Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1639
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Silvestre.

Si milis. 1639

dort gesagt wird, daß sie, neben Anberm, auchnach Rigaud meisterhaft gestochen habe.

* Silveftre ( ). Ein solcher wird irgendwonoch 1802. unter die lebenden Maler der Franzö­ sischen Schule, und Lehrer von Andern gezahlt.Derselbe ist offenbar kein Andrer, als der obenangeführte Jacob Augustin Silvestre, den auchdas Lex. als Zeichenmeister der Bruder LudwigXVl. (doch ohne Taufnamen) kennt*).

Silvestrini (Christoph). So heißt im: ^l-Tnansck aus kom 1810. S. 276. ohne Weiteresein damals dort lebender italienischer Kupferstechervon Figuren. S. auch unten Lristoforo Sil-vestrini **).

* (Cosinus), f. Salvestrini.

(Cristoforo). So heißt Basan (L6.sec.), einen Künstler, der zu Rom mehrere Sta-tuen der Clemcntinischen Galerie (IVluseo Llemen-tlno) gestochen habe, und wohl kein Andererals der schon oben genannte Christoph Gilve-strini ist.

Gilvestro (D.), ein Camaldulenser-Mönch,Schüler von Laddeus Gaddi. Im Kloster degliAngeli zu Florenz sieht man noch von ihm Cho-ralbücher mit Miniaturen geziert, die zu den vor-züglichsten Arbeiten dieser Gattung in Italien ge-zahlt werden. Er st. um i 33 o. säurst L6. teer .I. 4 ?.

Silvio (Johann), Maler, ein wenig bekann-ter, aber nicht gemeiner Nachahmer, vielleicht garSchüler von Tician, von welchem mehrere Werke intTrevisanischcn, hauptsächlich aber ein sehr schönesin iöZ2. gefertigtes Bild in der Collegiatskirchevon Piove di Sacco, im Paduanischen, sich be-findet. Dasselbe stellt St. Martin auf seiner Bi-schöflichen Kanzel unter den Aposteln Peter nndPaul mit einem Gefolge von Engeln vor, unterwelchen besonders Einer, der die Cithar spielt,äußerst graziös, und alles übrige ganz Titiane-schisch ist. Lll. ter?. III. 117.

* Silvius s. auch Splvius.

Silvy (Madame), wird von Fiorillo III.523 . ganz ohne Weiteres, unter den guten fran­ zösischen Miniaturmalern neuerer Zeit genannt.Unser Wissens erscheint sie zuerst im ^lmanack<jo 6esux-Lrt8. 180Z. unter den damals zu Pa­ ris lebenden Künstlern.

( 1. So heißt auch irgendwo ein

Französischer Baumeister des XVlll Jahrh, derüber die Baukunst der Alten geschrieben habe.

S-lvyns od. S ilvyus (Anton). So nennt,unsers Wissens, der einzige Malpö einen altenKupferstecher und Formschneider, geb. zu Antwer­ pen um 1526. Von ihm kennt man (heißt es dort)eine Menge Blatter zu Auszierung von verschie-denen Litteratur-Werken. Der berühmte Plantinbediente sich seiner häufig; seine Compositionenwaren woh! geordnet, die Zeichnung richtig, undder Stich reinlich und schön. Sein Monogrammbestand in den Anfangsbuchstaben seines Namens.Zu seinen Arbeiten zählt man besonders 2«. Blät-ter zu einem i 553 . bey I. Steeltjens zu Antwer­ pen gedruckten, und Carl V. zugeeigneten spani­ schen Werke (wie es scheint Uebersetzung von Oli-viers de la Marche Lkevaper üelibörö.) DannE. Duodczblättchen zu I. Sambuci's Lmbls-msta etc. (i 56 j. sp. /'iantür. ), und einer neuern,noch mit Blättchen und 45. Münzabbildungenvermehrten Ausgabe von i 366 . mit des Verfasserssehr gut gestochenen (geschnittenen) Bildnisse.Freylich arbeiteten auch Golzius u. a. an dieserzweyten Ausgabe. Sein Monogramm indessen tra-gen die S. 22. 24. 28 67. 71, 97. 99. 104. 107.

n) Alle diese Künstler Silvester finden sich im Ler. 1eingetragen.

197. 233 . Noch sind endlich ebenfalls von ihmdie Sedezblättchen zu den: Lentum sssbulw exnntg. auotorlb. clelectss et ä 6aür. /Ire-'-ro ex-xlicatw (1667. ap.

Simanowitz (Madame), eine rühmlich be-kannte Dilettantin in Stuttgart . Nach einem Bild-nisse Schillers von ihr, welches dieser seinemFreunde Griesbach geschenkt hatte, und das die-sen Dichter noch in feiner Iugendkraft darstellt,hat Heinrich Schmidt in Weimar 1807., kräftigmit dem Grabstichel ein Blatt geliefert, welches1. Laubthaler kostete. Täb. Morgenbl. 1807.S. 82a.

Simazoro (Martin), von Capanigo ge-nannt. Von einem solchen befindet sich in derKirche St Augustins zu Chieri in Piemont (wiewir's verstehen) ein altes Bild, welches mit: perMm-tÜMM Kim-krotr-m, alias cie OaMMM 1488.unterzeichnet ist. Lausi. terr. V. 3 (io.

*S»mbrecht( ). von Männlich sagtvon ihm, daß er in Italien seinen Styl veredelte,ohne den vaterländischen zu verläugnen. Vonseiner Hand besitzt die Gallerie zu München eineAnbetung der Hirten, kleines Bild auf Kupfer.

* s. auch Sibrechts,

Simeon (Gabriel). So nennt Christ S.202. ohne Weiteres einen Maler, der um 1570.zu Florenz gearbeitet habe. S. auch den baldfolgenden Art. Simeoneus.

( ). Auf der Königl. Bibliothek

zu Dresden , findet man ein seltenes Buch in 4 ".unter dem Titel: Psalterium ^rabieum, Hlep!in 8^rea Impressum ^nuo -706. sumptlbus^tkanasli 6rsecc»rum Antiockeul pstriarcüae.Dasselbe enthält zwey Kupferblätter: Vörderst dasMappen des Fürsten der Wallachey (dem dasWerk zugeeignet ist); dann den König David mitder Harfe. Der Künstler hat sich darauf bezeich-net: X6-? Götzens Merkwürdig-

keiten der Lonigl. Bibliothek zu Dresden .

G>meon( ), Gesandter des Königs vonWestphalen zu Dresden in 1812.; damals unge-fähr gegen 40. Jahr alt; ein Sohn des Kai-serlich Französischen Staatsrathes und Ministersdes Königs von Westphalen. Derselbe hat meh-rere Landschaften zu seinem Vergnügen radirt,und ist hierin ein Schüler von Boissieux.

Simeoneus (Gabriel). In des Grreliusr'püeacrum orbis tsrrarum findet man eine nachihm gestochene Landkarte. Dieselbe ist eigentlichaber nur Copie; das Original ließ Gabrieli 56 o. erscheinen. Dieser, ein Geschichtschreiberlebte um die Mitte des XVI. Jahrhunderts, warvon Florenz gebürtig, wurde aber von da ver-trieben, begab sich nach Frankreich , und starbendlich an dem Hofe des Herzogs von Savoyen.Wohl unzweifelhaft ist er mit obigem GabrielSimeon Einer und derselbe.

S«merding (I. B.), s. oben Siemerdingk.

Simienowicz (Casimir), General - Feld-zeugmeister - Lieutenant in Königl. PolnischenDiensten im XVII. Jahrhhundert. Derselbe gabein Werk heraus, von dem wir eine deutsche Auf-lage (Uebersetzung): vollkommene Geschütz-Feuerwerks - u. Büchsenmeistereykunst Frank­ furt am Main 167b. Fol.) vor uns haben. La-simir hat sowohl das Titelkupfer (von Meursgestochen) als die Blätter im Werke selbst ge-zeichnet.

Similis, ein alter griechischer Bildhauer,Zeitgenosse und vielleicht Schüler von Dädalus ,

ter Einem Art. ihres Vaters und Großvaters Israel

«ry Denn dort werde» alle eigentlich historische Stecher Figuren-Stecher genannt.

Zirrrrilt -

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