i66r Smyters.
fehler Sinnglewicz. Ebenfalls nach seiner Zeichnnung kennt man v. I. Ottaviani die Darstellung desantiken Gemäldes d. sogenannten AldobrandinischenHochzeit, ein großes schönes Blakt. SE-ieL.
Smyrers (Anna), Malerin in Miniaturund Wasserfarben. Dieselbe arbeitete auch in Eng-land. ss. van L??ander beschreibt das Wunder-kleine und doch meisterhaft vollendete Bild vonihr, dessen auch das Lex. gedenkt, und das mannicht bloß mit einer Bohne, wie es dort heißt,sondern gar mit einem Waizenkorn decken konnte.Fi0rill0 V- 222.
* Kurvtb. So schreibt der elende Basan(L6. söe,) die berühmten Englischen Stecher Jo-hann, Raphael und Samuel Smith.
^ Snairs, ft unten Snayers.
Snape ( ). Einen solchen findet man als
Kupferstecher eines Blattes: Nbe Singers okOpera, irgendwo angegeben.
Snaphan (A.), Maler, der in der letztenHalste des XVII. Jahrhunderts zu Leipzig lebte.I. C- Böcklin hat das Blldniß einer Frau A.Marg. von der Burg in Fol. nach ihm gestochen.
* Snayers (Peter). Auch der Kardinal In-fam von Spanien ernannte ihn zu seinem Hof-maler. Nach dem Catalog von Lichrenftein(wo übrigens keiner seines Gemälde angeführt ist)starb er erst 167». In Deutschland besitzen vonihm: Die Gallerie zu Wien r 5 . Bilder: Ihregebirgigte Landschaft und zwey Schlachten, alledrey klein. Dann aber besonders, im untern Bel-vedere, die zwölf berühmten Bataillenstücke von 9^in die Breite und 6' io" in die Höhe, welche dievornehmsten Kriegskhaten des Erzherzogs Leopold Wilhelm und des Feldmarschalls Oct. Piccolomini.darstellen, und von 1639—62. datirt sind. (Ihreausführliche Beschreibung giebt von Mechel S.317—22.). Dann die Gallerie zu Schleisheimdie Schlacht auf dem weißen Berge bey P.ag1620. ein 7^ breites, und 8" hohes Bild, ge-meinschaftlich mit Breughel gemalt; dann ein nochnoch größeres von 5 " Höhe und 8^ 9" Breite,welches Heinrich IV. in Frankreich zu Pferd inLebensgröße, in einer Schlacht darstellt. — Die-jenige zu Dresden vier kleine Scaffeleybilder:Den angegriffenen Bagage-Wagen, Anfall vonRäubern auf Reisende, Plünderung eines Dorfes,und ein Gehölz mit Vieh. — SalZtbalum einstden lesenden Capuziner unter einem Baume, klei-nes Bild, und ein Fruchtstück. — Donimersfel-den eine Schweinsjagd von t? 7" Höhe und ickBreite. — Der Hof- und Landgerichts- AdvocatSchmidt in Kiel (1809.) eine schöne Landschaft,in deren Vorgrund eine Gärtnerin ihre Früchte he-gtest. Nach ihm gest kennt man die schon im Lex.genannten sechs geetzten Blätter von Th. von Kes-sel , von welchen indessen zwey mit St. PaulsBekehrung staffirt seyn sollen, und somit doch —keine Schlachtenstücke seyn werben; dann vierBlätter von Prenner; davon zwey: Halte etkvn-contre <ie Lavaleris, und zwey andre: Bauern-schlagereyen in einem Dorfe (eins irgendwo ru-brizier : ÜS8 Pillurcck U88omms8 psr leg paygans(ob etwa das Dresdner -Bild?). Auf diesen Blätternheißt der Maler irrig Schnacks und Schneien.
* -s. auchSneyders,S'iyders u.Snyers.
* Snell (H.), eine Abkürzung des nachfol-genden Snellincks auf Blattern nach ihm.
* SneIlincks (Hans). Die Sammlung von
Malerbildnissen, die in 1782. auf dem LustschlosseLeopoldskron bey Salzburg zu finden, und imBesitze des Grafen F. Lact. von Firmian war,zeigte sein selbst gemaltes Bildniß. Nach ihmkennen wir (>. nummcrirte Blätter mit der Ge-schichte Alexanders in Querfol. wovon N°. 6. be-zeichnet ist: //. (inclv8) inuen. und 6. 6s
^joös excuci. Dann eine Kreuzkragung Christimit mehreren Märtyrern bezeichnet: Aoamrer
inuentor, und: L6u. ab stosftvinclcelexcutl. ^onverp. in quer gr. 4°.
S n e y d e r s.
