Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1659
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Smith.

werfet zu Pferde, Knellers, alle nach diesem letz-tem; des Malers Murrey, nach ihm selbst; vonweiblichen Elisabeth Cromwell nach Knellern; danndie Gräfin von Salisbury , nach Ebendemselben,und Mistriß Croß, nach Hill; jenes unter demNamen der Wirrwe, dieses der kleinen Wittwebekannt. Von Geschichtlichem, Gattungsblatternu. s. f. hiernächst giebt ein besonders reiches Ver,zrlchniß meines sel. Vaters ebenfalls an die iso.fast die Hälfte ohne weiter» Namen als den Ei-nigen, die übrigen aber nach folgenden Meisternan: F. Albani, A. Allegri, F. Barlow, F. Ba,rozio, P. Berchet, Berghem, I. Breughel, H.Carraccio, R. Carrierra, L- Castro, A.vanDyck,L. Giordano, H. Golzius, E. Hemskerk, G.Kneller, G. Lairesse, P. Lankrinck, Lauron oderLaroon, D. Lemens, B. Lens, C. Maratki, I.B. Monnoycrs, M. Nuzzi, A Ostade, T. Pem-broke, N. Poußin, G. Reni , W. de Ryck, G.Schalken, B. Schidone, C. Smith, F. Sneyers,D. Teniers , D. Lestelin, A. Turchi, T- Vecelli,S. Vouet, I. Wyk (also abermals nach 38 .Meistern); Gegenstände der verschiedensten Gat-tung von der Leidensgeschichte bis zur Bier-schenke von den Göttern Griechenlands bis zumwilden und zahmen Geflügel herab. Was dasAlles einem Künstler, wie der unsrige war, füreine Gewandtheit und Fertigkeit geben mußte,ist leicht zu ermessen. Als vorzüglich unter diesennennt < 5 . /üßli l. c. eine H. Familie nach Barrozio, eine an-rt nach Schidone; dann eine Mag-dalena (mit der Lampe genannt) nach Schal-ken; die berühmten neun Liebschaften der Götter,nach Tikian, die sich in der Gallerie Marlboroughbefanden (in guten Abdrücken äußerst schwer zufinden), und eine Dogeljagd nach Wyck. Diesenfugt R Füßli noch: Venus auf der Muschelnacb Correggio, u. eine H. Familie nach Maratki,als ( zumal das letztre) ganz vorzügliche Blätter,und der Catalog von Brandes: Amor, weinendam Grabe der Königin Maria, nach Knellernhinzu. Von der H. Familie nach Maratki heißtes noch an einem andern Ort: Es enthalteAlles in sich, was die Schabkunst im histori-schen Fache zu leisten vermag. (Füßli's An-na!. I. 58 .) Beughem, in: kiblioxrspb.tkomnloa p. 2t)5. nennt von ihm: tke Art oftpsintlnA pbilomutk ( plz'moutk?) 1676.

80.). was vermuthlich die erste Auflage seinerim Lex. erwähnten Schriften ausmacht. In demBremischen Magazin (Jahrg. 1751. Thl l. S-7Z7.) hinwieder findet sich, unter den i/ 55 . inEngland erschienenen Schriften, eine Unterwei-sung für Maler, von I. Smith, Pr. 5 .Sch. (cks ?ainter8 6rsmrnar bv A. ä'mrt/r). Obsolches neue Auflage jener Schriften, oder einedavon verschiedene desselben Verfassers, oder end-lich die Arbeit eines späthern Schriftstellers die-ses Namens sey, ist uns Alles unbekannt.

* Smith (Johann), der jüngere, von Chi-chester, der jüngste Bruder von Georg und Wil-helm , der im Lex. am Schluß des Art. Johanndes Aelrern erscheint, war theils guter Land-schaftsmaler, theils Kupferetzer. Erst. 1764. indemselben Jahre mit Wilhelm. Rost IX. 232 33 .Nach ihm gestochen haben, wie es dort heißt,P. C. Canot (uns Unbekanntes); dann I. Ma«son vier romantische Ansichten: Den WasserfallHighforce, den pyramidalen Berg Thorp-Cloud;die Verwüstungen, welche das unterirrdische Was-ser Cordal a Matham en Craven in der GrafschaftVork angerichtet hatte, und den (in Englandungeheuer genannten) Felsen Mattlok high Torr;F. Vivares endlich vier Ansichten von Dunning-

Smith.

kon, und vier Parkansichten, diese gemeinschaft,lich mit Mason; Woollet endlich sein, oben imArt. Georg erwähntes Preiß - Bild von 1760.Hinwieder etzte er selbst in die oben in eben er,wähnten, Art. angezeigte Samml. der: cinquants-trois jolis pa^saxes;.überdieß eine artige Land-schaft an einem Fluße, mit Dauernhütten, kleinenFigürchen und Vieh staffirt, nach seinem BruderGeorg. Rost IX. 8. v. Mason und Vivares.

