Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1657
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Smirke.

Smith. ' 1657

Smirke (Robert), der Jüngere, war anefänglich Architekt, und lieferte in dieser Eigen-schaft: 8 pscimen 8 okLontinentsl-ArcliitectursVol. wiedmete sich aber spatherhin der Malcrey,worin er es weit gebracht hat. Seine Zeichnun-gen zu einem Prachtwerke über die seit einigenJahren in England ausgegrabenen Ruinen undRömischen musivischen Böden (Roühuise Ro-mans: etc. ?oi. imp. zwey Hefte mit 24. kolo-rirten Tafeln) lockten freylich bloß die Unerfahr-nen an. Etwas früher hingegen (1800.) verfer-tigte er eine Zeichnung, nach welcher Boydell ei-nen Kupferstich lieferte, der Alles übertrifft, wasbis jetzt auf einer einzigen Kupferplatte geleistetworden ist. Denn er stellt nicht weniger als dieKopfe von halb London dar, nämlich die Mu-sterung der Freywilligen vom Juni 1799. im Hy-depark, die dem Könige so wohl gefiel, daß erbeym nächsten Galatage laut sagte: Es war einstolzer Tag für England und für mich. Nichtbloß in den vornehmsten Offiziers, sondern selbstin den zahllosen Zuschauern soll die Porträtahn-lichkeit aufs genaueste beobachtet seyn. FiorillsV- 79596. Indessen scheint es, daß entwederunser Robert sich neuerdings vorzüglich der Bau-kunst beflissen habe, oder daß hier von einem drit-ten Künstler dieses Namens die Rede sey, wennwir in öffentlichen Blättern lesen:Robert Smir­ ke , ein neuerer Englischer Baumeister, vollendetein i 8 o 5 . seine weitläufigen Reisen nach Griechen­ land , Sizilien , Italien und Deutschland . Vor-läufige Nachricht von derselben theilt Hirt im erstenBande des sechsten Jahrganges der Sammlungnützlicher Aufsätze und Nachrichten die Bau-kunst betreffend mit, und rühmt aus eigenerAnsicht die Menge vortreflichec Zeichnungen, wel-che dieser reisende Architekt an Ort und Stellegemacht, eben so sehr wie das Interessante sei-ner Notizzen über alte Bau - Denkmäler, wie z.B. über den von Jktinos erbaueten Tempel desApollo zu Phigaiia."

Smr't selbst, malte Landschaften mit vielem Ge-schmacke, die daher sehr geschätzt sind.

Gmit (A.). Ein solcher etzke das Wappenin der Vignette zu Winters Catalog der Berg/hemschen Werke.

Smith (Adam), ein Kupferstecher zu London ,der um 1767. )u den dort erschienenen lUeclical«rbnervstiovs aast ingulrles, nach Rymsdyk, ar-beitete.

(Anker). Einer der weniger bekannten

Englischen Künstler dieses Geschlechts, gab fürdie Shakespeare's - Galerie von Boydell nach R.Smirke, aus dem König Lear (H.ot. IV. 80. 7.):Cordelia liegt zu den Füßen ihres Vaters (schön),und aus dem Titus Andronicus (TLct. II. 80. Z.):Die Hinwegschleppung der Lavinia durch TumorsSöhne, nach S. Woodford. »r. /. bi/st.

Aünrte. 8. 100. Tl/rc. AnderwertS beißt es noch:Auch für's XIV. Heft ermeldter Gallerie, einBlatt nach G. Hamilton.

* Ob ein anderer dieses Na-

mens, oder Obiger (beydes sonderbar!) es sey,der§ nebst F. Pidgeon, die Gcbaumünze der So-cietät zur Aufmunterung der Künste, Manufaktu-ren und des Handels, nach einem Modelle vonFlaxmann, und einer Zeichnung von Marie Den-mann gefertigt habe, welche die Profile von Mi-nerva und Merkur darstellen, ist uns unbekannt.

(Arnold), s. oben Schund. In demVerzeichniß der Gemäldesammlung des H. Hof-und Landgerichtsadvokaten Schmidt zu Kiel (1809.) heißt es von ihm 8. v. Smith: »SeineSeestücke sind meisterhaft, von denen des L.Backhuysen nicht zu unterscheiden, und ebenso schön. In dieser Sammlung befindet sichvon ihm eine wüthende See, ein herrliches Bild.Die nähere Beschreibung desselben s. in Men-sel'« Mus. II. 2. ibc>.