Sne 11 1 ny (Matthew). So nennt FiorilloV. /, 58 . kurz einen Englischen Dildnißmaler desXVII. Jahrhunderts, der aber keiner großen Ach-tung werth sey.
* Gneyders, Schnyders od. Schny-e rs (Franz). Die gewöhnliche Behauptung, daßderselbe Italien gesehen, und daß dort der An-blick von Castiglione's Werken ihn angefeuert habe,denselben zu übertreffen wird von warelet wohlnicht ohne Grund bezweifelt. Der Unsrige malteschon Thiere und Landschaften in Rubens (st. i6.so.)Werke, als der Genueser erst ssi I. zälte. Auchbehauptet Oeecamps ausdrücklich,daß Sneyders(die kurze Zeit ausgenommen, wo er von demErzherzoge Albert nach Brüssel berufen worden)seinen Geburtsort niemals verlassen habe. »Inden Arbeiten dieses Künstlers'' (sagt wareler),„welchen in seiner Gattung keiner seiner Vorgän-ger und keiner seiner Nachfolger erreicht hat, istdie wahre und große Manier, womit er feine Thierebehandelte, die kecke und sichere Lokkirung in Ka-rakterisirung ihrer verschiedenen Gattungen, dieSchönheit, Freyheit und Leichtigkeit seines Pin-sels, die Kraft und der Glanz seines Koloritswirklich bewunderuswerth, und leptres war wohlwürdig, mit Rubens seinem in Gesellschaft zutreten. Daß er mit demselben Talent und mitgleicher Wahrheit auch Untergeordnetes, wie z. B.Früchte, Küchengerärhe u. drgl. darstellte, brauchtkaum bemerkt zu werden; wohl aber, daß er auchdie Landschaft gut malte, und daß er selbst nichtganz ungeschickt für die menschliche Figur war.Sogar nennt man sein eigenes Bildniß von sei-ner Hand. Unter vier seiner Bilder im alten Kö-niglichen Französischen Kabinele zeichneten sichvornehmlich eine Schweinhetze aus, von der manmehrere Kopien kennt, und dann ein anderes mitFrüchten und Gemüse. Dergleichen, so wie über-haupt Staffeleybilder, malte er bloß zu seinerErholung, und solche finden sich daher ziemlichselten. Auch von Männlich spricht von un ermKünstler sehr gut: »In der Hitze des Gerechtesder Thiere mit Thieren oder Menschen" (heißt esdort) »wo Alles durch einander geht; in der Man-nichfaltigkeit der Stellungen, welche so richtigMuth, Zaghaftigkeit, Schmerz oder bis zur Wuthgereizten Zorn ausdrücken, wußte er in Blick undGebehrden alle Leidenschaften, welcher eine thie-rische Seele fähig ist, vorzustellen, und in diesemTumulte dennoch alle Regeln der Kunst auf dasGenaueste zu beobachten, und so die Natur auchin dieser ihrer Wahrheit, Größe und Schönheitgleichsam hinzuzaubern." In Deutschland besitztdie Gallerie zu Wien 7. Bilder: Zween Füchsevon fünf Hunden, ein Hirsch von zehn Hunden,ein Eber von neun Hunden gehetzt, eine andere Wild-schweinsjagd, das Paradies (in der Ferne die Er-schaffung des Weibes), lauter Stücke von Lebens-große; dann Daniel in der Löwengrube, und einReuter auf einem Schecken, zwey kleine Staffe-leybilder. — Lichrenftein: Ein kleines Schlachten-zwey Blumen - und ein Fruchlsiück. — München :Ein Hund verzerrt einen Ochsenkopf; Bärin mitihren Jungen, von Hunden angefallen; Löwin,die einen Eber zerreißt; und dessen Nebenstück,zween Löwinnen, die einen Rehbock verfolgen;lauter-lebensgroße Bilder. Von diesen letztemsagt von Männlich: »Eine dieser Löwinnen blicktauf den Anschauer; sie scheint ihre Beute zu ver-lassen und auf ihn loszugehn. Wahrscheinlich wardes Künstlers Absicht, uns dadurch »m so vielmehr Schrecken einzuflößen". — Schkeißheim:Löwe, der ein Wildschwein erlegt; Dianens Rück-kehr von der Jagd; dann eine Landschaft, mitdem Kinde Jesu das mit dem kleinen Johannesspielt (diese Figuren von Rubens ), mit einemFruchtgehange um Baumstämme — ohne Zweifelherrlich staffirt. Alles lebensgroß — Dresden hatvollends 9. Bilder von ihm: Ein irdisches Paradies,noch von weit größerm Maaße als jenes zu Wien ;eine Bärenjagd, eine Küche; die übrigen kleiner. —Einst SalZtPalum eine Schweinshetze, und: