Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1641
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Simon.

von John Smith nach England kam, legte er sichgänzlich auf die Schwarzkunst. Nachdem sich nam«lich Kneller mit letzterm veruneinigt hatte, ließ ervon Simon einige seiner Bildniße stechen. Aberwelcher Unterschied der Talente zwischen diesen bey-den Künstlern! Indeß haben wir doch einige Bild-niße von ihm , denen es nicht an Verdienst mangelt/und die daher gesucht werden. Rost IX. ,»2Z.Dort werden 16. der beßten genannt. Nach M.Dahl; van Dyck (Carl I.); W. Hoare (Ph. D.Stanhope/Grafvon Chesterfield); Kneller (Steele/Temple/ Tillotson); Vanloo (Hocaz Walpole);R. White, (Milton); auch ein Paar. ohne an-dere Namen als den seinigen. Etliche andre nenntder Katalog von Minkler, nach C. d'Agar; D.Arlaud (die Kurprinzessin von Hannover / Will).Charlotte von Anspach); C. Boit (die KöniginAnna ); I. Hargrave; I. Richärdson (Priors).Weit mehrere dann enthält ein Verzeichnis meinessel. Vaters, theils nach obigen, (am meisten nachDahl und Kneller), theils nach andern Meistern,wie z. B. nach Aikmann, Brougt, I. Fairam, P.Feurlin, Fountain, T. Gibson (Clarke's), Gro-ves, L. la Guerre, Hysing, Iarvas, Maingo,Mercier, Perrin, Ronche, I. Seemann ( des Ton-künstlers Attil. Ariosti), G. White, Zoust (Sha-kespeare's). Dann aber kennt noch letzterwähntesBerzeichniß von ihm mehreres Geschichtliches;wie z. D. von ganzen Folgen: Die Cartons vonHamptoncourt, nach Raphael (8. Bl.), und dieFabeln von la Fontaine, nach I. Visier (diesegemeinschaftlich mit Coing). Von einzelnen Blät-tern aber: Ein Ecce Homo nach A. Coypel; Chri-stus heilt die Blinden, und die Samaritanerin;nach L. la Guerre; stemissio peccatorum, nachM- Hemskerke; Cimon (Luritas Komsno) nachB. Lens; Danae, nach Maratti; Susanna imBad und das Abendmal zu Emaus, nach Rubens ;die Verklarung, nach Raphael in zwey Blättern;ein Urtheil des Paris , und die vier Elemente, unterDamenbildern mit Attributen vorgestellt (diesefünfe ohne wettern Namen als den seinigen);endlich die St. Paulus-Kirche zu London , nachder Zeichnung von R. Trevit. Ohne Zweifel istunser Künstler auch derselbe I. Simon, von demes irgendwo heißt, daß er, nebst andern Künstlern,naturhistorische Blätter zu L. Olukenery's:tlioArapliia (London 1691. 4 ^') geetzt habe.

Simon (J.P.), ein neuerer französischer Ku-pferstecher. Don ihm kannte man um 180Z. nachLordon's und MaUet's Zeichnung 6. B>. zur Attala;wovon jedes 6. Fr. 60. Cent. kostet.^ Späterhinerschienen von ihm auf einmal acht Blatter: Feuer,Luft und Erde, nach Albano, und das Wasser nachvan Limberg (jedes zu 2. Fr. die bittende Psyche,nach einer Zeichnung von Fleury (6. Fr.); Cuceempfängt oeu Ulysses, nach Flaxmann (ö. Fr.);Venus in den Lüften von Amorinen umgeben, vorihr her die Harmonie, nach Ebendemselben, (Z.Fr.); endlich (dieses kennen wir) ein punktirtesBlatt: ä l'^mitie: Ein knicendes Mädchen, dasein: Uenses 3 mal in die Rinde eines Baumsschneidet, nach le Roi (ö. Fr.). Alle in Verlagvon Osterwald. Xouv. c>. ^rrs. III. 272. Nochnennt von ihm eine andre unsrer Notizzen schonum 1800. ein so ziemlich fabrikmäßig punktirtes undcolorirtcs Blatt: Mädchen, das die Anerbietungenzweyer Mannspersonen abweist, nach derDeinoi-selle I. Dcsora, aus dem Verlage von Ioubertdem Sohne und Bance. Und hinwieder in neuernTagen (1808.): Xljnon und Lonstsnce, zwey punkrtirte Blatter, ohne andere Namen als den seinigen,welche schwarz 3 . Fr. und colorirt 6. Fr. kosteten;und das Krönungsbild von David, nach Du-saulchoy's Zeichnung ( 8'une maniöre soiZ-nee?) ä 2. kr. Endlich in 1811. nach Chareau-briant's Attala: DasDiaticum, das diese Jung-frau in der Wüste aus den Händen des P. Aubryerhält, und Chactas, der wieder in die Wüste kehrt,und Lopez seine Kleider zurückgiebt. (Pendants

Simon. ik4i

zu zwey frühern) ä 6. kr. 60. Lt. jedes, undcolorirt das Gedoppelte.