(Miß). Von einer solchen, welche

die älteste Tochter des berühmten AkademikersSmirke" (also wohl Roberts des Aelrern)genannt wird, heißt es bey Fiorillo V. 82222.,baß solche wegen ihren vortreflichen Zeichnungenund Landschaften (dergleichen z. B. auf der Lond-ner-Exhibition von 180). ersichtlich waren) mehr-mals den Preiß der Society of Arts davon ge-Dtragen, und (das wäre!) eine öffentliche Belo-bung aus dem Munde des Herzogs von Norfolkerhalten habe.

* Smisch eck (Joh. Christoph). Von ihmkennt man ein mit 1621. dadirtes Bildniß desArztes Malach. Geiger, ohne wettern Namen,als den seinigen.

(Benjamin), englischer Kupferstecherum i 8 o 5 . Von ihm ist das Bildniß König Georg III. vor dem I. Bd. des Boydeüschen Pracht-werks von Shakespeare , nach W. Beechey undim II. Bd. dieses Werks das Blatt: Shakspearvon der Tragödie und Comödi erzogen, nachG. Romney. Ferner für Ebendasselbe: KönigRichard II. der dem Bolingbrocke die Kronereicht; dies nach M. Brown. Endlich: Die Ver-pflichtung des Lord Majors von London , nachMiller, mit lauter Portraitfiguren (1802.). Inden Deutschen Lunstblarrern 4°. I. (1.) 12.heißt dieser Künstler (ganz »»eigentlich)der inder Punktirmanier so berühmte B. Smirh."

* (Caspar), s. Gmi'ttz.

* Smissen (Dominicus van der). Seinselbstgemaltes Bildniß besaß einst die Galerie zuSalzthalum. Nach ihm gestochen und geschabtkennt man mehrere von I. M. Bernigeroth, von C.Fritsch (des Barons (?) Fried, von Hagedorn1766.), und von I. I. Haid.

(Jacob van der), Sohn und Schüler

des vorstehenden Dominicus, geb. zu Alton«,zeichnete Anfangs Bildnisse, malte Landschaftenin Ocl, und Mehreres im Geschmacke seines Va-ters. Um 1794. gab er an seinem GeburtsortUnterricht im Zeichnen, und besaß eine schätzbareSammlung von den beßten Arbeiten seines Va-ters in allen Manieren, worunter sich auch nochmanches schätzbare Bild von B Denner, seinemLehrmeister, befand. Rsmburß. Lün8tler-Naokr.8. in.

(Daniel Wilhelm), Esq. Surveyor-General; gab eine Landkarte von Canada , welchebey Fade'n zu London i8no. erschien. AUg.Geograph. Ephemeciden Vl. Igo.

(Duncan), Verfasser eines Vorfchrif-

tenbuches. Wir finden dasselbe in dem Catologedes Leipziger-Jndustriekomptoirs von 1806. wiefolgt, angezeigt: Pke /^csllemical In8crnctor;L necv copij 600k» contslning ^ipbsbets ofrounä 8«xt» rouncl Rsncl. aull Lurenc^, vvitk8eversl ne>v 8per)^men8 nevsr bsvore pub->Ii8kcl, <Il88t^nsä b^ of f.onllon.

(Pr. 1. Rlhlr. 12. Gr.)

* (F- R.> So wird etwa der unten

folgende Johann Raphael Smirh unrichtigbezeichnet.

Smit (Andreas), aus Flandern , studirte dieMalcrey zu Rom um i 65 » als gerade D. Diego Velasquez sein Bildniß deü Pareja vollendet hatte(?), und war einer von denen, der von diesen!Bilde zu Madrid viel Rühmens machte. Fio-rills IV. 2Z0. (den wir hier nicht ganz verstehen).

* (Gabriel), Stecher Mit der Nadel,dem Grabstichel und in punktirter Manier, geb.zu London 1724. und gest. daselbst 1782. Nach,dem er die Anfangsgründe seiner Kunst in seinerGeburtsstadt gelernt hatte, begab er sich nachParis , wo er sich, neben Anderm, in der Crayon-