Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1637
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Silva.

Königlichen Ritterakademie zu Lissabon ; und zu-gleich auch Eubstitut von Eleutb. Man. deBorros, Professor der Zeichenkunst bey der Kö-niglichen Handelsschule daselbst. Almanach tlo^IINO se i 8 o 5 . l^i-iboa 16°. (der PortugiesischeStaatskal.)

Silva (I. O-), ein portugiesischer Kupferste-cher. Von ihm kennt man, neben Andern«, einBlatt, welches die in 177h. zu Lissabon aufgerich-tete Bildsäule König Joseph I. vorstellt. ^ 7 -c.

( ), gebürtig von Morco im jetzi-

gen Schweitzerkanton Tessin, ein Geschichts-undPlafondmaler, stndirte zu Bologna 175360.^c. Neueres haben wir nichts von ihm ver-nommen.

Silvain ( ). So nennt Fl. le Comte

(III. 28.) ohne Weiteres einen Maler, der umi 65 o. zu Paris gearbeitet habe.

* Silva ni (Gerard). Derselbe war von ei-ner alten, aber in Verfall gerathenen adelichenFamilie. Florenz hat ihm viele Verschönerungenvon Sculptuc und Architektur zu verdanken. Vonihm wurde der Pallast Albizzi wieder in Standgestellt, Kirche und Kloster der Theatiner, dasCasino von St. Marco für den Cardinal vonMedici , die Kirche delle Stimmate, und die Fa-cade des Pallasteö Strozzi von der Seite von St.Trinita, in drey Etagen von fehlerhaftem Eden-maaß erbaut. Sein Pallast Capponi dann inVia laraa wäre besser ausgefallen, wenn der Ei-genthümer, der Kosten wegen, den Baumeisternicht behindert hätte, ihm eine größere Höhe zugeben. In der Straße St. Gallo sieht man vonihm vollends jenen edeln Pallast Casielli, einender schönsten in Toscana, und in der StraßeGuelfonda den Pallast Riccardi, ein wahrhaft kö-nigliches Gebäude. Auch für die Vergrößerungdes Pallastes Pilki gab er eine Zeichnung, miteinem großen theatralischen Platz vor demselben,was aber Alles einer Cabale wegen, deren unserKünstler mit größter Ruhe zusah, nicht ausgeführtwurde. Der Großherzog Ferdinand schätzte ihnungemein, und ließ von ihm eine Facade für dieCachedrale entwerfen, weiche diesem GothischenGebäude angemessen seyn sollte. Sein Entwurfwurde mehrern andern vorgezogen, blieb aber, gleichallen übrigen, ebenfalls ohne Ausführung. Nochviel mehr Anderes von ihm, in und außer Florenz ,führt MillZia (. ter?. II. 187-89.) an, undcharaklrisirt ihn am Schlüsse als Mensch und alsKünstler, wie folgt:Silvani war ein wahrhaftgeschickter Baumeister, und zugleich Dilcttante inder Sculptur, ein wahrhafter Ehrenmann, gran-dios in Gesinnungen, und wohlthätig; nirgendsführte er sich selbst ein; man sah ihn nur, wohiner gerufen wurde. Ucbrigens lebte er im Wohl-stand, immer beschäftigt, und munter und starkbis in sein bekanntes höchstes Greisenalter, sodaß cr (der Sechs und Neunziger!) noch in denletzten Tagen seines Lebens, durch die engen Slie«gen in der Kupole der Cathedrale bis zu oberststieg, in Gesellschaft eines Maurers, der vol-lends Hunderte zahlte. Wie diese beyden dannüber Manches lachen mochten, was unter denDächern von Florenz , zu ihren Füßen vorgieng!

* (Peter Franz), Gerards Sohn u.Schüler. Von ihm nennt Miliz:« l. c. 189. die^spektable Kirche der Vätcr des Oratoriums zuFlor^z, (ob dieselbe Baute, von welcher das Lex.spricht-), wofür zuerst P. von Cortona eine Zeich-nung gemacht, die aber, allzu großer Kosten we-gen, nicht ausgeführt wurde.

