Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1667
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Soiron.

Soiro», ( ). So heißt auch im -Vlms-

nask 6s Lommsrce 1811. ohne Weiteres ein da-mals zu Poris lebender Graveur in Metallen.

Ssissous ( ). Und so im Hlmanacl,

äes Deaux-.-Vrts 1808. und noch im Almanach6s commsrss 1811. ganz ohne Weiteres ein zuParis lebender Baumeister, der in letztgenanntemJahre mit dem Epithel: ^ncisn Lxpert 6esöätimencs bezeichnet.

* Sokoloff ( ), ein Russischer Kupfer-

stecher; (doch kaum Eine Person mit dem Go-kolrv des Lep. und eben so wenig mit dem folgen-den peeer Sokolorv). Von dem Unsrigen führtman irgendwo drey Blatter: (Neptun und Mila-ns, Danae, ». einen Alten bey einem jungen Mäd-chen) an. Dann hat er, nebst andern Künstlern,recht Gutes in Aquatinta zu Karamsius Pan-theon der Russischen Schriftsteller geliefert. Die-ses Werk, welches zu Moskau in der Buchdruke-rey des Senats gedruckt wurde, und in oder um1801. erschien, ist das Prächtigste was je auseiner Russischen Presse gieng. sichrer'« Rus-sische Misc. I. 120. Derselbe ist wahrscheinlichmit dem nachfolgenden Iwan Gokolow, so wiemit Emukoff in den gegenwärtigen Zusätzen Ei-ner und Derselbe.

Sokolorv (Iwan), s. oben Emukoff, undgleich oben Sokoloff.

(Peter), Adjunkt-Professor der histo-rischen Malerey zu St. Petersburg . Dieser Künst-ler hatte große Anlagen, die er in Rom auch zueinem ausgezeichneten Krad ausgebildet habenwürde, wenn er sie (?) bey der Wahl seiner Mustermehr zu Rath gezogen hätte. Er band sich aberbald einzig an die Manier von I. Battoni, dieseinem Talente gar nicht entsprach; und da er diesfühlte, ward er schüchtern in seinen Arbeiten, undentfernte sich immer mehr vom der Bahn, dieihm von der Natur vorgezeichnet schien. Er st.1791. Hallische A. L. L. i 8 o 5 . Jsttell. Bl.N°. 42.

Solages ( ) und Boffut, beyde doch

wohl Baumeister. Dieselben legten im Jahre IX.dem Pariser - Nationalinstitute das Modell einerneuen Schleuse vor, vermittelst deren der Auf-wand an Wasser, behuflich eines übergehendenFahrzeugs, nur den hundert und zwanzigsten Theilvon dem beträgt, was sonst bey gewöhnlichenSchleusen nothwendig ist. Eine wichtige Erfin-dung für die Schiffarth auf Kanälen. BuschAlmanach d. (jährlichen: Erfindungen, Jahr-gang VII. Erfurt 1808. S. 3 , 8 . Obiger Boffutist ohne Zweifel der Pariser-Baumeister Bossuin den gegenwärtigen Zusätzen.

Solar (Anton). ' So heißt im: Almanach s.kom 1810. 8. 268. ein damals dort lebenderSpanischer Bildhauer, und wird von ihm daselbsteine Psyche genannt.

* Solar, (Andreas), s- gleich unten Solaris.

(Bonaventura) seit 176. - Stadtbaumei-ster zu Warschau , baute das dortige Theater, anwelchem Kenner viel (uns Unbekanntes) auszuse-tzen wußten. Er lebte noch i 8 o 3 .

_ (SantiniX S. oben Sanrini. Wir

holen hier noch nach, daß der Maurermeister I.Heiß es war, der die Kapelle zerstörte, worin sichsowohl sein gemaltes Bildniß knieend, als auchseine Büste aus Marmor befand. Solari, die-ser geschickte Baumeister und Bildhauer (die Pal-läste und Gärten des Bischofs von Salzburg zierteer mit Staküen von seiner Hand) wurde zu Comobey Mailand geboren; ficng ihi/j. den Bau dergedachten Domkirche an (der bis 1668. dauerte),Er selbst st. 70. I. alt, schon 1646. zu Salz­ burg . Sein Bildniß in Lebensgröße fand sich

Solaris. 1667

auch in der obern Domschatzkammer daselbst,mit einer Unterschrift, die sich mit folgenden Zei-len endet: Zu pro Xnmtnm ors, gui te Da-iilisapium , munimsntin secnrum fecit. ^>,ib», er'sBeschreib, von Salzburg I. Igi.