Simon (I. P.). Nach der Zeichnung einesKünstlers eben dieses Namens (wenn er niu tgar, was wir vermuthen, mit dem Obigen Einerund Derselbe ist), haben L. C. Ruotke (unter seinerLeitung) 1802. eine weibliche Figur nach Poußin,aus dessen Urtheil Salomo's , danw Bourgeois dela Richardiere, und Prudhon 1805. zu Paris zweyartige Halbfiguren: Ua kron^oist! coguette und,pEN8lve -Vnßiloise geschmackvoll und reinlichgestochen» keuill. publ,

(L-). So nennt der Cätalog vonDaignon-Dijonval einen uns sonst ganz unbe-kannten Künstler, der einen Liebhaber, zu Fußenseiner Geliebten, nach Laueret gestochen ha e.

-- Ein solcherL. wird im ^Imsnack ste

Oommerce 1811. unter den damals zu PariS le-benden Häuser-und Wagenmatern genannt.

(Paul Ludwig), war in 1795» Kon-dukteur bei dem Königlichen Oberhofbauamke zuBerlin . In i8o>. hatte er den Titel eines Bau-inspektors und Professors der dortigen Bauaka-demie; in 1809. denjenigen eines Geheimen Ober-bauraths, und trug damals die Lehre von derConstruction der Gebäude bey gedachter Akade-mie vor.

* «. (Peter), geb. zu Paris um 1640. AlsStecher scheint er R. Nanteuil zum Lehrer gehabt,oder ihn doch zu seinem Vorbild genommen zuhaben. Auch hakte er wohl dessen Kraft, abernicht sein Markigtes erreicht. Gestochen von ihmkennt man, vörderst Geschichtliches: Einen Mer­ kur , nach A. Dloemaert; den brennenden Busch,nach N. Poußin; die Marter von Sr. Cosinusund Damian (3. l>. St. Crepin und tzrepinian),nach S. Rosa in Rom gestochen. Dann mytho-logische Figuren (Pantheon ) nach Gois Zeich-nungen. Bildnisse hat er geliefert, die Menge;wie ;. B. nach Andre, I. de la Borde, le Brun(mehrere in natürlicher Größe ; Ludwigs Xl V. 1884.sehr schön; des Prinzen von Conde Ludwigs vonBourbon, der Prinzessin A. M. L. d'Orleans Her-zogin von Montpensier, und der berühmten Pfal-zen«,); I- B. Gauli, Largilliere, P. Mignard,Marc-Richard, de Troy, F. Voet; auch einigenach seinen eignen Urbildern. Seine Blätter da-tiren sich von 18681710. Sein Todesjahr istuns unbekannt. Gestochen nach ihm dann haben,ebenfalls Bildnisse: Bonnard, I. B. Nolm, N.Picard, S. Tdomassin, A. Trouvain. Rost Vll.29192. ALLc. Noch bemerkt einer uns-

rer Freunde: «Vorzüglich scheint Simon seineKunst an Brustbildern Ludwig XlV. versucht zuhaben. Wir kennen davon mehrere, die alle nacheigner Malerey, vorkreflich in gr. Fol. und Lebens-große gestochen sind. Als von den Jahren 16,8.1684. 1680. dies vorzüglich rei,end; 1686 diesist jedoch blos die in 1684. gestochene, dann inden Beiwcrken ausgeschliffene und verändertePlatte; und 1710. in Fagnaui's Verlage. Rost gedenkt noch eines solchen von «677. nach le Brun.Ein sehr schönes Brustbild des Nicl. Cheron Abtsvon la Chalade, von unserm Künstler in gr. Fol.ist bezeichnet : Hrmo» Lgues stomanus pinx. et «c.

(Peter), der Junge genannt (ob einNachkömmling des Obigen, wissen wir nicht),Zeichner und Stecher in Punktirmanir, geb inEngland um 176). und blühend zu London 178287. Er ist (heißt es bey Rost IX. Z79. der ihn1808. noch unter den Lebenden anführt), einerder beßten Stecher unsrer Zeit, in seiner Weise,mit der er ordentlich zu malen versteht. Dortwerden von ihm angeführt: Tom Jones (nochFielding B. XVlll. C- 12.) nach I Dowemann;der Holzhauer, nach T Gainsborough: der Hei,land als Gärtner, erscheint der H. Magdalena,nach Ph. Lauri; die schlafenden Nymphe», nach