, wird irrig aus zwey Missio-narien (P. Johann Damas enus, und P Jg-narius Sikelbar, a. 6. Sichelbarrh) nur EinePerson gemacht.. Dieser Irrthum findet sich aberin den gegenwärtigen Suplementen vereits obens. v. Attirer und Damascene berichtigt. S.auch oben Sichelbarrh.

Sikes ( ), ein Künstler zu Paris , der

1778. den optischen Pantograph erfand. Vermit-telst dieses Instrumentes kann man ein Bild mitalle» Proportionen, Colorit und Schatten abzeich-nen. Busch Handb. der Erfindung. Th. VI.S. 5 oZ.

* Silanion Derselbe blühe« zwischen deric>§. und riH- Olympiade. In der Bildsäule deSApollodorus in Erzt drückte er die gewöhnlicheHeftigkeit dieses Künstlers, wie plin'us sagt, sowahrhaft aus, daß solche weniger einen Menschen,als den Jachzorn selbst darstellte. Dann rühmteman seinen Achill, seinen Lehrmeister der Athle-ten, seine Sappho (vielleicht diejenige, welcheVerres wegnahm), seine Corinna, und seine ster-