* Solar, (Thomas). Nach seiner Zeichnunghat A. Faldoni eine in der Kirche St. Jgna;zu Rom befindliche plastische Arbeit von Ph. dela Balle (die Verkündigung Maria) gestochen.

( ). Maler, Schüler des Donat

Mascagni, mit dem er gemeinschaftlich um 1680.die Domkirche zu Salzburg in Fresco malte Vonihm sind namentlich die Grablegung, und die Er-scheinung Christi. Dann fertigte er ebendaselbstfür die Kirche zur rothen Brüderschaft das Altar-blatt mit dem Abendinale. Hühner, I. c.

Solaris (Aeneas de). So wird irgendwo,ganz ohne Weiteres, ein uns völlig unbekannterälterer bildender Künstler genannt.

* oder Solar, (Andreas), del Gobbo,

von vasari, im Leben des Correggio , dessenZeitgenoß er war, auch Andrea Milanese unddabey ein treflicher Maler überhaupt, ein vor-züglicher Coloriste insbesonders, und ein uner-müdlicher Liebhaber seiner Kunst genannt. Lo-mazzo dann (Cap 87.) zählt ihn unter die Nach-ahmer des Gaudenzio Ferrari . Da Vinci setzte ihnzu seinem Erben ein. Die Manier dieses seinesMeisters hatte er sich so zu eigen gemacht, daßman oft ihre Werke verwechselte. In der Kar-thause zu Pavia macht ihn Torre S ,88 zumGefehrten des Salaino. Auch in Privatgallerieufinden sich Arbeiten von ihm. 1 ) 6 . terr:.

IV. 212. Diesseits der Berge kennen wir vonihm einzig zwey Bilder im Museum zu Paris :Eine Madonna, die in einer landschaftlichen Ge-gend das Kind stillt, fast lebensgroß.Die Zeich-nung ist richtig; die Umrisse rein, doch etwashart; das Colorit einfach, vielleicht etwas roh;die Ausarbeitung fleißig Das Hauptverdienstdieser lieblichen Compvsition indessen besteht inder vorzüglichen Grazie, Anmuth und Naivitätdes Ausdruckes." So heißt es bey Lands»,Annal . II. S. 97. der davon eine gute Nachbil-dung im Umrisse giebt. Eben so (X. 1,.) vondem zweyten: Herodias, die das Haupt Johanndes Täufers aus der Hand des Scharfrichtersempfängt, von dem man (schauerlich!) bloß denArm erblickt; gleich jenem, Kniestück in Lebens-größe.Dieses, schon von Ludwig XIV. ange-kaufte, auf Holz gemalte Bild" (sagt London )trug gewöhnlich den Namen unsers Künstlers;immerhin muß es aus da Vinci s Schule seyn(einige hielten'Lifür einen Luini)".Indessen" (setztLands», hinzu)hat da Vinci gewöhnlich mehrGrazie i» seine weiblichen Köpfe gelegt, als hierim Kopfe der Saloms zu finden ist. Wohl laßtdie trockene Zeichnung und die kalte Toccirungdenken, daß der Künstler Lconardo's Manier habenachahmen wollen; und ohne Verdienst ist dieseNachahmung wirklich nicht. Ein harmonischesColorit, die Genauheit der Formen, und ein ge-wandter Pinsel, verliehen diesem Bilde immer soviel Werth, daß es sich wohl der Mühe lohnt,sorgfältig zu untersuchen, wem die Ehre gebühre,es erzeugt zu haben". Nach ihm hat I. Bou-langer für den Verlag von F. Pcitty ein EcceHomo und eine Mater Dolorosa, andre sagennoch (vielleicht durch Verwechselung der Namen)auch I. Boucher eine Madonna von Passau ge-stochen.

* -- (Anton), genannt Zingaro. Lanzi(L6. ter?. II. 28688.) läßt die Geschichte sei-ner romantischen Liebschaft, welche ihn von, Huf-schmiede zum Maler machte, und mit derjenigenvon Q Messis so viel Aehnlichkeit hat *), dahingestellt seyn, und zählt dafür vördcrsi seine Mci-

») So nämlich, daß die des Flammänders vielmehr von des llnirigen seiner geborgt seyn muß.