Silvano ( ). So heißen bey vZicolal

zwey Bruder, Bildhauer, welche, unter der Lei-tung von I. D. Raenz, um 177a. zu Berlin ge-arbeitet harten.

k) über, wie sich KegnaulbDelnlnnde in seinem

oräonnsr «ie se mscrre »u lait xour luvte vourrilx

Silvestre. 163-7

Silverso de Lelis, wird in 1761. als or-dentliches Mitglied der Kunstakademie zu Bayreuch(welche jedoch zwey Jahr darauf ihr Ende nahm)und als Direktor der Mosaik genannt. E. Spies,Brandenburgische Münzbeluft. III. 94.

Silvester von Aquila, s. oben den Art.Galvaror von Arischia.

* von Ravenna. S. oben Ravenna .

* Silvestre oderSplvestre Alexander),Israels ältester Sohn. Derselbe hat nach seinemBruder Ludwig Landschaften gestochen. FiorilloIII. 27V. s. v. FranZ von ihm (wir denkenirrig), daß er sich auch auf die Landschaftsma-lerey gelegt habe.

* (Carl Franz de) Israels zweyter

Sohn siudirtt, gleich seinem Bruder Ludwig,ebenfalls in Italien , und wurde von dem KönigeAugust lll. gleich jenem, ebenf lls geadelt. Ue-brigens blieb er in seinem Vaterlande und beklei-dete die Stelle eines Zeicheinneisters ües Tukans

äs krance, ein Amt, welches Ludwig XIV. ge-schaffen hatte, um die Talente Israel Sylvestre'szu belohnen. Von Carl Franz kennt man beson-ders Landschaften, die von fruchtbarem Geniezeugen, oft zaubrische Gegenden, und überhauptLagen darstellen, die von sehr täuschender (verfüh-rerischer) Wirkung sind. Indessen muß er auchGeschichtliches gemalt haben, da irgendwo einChristus am Oeiberg, von N. Chereau nach ihmgestochen, angeführt wird. Hinwieder glaubenwir, daß auch Er einen Lürk und eine Türkin,ohne weitere Namen als den seinigen, geetzt habe.

* (Carl Niclaus de), s- unten rskicl.

Carl.

* (Egldius') Israels Vater, stammte

ursprünglich von einer guren Fvmilie aus Schott­ land her, die sich zu Anfang des XVI. Jahrhun-derts in Lothringen niederlies, und alsdann sichin zwen Zweige theilte, deren einer ins Burgund zog. Der von Egidius blieb in bochringen. Dortheurathete er Ell)abekb Henrier, Tochter vonClaudius (nicht wie das Lex. sagt von Israel )Henrier, damaligen ersten Maler des Herzu gs vonLothringen ; und (sagt Lstlorer,) diese Heurathgab ihm Gelegenheit sich in der Malerey zu üben,in welche er so verliebt wurde, daß , obschon be-reits in vorgerücktem Alter, er noch leidentlicheFortschritte in dieser Kunst machte.

* (Jacob Augustin de) lsliclaus Carls

Sohn, den auch das Lex. doch ohne Taufnamenkennt, geb. zu Paris 1719. Schüler seines Va-ters. Schon in seinem Vierzehnten gab er denPagen des petites Ecuries du Roy Zeichnungs-Unterricht; spätherhin, noch bey Lebzeiten des Va,ters, auch den Königlichen Kindern. Bereits ver-heurathct ging er nach Italien , um sich in derKunst z» veivollkommnen; und bekleidete alsdann,nach seiner Rückkehr, (a s der Tod seiner Gattinihn wieder nach Hause rief), jene Stelle weiter,mit großen Ehren, und mit so vollkommenem Zu-trauen seiner hohen Zöglinge, daß er von diesenin Allem, was die Kunst betraf, zu Rath gezogenwurde, und dadurch die Gelegenheit e> hielt, man-che , doch nur verdienten Künstlern, nützlicheDienste zu leisten. Don Jugend an sehr schwäch-lich, waren es die Mesdames de France, welcheihrem geschätzten Lehrer zuerst riechen, das Milch-regime anzunehmen*) was er denn auch 22. I.genau befolgte, und wahrscheinlich dadurch seinLeben auf die Neunzige brachte. Neben seinenBerufsgeschäfrcn machte dann ein schon von sei-nem Ahnherr Israel um 1690. angelegies, undspäterhin von seinem Großvater, Vater, und ihmselbst stets geäufnetes Cabinet von Gemälden,Zeichnungen und besonders Kupferstichen von u.

Nekrolog unsers Künstler's ausdrückt: gui äsixnsrsin lui

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