Smith (Johann), ein noch neuerer Künstlerdieses Namens heißt irgendwo einer der berühm-testen Stecher zu London , welcher die Kupferund Karten zu der in i 8 o 3 . bey Levrault zu Pa­ ris erschienenen Uebersetzung aus dem Englischenvon Acerbi's: nouvesu «laus la oueäs,

1a Linlanäe» h,aponio Lcc. et au Lap lssorcl (III.Vol. 8°.) geetzt habe. Wahrscheinlich ist dieserder nämliche I. Smith, von dem wir bey Fio-rillo V. 85 t. lesen, daß die: 8elect Viervs inIral^ nach seinen Zeichnungen gestochen, undmit topographischen und historischen Beschreibun-gen begleitet, zu den schönsten Prachtwerken ge-hören.

(Joh.). So nennt das Verzeichnisdes Schmiorischen Kabiners zu Kiel (1809.)einen Maler iin Schalckens Manier, der dieWirkung des Feuers sehr natürlich darstellte.Dort befand sich von ihm ein Vulkan mit seinenCyclopen.

* (Johann Raphael), Englischer Ma-ler, Zeichner und Kupferetzer in Schwarzkunstsowohl als in punktirter Manier, geb. zu London um 174«. dort blühend seit 1780. und noch le-bend daselbst 1805. Von ihm, als Maler , heißtes bey FloriUo V. 8ns 3 .Smith ist ein,seiner sentimentalen Vorstellungen wegen sehr be-liebter Künstler. Die gemeine Wirklichkeit weißer treu genug darzustellen. Ein Sonntagabendin der Bauerhütte, nach einer Schilderung desSchottischen Dichters Burns, und ein Bildnißvon Fox *) sind unstreitig seine beßten Arbeiten."Als Kupferstecher dann kennt man von ihm einegroße Manigfaltigkeit von Blättern in den genann»ten verschiedenen Srichmanieren, welche alle Ge-schmack und Praccik verrathen. Vieles hat er fürBoydell gearbeitet. Rost IX. 29398. wo sicheine reiche Litteratur seiner Arbeiten mit der Na-del und dem Schabeisen befindet. Dieser, dannden Katalogen von Winkler und Brandes undeinem Verzeichnisse meines seligen Vaters zufolge,kennt man von ihm vörderst über 3 ». Bildnissenach Reynolds, von meist mehr durch Stand,als anderes (Bekanntes) ausgezeichneter Englischer Herren und (vorzüglich) Damen, bey welchen derCatalog von Brandes (s. v. Reynolds) im-mer: belle! und z. B. bey dem Baronek Boothbyund der Lady Cath. Pelham Clinton: tre.-? belle iausruft. Dann nach andern Meistern: N. Ber-ridge, M. Brown, G Douw (Wallensteins), vanDyck (des Malers M. Ryckaert), Th. Gainsrborough, B van der Gucht, A. Kauffmann , F.Lawrence, G. Morland, Th. I. Northcote, W.Pelher (Edward Wortley Montag», im Kostümeines arabischen Fürsten ), P. F. Rigaud , G.Romney, H. Walton, I. Wright. Auch mehrere(fast lauter weibliche) ohne andern Namen alsden (einigen (wie z. B. die Königin Marie An-toinette von Frankreich 1. Alle diese zwischen denI. 17/583. meist in Schwarzkunst geschabt.Ferner verschiedene, meist Gattungsstücke (177684.) in dem beliebten Englisch -sentimentalen Ge-schmacke der Zeit: Heloise schreibt an Abelard ,

*) Das Pamphlet: Nie ?,cturs ok s.onston kor. 1805. 12. p. 175. nennt ihn: «ursprünglich Zeichner für Ku-pferstecher"; und fährt denn weiter fort: «Derselbe malt Bildnisse in einem so guten Styl, daß man be-dauert, daß er sich nicht vorzüglich oder ausschließlich damit beschäftigt." Bon seinem lebensgroßen Bildnissevon For wird bemerkt, daß es vielleicht das ähnlichste von diesem großen Manne sey. Wir selbst bemerken,als sonderbar, und höchst wahrscheinlich als irrig: Daß die (sonst genaue) Allgem. Runstzeit. -8oz. S-2 ,c>. ein solches Bildniß von For, als gemalt von Smith, nnd gestochen von Keynold's (?) ankündigt, waswohl gerade das Gegentheil heißen soll, da sicher auch leytrer wohl mehr als Einmal Fort'» geschildert hat.